Die Geschichte der Fußballfans

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06.05.2011

Fanforscher Jonas Gabler über Gewalt in der Liga

»Ultras waren immer ein Stück weit gewalttätig«

Interview: Andreas Bock  Bild: Imago

Die Münchener Schickeria möchte blaue Schweine schlachten, in Köln drohen Fans mit Mord, in Frankfurt zieht ein Polizist eine Waffe. Sinkt diese Saison tatsächlich die Hemmschwelle für Gewalt? Wir fragten Ultra-Experten Jonas Gabler.

Fanforscher Jonas Gabler über Gewalt in der Liga - »Ultras waren immer ein Stück weit gewalttätig«


Am kommenden Wochenende findet in Berlin der Fankongress 2012 statt. Der Grundgedanke lautet: »Wie schaut der Fußball in der Zukunft aus und welche Rolle spielen die Fans dabei?« Am Samstag und Sonntag wird es Podiumsdiskussionen und Workshops zu Themen wie 50+1, Pyrotechnik, Anstoßzeiten, Selbstbestimmung in der Kurve, soziale Verantwortung, Eintrittspreise etc. geben. Diskussionsteilnehmer sind u.a. Martin Kind (Präsident von Hannover 96), Jonas Gabler (Autor von »Die Ultras«), Dirk Grosse (Sky Deutschland AG), Holger Hieronymus (Geschäftsführer DFL), Hendrik Große Lefert (Sicherheitsbeauftragter DFB) oder Kevin Miles (Football Supporters Federation). Weitere Infos findet ihr auf www.fankongress-2012.de.

Im Laufe dieser Woche lest hier auf der 11FREUNDE-Homepage Interviews und Berichte zum Thema Fankultur. Ihr findet alle Texte gesammelt unter www.11freunde.de/fans. Das folgende Interview mit Jonas Gabler stammt aus dem Mai 2011.


Jonas Gabler, aktuell wird wieder einmal über die Rückkehr von Gewalt im Fußball und speziell in der Ultra-Kultur gesprochen. Alles Medienhysterie?

Jonas Gabler: Ich halte es jedenfalls für eine sehr vereinfachte Darstellung. In Teilen der Gruppen ist eine Tendenz zu mehr Brutalität und Radikalität zu erkennen, andererseits gibt es im Vergleich zu früher viel mehr Mitglieder in den Utraszenen, die sich intensiv mit dem eigenen Handeln auseinander setzen, die erörtern, inwieweit es noch tragbar ist und die auch versuchen die Gewalt zu regulieren.

 

KOS-Sprecher Volker Goll sagte vor einiger Zeit, Stadionverbote seien in der Szene mittlerweile ein Biografie-Merkmal. Für Außenstehende ist es auch vor dem Hintergrund solcher Aussagen schwierig, die Ultra-Gruppen differenziert zu betrachten.

Jonas Gabler: Der Ultra-Kultur wohnt seit jeher eine Widersprüchlichkeit inne, die gerade für die Medien und die Empfänger schwierig zu greifen ist. Zumal allerorten – im Fernsehen und beim Rezipienten – klare Bilder und Antworten gewünscht werden: Sind die Ultras gut oder sind sie böse? Alles, was dazwischen liegt, verwirrt.

Von welchen Widersprüchlichkeiten sprechen Sie?

Jonas Gabler: Die Ultras verstehen sich grundsätzlich als kollektive und vereinsübergreifende Bewegung. Früher, also Mitte und Ende der Neunziger, war diese Eine-Bewegung-Idee stärker ausgeprägt, auch weil man sich als neue Kultur gegen andere Fanszenen durchsetzen und behaupten musste. Das hieß, dass selbst mit den ärgsten Rivalen im Zweifelsfall der Schulterschluss gesucht wurde. Heute kann man es sich jedenfalls kaum noch vorstellen, dass vor knapp zehn Jahren »Carpe Diem«, eine der Keimzellen von USP (Ultra Sankt Pauli, Anm. d. Red.), freundschaftlich die »Suptras Rostock« bei einem Auswärtsspiel besuchten. Denn heute bezieht man sich wieder stärker auf die italienische oder polnische Ultra-Kultur, und dort steht die Rivalität im Vordergrund.

Die vereinsübergreifende Ultra-Bewegung kann sich darauf einigen, ein  Gegengewicht zum kommerzialisierten und modernen Fußball zu sein.  Ist es nicht paradox, dass man sich auf einer anderen Ebene bekämpft?

