Die Geschichte der Fußballfans

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15.08.2011

HSV-Fan Joachim Eybe über Ultras und Altfans

»Es ist leicht konsumierbar geworden«

Interview: Andreas Bock  Bild: Imago

Im 11FREUNDE Bundesliga-Sonderheft zeichnen wir die Karriere des HSV-Ultras und Vorsängers Johannes Liebnau nach. Alt-Fan Joachim Eybe kann damit wenig anfangen. Ein Gespräch über Kutten, Stimmungsboykotts und Ultras anno 1989.

HSV-Fan Joachim Eybe über Ultras und Altfans - »Es ist leicht konsumierbar geworden«


Joachim Eybe, wie sah die HSV-Kurve in den siebziger und achtziger Jahren aus?

Joachim Eybe: Die Hierarchien waren klar definiert und viel deutlicher ausgeprägt als heute. Als kleine Kutte hatte man am Rand zu stehen. So erging es auch mir. Nach und nach versuchte ich mich dann ins Innere des Block E (Fanblock im alten Volksparkstadion d. Red.) reinzudrücken.



Wie lange dauerten diese Territorialkämpfe?

Joachim Eybe: Die gingen manchmal über Jahre. Man musste auch ein wenig Glück haben. An einem Tag lerntest du den großen Bruder von dem Freund deines Fußballtrainers kennen – und dann stellte sich heraus, dass der mittendrin stand. Schon war man selbst einen Schritt weiter im Block.

Wie ist es heute?

Joachim Eybe: Ganz überspitzt: Heute geht man mit 13 Jahren erstmals zum HSV, nach einer Woche lernt man die heutigen Ultras, die Chosen Few oder Poptown, kennen. Nach zwei Wochen tritt man der Gruppe bei, nach drei Wochen glaubt man den Kutten und Altfans erzählen zu können, was Tradition bedeutet. Ich mag das nicht. Es geht einfach alles viel zu schnell.

Keine Erscheinung der Ultra-Bewegung.

Joachim Eybe: Absolut nicht. Das zieht sich durch die gesamte Fußballkultur. Man muss sich heute einfach um nichts mehr kümmern. Früher mussten wir uns nicht nur den Platz im Block erkämpfen, wir mussten uns alles erarbeiten. Alleine eine Auswärtsfahrt bedeutete ein großes Abenteuer: Wie komme ich hin, wo ist das Stadion, an wen muss ich mich halten? Oder die Informationsbeschaffung und die Vernetzung der Szenen über Fanzines. Heute wird dir alles abgenommen. Es ist leicht konsumierbar geworden.

Wie supporten Sie heute im Stadion?

Joachim Eybe: Ich bin Freund der britischen Fankultur, während eines Spiels gehen meine Emotionen in 23 verschiedene Richtungen. Das muss ich auch auf meine Art ausleben können. Meine Kumpels und ich können mit den Dauersupport der Ultras nichts anfangen. Es gab in der Vergangenheit auch häufiger Situationen, wo einige um mich herum sagten: »Die nerven.«

Was stört die Leute denn?

Joachim Eybe: Ein Beispiel aus dem Jahr 2009: Nachdem diverse Leute aus der CFHH (Chosen Few, d. Red.) Scheiße gebaut hatten und von der Polizei festgenommen wurden, organisierte die Gruppe einen Stimmungsboykott beim Spiel gegen Schalke. Der Rest der Kurve war ziemlich aufgebracht gegen die Gruppe. In der Halbzeit verteilten sie dann Flyer, die diesen Boykott erklärten. Ich finde, dass sie sich mit solchen Aktionen selbst überhöhen. Wer Scheiße baut, soll dafür gerade stehen. Und in diesem Fall hatten Leute vorher tatsächlich Scheiße gebaut oder hatten es zumindest vor...

Wie ist denn Ihr Verhältnis zu Johannes Liebnau, dem Vorsänger der Nordtribüne?

Joachim Eybe: Ich habe kein Problem mit ihm. Er ist ein netter Kerl. Trotzdem kann ich sagen, dass ich mit seinem Singsang-Support nichts anfangen kann. Früher habe ich ihm während der Spiele auch SMS-Nachrichten geschickt, die er dann auch mal in der Gruppe rumgezeigt hat. Nach dem Motto: Guckt mal, was der Eybe wieder für 'ne Scheiße schreibt.

