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21.05.2010

Sven Brux über Corny Littmann

»Das lachende Auge überwiegt«

Interview: Benjamin Kuhlhoff  Bild: Imago

Corny Littmann verlässt den FC St. Pauli! Diese Nachricht platzte diese Woche in die Aufstiegsparty des Vereins. Wir sprachen mit Klublegende und Organisationsleiter Sven Brux über den beliebten und umstrittenen Präsidenten.

Sven Brux über Corny Littmann - »Das lachende Auge überwiegt«


Sven Brux, wie haben Sie von Corny Littmanns Abgang als Präsident des FC St. Pauli erfahren?

Ich bin nach dem Spiel gegen Celtic sofort in den Angelurlaub gefahren. Auf dem Weg habe ich dann von der Nachricht gehört. Was soll ich sagen? Ich war überrascht.



Für welche Leistung wird die Ära Littmann in die Vereinsgeschichte eingehen?

Da muss man die Summe des Ganzen sehen. Corny Littmann hat den Verein 2003 übernommen. Da standen wir kurz vor der Pleite und vor dem Abstieg in der Regionalliga. Jetzt sind wir frisch aufgestiegen und der Stadionbau befindet sich in vollem Gange. Das ist eine überragende Leistung, die man nicht hoch genug bewerten kann.

Dennoch gab es immer wieder Kritik. Was wurde ihm von Fanseite konkret vorgeworfen?

Das waren immer wieder kleinere Alleingänge, die sich über die Zeit aufgeschaukelt haben. Schließlich haben sich Teile der Fanszene auf ihn eingeschossen. Es gab die Geschichte mit den Stadionverboten, als Corny Littmann vorgeprescht ist, ohne sich mit dem Verein abzusprechen, wie es sonst bei uns üblich ist. Manche werfen ihm vor, er würde den Verein verramschen. Zuletzt war es dann die Sache mit der Kartenvergabe gegen Hansa Rostock, als im Kumpanei mit der Polizei vorgehalten wurde. Ein schwieriges Thema.

Überwiegt das lachende oder das weinende Auge nach Littmanns Abgang?

Ich denke, viele sind noch zu überrascht von Littmanns Abschied. Ich glaube aber, dass das lachende Auge bei den meisten überwiegt. Aber nicht, weil Littmann endlich weg ist, sondern weil unser Aufstieg derzeit alles überstrahlt.

Wird man ihn, den schillernden Kopf des Verein, in fünf Jahren vielleicht vermissen?

Ich bin optimistisch, dass sich die neue Führung aus den derzeitigen Vize-Präsidenten zusammensetzten wird. Diese neue Mannschaft wird Littmanns Weg sicher weiterführen. Und wie wir sehen, hat dieser Weg dem Verein sehr gut getan.

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Sven Brux ist ist Fan und Organisatorischer Leiter des FC St. Pauli. In den achtziger und neunziger Jahren gab er das Fanzine »Millerntor Roar« heraus.




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Da ist das Ding. Nicht mehr ganz jung und nicht mehr ganz frisch übernimmt Corny Littmann im Februar 2003 das Amt des Präsidenten beim FC St. Pauli. Sein neues Wohnzimmer: Das Millerntor.


Fotostrecke

  • Da ist das Ding. Nicht mehr ganz jung und nicht mehr ganz frisch übernimmt Corny Littmann im Februar 2003 das Amt des Präsidenten beim FC St. Pauli. Sein neues Wohnzimmer: Das Millerntor.
  • Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug zur Feldstraße? Littmann mit dem Eierlikörmaler und Panikorchesterchef Udo Lindenberg.
  • Littmann bei einer Pressekonferenz mit Ex-Trainer Franz Gerber. Die Mütze: obligatorisch. Das Hemd: zeitlos. Die Backen: dick.
  • Tiger Michalczewski, Sdunek und Littmann recken sechs Fäuste für ein Halleluja. Am Ende waren es dann wohl nur drei Punkte. Aber immerhin.
  • Rette sich wer kann. Corny Littmann gilt als treibende Kraft hinter der Retterkampagne, die den FC St. Pauli vor dem Ruin rettete. Hier hat er sogar Uli Hoeneß ein Shirt unterrgejubelt.
  • Am Tisch mit den Großen. Littmann konzentriert. Platini gewohnt misstrauisch.


Kommentare

  • User
  • 21.05.2010 23:06:31 flitzer on tour

    Das Bad in der Menge nahm Corny nach dem Aufstieg in die Beletage, also erst vor ein paar Wochen in Fürth. Nix zwote Liga.

  • User
  • 23.05.2010 21:21:14 Fotobaer

    Das Knutschkugelfoto zeigt Stanislawski mit Torsten Vierkant und nicht Littmann

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