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30.12.2011

Best of 2011: Gladbachs Håvard Nordtveit über die Breivik-Attentate in seiner Heimat

»Oslo war unser 11. September«

Interview: Marius Gutowski  Bild: Imago

Håvard Nordtveit ist fester Bestandteil des Gladbacher Höhenflugs. Im Interview spricht der Norweger über Gemeinsamkeiten zwischen Arséne Wenger und Lucien Favre, seine Bewunderung für Ole Gunnar Solskjaer und die grausamen Attentate von Oslo.

Best of 2011: Gladbachs Håvard Nordtveit über die Breivik-Attentate in seiner Heimat - »Oslo war unser 11. September«


Håvard Nordtveit, ihr Team ist beeindruckend in die Saison gestartet. Hat Sie das überrascht?

Håvard Nordtveit: Wir hatten eine tolle Vorbereitung, von daher hat es mich nicht so sehr überrascht wie viele andere. Es ist für uns jetzt einfacher in die Spiele zu gehen, ohne dass wir ums nackte Überleben kämpfen müssen. Der Schaden, den wir anrichten können, ist nicht so groß.



Zweifelsfrei hat Ihr Trainer einen großen Anteil am Erfolg. Sie kamen zur Borussia, als Michael Frontzeck noch im Amt war. Was hat sich mit Lucien Favre geändert?

Håvard Nordtveit: Er hat uns einen Plan vermittelt. Wir spielen mehr miteinander und haben keine Angst den Ball zu halten.

Sie wurden beim FC Arsenal ausgebildet und haben schon unter Arséne Wenger gespielt. Was macht Lucien Favre besonders?

Håvard Nordtveit: Man kann Wenger und Favre eigentlich gut vergleichen. Zwei sehr intelligente Trainer, die sich in der Spielphilosophie ähneln.

Bei Arsenal konnten Sie sich nicht durchsetzen. Wie sind Ihre Erinnerungen an die Zeit in London?

Håvard Nordtveit: Unglaublich gut. Zum Durchbruch hat es leider nie gereicht, weil meine Konkurrenz mit Bacary Sagna und Emmanuel Eboué unheimlich stark war.
Ich wusste, dass die Spielweise der Bundesliga zu mir passt, deswegen habe ich mich zu einem Wechsel nach Gladbach entschieden.

Lassen Sie uns ein bisschen über den Fußball in Norwegen sprechen. Welchen Stellenwert hat der Sport in Ihrem Heimatland?

Håvard Nordtveit: Der norwegische Fußball ist über die Grenzen des Landes hinweg kaum bekannt. Einige Spieler müssen sogar nebenher arbeiten, weil der Profifußball nicht genug Geld einbringt.

Gibt es eine typisch norwegische Mentalität bei den Spielern?

Håvard Nordtveit: Norwegische Spieler sind ruhiger und bleiben mit den Füßen auf dem Boden. Die meisten sind intelligent, ich hoffe ich bin einer von ihnen (lacht).

Welchen Spieler haben Sie als Kind bewundert?

Håvard Nordtveit: Da gibt es einen und den bewundere ich heute immer noch. Der Killer mit dem Babyface: Ole Gunnar Solskjaer.


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