Jonas Gabler: Wie gesagt: Es ist widersprüchlich, aber auch die Rivalität gehört zur Ultra-Kultur. Kürzlich erschien ein Buch über die italienische Ultra-Kultur, die den Charakter der Bewegung schon im Titel beschreibt. Es heißt: »Tifare Contro«. Übersetzt bedeutet das so viel wie »dagegen anfeuern«, also gegen das System sein, aber auch gegen den Gegner sein und ihn das hören lassen . Es war also immer auch ein Charakteristikum der Ultras, sich nicht nur gegen die Außenwelt zu positionieren, sondern auch eine Rivalität zum Gegner zu bewahren. Dabei ist dieser Antagonsimus von einer aggressiven Grundstimmung geprägt.

Aktuell steht eine der ersten Ultragruppen Deutschlands unter Beschuss: Beim Versuch der Frankfurter Ultras (UF97) die Mannschaft zum Gespräch aufzusuchen, zog ein Polizist seine Waffe und gab einen Warnschuss ab. Ob er provoziert wurde oder mit der Situation überfordert war, steht noch dahin. Fakt ist, dass die UF97 in der Vergangheit häufiger durch Gewaltaktionen auffielen. Wie bewerten Sie die Gruppe?

Jonas Gabler: Frankfurt, das ist Großstadt, Milieu, hartes Pflaster, viele Subkulturen – und das spiegelte sich lange Jahre auch in der Fankurve wider. Dazu gehörte immer auch eine relevante Hooligans-Szene. Als die Ultras Mitte der Neunziger die Kurve übernahmen, waren sie, was den Support anging, lange so etwas wie ein Vorreiter für andere deutsche Fanszenen. Sie standen weniger für Gewalt, sondern vielmehr für Lautstärke und spektakuläre Choreographien.

Wie ist es heute?

Jonas Gabler: Viele sagen tatsächlich, es sei sukzessive schlechter geworden und die zweite und dritte Generation der Frankfurter Ultra-Szene würde gewalttätiger sein. Wenn man sich allerdings die Choreo im letzten Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern anguckt, kann man festhalten: In Bezug auf Choreographien setzen die UF97 immer noch Maßstäbe. Folglich kann eine Ultraszene schwer auf ein bestimmtes Image reduziert werden, man kann sie nicht per se als gewalttätig abtun. Es verläuft alles in Sinuskurven.

Vor dem Eintracht-Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern im Oktober 2010 wurde via Youtube ein Video veröffentlicht, in dem ein Schlachter »Lauternschweine« zerlegt. Am Ende kündigte man einen »Pfalzüberfall« mit Uhrzeit und Datum an. Wo sind da noch die Grenzen zum Hooliganismus der Achtziger und Neunziger?

Jonas Gabler: Es ist allgemein bekannt, dass die Frankfurter Ultras stolz darauf sind, auf der Straße einen bestimmten Ruf zu genießen. Doch sollte man bei diesem Beispiel festhalten, dass an dem Tag niemand mit dem Schlachtermesser rumlief, es gab keine Ausschreitungen. Das Video wurde in den Medien und von den Vereinen überhöht, es wurde schlichtweg falsch interpretiert. Im Endeffekt ging es hier – und geht es im allgemeinen – um Symbolik und Auftreten, simpel übersetzt bedeutet jede noch so martialische Botschaft: »Wir können euch nicht leiden.« Ähnliches gilt für das Graffito »Wenn ihr absteigt, schlagen wir  euch tot« aus FC-Kreisen, Spruchbänder der Schickeria, das Löwen-Logo im Fadenkreuz und in gewisser Weise sogar für den Platzsturm im Olympiastadion.



Kann man das tatsächlich auf eine überzeichnete Provokation runterbrechen?

Jonas Gabler: Ich denke, ja. Wir finden es in vielen anderen Sportarten, dass man den Gegner vor dem Spiel durch Masse und Symbole versucht zu dominieren. So wie australische Rugbyspieler vor jedem Spiel eine Art Kriegstanz aufführen, treten Ultragruppen martialisch und einschüchternd auf.

Der Fanforscher Gunter A. Pilz spricht seit einigen Jahren von dem Begriff »Hooltras« und bezeichnet damit die gewaltbereiten Ultras, die sich an den Hooligans der Achtziger orientieren. Was halten Sie davon?

Jonas Gabler: Dieser Begriff impliziert, dass Ultras früher friedfertig gewesen seien. Ultras waren – wenn man dem italienischen Terminus folgt – immer ein Stück weit gewalttätig. Es war jedenfalls stets schon in der Gruppenlogik verankert, Gewalt zu akzeptieren. Das Credo: Wenn wir angegriffen werden, dann verteidigen wir uns.

Ende der Neunziger verschwanden die großen Hooligan-Gruppen aus den Stadien. Zeitgleich kamen die Ultras auf. Gab es dabei eine personelle Kontinuität?

