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23.11.2010

Rolf Kahn über die Krise des KSC

»Lothar war nicht abgeneigt«

Interview: Felix Laurenz  Bild: Imago

Seit letzter Woche ist der CDU-Politiker Ingo Wellenreuther Präsident des Karlsruher SC. Wir sprachen mit Rolf Kahn, Vater von Oliver Kahn, über die Situation beim KSC. Vor einem Jahr hatte er sich noch selbst zur Wahl gestellt.

Rolf Kahn über die Krise des KSC - »Lothar war nicht abgeneigt«


Rolf Kahn, Ingo Wellenreuther ist mit großer Mehrheit zum neuen KSC-Präsidenten gewählt worden. Ist er in dieser Situation der Richtige?

Vom Typus, von der Dynamik und vor allen Dingen den zukunftsbezogenen Inhalten her, inklusive der bereits abgeleisteten Tätigkeiten als Notpräsident hat er auf mich einen guten Eindruck gemacht. Er ist keiner, der beispielsweise als pensionierter Ex-Bürgermeister daher kommt und mal eben KSC-Präsident werden will, ohne sich jemals ernsthaft mit dem Anforderungsprofil eines Profi-Vereins beschäftigt zu haben. Er ist recht jung und der richtige Mann. Das Paket, das er mit den anderen ins Präsidium gewählten Leuten geschnürt hat, dürfte dem KSC helfen.



Sie reden vom neuen Vizepräsidenten Günter Pilarsky?


Ich sehe in Herrn Pilarsky einen Sponsor, dessen Unternehmen (Cronimet, ein Lieferant von Rohstoffen, d. Red.) meines Wissens nach Milliarden umsetzt. Ich weiß nicht, ob ich so einen Vergleich anstellen sollte, aber ich sehe ihn ähnlich wie Herrn Tönnies bei Schalke. Dort ist vieles auch nur möglich, weil er mit seinen Sicherheitsgewährleistungen dahinter steht. Und mit Herrn Pilarsky steht jetzt möglicherweise jemand zur Verfügung, der so eine Rolle für den KSC einnehmen kann.

Herr Wellenreuther hatte bereits im Vorfeld der Mitgliederversammlung angekündigt nur als Präsident zur Verfügung zu stehen, wenn mit Pilarsky und Georg Schattling als zweitem Vize seine Leute ins Amt gewählt werden. Hat er den Mitgliedern des KSC damit die Pistole auf die Brust gesetzt?


Ich bin der Ansicht, dass es professionell war. Jeder wusste, was Herr Wellenreuther vorhat. Das er sich nur im Gesamtpaket wählen lassen wollte bestärkte seine Aussage, dass man seiner Ansicht nach den Verein nur so wieder auf gesunde Beine stellen kann.

Lüppo Cramer sah das wohl anders. Er war der einzige Gegenkandidat zu Wellenreuthers Team. Er ist zwar durchgefallen, hätte den KSC aber in ein neues Chaos stürzen können. Wie bewerten Sie seine Kandidatur?


Lüppo Cramer hat gesagt, dass er zum Zeitpunkt seines Entschlusses als Vizepräsident zu kandidieren von Wellenreuthers Paketlösung nichts wusste. Ich finde das lächerlich, da zwischenzeitlich genügend Zeit vergangen war, in er hätte umdenken können. Insgesamt war Cramers Kandidatur eine Farce.

Wieso?

Herr Wellenreuther hat mit Herrn Pilarsky einen finanzstarken Partner vorgestellt, der für alle erkennbar nur mit Herrn Wellenreuther und mit Herrn Schattling zusammen zur Verfügung stand. Wenn Cramer gewonnen hätte, dann hätte er ein großes finanzielles und wirtschaftliches Paket zunichte gemacht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Cramer gleichwertiges zur Verfügung stand, denn sonst hätte er in seiner Bewerbungsansprache die Katze aus dem Sack gelassen. 

Der Vertrauensvorschuss für Herrn Wellenreuther war enorm. Fast 90 Prozent aller Anwesenden haben ihn gewählt. Hat er sich diesen Vorschuss durch seine Zeit als Notpräsident verdient?

