Die Geschichte der Fußballfans

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22.08.2010

Greuther Fürth und die neue Hymne

»Jeder hat mitgesungen«

Interview: Jörn Lange  Bild: Imago

Singende Fußballer haben uns in der Vergangenheit große Momente geschenkt. Nun wagte sich Greuther Fürth ins Tonstudio, um eine neue Vereinshymne einzusingen. Wir sprachen mit Kabinen-DJ Dani Schahin.

Greuther Fürth und die neue Hymne - »Jeder hat mitgesungen«


Dani Schahin, Sie waren gerade mit Ihrer Mannschaft im Tonstudio, um »Kleeblatt, wie bist du schön« einzusingen. Wird das Lied die neue Greuther Fürth-Hymne?

Ganz genau. Das Lied wird vor unseren Heimspielen laufen und natürlich dann, wenn wir gewinnen. Die Idee ist ziemlich spontan entstanden. Wir haben uns in den letzten Wochen als Mannschaft zusammengesetzt und überlegt, welches Einlauflied wir haben wollen. Dann ist irgendwann »Kleeblatt, wie bist du schön« zur Sprache gekommen. Der Manager hat  vorgeschlagen, dass wir den Refrain doch selber im Tonstudio aufnehmen sollten. Die Mannschaft hat spontan zugesagt – jeder fand die Idee gut und wir denken, dass das Lied auch bei den Fans super ankommen wird.



Wie war das Feeling im Studio? Das ist für einen Fußballer ja eher ungewohntes Terrain.

Ich bin mir sicher, dass 95 % der Jungs noch nie in einem Tonstudio waren – ich auch nicht. Das war für uns etwas komplett Neues, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Auf jeden Fall war es eine lustige Abwechslung.   

Wie ist es denn gelaufen, sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?

Wir haben das fertige Stück noch nicht gehört, werden es aber in den nächsten Tage bekommen. Es ist ganz lustig gelaufen, in meinen Ohren klang unser Gesang sehr ordentlich. Im Endeffekt müssen aber die Fans entscheiden, ob es sich gut anhört oder nicht.

Haben Sie Hobbymusiker im Team?

Das nicht, aber ein paar Jungs haben sich schon gut angestellt – es war lustig anzuhören! Alle haben mitgezogen und keiner ist so abgefallen, dass wir ihn rausschicken mussten.

Über die musikalischen Ergüsse der Nationalelf von 1974 muss man – nicht nur aus heutiger Sicht – schmunzeln. Haben Sie Angst davor, dass man Sie in 30 Jahren belächelt? Apropos: Gibt es Bildmaterial?

Ja, ein Lokalsender war mit einer Kamera vor Ort und hat uns aufgenommen, aber Angst haben wir auf keinen Fall! Das war eine lustige Geschichte und ist nichts, wofür man sich schämen sollte.

Sie sind in Fürth der Kabinen-DJ. Mit welchem Sound bringen Sie das Team auf Touren?

Ich persönlich höre gerne R&B und Black-Music. Ich frage aber natürlich auch meine Mitspieler und hänge ab und zu Listen aus, in die sie ihre Lieblingslieder eintragen können. Die Musikstile gehen da kreuz und quer durcheinander. Schließlich soll für jeden was dabei sein.  




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