Jonas Gabler: In der Literatur wird gerne davon gesprochen, dass Ende der Neunziger ein Vakuum in der Fankultur entstanden ist, in das die Ultras reingestoßen sind. Mir stellt sich mittlerweile ein anderes Bild dar. Hooligans gab und gibt es die ganze Zeit, auch wenn sie im Stadion nicht mehr als Schläger präsent waren. Sie haben sich trotzdem eine Autorität in der Kurve bewahrt. Und sie prügeln immer noch mit, ohne dass sich Ultras explizit davon distanzieren. Allerdings darf man hier nicht pauschalisieren – da müsste man sich die einzelnen Szenen anschauen.


weiterlesen [1] [2] [3]





Nach Kölns 1:4 gegen den VfL Woflsburg (April 2011) schmierten »Chaoten« (Sportbild) den Spruch »Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot. Come on FC!« an die Werbebande des Trainingsplatzes. (Bild: Youtube)


Fotostrecke

  • Nach Kölns 1:4 gegen den VfL Woflsburg (April 2011) schmierten »Chaoten« (Sportbild) den Spruch »Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot. Come on FC!« an die Werbebande des Trainingsplatzes. (Bild: Youtube)
  • Weil Uli Hoeneß dem Stadtrivalen 1860 München zum wiederholten Male finanziell unter die Arme greifen will, protestieren die Ultras des FC Bayern (Schickeria)... (Bild: Imago)
  • ...Uli Hoeneß schwieg zu den Plakaten, bei vielen Fans stieß der Protest der Ultras auf Unverständnis. Die Schickeria erklärte sich daraufhin über Transparente und... (Bild: Imago)
  • ...veröffentlichte einen Aufsatz mit dem Titel »Dein Fan, das unbekannte Wesen«. (Bild: Imago)
  • Beim Versuch der Frankfurter Ultras (UF97) die Mannschaft Ende April zum Gespräch aufzusuchen, zieht ein Polizist seine Waffe und gibt einen Warnschuss ab. Ob er provoziert wurde oder mit der Situation überfordert war, steht noch dahin.
  • Ultra-Experte Jonas Gabler über UF97: »Als die Ultras Mitte der Neunziger die Kurve übernahmen, waren sie, was den Support anging, lange so etwas wie ein Vorreiter für andere deutsche Fanszenen. Sie standen weniger für Gewalt, sondern vielmehr für Lautstärke und spektakuläre Choreographien.« (Bild: Imago)


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Kommentare

  • User
  • 06.05.2011 10:04:21 OE

    Wie kann man Gewalttaten von Ultra-Gruppen damit rechtfertigen, dass sie Geld für gemeinnützige Projekte sammeln und auch mal friedlich demonstrieren? Die Münchner Schickeria überfiel im Mai 2007 einen Bus mit Nürnberger Fans an einer Raststätte, bei dem eine Frau ein Auge verlor.

    Solange zum "Ultra sein" Gewalt dazu gehört, und sei es nur in der Gesamtheit als Gruppe, haben Sie meiner Meinung nach auch keinen Anspruch darauf in irgendeiner Art positiv in den Medien dargestellt zu werden. Da kann die Choreo so schön sein wie sie will. Der Fußball ist kein Raum, in dem andere Gesetze gelten sollten als überall sonst.

    Dass der Ultra-Experte immer wieder Sympathie für seinen (Forschungs-)Gegenstand durchklingen lässt, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ultras sind meist Menschen deren einziger Lebensinhalt ihr Fußballclub und die Ultra-Gruppe ist. Soziale Kontakte reduzieren sich oftmals auf dieses Umfeld. Wenn Gewalt in diesen Vereinigungen als notwendiges Mittel betrachtet wird, dass man gegen "Feinde" einsetzen soll, birgt das die Gefahr, dass irgendwann wirklich jemand getötet wird. Schwere Körperverletzung wurde ja - wie oben erwähnt - schon praktiziert.

    Und dann möchte ich nicht in der Haut derjenigen stecken, die gesagt haben das Graffito "Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot" müsse man im übertragenen Sinne verstehen.

  • User
  • 06.05.2011 11:00:49 xBrownstonex

    Die Vorreiter der Ultrakultur in Deutschland waren übrigens die Ultras Leverkusen ('89).

  • User
  • 06.05.2011 11:16:31 Haensgen vom Deich

    "Dass eine Pistole gezogen wurde, zeigt, wie wenig die Polizisten oder Vereinsoberen verstanden haben, worum es geht. Diese Situation rührt vornehmlich daher, dass man sich nur oberflächlich mit der Ultra-Kultur beschäftigt. Es gibt szenekundige Beamte, die ihre Informationen lediglich aus den Berichten der ZIS beziehen, in denen die Frankfurt-Ultras ziemlich negativ gezeichnet werden. Es ist nachvollziehbar, dass dann bei einem Aufeinandertreffen ein Angstszenario herrscht."

