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10.03.2010

Der FC Heidenheim mischt die dritte Liga auf

Das Anti-Hoffenheim

Text: Swen Thissen  Bild: Imago

Seit Samstag nimmt der Traum in einer 50 000-Einwohner-Stadt in der Nähe von Ulm Konturen an. Der FC Heidenheim ist dabei, binnen sechs Jahren von der Verbandsliga in die zweite Liga aufzusteigen. Und das ohne großes Geld.

Der FC Heidenheim mischt die dritte Liga auf - Das Anti-Hoffenheim


Frank Schmidt ist ein sympathischer, geselliger und entspannter Mensch. Doch der Trainer des FC Heidenheim kann auch fuchsteufelswild werden. Momentan geht das ziemlich schnell. Man muss ihn nur nach dem möglichen Zweitliga-Aufstieg fragen.



Oder aber, noch besser, feststellen, dass sich Heidenheim irgendwie ähnlich anhört wie Hoffenheim. Wenn Schmidt einen etwas länger kennt, lässt er in solchen Momenten Gnade walten. „Wir haben wohl schon eine Weile nicht mehr miteinander gesprochen“, sagt er dann. „Aber eigentlich sollte bekannt sein, dass ich auf solche Sätze allergisch reagiere.“ Zur Sicherheit erklärt er aber noch einmal, „dass die einzige Gemeinsamkeit zwischen Heidenheim und Hoffenheim darin besteht, dass beide Vereine mit jungen Spielern arbeiten“.

Keine monetäre Erklärung

So ganz stimmt das freilich nicht. Denn auch die Erfolgsgeschichte ähneln einander: Der FC Heidenheim ist 2008 in die Regionalliga aufgestiegen, hatte 2009 den Durchmarsch in die 3. Liga geschafft und steht im März 2010 auf einem Aufstiegsplatz zur 2. Bundesliga. Schmidt begründet das mit „harter, ehrlicher Arbeit“, einer „hochmotivierten und charakterlich einwandfreien Mannschaft“ und der Tatsache, „dass wir uns spielerisch vor niemandem verstecken müssen“.

Falsch ist das bestimmt nicht, und man muss ihm einfach glauben, weil es für diesen Höhenflug eigentlich gar keine Erklärung gibt. Zumindest keine monetäre. Denn der FCH, das ist Fakt, ist in Sachen Transfermarkt-Aktivitäten tatsächlich so etwas wie das Anti-Hoffenheim. Denn während die TSG einst Ralf Rangnick als Trainer und Francisco Copado als Starspieler verpflichtete, kam vor der Saison ein einziger FCH-Neuzugang aus der 3. Liga: Christian Beisel, einst Sandhausen.

Gegrummel bei den Nachbarn

Der Stamm blieb, wie schon nach dem Aufstieg in die Regionalliga, erhalten, und er wurde wenig spektakulär, dafür aber umso sinnvoller ergänzt, zum Beispiel durch Patrick Mayer und Richard Weil, beide zuvor bei Eintracht Frankfurt II unter Vertrag, oder Florian Krebs, der vom Karlsruher SC II kam. Die drei Genannten stehen regelmäßig in der Startelf. Der Rest hat schon in der Regionalliga das Heidenheimer Trikot getragen. Vater des Heidenheimer Erfolges ist Holger Sanwald. Der Ex-Kicker des FCH übernahm die Leitung der Fußballabteilung, als diese in der Landesliga herumkrebste.


weiterlesen [1] [2]



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Kommentare

  • User
  • 10.03.2010 10:03:00 misterkite

    und bezüglich "klein und kein geld" die paul hartmann ag hat genug kohle...daran wirds wphl nicht scheitern!

  • User
  • 10.03.2010 11:19:41 Balkanmaradona

    anti-hoffenheim klingt ja erstmal gut....

  • User
  • 10.03.2010 11:26:28 MarcRamone

    Irgendwie ist Hoffenheim das Thema der Stunde hier bei 11 Freunde. Sind die unterwandert worden?

    An sich interessiert keinen Hoffenheim, aber die Freds hier im Forum laufen ganz gut...

  • User
  • 10.03.2010 11:42:30 AntiMöller

    Das Thema der Stunde??? Wo warst Du denn vor einem knappen Jahr? Heute hat sich das zum Glück erledigt mit denen, also beschrei`s nicht!

  • User
  • 10.03.2010 11:48:34 MarcRamone

    Vor knapp nem Jahr war richtig was los, das stimmt. Hat auch mächtig Laune gemacht.
    Ich finde es gerade "viel" mit Berichten bzgl. Hoffenheim (Hoffenheim in Wolfsburg, das Spiel gegen Mainz und Anti-Hoffneheim). Nichts dagegen, aber dass sich die Freds dazu auch so gut halten. Coolomat.
    Ach ja, beschreien klingt köstlich.

  • User
  • 10.03.2010 11:57:20 AntiMöller

    Ich bin nicht AntiHoffenheim, menno. Aber vielleicht ändere ich doch noch mal meinen sehr anachronistischen Nick.

  • User
  • 10.03.2010 12:52:27 bobby171

    und was hat das alles mit dem fred "bundesliga" zu tun?

  • User
  • 10.03.2010 14:50:03 sgu07

    .... was einen Schnitt von über 5.000 ergibt. Von einer Fankultur kann man trotzdem bei weitem nicht sprechen.

    was meint er denn damit? gibt es dort noch keine ultras?

  • User
  • 10.03.2010 16:33:24 FalscherHase

    Doch, doch. Ham wa doch gesehen Anfang der Saison beim 1:1 auf der Waldau. Und Uschi kann sich bestimmt auch noch an den nervenden Heidenheimer Ultra-Block vom Auswärtsspiel in Reutlingen erinnern.

  • User
  • 11.03.2010 14:31:03 Atatenango

    Ich beobachte das aus Kasseler Sicht eher wehmütig. Letzte Saison ist der KSV relativ knapp am Aufstieg gescheitert wegen Heidenheim...und wenn man das jetzt hochrechnen würde, was man natürlich nicht immer kann, dann würde jetzt womöglich der KSV die 3. Liga aufmischen und nicht Heidenheim!

  • User
  • 11.03.2010 16:13:47 Shinook

    Wenn die Bundesliga leer bis auf die Hertha wäre, würde die auch besser dastehen. Soviel zu der Theorie.

  • User
  • 11.03.2010 16:16:33 noorange

    "Wenn die Bundesliga leer bis auf die Hertha wäre, würde die auch besser dastehen"

    Sie wäre aber immer noch Letzter!

  • User
  • 11.03.2010 16:28:34 Hotte80

    Der kommende Spieltag sowie die Nachholbegegnungen am Dienstag und Mittwoch sind schon ziemlich richtungsweisend. Heidenheim in Dortmund und bei den Bayern, Offenbach gegen Regensburg und in Kiel, Jena in Burghausen und Dortmund, Braunschweig gegen Haching, Osnabrüch gegen WSV und in Bremen, Sandhausen bei den Bayern, Erfurt gegen Stuttgart, Aue gegen Wehen. Spannende Angelegenheit, nach diesen Spielen ist man vielleciht schon schlauer. Wenn sie denn alle stattfinden...

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