Die Elf des Spieltags
Das SGE-Maurer-Dekolleté
Text: Dominik Bardow und Ron Ulrich Bild: Imago
Was hat Theofanis Gekas mit »David, dem Klabautermann« zu tun? Wie konnte der Kasan-Coach Wolfsburg mit einem Fluch belegen? Wann boxt Mathijsen Klitschko? Und wie passt das Ganze zu dem Jucken von Lothar Matthäus?
Fragen über Fragen. Doch die 11FREUNDE-Redaktion hat sich auf Spurensuche begeben und dabei die »Elf des Spieltages« mit den meisten Weblinks in der Geschichte zusammengestellt. Man nennt uns nun schon in Anlehnung an Freddie Schenks Ausführungen im gestrigen Tatort die »SpuSi« von Berlin.
Tor
Andreas Köpke
Schaffen Oka Nikolov (nach Blitzeinbürgerung) und Jörg Butt noch den Sprung auf den WM-Zug? Am Samstag jedenfalls zog es Bundestorwarttrainer Andreas Köpke vor, sich im Frankfurter Stadion die Partie der Eintracht gegen Bayern München anzusehen, statt in Dortmund Deutschlands Nummer eins René Adler und den (selbst ernannten) Nationalelfkandidaten Roman Weidenfeller zu begutachten.
Zum ehemaligen Waldstadion ist es schließlich nicht so weit vom DFB-Büro aus. »Nicht akzeptabel«, nannte Weidenfellers Berater Dr. Michael Becker Köpkes Verhalten, es sei »schon auffällig, dass Köpke glaubt, solche Spiele ignorieren zu können.« Vielleicht sollte Becker die positiven Seiten der Abwesenheit sehen: Auch das BVB-Heimspiel gegen die Bayern sowie die Auswärtspartien in Hamburg und Hannover, als Weidenfeller jeweils patzte, ignorierte Köpke.
Abwehr
Joris Mathijsen
Der Hamburger Abwehrspieler sah beim Spiel gegen Schalke wie geschminkt aus. Was war passiert? HSV goes Gothic? Mathijsen hatte zwei dunkelblaue Augen, von der Stirn bis zum Nasenflügel. Furchteinflößend wirkte das wohl nur auf die Zuschauer, nicht auf die Schalker Angreifer. Hintergrund: Mathijsen hatte sich in den vorherigen Spielen bei Zweikämpfen zwei Veilchen an beiden Augen eingehandelt. Klitschko soll aber schon mal angefragt haben, um den Niederländer als Sparringspartner zu bekommen.

Jan Durica
Anders als etwa Lothar Matthäus kratzte sich Hannovers Abwehrspieler Jan Durica (nicht zu verwechseln mit Freiburgs Duricha) zwar nur genüsslich an der Schulter. Doch just in diesem Moment spielte Außenverteidiger Christian Schulz einen Pass auf seinen Nebenmann. Stuttgarts Marica nahm sich an dessen Statt des Balles an und verwandelte zum 2:0. Die Moral von der Geschichte: Spiel deinem Mitspieler keinen Pass in den Rücken, wenn ihm derselbige gerade juckt.
Ruud van Nistelrooy
Bei dieser Abwehr fühlen sich selbst die Stürmer genötigt, hinten auszuhelfen. Nach einem Ballverlust sprintete »Van the Man« über das halbe Feld, um dann einen Elfmeter im eigenen Sechzehner zu verursachen. »Es hat sich wieder gezeigt, dass Stürmer im eigenen Strafraum nichts zu suchen haben«, schmunzelte Nistelrooy nach dem Spiel. Im gegnerischen Sechzehner war der Goalgetter aber wieder bärenstark: Man wird das Gefühl nicht los, der Ball könnte vom Stadiondach hinunterplumpsen - Nistelrooy würde richtig stehen und den Ball verwerten.
Mittelfeld
Tomas Rincon
Noch ein Hamburger, ja. Aber die Abwehraktion ist es allemal wert: Rincon grätschte einen Schuss von Edu an den Pfosten und klärte den Ball danach auf der Linie. Doch dies im Tor liegend und mit dem Kopf auf der Torlinie. Selten wurde ein Gegentor artistischer abgewendet, selbst Higuita wird neidisch sein.
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