    Wie geil er ist... Die ganze Zeit am Labern, dass keiner die Szene kennt und sich deshalb keiner eine Meinung erlauben dürfte. Gleichzeitig weiß er aber ganz genau was da in Frankfurt passiert ist und dass der Polizist falsch reagiert hat.
    Und noch was Herr Gabler, einfach toll gewählt, der Rugby-Vergleich. Wer kennt ihn nicht, den berühmten australischen Haka...

  • User
  • 06.05.2011 11:18:16 Dschungelking

    Ich denke, fast jeder Fan – wohlgemerkt nicht Ultra – kann einen Spieler benennen, zu dem er bei bestimmten Anlässen eine gewisse Antipathie aufgebaut hat.

    Eben. Da kann dann kein Verein mehr irgendeinen Spieler verpflichten, wenn solche Empfindlichkeiten auf ein mal eine Rolle spielen sollten.

  • User
  • 06.05.2011 11:26:31 suppenteller

    Die Fortuna Eagles aus Köln sind noch ein wenig älter, 1986, bezeichnen sich bis heute auch als älteste ultra gruppe deutschlands



    So wie australische Rugbyspieler vor jedem Spiel eine Art Kriegstanz aufführen, treten Ultragruppen martialisch und einschüchternd auf.

    Neuseeland Alter, Neuseeland und andere kleinere ozeanische Nationen, nicht die Aussies. Zudem ist der Haka etwas mehr, als nur dicke Hose machen

  • User
  • 06.05.2011 11:30:28 Dschungelking

    Mir fehlt in dem Interview ein Aspekt: Wie wird man die Ultras wieder los? Gibt es da Ansätze oder Entwicklungen?

  • User
  • 06.05.2011 11:42:45 Mr_Wulf

    "was passieren würde, wenn Uli Hoeneß sagte: »Neuer kommt nicht, weil er bei den Ultras Gelsenkirchen war"?
    Gabler: Die Fans würden enger zusammenrücken, zugleich aber auch näher an den Klub rücken, das Band wäre unzertrennbar. Eine romantische Sicht,


    Weitergedacht: Der FCB holt ab sofort nur noch Spieler, die in ihrer Jugend FCB-Ultras waren, um sich bei seinen Ultras einzukuscheln, verkauft Robben, Ribery und Gomez (alles in ihrer Frühzeit keine eingetragen FCB Fanclubmitglieder) und stellt mit Maximilian Haas, Dominik Traunmüller, Sebastian Dreier (FCB Juniorteam bestehen jede lokalcoloristische Prüfung) usw. seine Mannschaft auf...

    Vorteil dabei: Dann gibt es spätestens in zwei Jahren zumindest mal wieder Münchner Stadtderbys und in drei Jahren sogr wieder die Möglichkeit, nach U`haching mit der S-Bahn zu fahren. ..

    Keine Macht den Ultras, so schauts aus! Einen Transfer von Jens jeremies vom TSV zum FCB hätte es mit solchen Hirnis nie gegeben, un somit auch kein CL Finale, für das der Ex-Löwe sogar seine Sportler-Invalidität geopfert hat.

  • User
  • 06.05.2011 11:46:39 gelsenkirchen

    "seine invalidität opfern"... klingt nach einer tollen sache!



    Ultras sind meist Menschen deren einziger Lebensinhalt ihr Fußballclub und die Ultra-Gruppe ist. Soziale Kontakte reduzieren sich oftmals auf dieses Umfeld.
    lieber OE, man mag zu ultras stehen wie man will, aber das ist doch mal purer, pauschalisierter quatsch.

  • User
  • 06.05.2011 12:01:10 OE

    lieber gelsenkirchen, man beachte "meist" und "oftmals".

    Ich weiß nicht, ob du dich in der Szene auskennst, aber oft ist das leider wirklich so. Wobei ich natürlich nicht behaupte, dass das auf alle Ultras aller Vereine zutrifft.

  • User
  • 06.05.2011 12:17:24 KleinesDickesAilton

    Was, bitte, hat dieser (selbsternannte?) Experte für ein Zeug genommen? Das möchte ich auch haben, weil mir dann jedwede Gewalt als kleines Spielchen vorkommen würde, als bloße Muskelspielerei, die aber natürlich keinen ernsten Hintergrund hat.

    An dem Interview stört doch schon die Überschrift: "... immer ein Stück weit gewalttätig." Natürlich kann man weder Ultras noch sonstirgendwen komplett über einen Kamm scheren, aber wenn etwas ein Stück weit gewalttätig ist, dann ist es eben gewalttätig und damit per se ein Problem - schließlich ist man auch nicht ein Stück weit schwanger.

