Die Geschichte der Fußballfans

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14.09.2011

Mehmet Scholl über sein Plattenlabel Millaphon

»Olli Kahn sagte: Behalt Deinen Scheiß!«

Interview: Thorsten Schaar  Bild: Promo/Millaphon

Ex-Bayern-Star Mehmet Scholl sagt Lady Gaga den Kampf an und hat sein eigenes Plattenlabel gegründet. Sein hehres Ziel: Musikerziehung ohne Zwänge. Stefan Effenberg und Olli Kahn gehören eher nicht zur Zielgruppe.

Mehmet Scholl über sein Plattenlabel Millaphon - »Olli Kahn sagte: Behalt Deinen Scheiß!«


Mehmet Scholl, der letzte Ex-Fußballer, der eine Plattenfirma gegründet hat, war Thomas Häßler.

Mehmt Scholl: Ich fand die Idee damals gar nicht so schlecht. Melodic Rock ist mir tausendmal lieber, als wenn jemand Lady Gaga hört.



Sie sind bereits ARD-Fußballexperte, Radio-DJ bei Bayern 2, machen gerade den DFB-Trainerschein – warum jetzt auch noch ein Plattenlabel?

Mehmt Scholl: Wir haben Millaphon Records extra in Zeiten gegründet, in denen das sonst keiner macht und die Musikindustrie jammert. Unser Ziel ist: Wir wollen es anders machen als die großen Labels. Zur unserem ersten Konzert in die Münchner Freiheizhalle kamen 1200 Leute. Wir behalten aber alle drei unsere normalen Berufe und erwarten auch nicht, damit reich zu werden.

Wer sind Ihre beiden Kompagnons?

Mehmt Scholl: Gerd Baumann ist als Komponist unser oberster Fachmann und Till Hoffmann fungiert als unser Gehirn, der alles koordiniert und organisiert. Und ich brauche lediglich meinen Musikgeschmack einbringen. Ich bin ja noch jung in diesem Geschäft.

Wann haben Sie Ihren Musikgeschmack entwickelt?

Mehmt Scholl: Ich war während meiner Profizeit ernsthaft verärgert über die Radiosender und wusste einfach nicht, wo ich gute Musik herbekommen kann. Ich konnte meiner Begeisterung erst freien Lauf lassen, als ich Ende der neunziger Jahre entdeckt habe, welche Medien meinen Geschmack repräsentieren.

Sie haben während Ihrer Karriere als Bayern-Spieler eher Musikmagazine gelesen als die Pflichtlektüre aus Nürnberg?

Mehmt Scholl: Ja, der »Musikexpress« wurde zu meinem Leib- und Magenblatt. Zwischen dem »Kicker« und mir hat es nicht so hundertprozentig gepasst.

Olli Schulz: »Ich bin genauso wie der HSV« >>

Haben Sie eigentlich »High Fidelity« von Nick Hornby gelesen?

Mehmt Scholl: Ich habe den Film gesehen und wirklich geliebt. Durch Nick Hornby bin ein Stück weiter in die Musik eingetaucht. Und das Beste war: Durch den Film-Soundtrack habe ich die fantastische Beta Band für mich entdeckt.

Haben Sie sich selbst entdeckt in dem Film?

Mehmt Scholl: Ganz so verloren wie John Cusack war ich auch wieder nicht in dieser Lebensphase. Und auch nicht ganz so enttäuscht von den Frauen.

Kennen Sie solche kleinen Plattenläden wie in »High Fidelity«?

Mehmt Scholl: Ja, aber mir fehlt die Zeit, dort hin zu gehen. Ich besorge mir die Musik anders. Ich bin ja immer viel am Flughafen. Dort stöbere ich dann bei iTunes und entdecke Sachen wie Locas in Love. Für mich eine der besten deutschen Indie-Scheiben der letzten Zeit.

Wo genau haben Sie Locas in Love entdeckt?

