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Was geht ab in Liga Zwei?

Popo-Kreis in Düsseldorf

Text: Sascha Keirat  Bild: Imago

Immer wieder was los, in der zweiten Fußball-Bundesliga! In Rostock läuft ein Sandmann Amok, Petrik Sander weint fast Krokodilstränen in Cottbus und in Düsseldorf klatschen sich die Spieler jubelnd auf den blanken Hintern.

Was geht ab in Liga Zwei? - Popo-Kreis in Düsseldorf


Auch wenn unter der Woche der Pleitegeier seine Kreise über der Zweiten Liga zog – der Spieltag war wieder reich an Highlights für Fußballseele und Schmunzel-Falten. Wir blicken zurück auf eine eigenwillige Interpretation des Sandmännchens in Oberhausen, eine neuartige Jubel-Performance in Düsseldorf und darauf, wie die Unterhosen-Problematik nun auch den Karlsruher SC erfasst hat.  

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Fortuna und der Popo-Kreis

So richtig ins Fäustchen brüllen durften sich die Anhänger der Düsseldorfer Fortuna im hochgradig prickelnden Rhein-Derby gegen Duisburg. Beim 1:0 durch Andreas Lambertz gab Tom Starke, mit 76% gehaltener Bälle vor der Partie sicherster Schlussmann der Liga, eine bemitleidenswerte Figur ab. Der lasch geschossene Ball schlüpfte dem schlacksigen Starke durch die Beine und schlich über die Linie. Der Großteil der überragenden 48.250 Zuschauer (Rekordkulisse in dieser Saison) flippte jetzt völlig aus. Und auch die Fortuna-Spieler ließen sich beim Jubel nicht lumpen: Sie bildeten einen Kreis, beugten sich nach vorn und tätschelten sich gegenseitig die Popos. Was für ein Bild!

Doch in der Folge sah es dann so aus, als würden die Duisburger den Hintern versohlt bekommen, denn Martin Harnik erhöhte alsbald auf 2:0 und die Fortunen agierten in der Manier eines Spitzenteams. Doch weitere Tore blieben aus, weil sich die »Zebras« nach der Pause zumindest in der Defensive mit Händen und Füßen wehrten.   

Bruns kommt, Bruns siegt

Zu Füßen liegen sie in Oberhausen seit Freitag wieder ihrem Coach. Die »Kleeblätter« schüttelten in Spiel eins nach der Rückkehr ihrer urigen Trainer-Ikone Hans-Günter-Bruns gegen Rostock eine zweite Halbzeit in relativer Galaform aus dem Ärmel – und die brutale Durststrecke von zuvor 730 Minuten ohne Torerfolg aus den Kleidern. Durch das 2:1 schob sich RWO in der Tabelle vorbei an der Hansa-Kogge. Die schipperte nach dem Pausentee eher umher wie ein Papierschiffchen mit Schlagseite.

Dass Fin Bartels eine Aggro-Version des Sandmännchens zum Besten gab, machte die Angelegenheit nicht besser. Zuvor noch die Fleisch gewordene Abgebrühtheit beim 1:0 für die Gäste, packte den an sich friedliebenden Bartels nach 61 Minuten die blanke Wut über eine Schiri-Entscheidung zu seinen Ungunsten. So griff er beherzt in den Sandkasten neben dem RWO-Tor, stand auf und feuerte eine Faust voll in Richtung des Assistenten. Dieser blieb zwar unversehrt, dennoch schickte Spielleiter Tobias Stieler (übrigens aus Obertshausen stammend) Wüterich Bartels mit Gelb-Rot zum Duschen.


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