    Wenn zu solchen Verharmlosungen noch Ahnungslosigkeit (die Geschichte mit dem Haka ist ja hier glücklicherweise schon angesprochen worden) und Verblendung (der Platzsturm in Berlin war also nichts weiter als eine von der Öffentlichkeit falsch interpretierte Machtdemonstration? Da hat eine Hundertschaft offensichtlich schwerst gewaltgeiler Idioten den halben Innenraum auseinander genommen. Bei der Sichtweise wollen also die Typen, die auf Berliner und anderen U-Bahnsteigen Leute ins Delirium treten, nur kurz demonstrieren, dass sie andere Menschen ein bisschen doof finden und das im Übrigen ihr U-Bahnsteig ist?)... also Verblendung kommen, entsteht so ein krudes Interview. Die Fragen sind gar nicht verkehrt - es sind die Antworten, die mich stutzig machen.

  • User
  • 06.05.2011 12:24:07 Atatenango

    Mag sein, dass ich für sowas mittlerweile zu alt bin, ich find das mit den Ultras zum Großteil einfach nur Kindergarten, wenn es allerdings darum geht, dass andere verletzt oder konkret bedroht werden einfach nur scheiße!
    Fußball ist und bleibt ein Spiel, und das soll es auch bleiben! Wenn ich mir diese Jünglinge angucke, die sich Ultras nennen, kann ich mir ein Grinsen meistens nur schwer verkneifen. Machen einen auf hart und im wahrsten Sinne des Wortes auf "ultra" haben sehr häufig allerdings nicht sehr viel Ahnung vom Spiel selbst, denn es geht ihnen nur darum als Gruppe aufzutreten und tolle Coreos zu machen. Wie gesagt, find ich albern...
    Das was man allgemein hin unter Fans versteht, also die Farben und Trikots des jeweiligen Vereins zu tragen, "sein" Team anzufeuern, von mir aus sogar noch das gegnerrische Team bzw. deren Fans zu beschimpfen (wobei ich auch das grenzwertig finde), gehört zum Fußball dazu...und das ist auch o.k. so, erzeugt ja schließlich auch so'ne gewissen Stimmung, die es so halt nur im Stadion zu erleben gibt...alles andere, sorry, dass ich mich wiederhole, ist einfach nur albern!

  • User
  • 06.05.2011 12:32:46 giselher

    Dieser Jonas Gabler gehört zu jenen Mitmenschen, die bei mir - wenn auch nur kürzestfristig (Gott-sei-Dank) - übelste Gewaltphantasien auslösen: Einmal richtig kräftig von Hools verdreschen lassen, das Kerlchen z.B.

    Nur Phanatsie und nur ganz kurz.

  • User
  • 06.05.2011 12:33:43 giselher

    ...Phantasie ... Fantasie ... so what.

  • User
  • 06.05.2011 12:38:52 gelsenkirchen

    OE, verstehe mich nicht falsch: ich stehe dieser ultrakultur kritisch gegenüber, kenne aber auch viele die gruppierungen unterschiedlichster couleur angehören. und die haben mitnichten ihre sozialen kreise deckungsgleich mit ihrem commando/inferno/etc. zudem besteht ihr leben auch mehr als nur aus ihrem verein.

  • User
  • 06.05.2011 13:18:48 Surka

    Klugscheißermodus an:

    die neuseeländische Rugby Mannschaft führt einen Kriegtanz vor dem Spiel auf und nicht die Australier

    Klugscheißermodus aus...

  • User
  • 06.05.2011 13:27:04 Atatenango

    Hat mit Klugscheißen nichts zu tun, hast ja recht...aber wenn Du zum klugscheißen auch noch lesen könntest, dann hättest Du gelesen, dass Du nicht der 1. bist, der das hier erklärt.
    Sorry, bin heute irgendwie in Pöbellaune, vielleicht liegt's an diesem Artikel...

  • User
  • 06.05.2011 13:35:40 Jim Panse

    Bei 'Fanforscher' hab ich aufgehört zu lesen.
    Mensch Junge, such dir nen Job!

  • User
  • 06.05.2011 13:48:32 MarcRamone

    Also ich finde dieses Interview gut. Die Fragen waren richtig, die Antworten ziemlich interessant.

    Ich selbst kann mit den Ultras nix anfangen udnb da es eben doch ab und zu Vorfälle mit Gewalt gibt, soll da auch nix schöngeredet werden oder um Verständnis zu bitten.

    Da es aber nunmal wirklich viele Ultras gibt, sie sehr präsent sind und in einigen Fällen auch problematisch sind oder es wirklich Gräben zwischen Zuscxhauenr und den verieen gibt, ist ein Dialog äußerst wichtig, denn anders kann so ein Problem nicht geregelt werden. Dieses Interview sehe ich als Teil eines solchen Dialoges.

