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25.07.2010

Schweinsteiger-Berater

»Die WM war das i-Tüpfelchen«

Interview: Jörn Lange  Bild: Imago

Spielerberater Robert Schneider hat einige äußerst gute Pferde im Stall. Unter anderem gehören die WM-Stars Bastian Schweinsteiger und Holger Badstuber zu seinen Klienten. Wir sprachen über Marktwert und Medienhype.

Schweinsteiger-Berater - »Die WM war das i-Tüpfelchen«


Robert Schneider, sind ihre Spieler durch die Weltmeisterschaft begehrter geworden?

Auf jeden Fall. Eine Weltmeisterschaft lässt die Spieler stärker in den internationalen Fokus rücken. Spieler, die eine gute WM gespielt haben und vorher eher nur im eigenen Land bekannt waren, werden nun im Ausland ganz anders wahrgenommen.



Reichen denn tatsächlich schon zwei, drei gute Spiele aus, um auf sich aufmerksam zu machen?

Ja, aber das liegt auch daran, dass die Berufung in den Kader eines Turnierteilnehmers ja in der Regel konstante Leistungen voraussetzt. Wenn ein Spieler beim Turnier dann ein paar gute Spiele macht, wird er sehr schnell für Vereine interessant – gerade auf internationaler Ebene.

War ein Holger Badstuber auch vor der WM schon international gefragt?

Schon, aber die WM war für Holger Badstuber oder Thomas Müller das i-Tüpfelchen. Diese jungen Spieler sind durch konstant gute Leistungen in der Bundesliga und der Champions League schon vorher sehr positiv aufgefallen. Nach der Weltmeisterschaft stehen sie nun aber auch beim letzten Trainer und Scout auf dem Zettel. 

In der Vergangenheit haben manche Spieler überragende Turniere gespielt und sind danach im Verein »gefloppt«. Sind Vereine heutzutage vorsichtiger, scouten sie gründlicher? 

Nein, das würde ich nicht sagen. Hypes gab es immer und wird es immer geben. Das Interesse von Vereinen nach einem großen Turnier ist einfach in erhöhtem Maße vorhanden. Ich denke das liegt auch daran, dass die Clubs ihren Fans einen »WM-Star« präsentieren möchten.

Die Nachfrage von Clubs ist nur eine Auswirkungen einer starken WM. Gibt es auch eine erhöhte Nachfrage von Medienpartnern?

Auf jeden Fall. Nach einer guten WM werden Spieler nicht nur als Fußballer interessanter. Auch die Medien werden auf bislang eher »unbekannte« Spieler aufmerksam, es kommen deutlich mehr Anfragen für Interviews und Fotoshootings. Meistens stehen dabei aber eher Boulevard- bzw. Entertainment-Themen im Vordergrund.
 
Joachim Löw hat ja des Öfteren die verkörperten Werte betont. Ist das »tadellose« Verhalten der Spieler ein Vorteil für die Arbeit mit den Medien oder Sponsoren?

Das Auftreten außerhalb des Platzes spielt dann eine entscheidende Rolle, wenn es um das passende Unternehmen geht. Aber ausschlaggebend für die Attraktivität des Spielers in der Vermarktung ist immer noch die sportliche Leistung.






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