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08.03.2010

Die Elf des Spieltags

Blondierte Wuchtbrumme

Text: Dominik Bardow und Ron Ulrich  Bild: Imago

Unsere »Elf des Spieltags« deckt auf, dass etwas auf die Kappe vom Hinterkopf geht, Blondierungen für Oma vorgenommen werden und Stürmer für Fleecedecken werben. Musik dazu: Mike Krüger und der »Indian Song«.

Die Elf des Spieltags - Blondierte Wuchtbrumme


Torwart

Maximilian Hinterkopf


Der Ersatztorwart des Regionalligisten VfB Lübeck leistete sich gegen die Hertha-Amateure ein kurioses Gegentor: Zwar wuchtete er den Ball nicht mit dem Hinterkopf ins eigene Tor, wie es einst Tomislav Piplica bei Energie Cottbus tat. Dafür ließ der 20-Jährige die Ecke von Lennart Hartmann ohne Berührung ins eigene Netz passieren. Doch Hinterkopf entschuldigte sich hinterher ganz souverän: »Das geht auf meine Kappe.«



Abwehr

Andreas Wolf

Den Abwehr-Move des Wochenendes zelebrierte der Nürnberger Innenverteidiger gegen Stefan Kießling. Souverän schirmte Wolf mit seinem Rücken den Ball vor dem Leverkusener ab. Dann plötzlich machte er einen Ausfallschritt und verpasste Kießling einen brutalen Bodycheck. Foul ist, wenn der Schiri hinsieht.

Das International Football Association Board

Wertkonservativ grätschte das Fifa-Gremium alle Neuerungen wie Torkameras und Chips im Ball nieder. »Fehlentscheidungen sind doch gerade das Schöne an diesem Sport«, begründete Jonathan Ford vom Waliser Verband. Nach 11FREUNDE-Informationen wurde Ford noch am selben Abend in einer finsteren Gasse von der gesamten deutschen WM-Elf von 1966 und irischen Funktionären verprügelt, mit Krücken bzw. der bloßen Hand. Keiner kam ihm zu Hilfe – Foul ist, wenn der Schiri hinsieht (s.o.).


Die Versicherungsheinis


Es gibt wohl seit Mario Barth nichts, was im deutschen Fernsehen mehr nervt als die Versicherungsheinis in den Werbepausen der »guten alten Sportschau«. Vor und nach jedem Werbeblock melden sich die Bürohengste aus irgendwelchen Stadien der Republik und verkünden debil lächelnd, dass es gleich weitergeht. Seit »Stromberg« wissen wir: »Büro ist Krieg«. Aber diese Werbeeinblendung führt vor Augen, was dieser Krieg mit Menschen machen kann. Deswegen der Dank an die Versicherungsveteranen: Seit eurer Werbung wissen wir ganz genau, bei welcher Versicherung wir nie, nie, nie etwas abschließen werden.


Mittelfeld

Die Frau hinter Joachim Löw

Ähnlich im Hintergrund wie die deutschen und irischen Schläger (s.o.) hielt sich eine Dame im Pelzmantel, allerdings vor einem Millionenpublikum. Während Sky-Reporter Jan Henkel auf der Tribüne Joachim Löw interviewte, hielt sich hinter ihnen hartnäckig eine blonde Society-Dame in einem überdimensionalen Pelzmantel im Bild. War es das Tribünen-Comeback von Beate Rehhagel? Oder Margit Mayer-Vorfelder? Oder die wahre Frau Löw? Offensichtlich nicht, denn die Dame stand, sich ihres Ruhmes völlig unbewusst, minutelang rauchend in der Gegend herum. Erst als ihr Handy klingelte und sie vor laufender Kamera ranging, winkte sie unbeholfen den Zuschauern. Gerade noch mal gut gegangen.

Das Video dazu gibt es hier unter Meisterschafts-Krimi. Ab 0:20 Min geht es los.


weiterlesen [1] [2]





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Kommentare

  • User
  • 08.03.2010 16:49:00 meikl

    Ha, genau dieses Wochenende dachte ich auch: mein Gott, wer hat nur diesen Versicherungswerbescheiss verbrochen und wen in Gottes Namen soll das warum genau ansprechen.

    Aber wahrscheinlich ist das gesamte Budget für die teure Werbezeit in der Sportschau drauf gegangen und den Spot hat dann die Frau vom Chef konzipiert.

  • User
  • 08.03.2010 18:36:40 Misterknister

    ha, wie der choupo-mating in dem video die decken anpreist ist schon herrlich. Als Fußballer ist er auf jeden Fall besser augehoben als Werbevertreter....

  • User
  • 08.03.2010 22:59:55 El Feinde

    bei reklame, meikl und autor dieses artikels, geht es darum einen namen, sie nennen es brand, wie feuerherd, bekannt zu machen.
    klar merken wir uns dann diesen namen, um nie bei diesen schwachköpfen was abzuschliessen.

    aber den brand merkt man sich, darauf kommts denen an.
    die manipulierenden schweine. ich sehs gern, da outen sich die versicherungsflöten als das was sie sind, grenzdebile karriereschweine. anwesende natürlich ausgenommen.

    come as you are

  • User
  • 09.03.2010 09:21:02 Redondo71

    In diesen Presentern treten übrigens keine Bürohengste auf, sondern Kundenberater. Und grenzdebile Karriereschweine sind das nur vereinzelt.
    Schlecht gemacht ist es trotzdem.

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