Johannes Liebnau kandidierte 2009 ohne Erfolg für den HSV-Aufsichtsrat. Hätten Sie seine Wahl begrüßt?

Joachim Eybe: Ich habe Jojo damals nicht gewählt, seine Mitstreiter auch nicht. Einfach, weil ich nicht den Eindruck hatte, dass die »Blockwahl« die damalige Situation hätte zwingend verbessern können. Ich hielt das Vorgehen damals auch für falsch. Es ging da viel um Macht und Abneigung gegen Bernd Hoffmann. Dennoch wäre seine Wahl zumindest ein Zeichen gewesen, dass man im Verein Leute haben will, die lange und vor allem konstant dabei sind. Schlimmer finde ich es, wenn sich Kandidaten vor solchen Wahlen als »Schon-immer-dabei-gewesene« inszenieren. Manfred Ertel etwa erzählte mehrfach, dass er mit dem HSV schon überall war und die größte Fahne im Block hatte. Komisch, dass ich ihn auswärts in den Achtzigern und Neunzigern nie gesehen habe, und gerade in den Achtzigern war der Auswärts-Anhang des HSV ja mitunter sehr überschaubar. Außerdem hatte nachweislich ein Fan die größte Fahne, der weder Manfred noch Ertel hieß.

Können Sie denn mit Fußballkritik was anfangen?

Joachim Eybe: Oft sind Capos eher Fan-Politiker, es geht ihnen immer ein Stück weit auch um Macht. Das widerstrebt einigen Altfans. Allerdings ist die Szene nicht so zerstritten, wie sie gerne dargestellt wird. Zum Beispiel erinnere ich mich an Auswärtsfahrten, bei denen Jojo (Liebnau, d. Red.) durch den Zug gegangen ist und unsere Shirts verkauft hat.  

Kann man den Ultras nicht zugute halten, dass Sie die Interessen der Kurve vertreten und eine Öffentlichkeit für Fanthemen geschaffen haben?

Joachim Eybe: Ich kann mit Fans, die permanent Vereinspolitik betreiben wollen und ständig diverse Fanthemen zu ihrem einzigen Auftrag machen, oft nichts anfangen. Klar, es gibt wichtige Themen, aber bei einigen Leuten hat man den Eindruck, dass das Fansein eine schwere Bürde ist. Die lassen auch meist keine anderen Meinungen zu. Bei diesen Leuten vermisse ich den Spaß, der beim Fußball dazugehören sollte.

Sie waren Ende der achtziger Jahre auch Teil einer Ultra-Gruppe.

Joachim Eybe: Aber das hatte mit Fußballkritik oder Vereinspolitik nichts zu tun. Wir waren ein bunter Haufen aus Hools und Bomberjacken, ziemlich harte Szene. Damals schwappten zur WM 1990 diverse TV-Berichte über die italienische Ultra-Kultur nach Deutschland. Das fanden wir cool. Typen, die ihre Mannschaft hart supporteten, aber auch auf der Straße ihren Mann standen. Eine Mischung aus der heutigen Ultra-Szene und britischen Hools. Wir nannten uns also Hamburg Ultras und verstanden uns als spaßorientierte Krawalltruppe, die auch Lust am Fußball und Singen hatte.

In der Westkurve gab es allerdings schon eine Art Capo.

Joachim Eybe: Ja, den Griechen. Er ist Anfang der Neunziger gelegentlich auf den Zaun geklettert und hat den Block mit einem Tamburin animiert. Meist war das aber eher rhythmisches Klatschen. Irgendwann verschwand er wieder. Es gab auch davor immer wieder Aktionen von verschiedenen Fans, die versuchten, die Stimmung anzuheizen.

Mit Erfolg?