Mehmt Scholl: Im Wartebereich des Franz-Josef-Strauss-Flughafens in München. Ich habe mir die Platte sofort heruntergeladen, auf dem Flug gehört, bin ausgestiegen und war einfach nur glücklich, obwohl ich in Köln gelandet bin.

Inzwischen legen Sie jeden ersten Freitag im Monat im Bayerischen Rundfunk auf, immer kurz vor Mitternacht. Was passiert in Ihrer Sendung?

Mehmt Scholl: Ich darf meine Lieblingsmusik spielen. Ein paar Tage vorher stelle ich immer die Playlist zusammen. Die verändert sich dann aber im Laufe der Woche immer wieder, das ist ein ständiger Prozess. Worauf ich echt stolz bin: Ich musste die Sendung noch nicht einmal absagen in den vergangenen drei Jahren.

Was ist Ihre Motivation?

Mehmt Scholl: Wenn man heute zum 150. Mal Lady Gaga hört, weiß man gar nicht mehr, wo man hinschalten soll. Ich würde mir wünschen, dass viele Sender etwas mehr Mut hätten. Ich kenne genügend Leute, die einen Kanal sieben Tage lang mit Musik füllen könnten. Und viele Hörer würden sagen: »Hey, was ist denn das Großartiges?«



Aus Heft#118 09/2011

Die Bayernformel – Wie der FC Bayern die Liga regiert


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Kommentare

  • User
  • 14.09.2011 14:16:34 L3v3l0rd

    Freiheizhalle
    Was für ein wundervoller Name!

  • User
  • 14.09.2011 14:32:02 Botzinski

    Ekelhaft dieses typische Indie-Hörer-Geseier! Alles ist scheiße außer Indie und Brit-Pop! Dieser ständige Bekehrungsdrang, wenn man Indie nicht mag! Hätte nicht gedacht dass der Scholli so ein Dödel ist. Hat der eigentlich ne Nerdbrille und ne Röhrenjeans?

  • User
  • 14.09.2011 14:34:24 mehmetwirdankendir

    Wo siehst du den Bekehrungsdrang? Und die Scheiße die überall läuft kannst du noch eher ertragen?

  • User
  • 14.09.2011 14:35:16 mehmetwirdankendir

    Außerdem weiß ich, dass er auch Oasis und Sportfreunde Stiller hört.
    Nicht unbedingt klassiches Indiegeseier.

  • User
  • 14.09.2011 14:37:59 saloth sar

    trotzdem scheissmucke. kannste direkt in die tonne treten

  • User
  • 14.09.2011 14:40:08 Papiertiger

    jetzt kommt die kambodschanische bekehrung

  • User
  • 14.09.2011 14:41:18 Hotte80

    ups, genau das wollte ich auch grad schreiben, also sinngemäß.
    dann ergänze ich nur noch, das ich diesen indie-kack hasse. HASSE! ich kann dieses geschrammel einfach nicht mehr ertragen. dieses krampfhaft gewollt schräge, es macht mich wahnsinnig, ich könnte diesen typen stundenlang und mit wachsener begeisterung in die schnauze kloppen und sämtliche selbstproduzierte cds mit nem pümper ins maul stopfen und sportfreunde stiller gehören schon mal als allererstes an den klöten aufgehängt und ääähhh... wo ist der sandsack?

  • User
  • 14.09.2011 14:42:55 El Buitre

    Amen.
    Wir waren hier in Neukölln bisher verschont, wie ne kleine letzte Burg Berlins. Jetzt öffnen überall deren Läden. Der Indi greift an!

  • User
  • 14.09.2011 14:43:26 saloth sar

    papiertiger, ich will niemanden bekehren sonst hätte ich ja auch schreiben müsse, was gehört werden soll. ich wollte nur meinen unmut über diese instrumentevergewaltigung kund tun

  • User
  • 14.09.2011 14:47:08 Jim Panse

    Sally wirds jetzt nicht wundern, aber Oasis und Reamon find ich jetzt nicht sooo schlecht. Zu den Sportfreunden verweise ich aber gerne auf Hottes Exempel.