Selbstverständlich. Die Bereitschaft der Karlsruher Wirtschaft den KSC zu unterstützen, wurde neu mobilisiert – da ist noch Luft nach oben. Verbesserte Kreditlinien der Banken können in Anspruch genommen werden. Das Jugendförderprogramm wurde in der Gesamtstruktur erheblich bereichert. Mit Herrn Pilarsky wurde ein potentieller Mitstreiter in einer für den KSC bisher unbekannten Größenordnung gewonnen. Das alles und vieles mehr zeigt doch, dass das Vertrauen in eine zukunftsorientierte KSC-Führung wieder hergestellt wurde.


weiterlesen [1] [2] [3]



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News, Interviews, Blogs, Statistiken und Service zu: Karlsruher SC






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Kommentare

  • User
  • 23.11.2010 21:28:04 prazzomoto

    Meine Fresse, warum muss man diesem Proll denn bitte immer wieder ein Plattform geben?
    Nicht umsonst wurde er auf der Mitgliederversammlung 2009 gewaltigst abgestraft und Wellenreuther wollte nix mit ihm zu tun haben, da Herr Kahn sen. gerne mal ausfallend wird, wenn er einen im Tee hat – von seinen anderen Defiziten, die ihn für ein Amt bei einem Proficlub disqualifizieren, mal ganz abgesehen.

    Er ist keiner, der beispielsweise als pensionierter Ex-Bürgermeister daher kommt und mal eben KSC-Präsident werden will, ohne sich jemals ernsthaft mit dem Anforderungsprofil eines Profi-Vereins beschäftigt zu haben.

    Wenn ich sowas schon les …
    Herr Kahns Referenzen sind ein Sportblatt, das keiner liest (ich weiss nicht mal, wo das kostenlos ausliegt), einen verpeilten Sohn, der schon achtmal pleite gegangen ist und dann halt de Olli.
    Aber ein "Kompetenzteam" hätte ihn beraten. Wer wäre das denn gewesen? Winnie Schäfer, Rolf Dohmen und der Wirt vom Ludwigs?

    So ein Vollidiot.

  • User
  • 24.11.2010 08:31:15 McGuffin

    "...einen verpeilten Sohn, der schon achtmal pleite gegangen ist..."

    ...der im Falle einer Präsidentschaft von Rolf Kahn vom Papa mit Sicherheit einen Manager Posten im Verein zugeschanzt bekommen hätte.
    Ich bin froh das DER Kelch an uns vorüber gegangen ist.

  • User
  • 24.11.2010 09:21:19 gelsenkirchen

    interessant wie sich ein mensch kompetent geben will, in wirklichkeit aber null aussage in seinen sätzen hat und auch sonst eher suspekt rüberkommt.
    mal die frage an die karlsruher: der ist doch nur und ausschliesslich aufgrund seines erfolgreicheren sohnes eine "große" nummer im verein, oder? oder war die "familie kahn" bereits zuvor schwergewichtig was einfluss angeht?

  • User
  • 24.11.2010 10:34:19 McGuffin

    Naja als "große" Nummer hab ich den nie empfunden. Er stitzt auch in keinem Vereinsgremium sondern kickt nur in der Alt-Herren Mannschaft des KSC mit.

    Als er seinerzeit für das Amt des Präsidenten kandidierte war sein "Konzept" mehr oder weniger : "Ich habe einen berühmten Sohn und dadurch super Kontakte"
    Deswegen und weil Olli erst kurz vor der Mitgliederversammlung wieder KSC Mitglied wurde kam es damals zum Pfeiffkonzert.

  • User
  • 24.11.2010 15:43:57 prazzomoto

    @ gelsenkirchen

    Rolf Kahn ist überhaupt keine große Nummer, im Verein nicht und auch nicht in der Stadt. Das ist ein Proll, wie er im Buche steht, unfassbar, wenn man den schon einmal in einer Bar in KA erleben musste.

    @ McGuffin

    Genauer gesagt kam es zum Pfeifkonzert, weil Olli die Fragerunde für eine Wahlkampfrede für seinen Vater genutzt hatte. Zudem hatte er die Zeit um das vierfache überzogen, Wahlausschussleiter Wellenreuther (jetziger Präsident, klingelts?) hat ihn gewähren lassen, andere Fragesteller aber in einem ähnlichen Fall gleich abgewürgt.
    Eine Frau aus Bretten, die vorher die Fragerunde für eine Rede pro Metzger nutzte wurde im übrigen genauso niedergepfiffen, also nix mit parteiischer Stimmung gegen Kahn im Saal.

    Gut, Rolf Kahn hat auch im zweiten Satz seiner Vorstellungsrede auch gleich mal die Hälfte der Mitglieder beleidigt, das war natürlich auch sehr geschickt ;)

  • User
  • 24.11.2010 15:48:15 gelsenkirchen

    wie in den 80ern/90ern auf schalke...

  • User
  • 24.11.2010 18:25:48 prazzomoto

    Der KSC ist mal ein echter Scheissverein.

