Die Geschichte der Fußballfans

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13.09.2010

Die Roboter kommen

Weltmeister 2050

Interview: Jörn Lange  Bild: Imago

Im Jahr 2050 sollen Fußballroboter erstmals die menschlicher Konkurrenz überflügeln – so das Ziel der Entwickler. Steffen Heinrich, Mitglied des aktuellen Vizeweltmeisters »FU-manoids«, erklärte uns wie die Chancen stehen.

Die Roboter kommen - Weltmeister 2050


Steffen Heinrich, seit wann entwickeln Sie Fußballroboter und vor allen Dingen: warum?

Mit den humanoiden Fußballrobotern beschäftigen wir uns mittlerweile seit vier Jahren, vorher gab es allerdings schon andere Fußballroboter an der FU. Ausgangspunkt war der Sieg des Schachcomputers »Deep Blue« über Garri Kasparow. Danach hat man sich gefragt, was die nächste Hürde sein könnte. Fußball bietet sich an – es ist dynamischer und interaktiver, gleichzeitig aber auch simpel: Der Ball liegt immer auf dem Boden, das Feld hat nur eine Farbe und es gibt nur zwei Tore.



Roboter-Fußball ist also bloß eine ambitionierte Spielerei von Technik- und Informatik-Nerds? Oder gibt es ein höheres Ziel?

Schon, das erkennt man nur nicht auf Anhieb. Es geht uns nicht in erster Linie darum, gut Fußball zu spielen. Wir wollen erreichen, dass Maschinen in einem menschlichen Umfeld agieren können. Da geht es um Teilgebiete wie Computersehen oder das Laufen einer Maschine. Fußball ist das Mittel zum Zweck.

Wie funktionieren Ihre Roboter denn eigentlich?

Jeder Roboter hat eine Kamera und Drucksensoren an den Fußsohlen. Es soll alles sehr menschenähnlich sein, deswegen gibt es keine aktiven Sensoren wie Laser, mit denen man irgendwelche Messungen machen könnte.

Sie haben also keine Fernsteuerung in der Hand?

Nein, es gibt keine Eingriffe von außen. Jeder Roboter trifft seine Entscheidungen selbst. Er erfasst die Situation per Kamera und kommuniziert dann mit seinen Mitspielern über W-Lan: »Geh du zum Ball« oder »Lass mich«, so muss man sich das vorstellen.

Die Roboter haben also quasi ein eigenes Gehirn?

Genau. Von der Rechenleistung kann man das mit einem Smartphone vergleichen. Bei einem Handy ist man ja schon froh, wenn man eine SMS verschicken kann und eine App zum Laufen bekommt – die Möglichkeiten sind sehr begrenzt. Über die Stürze will ich gar nicht erst reden. Wie lange hält Ihr Telefon durch, wenn Sie es 25 Mal pro Stunde auf den Boden werfen?

Habe ich noch nicht ausprobiert. Welche Fortschritte haben Sie bislang gemacht?

Vor vier Jahren war man schon froh, wenn der Roboter stabil stand, einzelne Schritte gemacht hat und beim Schuss nicht umgefallen ist. Mittlerweile sind wir wesentlich weiter. Allerdings darf man auch nicht davon ausgehen, dass der Fortschritt genauso schnell weiter geht, nur weil die letzten vier Jahre so erfolgreich waren.


weiterlesen [1] [2]





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Kommentare

  • User
  • 13.09.2010 14:05:49 Machete

    "Die einen spezialisieren sich auf Hardware, andere sind eher die Software-Könner. Im Grunde geht es darum, die jeweilige Schwäche zu kaschieren: Wenn der Roboter nicht so schnell gehen kann, braucht er eine intelligente Software, damit er immer gut zum Ball steht. Das ist bei den menschlichen Kollegen im Grunde nicht anders."