  • User
  • 14.09.2011 14:50:00 mehmetwirdankendir

    Von euch roqut ja mal gar keiner!
    Das ist mehr als nur dem Fritz sein Wetter.
    Burli Burli...

  • User
  • 14.09.2011 14:50:39 saloth sar

    jim, es sei dir gegönnt, ich krieg bei der gamzen msik das kotzen. weiss aber auch, dass mein musikgeschmack nicht massenkompatibel ist

  • User
  • 14.09.2011 15:13:25 Atatenango

    Nun ja, Geschmäcker sind verschieden, aber das ist ja auch gut so. Ich könnte das ganze was Hotte schreibt z.B. auf Metal, Gothic und teilweise auch Punk übertragen...diese ganze möchtegerne Attitüde Scheiße geht mir tierisch auf den Sack...und ich stehe auf Indierock...JAWOHL!!!
    Die Sportfreunde Stiller haben damit allerdings wirklich gar nichts (mehr) am Hut, seitdem die erfolgreich sind kann ich die auch nicht mehr so wirklich leiden, wobei ich es immernoch sympathischer finde wenn ich die Sportfreunde im Radio höre als Xavier Naidoo oder irgend so'n Gangsterrap oder R&B Scheiße!
    Für mich ist Mehmet Scholl auf jeden Fall so ziemlich der einzige (Ex)Fußballer, von dem ich weiß, dass er einen guten Musikgeschmack hat.

  • User
  • 14.09.2011 15:14:31 El Buitre

    "seitdem die erfolgreich sind kann ich die auch nicht mehr so wirklich leiden"
    Damit haste alles gesagt.

  • User
  • 14.09.2011 15:17:57 Botzinski

    Wow, hier scheinen echt Menschen mit Musikgeschmack zu sitzen. Ich hatte mich schon auf ein extremes Wie-kannst-du nur-Indiemucke-schlecht-finden-Bashing eingestellt. Bin anscheinend nicht der einzige dem dieses auf-Teufel-komm-raus-individuell sein gewolle, mit ihren Ohr getunnelten, Club Mate trinkenden Auswüchsen doof findet. Daumen hoch oder Gefällt mir wie der Homo Facebookus heute zu sagen pflegt.

  • User
  • 14.09.2011 15:17:59 Jim Panse

    Stichwort Kommerz

  • User
  • 14.09.2011 15:30:53 El Buitre

    Ne, Stichwort "Argument".
    Diesen Satz hab ich schon tausendmal gehört. Er ist hinsichtlich Musikgeschmack behämmert mMn. Massenunkopatible Mucke oder nicht, sagt doch einen scheiß aus, wird aber aus ner gewissen Ecke immer als Argument angeführt. Kleine scheiß Mucke, die keiner hören will, kann wirklich auch scheiß Mucke sein, oder?
    Nix gegen dich, Ata, will dir das ja nicht partout zuschreiben.

  • User
  • 14.09.2011 15:32:55 PittiTrueffelschwein

    Hat der eigentlich ne Nerdbrille und ne Röhrenjeans?

    Bin anscheinend nicht der einzige dem dieses auf-Teufel-komm-raus-individuell sein gewolle, mit ihren Ohr getunnelten, Club Mate trinkenden Auswüchsen doof findet.

    Geil sind immer die, die Menschen schon an ihrer Optik und ihren Lieblingsgetränken in bestimmte Schubladen einordnen können.

    Jeder soll hören was er mag, tragen was er mag, trinken was er mag. Was interessiert mich das?

  • User
  • 14.09.2011 15:36:14 elmo86

    Hier verwechseln wohl einige ein ganzes Musik-Genre (wobei es das noch nicht mal wirklich ist ...) mit der Strokes-Welle und den Bands um Franz Ferdinand, Bloc Party und Maximo Park.

