Die Geschichte der Fußballfans

11FREUNDE-Spezial: Nr. 1

Die Geschichte der Fußballfans

Neu hier? Alle Infos zu 11Freunde Community
17.10.2011

Der Fußball, mein Leben & ich: Thomas Allofs

»Es war Hass auf dem Platz«

Interview: Thorsten Schaar  Bild: Volker Schrank

Er war der Mario Götze der Spätsiebziger, stand im ersten Profijahr im Europapokalfinale gegen den FC Barcelona. Trotzdem war er für viele nur »der kleine Allofs«. Ein Gespräch über Bundestrainer, Bruderschaft und Brazil-Zigarren.

Der Fußball, mein Leben & ich: Thomas Allofs  - »Es war Hass auf dem Platz«


Thomas Allofs, wie sehr hat Sie genervt, nur der »kleine Allofs« zu sein?

Thomas Allofs: Das ist nun mal das Los des Zweitgeborenen. Es gab eine Phase, in der mich das sehr geärgert hat. Ich habe den Namen auch nicht sonderlich gemocht.



1988 bestritten Sie Ihr einziges A-Länderspiel über 90 Minuten. Warum hat es nie zu mehr gereicht?

Thomas Allofs: Holger Hieronymus, Stefan Engels und ich waren vor der WM 1982 schon vom DFB eingekleidet worden. Wir hatten das Geld für die Schallplatte bekommen, die wir mit Michael Schanze aufgenommen haben. Dann teilte uns der Bundestrainer mit, dass er nur mit 19 Spielern plane, nicht mit 22.

Wie hat Jupp Derwall seine Entscheidung begründet?

Thomas Allofs: Er wollte nicht so einen großen Kader haben. Unverständlich, weil andere Spieler nicht fit waren. Es wäre für alle eine Chance gewesen, denn wir waren junge Spieler, die noch viel lernen konnten.

Wo haben Sie den Sommer verbracht?

Thomas Allofs: Ich habe mit meinem Bruder Urlaub gemacht, am Gardasee. Wir haben die Spiele im Fernsehen gesehen. Klaus war dann vier Jahre später in Mexiko dabei.

Sie waren von 1979 bis 1982 immerhin Stammspieler in der neugegründeten U 21.

Thomas Allofs: Ich spielte zusammen mit Pierre Littbarski, Bernd Schuster und Jogi Löw. Und es war die erste Trainerstation von Berti Vogts. Wir wurden 1982 Vize-Europameister, verloren erst im Endspiel gegen England. Im Sturm: Rudi Völler und ich.

Welches Spiel war das eindrucksvollste?

Thomas Allofs: In Peking haben wir in einer riesigen Schüssel vor 100 000 Leuten gespielt. Und als wir ins Schwimmbad wollten, wurden alle aus dem Becken geworfen, damit wir ungestört baden konnten.



Aus Heft#118 09/2011

Die Bayernformel – Wie der FC Bayern die Liga regiert


weiterlesen [1] [2] [3] [4] [5] [6]



---
News, Interviews, Blogs, Statistiken und Service zu: 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Köln, Bayern München,






Ähnliche Artikel

Kommentare

  • User
  • 16.10.2011 10:47:57 Leo Hintermann

    Heute kennen das die Spieler gar nicht mehr, dass man kotzt nach dem Training.

    Weil jeder Trainer heute weiß, dass die beschriebenen Methoden ausgemachter Schwachsinn von Vorgestern sind.

  • User
  • 16.10.2011 11:47:43 GTEvo

    Der Kleine Allofs is ja der dreieige Drillingsblutsbruder von RichyMüller und Jens Nowotny.

    lol

  • User
  • 16.10.2011 15:17:45 noggel

    respekt, thomas allofs!!! dein poster hing bei mir im kinderzimmer, hoffe der aufstieg mit der fortuna haut hin...

zum Forum

Logge Dich ein, um einen Beitrag zu schreiben!

VON DEN LESERN EMPFOHLEN



DIE AKTUELLE UMFRAGE

Und bei euch so?

Chaos dahoam!
Trauer dahoam!
Freude dahoam!
Wut dahoam!
Lasst mich mit diesem »dahoam« endlich in Ruhe!




Oliver Kahn wird 40


Wie heißen noch mal die Söhne von Martin Jol?

  • Cock
  • Dick

Das Tagesticker-Archiv

11Freunde Liveticker

11FREUNDE @ TWITTER