  • User
  • 24.11.2010 19:26:41 Lothar Piräus

    Ein Lothar Piräus ist betrübt, dass ein gewisser Trainernovize mit lausigem Job in Osteuropa und guten Ruf im internationalem Fussball bei der Trainersuche dieses Vereins übergangen wurde

  • User
  • 24.11.2010 20:06:51 AntiMöller

    Ein Lothar Piräus versteht es, auch kindlichen Gemütern ein Lächeln in lebkuchenverklebte Gesichter zu zaubern, und deshalb wünschen wir Deutsche ihm ein little bit more lucky!

    Karlsruhe hätte ich aber auch nicht gegen mein Budapester Kaffee-Haus eingetauscht, masagn.

  • User
  • 24.11.2010 23:46:31 Lothar Piräus

    Ein Lothar Piräus fühlt sich ein wenig geehrt. Er würde sich hier gerne öfter zu Wort melden, scheitert aber in Regelmaßen an diesen verzwickten Matheaufgaben....

  • User
  • 25.11.2010 09:15:32 gelsenkirchen

    ich denke der KSC hat sich jetzt mir Uwe Rappolder den richtigen Mann für eine solche Situation geholt. Diese Saison kann es nur noch um den Klassenerhalt gehen. Konzepte und Strategien muss man jetzt auf nächste Saison verschieben!

  • User
  • 25.11.2010 09:16:57 saloth sar

    wie jetzt gelse?
    war rappolder nicht der mit dem konzeptfussball?

  • User
  • 25.11.2010 09:20:02 gelsenkirchen

    das mag sein, nur in höchster not jetzt anfangen "langfristige konzepte" aufzustellen, deren früchte erst nächste oder übernächste saison reifen, mag zu spät sein. dann erntet man in der dritten liga.
    der darf jetzt erstmal mit dem kram die klasse halten, der ihm zur verfügung steht.

  • User
  • 25.11.2010 10:47:30 McGuffin

    Ganz meine Meinung.
    Es geht nur um den Klassenerhalt. Nicht mehr und nicht weniger.
    Ob die alte Rapolder zum KSC passt wird sich im Verlauf der Saison zeigen. Ich empfinde es als überaus postiv, das man nur einen Vertrag zum Saisonende ohne irgendwelchen automatischen Verlängerungsklauseln aufgesetzt hat.
    Darüber hinaus bastelt Wellenreuther offenbar auch schon an diversen Leihgeschäften mit Erstligaklubs. Mal sehen, was die nächsten Monate bringen.

  • User
  • 25.11.2010 10:58:18 gelsenkirchen

    wir hätten einen ali streit zu verschenken!

  • User
  • 25.11.2010 11:00:00 saloth sar

    der will zu viel geld, den koennen die sich in karlsruhe gerade nicht leisten

  • User
  • 25.11.2010 11:08:52 gelsenkirchen

    vielleicht mal die kontakte von rolf kahn bemühen?

  • User
  • 25.11.2010 11:11:04 saloth sar

    du meinst der olli wuerde dem ksc den ali finanzieren?

  • User
  • 25.11.2010 11:13:16 gelsenkirchen

    ich bin mir sicher dass ali streit jeder mannschaft außer schalke weiterhelfen würde. da lohnt sich jeder cent!

  • User
  • 25.11.2010 13:02:58 nowaysis

    So ein Penner...

    Mehr Scham geht ja gar nicht mehr als Loddar als Trainer. Dann lieber 3. Liga

  • User
  • 25.11.2010 13:11:14 prazzomoto

    Albert Streit zum KSC?
    Klar, warum nicht …
    Dann trifft der alte Satz ja mal wieder zu: "KSC-Fan zu sein, bedeutet, seine Erwartungen gegen Null zu schrauben und dennoch enttäuscht zu werden"

  • User
  • 25.11.2010 13:32:09 McGuffin

    Dann trifft der alte Satz ja mal wieder zu: "KSC-Fan zu sein, bedeutet, seine Erwartungen gegen Null zu schrauben und dennoch enttäuscht zu werden"

    Wie wahr, wie wahr...

    auf der anderen Seite fangen Fans manch anderer Mannschafte an zu heulen, wenn diese nur zweiter wird, oder vorzeitig aus der CL fliegt.

    Ich würde echt gerne mal aus der CL fliegen.... ;-)

  • User
  • 25.11.2010 14:12:59 gelsenkirchen

    is okay und definitiv nichts weltbewegendes. keine ahnung dass die weisswurstfresser da immer so'n aufriss drum machen!

  • User
  • 25.11.2010 14:40:16 AntiMöller

    Mit einem 3ten Platz wären heuer -ich lehne mich mal von der vip-Brüstung- 99 % der Weißwurstfresser einverstanden.
    Und das ein Schalker von dieser Materie keine Ahnung hat, musst Du hier nicht extra erwähnen, gelse.

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