  • User
  • 14.09.2011 15:41:15 L3v3l0rd

    Zumindest engagiert der Mehmet sich. Und zwar in einem Business das mittlerweile genau das ist. Shareholder-Value sach ich nur.
    Und wenn er kleine unbekannte Bands featured, die NICHT popmusikmassentauglichzielgruppenentsprechend sind, dann ist das aus vollem Herzen zu begrüßen.
    Selbst WENN jemand Jehova sagt.

  • User
  • 14.09.2011 15:41:54 Beschorner

    Club Mate ist geil. Und dass, obwohl ich Indie auch voll scheiße finde.

  • User
  • 14.09.2011 15:43:13 L3v3l0rd

    Und Jehova sind Brit-Pop, Dixieland und Volksmusik.

  • User
  • 14.09.2011 15:43:17 Botzinski

    Sorry wollte hier kein Musikgeschmacks-Thread aufbauen, da kommt man ja sowieso zu keinem Ergebnis, wegen Geschmackssache und so... Und natürlich kann auch jeder tragen, trinken, hören was er will. Allerdings nervt mich bei dieser Indie oder was auch immer Szene diese Uniformiertheit. Jeder will individuell sein und am Ende sehen doch alle gleich aus. Scheiß Fashion-Code.

  • User
  • 14.09.2011 15:49:00 elmo86

    Man definiere mir erstmal "indie". Und zweitens heißt es ja nicht, dass wenn man "indie" hört, auch mit hippen 5-Tage-Milchbart und Baumfällerhemd durch die Gegend läuft. Keineswegs! Es ist einfach nur die Musik, die ich gerne höre.
    Richtig ist allerdings, dass "heutzutage alle gelich aussehen, so individuell ..." Was das mit "indie" zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Zumal independet music doch keine Sache der letzten zehn Jahre ist *hust.VelvetUnderground.hust*

  • User
  • 14.09.2011 15:51:45 PittiTrueffelschwein

    Jeder will individuell sein und am Ende sehen doch alle gleich aus.

    Das haste zwangsläufig in jeder "Szene". Ich denke mal, es geht einfach ums Wahrgenommenwerden. Man will Gleichdenkenden symbolisieren: Ich bin wie du. Ist rückblickend natürlich auch scheiße, weil es oben beschriebene Vorurteile durch diese "Codes" natürlich schürt. Böse gesagt, man ist in jeder Szene selber Schuld, wenn man in ne Schublade gesteckt wird.

  • User
  • 14.09.2011 15:53:12 mehmetwirdankendir

    @ L3v3l0rd

    Möchte dir sehr für dieses Statement danken.

  • User
  • 14.09.2011 16:07:17 Botzinski

    "Wir sind keine Menschen mehr, wir sind nur noch Teile einer Szene" sangen glaub ich die Ätztussis schon 1980 oder so. Hach wie passend. Oder war das doch jemand anders? Kann mir jemand helfen?! Wenn nicht, auch egal... Auf zum Atem!

  • User
  • 14.09.2011 16:13:25 Yvy

    Die Uniformiertheit haste auch anderswo... schon zu Zeiten von (würg) Greenday und (kotz) New Model Army er konnte ich den ganzen Mist nicht mehr hören. Oasis hatte wenigstens noch sowas wie Substanz, habs aber trotzdem nicht gehört.

    Selbst die neue Scheibe von Buckethead kommt uferlos kommerziell rüber, seufz...

    Förderung von unbekannten Bands ist aber cool.

  • User
  • 14.09.2011 16:17:04 Yvy

    @elmo86: Stooges :-)))

  • User
  • 14.09.2011 16:32:00 elmo86

    @Yvy: Jaaa, Stooges :-)))

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  • 14.09.2011 16:33:12 GTEvo

    Da lacht das Gas!