Joachim Eybe: Früher sind Leute Wellenbrecher geklettert und haben versucht Lieder anzustimmen. Oft war die Resonanz ernüchternd, wenn aber alle mitgemacht haben, war es schon geil. Die Kraxelei lohnte in jedem Fall, denn der Ausblick von dort oben war einfach super. Gar nicht so gut war allerdings, dass ich beim Landesmeister-Halbfinale gegen Real Sociedad im Alter von 14 Jahren auf dem Wellenbrecher stand und mich eine TV-Kamera einfing. Das Problem: Ich durfte eigentlich gar nicht in den Block E gehen, wegen der vielen Unglücksfälle beim Fußball sorgte sich mein Vater um mich. Ich glaube aber, dass er mich nicht gesehen hat.

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Joachim Eybe ist seit Ende der siebziger Jahre HSV-Fan. Er war Teil der Hamburg Ultras und ist heute Mitbetreiber des Fußballmode-Labels »1887 Streetwear«: 1887-shop.de.



Ergänzung zu Heft#117 08/2011

Das Bundesliga-Sonderheft 2011/12!




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Kommentare

  • User
  • 15.08.2011 13:24:28 suppenteller

    mal den ganzen ultra-kram und die berechtigte kritik daran außen vor lassend, gut das die zeiten von solchen harten männern, die stolz darauf sind das neue fans erstmal wie dreck in der ecke stehen müssen und es auch noch geil finden, dass ohne internet und hilfreiche fanstrukturen/-infos ja alles so hammerhart war, wohl endgültig vorbei sind. peinliches platzhirschgegröhle und in seiner art genau so peinlich wie die ultras.

  • User
  • 15.08.2011 13:42:16 bergomi

    seh ich auch so. was fuer ein schwachsinn, sich fuer was besseres als andere fans zu halten, weil man den verein "hart supportet". wow, was fuer eine leistung! krawalle, wellenbrecher niedertreten, ja - solche fans sind die besten!
    harter junge, mein lieber scholli...

  • User
  • 15.08.2011 14:00:19 suppenteller

    zumal die scheinbar gar nicht merken, wie deckungsgleich elitär beide konzepte vom wahren fan sind. nur die definitionen wie richtiger support auszusehen hat, unterscheidet sich halt.

  • User
  • 15.08.2011 15:55:25 aufmacher

    Oh Mann! Früher war prügeln noch richtig toll oder wie? Was für eine unfassbare Arroganz und Dummheit hier gleichzeitig zur Sprache kommen. Warum gebt Ihr einem offensichtlichen Gewalttäter ein Forum? Was soll diese Verharmlosung von "hartem Support"? Wieso glaubt überhaupt jemand, anderen erklären zu müssen, was echte Fans und Fankultur sind?
    Ich habe irgendwann als Kind gemerkt, dass ich meinen Verein klasse finde, bin aber erst spät zum Stadionbesucher geworden. Jetzt bin ich seit sieben Jahren Sitzplatz-Dauerkartenbesitzer und fahre fast nie zu Auswärtsspielen, habe keine Kutte und trage nur am Spieltag einen dezenten Schal in Vereinsfarben. Und geprügelt habe ich mich noch nie. Aber ich leide bei jeder Niederlage und juble bei jedem Sieg.
    Bin ich jetzt ein echter Fan Herr Eybe, oder muss ich erst jemandem eine reinhauen und grölend durch die Straßen ziehen?

  • User
  • 15.08.2011 20:37:12 stza

    Ist halt ein Hamburger, was willste erwarten. Sind schon echt hart, die Jungs...

  • User
  • 16.08.2011 07:43:05 SchindlerGregor

    Wie ich gehört habe, wird gerade ein Online-Fragebogen entwickelt, in dem die eigene Härte ermittelt wird. Punkte gibt es für möglichst viele Aufnäher auf der 80er-Jeans-Kutte, mindestens 34 Schals um die Hüften und Angrölen von anderen Fans im Shuttle-Bus. Besonders gut kommt man aber weg, wenn man im Härtegrad über dem eines Hells Angels-Chefs liegt (so wie Eybe), früher ganz toll Krawall gemacht hat und auch Hierarchien in der Kurve prima findet. Dann darf man entweder ein richtiger Fan sein oder auch in der NPD für den Vorsitz kandidieren - wahlweise.