    Eigentlich nervt mich dieses Thema, das mag auch altersbedingt sein, aber es ist sehr präsent und dominant und deswegen immer als Hintergrundrauschen da. Um das zu ändern wäre es mal gut, wenn da mal "miteinander geredet" wird.

    Und es stimmt, keine Spende für egal welche solziale Einrichtung rechtfertigt eine Gewaltaktion.

  • User
  • 06.05.2011 13:52:43 AbteilungAttacke

    OE und Haensgen ist im Wesentlichen zuzustimmen. Bei Einigen Aussagen und Vergleichen rollen sich die Fussnägel hoch.

    Am Schlimmsten ist dabei die offenkundig nicht gegebene, wissenschaftliche Distanz zum Forschungsgegenstand.
    Dann aber am Ende wird einiges klarer: Da ich selber Fan bin, kann ich die Sicht der Schickeria aber durchaus nachvollziehen.

    Man sollte dabei auch nicht Kritik am Interviewenden selber vergessen: Laut Einleitung wird Gabler als "Experte" interviewt. Das schließt aber kritische Gegenfragen nicht aus. Statt dessen wird man den Eindruck an Hand der Fragestellung nicht los, dass es weniger um eine kritische Befragung als um die Ermöglichung eines Meinungsforums ging. Man nehme nur den letzten Abschnitt:
    Inwiefern? Wie von Selbst geht derjenige, dessen Job es eigentlich ist, Fragen zu stellen, davon aus, dass Hoeneß' Denkmal unzerstörbar wäre, wenn er wegen Neuers Ultraverweigerung die Verpflichtung verweigern würde. Das allein kann man schon begründet in Zweifel ziehen. Aber weiter:

    Bei wem wäre dieses Denkmal dann verfestigt ? Nur bei den Ultras ? Man lese weiter:

    Jonas Gabler: Die Fans würden enger zusammenrücken, zugleich aber auch näher an den Klub rücken, das Band wäre unzertrennbar.

    Und Zack, wird aus DEN Ultras, DIE Fans. Selbstverräterischer gehts eigentlich kaum.

  • User
  • 06.05.2011 13:57:12 Mr_Wulf

    Dazu kommt, dass UH rein formell gar nichts mit Transfers zu tun hat. Viel wichtiger ist allerdings, dass die Mehrzahl der FCB-Fans (ich nehme mal pauschal an, dass so rund 70-80% für einen Neuer Transfer sind), UH einweisen lassen würden.

  • User
  • 06.05.2011 13:58:57 OE

    Gelse, das beweist nur, dass wir nicht die selben Ultras kennen.

    Trotzdem bin ich der Meinung, dass sich viele Ultras mit ihrer ganzen Kraft und Zeit der Gruppe und dem Verein verschrieben haben. Dadurch leiden mitunter die Familie und die Arbeit. Ausnahmen gibt es sicher bei allen Ultra-Gruppen. Da stellt sich die Frage bin ich schon Ultra, wenn ich mich selbst so bezeichne?

    Es ist aber auch so, dass man sich die Anerkennung in der Gruppe erst erarbeiten muss. Und dass passiert auch über Prügeleien mit anderen Ultras, Graffitis sprühen und dem Verwüsten von "feindlichen" Innenstädten. Das schweißt die Gruppe beim Begehen von Straftaten zusammen, entfremdet aber von anderen sozialen Gruppen.

  • User
  • 06.05.2011 14:07:41 Mr_Wulf

    Das schweißt die Gruppe beim Begehen von Straftaten zusammen,

    ...und bindet je Spieltag und Wochenende hunderte von Polizeikräften, die sich (vorgestern lief im BR eine Reportage über das Derby FCN vs FCB, wo man sich für die Schickeriasdeppen fremdschämen muss) von morgens bis abends um die Halbstarken kümmern darf. Was ein Irrsinn.

  • User
  • 06.05.2011 14:29:54 mitleser

    Ich bezweifle zumindest stark, dass ein Ultra auf die Idee kommen würde, einen Spieler zusammenzuschlagen, wenn er zugleich die Möglichkeit hätte mit ihm zu kommunizieren.

    Und wenn der Spieler keine Lust hat mit dem Ultra zu reden, gibt es dann was aufs Maul? Was hat denn eine solch generell einseitig emotionale Position, die dem Fanforscher eigen ist, mit wissenschaftlicher Arbeit zu tun? Das ist vielleicht Gonzo-Journalismus, aber dann als Sachverständiger auftreten kann auch nicht sein.

  • User
  • 06.05.2011 14:39:38 Dschungelking

    Wie wäre es mit einem Alterslimit für's Stadion: Eintritt erst ab - sagenwamal - ab 35 Jahre!