  • User
  • 14.09.2011 16:40:05 DerScheich

    Oh Gott, hier steht ganz schön viel Unsinn unter diesem schönen Interview. Lasst ihn doch hören und unterstützen, was er für richtig hält, es ist auch nicht umbedingt mein Geschmack. Aber die einzige Message, die ich aus dem Gespräch rauslese, ist: Schaut mal über den Tellerrand des Mainstream und guckt was euch dort gefällt. Welche Künstler inspirieren einen auch menschlich, wer hat was zu sagen und bleibt sich treu. Musik hören oder sich vom Radio berieseln lassen sind zudem zwei verschiedene paar Schuhe.
    Stattdessen wird hier eine so unerträgliche fachlich falsche Diskussion über Musikgenres geführt.

  • User
  • 14.09.2011 16:57:13 Atatenango

    @Butre: kein Problem, komm ich mit klar. Und geb Dir sogar recht. Unbekannte Mucke kann durchaus auch scheiße sein und verdient es unbekannt zu sein. Es gibt aber auch sehr gute unbekannte Mucke, im übrigen auch in jedem anderen Genre.

    Ich bin da im Übrigens auch gar nicht so Indie-fixiert. Ich hör die Mucke schon gerne, aber ich höre auch gerne mal Punk, Jazz oder Folk oder irgendwelchen Elektrokram (allerdings kein Techno oder House oder sowas), und die Uniformierung nervt mich bei allen "Szenen" an, mich langweilt es allerdings mehr bei irgendwelchen Punkern oder Hardcoren, wenn die alle bis zum Hals tätowiert mit ihrer 501 Levi's mit Nietengürtel und irgendeinem Leoparden Accesoir (oder wie man das schreibt) rumläuft...und das albernste daran finde ich noch, dass diese Leute sich saucool finden, für mich alle mehr oder weniger gleich (nämlich uniformiert) aussehen und dazu noch über andere uniformierte lästern. Für mich ist so'n Kuttenträger kein Deut besser oder individueller als irgendwelche Anzugsträger...

  • User
  • 14.09.2011 16:57:40 Botzinski

    Warum fachlich falsch? Soviel wurde doch garnicht über Genres diskutiert.
    Und nochmal: Jeder kann hören was er will, aber der Mehmet scheint seinen Mitmenschen seinen Musikgeschmack wohl nicht unbedingt vorenthalten sondern eher aufgedrängt zu haben. Schließlich hat er Effe 2 (!) Mixtapes aufgedrückt. Ich glaub ich hätte ähnlich reagiert wie O.Kahn.

  • User
  • 14.09.2011 17:14:11 Atatenango

    Soll aber ja auch mal vorkommen, dass man von Freunden oder Kollegen Musik vorgespielt bekommt, die man vorher nicht kannte und dann trotzdem gut findet. Stichwort: Tellerrand Wenn's dem Gegenüber dann nicht gefällt...macht ja nichts, jeder wie er meint!

  • User
  • 14.09.2011 17:33:38 DerScheich

    Ich glaube ihm geht es mit dem Indie-Gequatsche einfach nicht um das Genre, sondern um die ursprüngliche Wortbedeutung: Die relative (!) Unabhängigkeit. Es geht darum, dass man sich nicht bei einer der schönsten Nebensache des Lebens fremdsteuern lässt bzw. einschränkt. Aber viele hören Musik sowieso nur noch auf Laptop-Boxen, Handys oder schlechten Kopfhörern.

  • User
  • 14.09.2011 17:44:21 Ganna

    Er hat Jehova gesagt!

    Aber in einem Punkt hat der Scholle-Bubi recht. Wie oft macht man das Radio an, nur um es sogleich wieder auszuschalten, weil überall derselbe Müll läuft!
    Dieser abgeschliffene massentaugliche Einheitsbrei wie im Supermarkt, ohne Ecken und Kanten, zum angeblichen Wohlfühlen, damit es sich leichter einkaufen lässt! Sowas macht mich aggresiv!
    Ich würde mich in einem Laden sicherlich länger aufhalten, wenn dort animierende Musik laufen würde. Dazu gehört aber halt auch mal ein gewisses Mass an Emotionalität und nicht nur die hundertste Neuauflage von irgendeinem Beatles-Schinken, die von den Philip Lahms der Musikindustrie ihren noch unerfahreneren Nachkommen politisch korrekt dargeboten wird! („er weiß nicht wozu die drei Muscheln da sind“ – hi, hi, hi)

    – Gehen wir zur Steinigung!