  • User
  • 16.08.2011 07:52:19 MarcRamone

    Von der Hierarchie in der Kurve habe ich ja noch nie gehört. Im Parkstadion konnte ich in der Kurve mich da hinstellen wo ich wollte. Auch als junger Hüpfer.

    Wieso glaubt überhaupt jemand, anderen erklären zu müssen, was echte Fans und Fankultur sind?

    Wenn einer gefragt wird, kann er ja antworten. Geht also o.k.

    Dass die Auffassung nicht immer Deckungsgleich mit der eigenen ist, damit muss man leben können.

    Ich finde es sogar ziemlich interessant möglichst viele (und damit oftmals verschiedene) Meinungen oder Definitionen von anderen über die Fankultur zu hören. Gerne auch die Vergleiche mit früher und heute.

  • User
  • 16.08.2011 08:50:58 bbs2206

    Jeder Verein hat die Fans, die er verdient.

  • User
  • 16.08.2011 10:22:03 Lemmy1200

    Super interessant, wie er sich im Fanblock hochgeschlafen hat. Früher war eben doch alles besser - Schnarch.

  • User
  • 16.08.2011 10:24:29 gelsenkirchen

    der hat für'n NPD-vorsitz kandidiert?

  • User
  • 16.08.2011 11:03:36 StoniHH

    @ gelsenkirchen : Hat er natürlich nicht! Das ist nur der unsägliche Versuch eines Hafenclub Fans den bösen HSVer mit der Nazikeule zu erschlagen.

    Und überhaupt verstehe ich diese Aufregung nicht. Er sagt doch nur was von der heutigen Fan/Ultrakultur hält. Er erzählt kurz was von seiner Hoolzeit von vor 20 Jahren, setzt dieses aber in keinen Zusammenhang oder behauptet das so wahres Fantum sein soll. Wie er beschreibt ist seine Ideal der britische, situative Support. Und ja, er erzählt dieses weil er danach gefragt wurde. Also wo ist das Problem???

  • User
  • 16.08.2011 11:15:03 haibi

    Harter Support äußerte sich bei dem "lustigen Haufen" so das man mit enger Paddocks Jeans und Bomber-Jacke, BW-Handschuhe in der rechten Gesäßtasche jedem total lustig aufs Maul gehaun hat der grad im Weg rumstand. Jo, das waren noch echte Kerle, gern traf man sich zu Dom-Zeiten ironischerweise im Bayern Zelt und fristet heute sein Dasein in der Tankstelle, echt geile Typen.

  • User
  • 16.08.2011 12:05:26 Buthelezi

    Also ganz ehrlich, ich lese in dem Interview eigentlich nur eine Bestandsaufnahme, wie ein Fan des HSV die Zeit von den Siebzigern bis in Neunziger Jahre erlebt hat.

    Das kann man finden wie man will - ich persönlich schließe mich da dem Suppenteller an - aber eine ausschweifende Glorifizierung dieser Verhältnisse seh' ich da eigentlich nicht direkt.

    Für mich ist das ein gutes Beispiel, dass früher nicht alles besser war aber heute eben auch nicht alles super ist. Stichwort: Selbstüberhöhung der Ultras z.B.

  • User
  • 16.08.2011 13:20:39 pangold

    viele seiner aussagen sind sicherlich grenzwürdig und sollten auch entsprechend kritisiert werden. wie aber teilweise hier versucht wird, aufgrund seiner kategorie b-c vergangenheit und der zugehörigkeit zum wesentlich unsymphatischeren der beiden größeren hamburger vereine, naziaffinität zu konstruieren, kann ich nicht nachvollziehen. oder gibt es hierfür im interview einen hinweis, der mir entgangen sein sollte?

  • User
  • 16.08.2011 13:49:42 haibi

    Du kennst die Jungs aus der Westkurve Block E persönlich?
    Also ich hab ja nu hier von Nazi nix geschrieben und kenne den Interviewten auch überhaupt nicht persönlich, will ihm daher auch nichts in diese Richtung unterstellen, aber da war schon einiges an Scum unterwegs in den Achtzigern.