  • User
  • 06.05.2011 15:08:18 Käptn Brass

    mir fehlt die thematik des verhältnisses ultra<->fan. mir nehmen diese gruppierungen immer mehr die lust am stadionbesuch bei auswärtsspielen

  • User
  • 06.05.2011 15:10:36 Dschungelking

    Da bist du nicht der einzige. Und auch bei Heimspielen geht es vielen so.

  • User
  • 06.05.2011 17:28:42 Okolov

    ihr denkt auch nur schwarz weiß, schön viel pauschalisieren, willkommen bei der bild.

  • User
  • 06.05.2011 18:23:25 Käptn Brass

    stört mich in dem fall nicht! mir gehn ultras/suptras einfach auf`n sack! will fußball sehen und mich nicht bei let`s dance bewerben

  • User
  • 07.05.2011 13:33:17 Hannoverfan

    Solange die anderen Fans, wie hier in den Kommentaren, die Ultras einfach nur als Idioten abtun wird sich auch nichts ändern. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass sich die Leute hier sich nicht über solche Ausbrüche wundern brauchen, denn bei einer solchen Ignoranz müssen sich die Ultras einfach irgendwie Gehör verschaffen. Positive Resonanz gibt es ja nicht. Bad publicity is publicity, too.

  • User
  • 07.05.2011 14:12:40 qwertz3000

    Wofür wollen sich Ultras denn Gehör verschaffen?

    Ich brauch solche eitle Dauerselbstdarstellerei auch nicht im Stadion. Die Ultrapest verleidet doch den meisten den Stadionbesuch. Ultras sind aber eben eine Folge der Eventkultur. Da kann man nix machen, leider.

  • User
  • 07.05.2011 14:23:24 gygax

    "Ultras sind aber eben eine Folge der Eventkultur."

    Hä? Das hätte ich dann mal gern genauer erklärt. Überhaupt find ich dieses eigene Abgrenzen zur "Eventkultur" ähnlich nervig wie Diskussionen in verschiedenen Fussballforen wer nun der wahre Fan is

  • User
  • 07.05.2011 15:18:36 Fix

    Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass sich die Leute hier sich nicht über solche Ausbrüche wundern brauchen, denn bei einer solchen Ignoranz müssen sich die Ultras einfach irgendwie Gehör verschaffen.

    Warum darf ich die Ultras nicht ignorieren? Machen doch das selbe mit mir.

  • User
  • 08.05.2011 01:00:37 Hannoverfan

    Ultras sind das Gegenteil zur "Eventkultur".

    Mit Ignoranz spreche ich von Medien, Behörden und Vereinen und nicht von anderen Fans. Ihre Ignoranz hat damit doch gar nichts zu tun. Es geht um den medialen negativen Dauerbeschuss gegen Ultras.

  • User
  • 08.05.2011 01:14:34 Fix

    Medien gehn doch im Allgemeinen nicht in den Tag und schauen wen sie heute anpissen können. Sie suchen nach Auffälligem, Unkonventionellen, halt nicht dem Durchschnittlichen. Gewalt ist wonach sie unter anderem suchen. Wenn nun jemand durch Gewalt auffältt wird im Allgemeinen darüber aus der Sicht des Betroffenen negativ berichtet, da nur über seine Gewalt und nicht über die Ursache dafür berichtet wird.

    Und Pauschalisierungen wie alle Ultras sind gewaltatig sind nunmal einfacher in die Welt zu setzten als ein differenziertes Bild über die Gruppierungen zu zeichnen. Die Frage ist, ob der Medienkonsument ein einfaches oder ein differentiertes Weltbild haben möchte / erhalten soll.

  • User
  • 08.05.2011 07:40:07 unionchemiker

    Im umkehrschluss wollen ultras also immer POSITIVEN dauerbeschuss!? Dann organisiert nen gangbang und spritzt euch gegenseitig in die zahnspangen...

  • User
  • 08.05.2011 13:19:18 BionicFandel

    Ultras sind das Gegenteil zur "Eventkultur".

    Ob jetzt Choreos und Vorsänger aus der Kurve oder die Hermes Houseband aus der Box macht für mich kaum Unterschied. Mit dem Spiel hat beides nix am Hut.

    -- Ausser das die Spieler vor der Box kaum Angst haben müssen, Grüße an Frankfurt.

  • User
  • 08.05.2011 13:20:35 Rob79

    Es blickt halt niemand über den Tellerrand. Jeder hat seine Sichtweise und hält krampfhaft an ihr fest. Ich kann die Begeisterung der verschiedensten Formen der Fankultur jeweils teilweise nachvollziehen, aber den in meinen Augen perfekten Fan gibt es nicht. Und noch weniger scheint es den Willen zu geben einer zu werden.