    „bin ausgestiegen und war einfach nur glücklich, obwohl ich in Köln gelandet bin.“
    Was hat der Mann eigentlich gegen Köln?

  • User
  • 14.09.2011 17:51:25 elmo86

    @Botzinski: Was ist denn bei dir? Ich denke mal, Scholl hat Kahn zwei Mixtapes in die Hand gedrückt, nach dem Motto: "Kannst dir ja mal anhören / Vielleicht gefällt's dir." Er hat Kahn doch nicht gekidnappt, ihn an den unbequemsten Stuhl seines Hauses gebunden und dann 10 Stunden lang mit seiner Lieblingsmusik dauer-beschallt.
    Wenn man dir einen Film empfehlt, der dir dann nicht gefällt, wirst du dann auch ausfallend, wenn man dir noch einen empfehlt!?

  • User
  • 14.09.2011 18:10:36 ali daei

    musik, musik, musik! genres, individualität, zwangserziehung - reden wir hier nicht am thema vorbei?

    der entscheidende hinweis ist doch: "Sie sagten mal, dort wo Britpop gespielt wird, seien immer die hübschesten Mädchen."

    n'est-ce pas?

  • User
  • 14.09.2011 18:26:17 GTEvo

    "OlliKahn und Scheisse", datt happich schon öfters in einem und demselben Kontext gehört!

    Watt macht einklich "DirtyHarry" heute?

  • User
  • 14.09.2011 19:17:45 wrdlbrmft

    dieses typische Indie-Hörer-Geseier ... ständige Bekehrungsdrang, wenn man Indie nicht mag ... Nerdbrille und ne Röhrenjeans ... dieses auf-Teufel-komm-raus-individuell sein gewolle ... nervt mich bei dieser Indie [...] Szene diese Uniformiertheit ...

    die klischee-brigade rollt

  • User
  • 14.09.2011 20:50:50 Garrus

    @ alle:
    ganz großes Kino, herrlich!!!

  • User
  • 14.09.2011 21:05:30 gelsenkirchen

    die einzige indie-band die diese bezeichnung ("indie"/"independent") verdient hat sind fugazi!

  • User
  • 14.09.2011 22:35:48 MarcRamone

    Ich weiß gar nicht was ihr gegen Szeneuniformen habt?! Ich finde es klasse wie sich jede Subkultur ihren eigenen Stil entwickelt hat.

    Ich stecke da nicht mehr drin, aber ich freue mich immer noch wie bolle, wenn ich einen in einem Metal Shirt sehe.

    Dass Scholl seine Musik aufdrängt, empfinde ich auch nicht. Ich frage mich allerdings, wieso nicht? Als ich damals noch auf Mission war habe ich jeden erzählt, erklärt und aufgenommen was ich für richtig und wichtig hielt. Im Freundeskreis kam keiner dran vorbei mitzubekommen was ich gut fand und andere (zumindest mal rein)hören sollten. Wobei es hier eh ein Austausch war, jeder jedem Tapes oder LPs mitgab usw., im damailigem Kreise waren wir ziemlich auf dem gleichen Nenner.

    Und was die Musik im Radio angeht ... puh ... ohne Worte.

    Scholl soll mal weiter machen. Er hat etwas gefunden was ihm gefällt und alles was er in dieser Richtung macht kommt vom Herzen und Überzeugung. So soll es sein, der Rest ist Geschmackssache.

  • User
  • 15.09.2011 02:37:29 Ursoph

    ich bin massenkompatibel!