  • User
  • 16.08.2011 15:07:58 pangold

    das war auch eher auf schindlergregor und seine hahnebüchenen und zu mißverständnissen führenden konstruktionen bezogen. ich kann doch nur die im interview gemachten aussagen bewerten, und die lassen meiner meinung nach diese seltsamen vergleiche nicht zu. klar war seinerzeit viel scum unterwegs - in der quantität und qualität sicherlich kein vergleich mehr mit heute (von regional bedingten ausnahmen mal abgesehen) - aber er muss ja nicht zwangsläufig dazugehört haben

  • User
  • 16.08.2011 15:12:07 giselher

    scum ... bedeutet was?

  • User
  • 16.08.2011 15:14:19 Jim Panse

    Die Scumm-Bar bei Monkey Island, benannt nach den Bedienungselementen bei Maniac Mansion. Nein, bin kein Nerd.

  • User
  • 16.08.2011 15:17:54 rumpler

    Abschaum

  • User
  • 16.08.2011 16:06:05 SchindlerGregor

    Sorry, falls das mit dem NPD-Vorsitz falsch rüberkam... Ich wollte Eybe keinesfalls irgendwas nazi-mäßiges unterstellen! Ich finde nur sowohl das eine Verhalten, wie Eybe es hier beschreibt und toll findet, genau so beschissen wie das andere - war also nur als Metapher gedacht... Krawalle sind toll, wir sind noch echte Kerle gewesen, super hart, und haben auf der Straße unseren Mann gestanden... Wem will er damit imponieren? Kleinen Jungs, denen er dann gleich noch mit erklärt, dass sie eigentlich nur ganz am Rand stehen dürften? Am geilsten ist der "Schwanzvergleich", nur dass es hier um die größte Fahne geht...

  • User
  • 16.08.2011 17:05:06 StoniHH

    Er sagt "Das fanden wir cool". Damals vor über 20 Jahren, als Halbstarker. Soll er heute sagen, es war alles ganz doll schlimm und das er sich dafür schämt? Er beschreibt doch nur was damals war.

  • User
  • 16.08.2011 19:28:55 TreyLocc

    Hafenrand wieder konsequent am Gülle sabbern.

  • User
  • 16.08.2011 22:37:01 PittiTrueffelschwein

    Der FC St. Pauli hat nachweislich keine Hoolszene!
    Und innerhalb dieser niemals, nicht früher und nicht heute, vorhandenen Hoolszene gibt es natürlich auch niemanden, der auf seiner Vergangenheit hängen geblieben ist und sich heute noch dafür feiert.
    In Hamburg St. Pauli ist man eher friedfertig, unvoreingenommen und diplomatisch. Konflikte werden mit Worten geregelt, nicht mit Fäusten. Wer was anderes behauptet, wird hinter vorgehaltener Hand heimlich als Rostocker bezeichnet. Oder als Nazi. Meistens als beides gleichzeitig.

    Non established since 1910.

  • User
  • 17.08.2011 07:16:48 haibi

    Ich nehm dann auch ne Weisse mit Schuss,....ja Waldmeister bitte,.....

  • User
  • 17.08.2011 15:21:56 der_Jake

    Kann man denn nicht einfach in's Stadion gehen um ein Spiel zu schauen???

    Ich mach das jedenfalls gelegentlich - ich kauf mir ne Karte und setz mich dann auf den mir zugewiesenen Platz.....und das ganze ohne mich vorher zu eben jenem Platz vorgedient zu haben.

    SKANDAL!

  • User
  • 18.08.2011 07:18:53 haibi

    Ey Jake, du verstehst echt nix weisst, kannste auch nich, Sitzplatzkanake, hier gehts um die Stehplätze in der Kurve , dem allerheiligsten, ungefähr so wie hier .

  • User
  • 18.08.2011 13:53:17 der_Jake

    (Sitzplatzkanake? Kannte ich auch noch nicht, ist aber nicht schlecht)

    Och.......Echt? Um Stehplätze geht's?? Das ist ja nen Ding...... .

    Also mit Fußmassagen kommt man bei Euch weiter? Interessant, das ging jetzt aus dem Artikel irgendwie nicht hervor...aber ok - wenn ihr drauf steht.

