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01.10.2011

Marc Wilmots über Huub Stevens, Raul und Felix Magath

»Huub kann den Verein beruhigen«

Interview: Marius Gutowski  Bild: Imago

Kaum ein anderer Ex-Profi kennt Schalke und Huub Stevens so gut wie Marc Wilmots. Der Belgier spricht mit 11FREUNDE über Stevens Humor, das Erfolgsrezept der Eurofighter und erklärt, wer sein einzig legitimer Nachfolger als »Kampfschwein« sein kann

Marc Wilmots über Huub Stevens, Raul und Felix Magath - »Huub kann den Verein beruhigen«


Marc Wilmots, wie viel Humor hat Huub Stevens?

Marc Wilmots: (lacht) Eine Menge. Haben Sie etwas anderes gehört?



Er wirkt nach außen immer sehr diszipliniert und professionell.

Marc Wilmots: Es gibt zwei Gesichter von Stevens. Eins für die Medien und ein privates. Unter uns: Er lacht sehr gern und ich habe viel Spaß mit ihm gehabt.

Warum ist Stevens der richtige Trainer für Schalke 04?

Marc Wilmots: Weil blau-weißes Blut durch seine Adern fließt. Er hat eine lange Schalker Vergangenheit und mit diesem Verein viel erlebt. Er hat Erfahrung und weiß, wie wichtig den Fans die Identifikation mit dem Verein ist. Huub lebt diese Identifikation.

Wie war Ihr Verhältnis während Ihrer aktiven Zeit?

Marc Wilmots: Wir haben auch mal Krach miteinander gehabt, aber es ging immer darum, was das Beste für den Verein und die Mannschaft ist. Huub ist ein Mensch, der alles dafür tut. Er arbeitet von acht Uhr morgens bis zehn Uhr abends. Für mich ist er der beste Trainer, den ich je hatte.

Es gibt auch kritische Stimmen, die behaupten, Stevens ist ein Trainer der alten Schule und den Anforderungen des modernen Spiels in der Bundesliga nicht gewachsen.

Marc Wilmots: Das ist doch Schwachsinn. Was soll denn diese »neue« Schule sein (lacht)? Jeder Trainer hat seine Art und Weise zu arbeiten. Letztlich zählt der Erfolg und den hat Stevens immer gehabt.

Sie selbst sind unter Huub Stevens 1997 Europapokalsieger geworden. Wie wichtig war er für den damaligen Erfolg?

Marc Wilmots: Er hat uns extrem gut vorbereitet. Zu jedem Spieler vom gegnerischen Team haben wir etwas in der Kabine gehört. Egal, ob der auf der Bank saß oder in der Startelf stand. Stevens wusste immer alles.

Und taktisch?

Marc Wilmots: Für ihn war die stabile Abwehr immer am wichtigsten.

Jetzt erzählen Sie uns wahrscheinlich wieder die alte Geschichte: «Die Null muss stehen«...

Marc Wilmots: Aber es stimmt doch, das war unser Erfolgsrezept. Trotzdem wäre es dumm, Huub Stevens auf einen Defensivtrainer zu reduzieren. Wir haben mit Olaf Thon als Libero gespielt. Der war ja eigentlich ein klassischer Zehner.


weiterlesen [1] [2]



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