  • User
  • 15.09.2011 08:16:25 gelsenkirchen

    "jemanden ein Tape machen" war eines der tollsten Dinge die es gab!

  • User
  • 15.09.2011 10:36:11 Botzinski

    Okay okay, ich gebe mich geschlagen, ich entschuldige mich höchst offiziell ein so sensibles Thema angeschlagen zu haben, dabei bin ich doch einfach nur ein gebranntes Kind was von einer bestimmten Szene genervt ist, ach menno! Und meine Kindheit war auch nicht einfach! Und sowieso! Worum gings nochmal?! Ach ja...Mehmet Scholl, Fussballgott!

  • User
  • 15.09.2011 12:11:17 rumpler

    "Plattenläibel" von Fußballern sind genauso wichtig wie "Fußballexpertenwissen" von Musikern.

    Also auch bitte mal wieder einen wichtigen Hiphopbericht!

  • User
  • 15.09.2011 13:21:03 wrdlbrmft

    Scholl soll mal weiter machen. Er hat etwas gefunden was ihm gefällt und alles was er in dieser Richtung macht kommt vom Herzen und Überzeugung. So soll es sein, der Rest ist Geschmackssache.

    eben!

  • User
  • 15.09.2011 14:02:35 Autobahnkreuz

    "jemanden ein Tape machen" war eines der tollsten Dinge die es gab!

    Allerdings. Vor allem die Frauenwelt wusste sowas noch zu schätzen!

  • User
  • 15.09.2011 17:17:34 Papiertiger

    Ist das hier der Als-Wir-Noch-Jung-Waren-Thread?

  • User
  • 15.09.2011 17:20:17 rumpler

    Jetzt kommt gleich die Fünielplattenfraktion ...

    ... in einer Einheit mit den Röhrenverstärkerschwuchteln.

  • User
  • 15.09.2011 17:29:29 AntiMöller

    Ihr wisst doch gar nicht mehr, wie das schmerzt: so`n reeler Schlag aus Richtung Basskalotte!
    Und ja: meine Lieblingsplatte ist diese "HiFi-Testplatte". Die mit diesen Geräuschen, wie "Düsenjager", "Papierrascheln", "Angebrüllt werden" enthält. In japanischer Pressung!

  • User
  • 15.09.2011 18:04:46 mehmetwirdankendir

    "Plattenläibel" von Fußballern sind genauso wichtig wie "Fußballexpertenwissen" von Musikern.


    Ich fand dieses nicht schlech und dieses auch nicht.

    Nicht unbedingt was neues aber ganz nett.

  • User
  • 15.09.2011 18:11:57 Hotte80

    Röhrenverstärkerschwuchteln? was versteht man darunter?

  • User
  • 15.09.2011 18:39:47 vokabelle

    Menschen, die mit einer Nerdbrille die optische Wirkung einer Röhrenjeans verstärken.

  • User
  • 29.02.2012 14:20:27 Esteban Cantate

    Ich kenn' ja glatt ne Metal-Band und nen Techno-Produzenten, die keinen Plattenvertrag haben - sind die auch "Indie"?

    (...) ich höre auch gerne mal Punk, Jazz oder Folk oder irgendwelchen Elektrokram (allerdings kein Techno oder House oder sowas)

    Gott bewahre!

  • User
  • 29.02.2012 14:23:43 Esteban Cantate

    (hm - son alter Thread, hier, fällt mir gerad auf... wollt ja keine schlafenden Hunde wecken)

  • User
  • 29.02.2012 14:50:32 mehmetwirdankendir

    Esteban Cantante äußert sich zu einem Mehmet Scholl Thema?
    Da wagt sich aber einer aufs Glatteis!? ^^

  • User
  • 29.02.2012 15:15:52 AntiMöller

    Mehmet Scholl äußert sich ja auch über Musik und begibt sich auf`s Glatteis.

  • User
  • 01.03.2012 12:51:19 currygoi

    Ihr seid doch alles nur Tocotronichörer!

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