    So ungefähr stelle ich mir das vor:

    Ballack/Robben: Software ausgereift - Hardware fürn Popo

    Podolski/van Bommel: Hardware robust - Software in der Vorversion

  • User
  • 13.09.2010 14:36:16 Jappie

    Ich hab mir das dieses Jahr in Magdeburg mal angesehen: die im Artikel beschriebene *Humanoid-League* ist, sagen wirs mal so, noch sehr entwicklungsbedürftig (hauptsächlich kämpfen die Maschinen mit sich – stehen und laufen sind ein echtes Problem). Fußballerisch interessant ist aber die *Mid Size League*: – da ist die Technik weiter ausgereift und es geht echt um Taktik und Spielwitz. Hat richtig Spaß gemacht, zu zuschauen.Mid Size League

  • User
  • 13.09.2010 14:41:25 einrudithömmes

    Ächz.

    Was ist denn daran besser als das oder vielleicht das?

    Wirkt ziemlich nerdig das ganze.

  • User
  • 13.09.2010 14:57:32 gelsenkirchen

    ich muss da immer an max goldt denken.

  • User
  • 13.09.2010 14:59:24 El Buitre

    und ich an diesen Quatsch, der ne zeitlang aufm Sportsender lief. In dem sich die Dinger mit kleinen Plastiksägen zerbohrt haben usw.

  • User
  • 13.09.2010 15:02:41 gelsenkirchen

    jo, wo die so kreissägen und sowas hatten. das war super, solche kämpfe wo englische familienväter mit ihren söhnen zeit verbracht haben und dabei den roboter einer anderen familie zersägt, mit säure verspritzt und anschließend mit napalm verbrannt haben (respektive deren roboter hat das gemacht). die söhne der anderen familie sind daraufhin immer in tränen ausgebrochen weil die arbeit von 6 monaten im arsch war!

  • User
  • 13.09.2010 15:05:24 El Buitre

    und Axel Kruse machte den Kommentator. Und der andere Kommentator den Superkrassen. Schon schöner Trash, auch wenn die Dinger zu Hälfte an sich selbst verreckten.

  • User
  • 13.09.2010 15:10:43 gelsenkirchen

    @rudi: "hinter mir zog ich ein elektronisches goldfischglas, in dem eine athmosphäre wie auf der venus herrschte".
    keine ahnung, bei roboterfussball muss ich immer an den staubsaugertext denken.

  • User
  • 13.09.2010 15:12:20 einrudithömmes

    Staubsaugerfußball? Assoziativ, nä. Geht mir auch manchmal so. Man steht da und denkt: Holger? A propos, ich wollte ja mir auch mal wieder Hirn für die Pfanne machen.

  • User
  • 13.09.2010 15:54:40 JohnnyRep

    @einrudithömmes:
    Hier ist ein aktuelles Video des RoboCup WM Finalspiels.
    Louis vG haette da wohl noch einiges auszusetzen ;)

    @gelsenkirchen
    ich glaube der co-moderator der sendung war damals sogar einer von den BigBrother Leuten :D Schlimm genug, dass mein Hirn sich das gemerkt hat ;)

  • User
  • 13.09.2010 16:16:34 einrudithömmes

    Und selbst, wenn Sie perfekt spielen würden, hätte ich noch was dran auszusetzen.

    Mal ehrlich, WM2050? Nich nur technisch eine högschd fragwürdige Ambition.

  • User
  • 16.09.2010 13:48:18 wurstendbinder

    ich glaube bis zum taktischen foul nach ballverlust in der vorwärtsbewegung ist es noch sehr viel weiter als 40m jahre ...

  • User
  • 16.09.2010 18:32:55 gelsenkirchen

    und wenn es dann zeitist sollte die menschheit die lehren aus terminator 1 und 2 ziehen!

  • User
  • 16.09.2010 21:27:39 gelsenkirchen

    "mensch! wie bist du denn hierher gekommen?"
    - "na so wie du: raumschiff - affenstadt - u-bahn!"

    einer der besten dialoge der filmgeschichte!

  • User
  • 16.09.2010 21:34:11 ColePorter

    Also, wenn ich mir das Roboterspiel so anschaue, würden meine Gladbacher gegen die arge Probleme bekommen.

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