    Ich find das ganze halt nur irgendwie peinlich...chosen few, ultradingsbums und was es so alles gibt. Also ist ein Fußballspiel in der Kurve anders als auf der "Sitzplatzkanakentribüne"? Ich finde das gut, dass die eigene Mannschaft lautstark unterstützt wird - aber allen anderen den Fan-Status abzusprechen, weil man nicht schon 30 Jahre "inne Kurve" steht finde ich ein bisschen - peinlich hatten wir ja schon.....nun Kindergarten-like.

    Aber jedem sein Ding - Fußmassage oder Sitzplatzkanake.....

    Gruß

  • User
  • 18.08.2011 15:35:35 Rhoenschaf

    Ich find das Interview gut.
    Der Mann sagt halt was er denkt und macht sich nicht Gedanken darüber wie man alles und jedes möglichst aalglatt formuliert das es politisch korrekt wird...dafür die Daumen hoch!
    An den Reaktionen hier sehe ich (wie in so vielen Bereichen des Lebens Anno 2011) das es die Leute garnicht mehr gewohnt sind das jemand wertungsfrei über etwas erzählt.
    Immer muss betroffenheit hier und erhobener Zeigefinger dort rüber gebracht werden sonst ist es Nazi, Gewaltverherrlichend und dumm.
    Ich fand es in meiner Jugend auch spannend bis geil wenns aufm Dorffest Keilerei gab, und? Heute seh ich das anders aber das steht doch garnicht zur debatte es geht darum wie man es zu der Zeit gefunden hat.
    Ich kann mich nur wiederholen, nicht das was er sagt finde ich gut sondern das er es so sagt wie er es sagt.

  • User
  • 18.08.2011 16:15:22 AntiMöller

    Der Mann sagt halt was er denkt und macht sich nicht Gedanken darüber wie man alles und jedes möglichst aalglatt formuliert das es politisch korrekt wird...

    Watt denn nu? Denkt er, oder denkt er eben nicht, Dein Held? Und wie steht`s bei Dir? :-)

  • User
  • 18.08.2011 16:22:08 Dschungelking

    16.08.2011 17:05:06 von StoniHH
    Soll er heute sagen, es war alles ganz doll schlimm und das er sich dafür schämt?


    ja, wenn es sich denn schämte. macht er aber nicht. dafür sollte er sich gleich noch mal schämen.

  • User
  • 18.08.2011 16:40:46 giselher

    Wie jetzt? Muss man jetzt sagen: "Ich schäme mich heute dafür, vor zwanzig Jahren Sachen gemacht zu haben, für die ich mich damals nicht geschämt habe"? Und wenn ich es nicht sage, muss ich mich dafür schämen?

    Ihr habt doch einen an der Waffel.

  • User
  • 18.08.2011 17:12:51 pangold

    des ein oder anderen waffel gehört hier echt mit bechern voll korinthenkacke beworfen

  • User
  • 18.08.2011 19:18:08 Rhoenschaf

    Watt denn nu? Denkt er, oder denkt er eben nicht, Dein Held? Und wie steht`s bei Dir? :-)

    Mein Held ist der garantiert nicht aber wie ich schon geschrieben habe, dieses verlogene gehäuchel "alles was ich getan hab war ja so schlimm so schrecklich und überhaupt hat mir das seinerzeit überhaupt keinen spaß gemacht" geht einem sowas von .... naja lassen wir das schlaten wir wieder um in den Betroffenheitsmodus und verurteilen den Herren weil er zugibt vor 20 Jahren spass gehabt zu haben bei Dingen wo man keinen spass haben darf...*gähn*

  • User
  • 19.08.2011 10:05:29 insstadiongeher

    obacht! nazis und kanaken hatten wir schon - dafür daumen hoch - es fehlt aber noch "der behinderte". bitte nicht vergessen! danke. weitermachen! isg.

  • User
  • 19.08.2011 10:23:13 Rhoenschaf

    ...und das kranke Kind fehlt auch noch .... also noch Luft nach oben

  • User
  • 20.08.2011 11:29:56 haibi

    behinderte und kranke kinder haben in den kurven ja auch mal echt nix verloren, da stehn die ganz harten,...

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