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03.12.2010

Clemens Fritz über den Weg aus der Krise

»Wir wollen jedes Spiel gewinnen«

Interview: Jörn Lange  Bild: Imago

Clemens Fritz gehört in Bremen mittlerweile zur gestandenen Garde. Zu den Spielern, die in Krisenzeiten in die Bresche springen müssen. Wir sprachen mit ihm über Verletzungspech, starke Spielmacher und die Partie gegen Wolfsburg.

Clemens Fritz über den Weg aus der Krise - »Wir wollen jedes Spiel gewinnen«


Clemens Fritz, wie schafft es ein Champions League Teilnehmer wie Werder Bremen aus einem Pflichtsieg gegen Aufsteiger St. Pauli Selbstvertrauen zu gewinnen?  

Pflichtsieg? Wir haben vorher in fünf Spielen das Tor nicht getroffen, und stattdessen 16 Gegentreffer kassiert. In unserer Situation gibt es keine Pflichtsiege mehr, es tat einfach gut, mal wieder zu gewinnen.




Zuletzt wurde die Bremer Ruhe häufig als Ratlosigkeit interpretiert. Täuscht der Eindruck?  

Thomas Schaaf hat mit uns konzentriert weitergearbeitet, die Spiele sachlich analysiert und uns jede Woche gut eingestellt. Von Ratlosigkeit ist bei uns nichts zu spüren.  

Die Ergebnisse der vergangenen Spiele sprechen eine andere Sprache.

Das liegt auch an unserem Verletzungspech. Mit Naldo ist eine sehr wichtige Säule in der Defensive weggebrochen, mit Claudio Pizarro ein entscheidender Mann in der Offensive.  

Reicht das Argument Verletzungspech tatsächlich, um die bisherige Saison zu erklären?  

Es sind ja nicht nur Naldo oder Claudio, die uns fehlen: Der Trainer wusste oft nicht, wen er am Wochenende zur Verfügung hat, oder nicht.  Wenn man jedes Wochenende in einer neuen Besetzung spielen muss, leidet darunter natürlich der Spielfluss. Wie soll man sich unter diesen Umständen einspielen? Zehn verletzte Spieler kann keine Mannschaft der Welt adäquat ersetzen.  

Sie sind seit Sommer 2006 in Bremen, haben Diego und zuletzt den zu Real Madrid abgewanderten Mesut Özil erlebt. Wie groß ist die kreative Lücke, die Özils Weggang aufgerissen hat?
 

Ich denke, die Diskussion wird überbewertet. Mesut und auch Diego haben ja nicht jedes Spiel im Alleingang entschieden. In dieser Saison fehlt uns einfach noch die nötige Lockerheit, der Rhythmus, um unseren Fußball zu spielen.  

Trotzdem hat man das Gefühl, dass in dieser Spielzeit etwas anders ist, als in den vergangenen Jahren.  

Was meinen Sie?  

Es scheint, als ob die Mannschaft nicht an einem Strang zieht.  

Ich verstehe nicht, wie dieser Eindruck entstehen konnte. Natürlich ist alles besser, wenn der Erfolg da ist, aber ich kann Ihnen versichern: Intern gibt es bei uns keine Probleme.  


weiterlesen [1] [2]



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Kommentare

  • User
  • 03.12.2010 19:42:22 4everJo

    Laaaangweiliges Interview!!!! Phrasen Phrasen Phrasen!!!!!!!!!!!
    Ob er sich selber einredet, dass in der Mannschaft alles tutti ist???

  • User
  • 03.12.2010 20:02:09 LowerRhenania

    Stimmt, 4ever, und die Ausrede, die eigentlich überhaupt keine ist (buhuu, Naldo ist verletzt), wurde natürlich auch wieder aus dem Hut gezaubert.

  • User
  • 03.12.2010 21:53:33 Blaus

    Und wenns stimmt? N super Interview isses wahrscheinlich erst, wenn er völlig unangenehme Dinge zur Sprache bringt. Wenn er davon redet, dass die Misere den verletzten Leistungsträgern geschuldet ist, dann fühlt man sich ja wenig unterhalten - sind ja eh alles Phrasen. Und außerdem ist das ja die ewige Erklärung, wie langweilig. Wie Meister Yoda schon anmerkt, der Naldo ist ja überhaupt nicht so wichtig. Wie man sieht, spielt Merte auch ohne ihn neben sich Weltklasse.
    Mich haut das auch nicht vom Hocker, aber nicht jedes Interview ist n Knaller. Was regt ihr euch über dem Fritz seine Antworten auf? Viel fraglicher ist, warum das als lead story auf der Seite gebracht wird??

  • User
  • 03.12.2010 23:04:01 4everJo

    Ich habe auch gar nichts gegen Fritzens Antworten im Speziellen. Man kann diese Dinge einfach nur schon mitsprechen und eben gerade weil es eine lead story ist, habe ich etwas Knackigeres zu hoffen gewagt.
    So hoffe ich, dass Piza bald wieder fit ist, um der Mannschaft zu helfen, dass Wagner weiter auf seine Chance wartet, sich im Training anbietet und Gas gibt, dass Arnautovic endlich in Bremen angekommen ist, dass die gesamte Mannschaft bald wieder eine Einheit bildet und zu guter Letzt der Trainer die Mannschaft erreicht.

  • User
  • 04.12.2010 02:38:34 hagenpop

    Ach nee Clemibacke, geht gar nicht mit "scheiße, alle sind krank". Das hört sich fast so an, als seien wir schon 5 Siege nach der Krise. Ist aber erst einer (3:0 gegen die Mannschaft, die heute gegen die Mannschaft 1:0 gewonnen hat, welche letzte Woche 5:0 gegen Schalke gewonnen hat).

    Aber so ein Interview geben ist schon bisschen dreistdoof.

  • User
  • 04.12.2010 08:48:10 WorpswederTyp

    Da muss ich Blaus aber mal Recht geben. Was wollt ihr denn hören?
    Selbst wenn es jetzt in der Mannschaft nicht stimmen würde - meint ihr, er würde dann so was sagen wie "Ja, stimmt. Der Arnautovic ist echt n Arsch!"
    Vorallem - selbst dann würden alle meckern. "Wie kann man denn sowas sagen? Das geht doch nicht!"
    Nur, weil das bei den meisten Vereinen Standard ist, muss das noch lange nicht heißen, dass es auch richtig ist. Kommt mal von eurer Skandalgeilheit runter.

  • User
  • 04.12.2010 10:18:58 hagenpop

    Ich will auch keine Skandale hören.

    Wenn eine Mannschaft gut spielt gibt es ja auch immer genug Gründe dafür. Vielleicht einfach mal die nennen die da sind warum es mit der aktuellen Mannschaft nicht läuft, und nicht warum es laufen würde, wenn alle gesund sind. Komisch, dass er das Fehlen der Verletzten beklagt und nicht das Fehlen Özils zum Beispiel so, oder?

    Trotzdem ist das Interview wahrscheinlich doch eher langweilig als unzulässig, stimmt schon.

  • User
  • 04.12.2010 14:04:36 Toellerich

    Die Frage ist doch, warum dem armen Jungen so langweilige Fragen gestellt werden!

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