    Wieviel Zeit der Woche verbringt man im Stadion? Einen verschwindend geringen Teil. Und trotzdem projezieren viele das Verhalten dieser wenigen Stunden auf den Rest der Woche. Aber das echte Leben sieht eben anders aus. Man muss das Beste aus beiden "Welten" für sich selbst finden und sich permanent weiterentwickeln.

    Bunte Fähnchen und kreative Gesänge - schön und gut. Aber es geht eben um den Club, der meines Wissens grundsätzlich vor der "Gruppe" entstand. Auf der einen Seite Kommerz verachten, aber auf der anderen in einheitlicher, selbstvertriebener Kleidung rumlaufen, weil sich die eigene Gruppe als wichtiger
    ansieht, als den Club den man ursprünglich mal unterstützen wollte.

    Und genau ist doch der Haken. Die Fehler im eigenen System werden getrost ignoriert, während man mit Fingern auf Andere zeigt. Ich kann mit Zu-allem-ja-und-Amen-Sagern genauso wenig anfangen, wie mit den Allesverfluchern.

    Warum nicht mal von sich selbst ein ähnliches Maß an Weiterentwicklung fordern, wie man es von den Helden auf dem grünen Rasen immer erwartet.

    Gruß Robert

  • User
  • 08.05.2011 14:53:46 Bulettenkönig

    Ultras sind das Gegenteil zur "Eventkultur".

    Die Fähnchen- und Sangesautisten sind integraler Bestandteil der Eventkultur, gleichzeitig allerdings natürlich dämlich genug, genau das Gegenteil zu glauben.

  • User
  • 08.05.2011 15:38:33 suppenteller

    zustimmung, die ultras gerieren sich als gegenstück zum event, folgen aber genau dem drehbuch eines solchen events

    wobei ich das gejammer über das event fussball nicht so ganz nachvollziehen kann, das stadion war doch schon immer ein event

  • User
  • 08.05.2011 15:48:37 gygax

    Sehr richtig, suppe. Mit "Eventkultur" oder "Eventie" wurden Plattitüden geschaffen um sich von einer neuen Art von Stadionbesucher abzugrenzen, ohne zu merken, dass man eigentlich selbst 1:1 in diesen Begrifflichkeit passt. Ich sach nur "wahrer Fan", vor einigen Tagen haben wir ein Prachtexemplar dieser beschränkten Spezies verloren. Fussball, auch im Stadion und seinen Kurven, war mal bunt, vielfältig und gerade deshalb faszinierend, weil er alle zusammen brachte, die im "normalen" Leben wenig Schnittpunkte hatten. Heute scheint mir das alles nur jeder gegen jeden und viele wollen das Recht für sich beanspruchen die Definition des "wahren Fan" zu sein. Bisken öde, nicht?

  • User
  • 09.05.2011 08:18:47 mitleser

    Wir leben ja netterweise in einem freien Land, und auch in unfreien Ländern wird es mehr als eine Art Fan bei Sportveranstaltungen geben; es darf also jeder im Stadion anfeuern wie er will. Ob das nun der grantige Mitfünfziger in der beflickten Jeansjacke ist, welche bereits in den 80ern alt war, oder der dauersingende Ultra (natürlich differenziert betrachtet) oder die 15jährige, die das ganze Drumherum toll findet - Fußball bietet für alle etwas, und sei es nur eine Bühne um sich selbst darzustellen. Aber: kein Zusammenschluss in dämlich klingenden Supporterclubs gibt einem mehr Rechte als den anderen Fans, wer sich im Stadion daneben benimmt hat KEIN Recht darauf, dass man versucht seine Sprache zu verstehen, und wer "ein Stück weit gewalttätig" wird fliegt raus. Was ist denn das für ein Selbstverständnis? Als hätte man als Fan mehr Anspruch als den Zutritt ins Stadion und die Teilhabe an den kleinen und großen Dramen auf dem Rasen... Und dann den Verein oder die Polizei beschimpfen weil sie den "Dialog" nicht suchen oder ähnlichen Firlefanz. Choreografien und so weiter sind ja schön und gut, aber sobald eine Gruppierung meint, mehr Rechte einzufordern als ihnen, als allen Fans, zustehen wird es Zeit "Nein" zu sagen. Und in dem Punkt gibt es auch keine Differenzierung.

  • User
  • 09.05.2011 09:31:06 gelsenkirchen

    DEWS ist nicht mehr hier? was hab ich verpasst?

  • User
  • 09.05.2011 09:41:35 gygax

    Eigentlich nix. Und viele spekulieren auf eine baldige Rückkehr. Wahrscheinlich sitzt er schon seit Tasgen mit feuchten Fingerchen vorm PC und denkt sich etwas gaaaanz tolles aus

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