Das Nuller-Heft

11FREUNDE-Spezial: 00er

Das waren die Nuller Jahre

Neu hier? Alle Infos zu 11Freunde Community
08.02.2010

Die endlose Torkamera-Diskussion

Vorsicht Videoüberwachung!

Text: Ron Ulrich  Bild: Imago

Das nicht gegegebene Tor von Schalkes Marcelo Bordon in Freiburg hat in Deutschland wieder sämtliche Befürworter des Videobeweises auf den Plan gerufen. Doch es gibt Ansätze, die eindeutig gegen Torkameras sprechen.

Die endlose Torkamera-Diskussion - Vorsicht Videoüberwachung!


Da ist sie wieder, eine der ältesten Diskussionen des Fußballs. Es geht um die berühmt-berüchtigte Torkamera. Darüber scheint schon so lange ein Streit entfacht, dass man meint, selbst bei der französischen Revolution unterhielten sich die Beteiligten kurz vorm Sturm auf die Bastille mal kurz darüber, ob es den Chip im Ball geben solle.



Und es soll allen angeraten sein: Falls Sie mal mit jemandem im Fahrstuhl stecken bleiben und es Ihnen zu blöd sein sollte, nur übers Wetter daherzureden, fragen Sie doch mal ganz ungeniert nach der Einstellung Ihres Gegenübers zum Thema Torkamera. Nun stieß der Treffer von Marcelo Bordon in Freiburg das Gerede wieder an. Der Schiedsrichter sah den von der Latte abspringenden Ball vor der Linie, bevor ihn der Freiburger Keeper wieder aufnahm.

Eine Fehlentscheidung, auf die nicht wenige im Nachhinein deutlich hinwiesen. So oft wurde selbst bei Privatvideos, wenn auf Geburtstagsfeiern der besoffene Nachbar von der Gartenbank knallt, nicht vor- und zurückgespult wie in den letzten Tagen bei den TV-Anstalten. Als dann auch die letzte Slow-Motion und die allerletzte 3D-Einstellung belegt hatte, dass der Ball hinter der Linie war, posaunten die Sprecher: Was für eine Fehlentscheidung!

Vorbild Eishockey

Allerorten gab man Felix Magath, durch seine Erfolge mit einem Absolutheitsanspruch seiner Aussagen ausgezeichnet, Recht, als er die Ablehnung der Torkamera kritisierte. Und klar: In Zeiten von Blackberrys, Twitter und iPhone im Fußball anachronistisch den Trends und Möglichkeiten der Technik zu entsagen, ist für viele schwer nachzuvollziehen. Im Eishockey klappe es doch auch wunderbar.

Erstaunlich, dass Fußballvertreter sich nun für Errungenschaften aus anderen Sportarten stark machen. Reagieren sie doch sonst wie Gymnasilallehrer, denen man ans Herz legt, Ideen der Waldorfschule doch mal zu übernehmen. Wer allerdings den Videobeweis im Eishockey live erlebt hat, wird merken: Im Eishockey ist eine Akzeptanz unter den Zuschauern gereift, Unterbrechungen ganz fatalistisch als Teil des Spiels anzuerkennen. Nebenbei: Durch den geringen Durchmesser des Spielgeräts ist die Torkamera dort auch viel notwendiger.

So vergehen beim Eishockey nicht selten Minuten, bis das Schiedsrichtergespann die Beratungen und die Sichtung der Beweislage beendet hat. Minuten voller aufgedrehter Einspielmusik und Werbung. Auch beim Fußball schielen nicht wenige Vertreter aus dem Sponsorbereich auf diese Nische. Warum länger subtil an der Anzeigetafel die Eckbälle präsentieren, wenn man mehrere Minuten Werbezeit zur freien Verfügung bekommt?


Wontorras drohende Existenzkrise

Im DSF- Doppelpass ist die Torkamera-Diskussion ein gern gesehenes Evergreen-Thema. Jörg Wontorra würde womöglich unter einer Identitätskrise leiden, wenn zwei Wochen vergingen, in denen er nicht fragt: »Brauchen wir nicht endlich den Videobeweis?« Doch wo fängt es an und wo soll es enden? Nach der Torkamera folgt der Foul-, Eckball- und Stollenlänge-Videobeweis.

Die Forderung, technische Hilfsmittel zu verwenden, um die Torfrage zu klären, ist legitim. Nur sollte man Leute, die dagegen ihr Veto einlegen, nicht darstellen als Neandertaler des 21. Jahrhunderts, die auch auf Almhütten ohne Strom und Kaffeemaschine leben.

Denn vielleicht bedrückt sie ja der Gedanke, dass im UEFA-Cup fast mehr Schiedsrichter als Spieler auf dem Platz stehen, dass bei Freistößen im TV die Entfernung der Mauer zum Schützen errechnet wird und die neue Doktrin unter Fußballern die Opta-Sportdaten über geschlagene Flanken pro Spiel sind. Und dass das alles dazu führen könnte, dass Reglementierungen und Eingriffe in das ursprüngliche Spiel dem Fußball ein Stück von seiner eigentlichen Anziehungskraft rauben.






Ähnliche Artikel

Kommentare

  • User
  • 08.02.2010 13:09:44 BOD

    Woher wisst ihr denn, dass es eine Fehlentscheidung war? Der Ball muss mit vollem Umfang über die Torlinie sein, damit ein Tor gegeben werden kann. Ist der Ball auch nur mit einem Milimeter noch auf der Linie ist es kein Tor. Auch aus den Fernsehbildern geht nicht eindeutig hervor, ob der Ball nun wirklich komplett über der Linie war, oder diese doch noch berührte.

    Die einzig wirklich adäquate Lösung wäre der Chip im Ball.

  • User
  • 08.02.2010 13:11:05 Karpfenluder

    mit vollem Umfang über die Torlinie sein

    Auch nicht ganz richtig, der Ball muß mit vollem Durchmesser hinter der Linie sein.

  • User
  • 08.02.2010 13:27:38 quaaak

    nein, es ist natürlich der volle Umfang: Regel 10.

    im Artikel werden zwei Dinge vermischt: Videobeweis und Chip im Ball. Ich behaupte, dass der Videobeweis im Fall Bordon nicht weitergeholfen hätte, man hat ja keine 3D Animationen etc. am Spielfeldrand - und selbst mit den Animationen bin ich mir nicht 100% sicher ob es der volle Umfang war...also: Chip im Ball. Keine Unterbrechung und ne eindeutige Entscheidung. Sehe nichts was dagegen spricht wenn es denn technisch einwandfrei umzusetzen ist.

    Ansonsten wäre ich aber auch über die Einführung eines Videobeweis für besonders strittige Situationen erfreut. Sollte auch ohne große Unterbrechungen zu machen sein - es steht ja sowieso ein vierter Offizieller am Rand.

  • User
  • 08.02.2010 13:44:56 BOD

    Ja gut, Umfang hin, Durchmesser her.^^ Auf jeden Fall darf der Ball mit keinem Fitzel die Linie berühren, wenn es ein Tor sein soll.

    Beim Rugby gibt es z.B. den Videobeweis, der von einem vierten Schiedsrichter (Television Match Official; TMO) durchgeführt wird. Wichtig ist jedoch, dass es allein die Entscheidung des Schiedsrichters auf dem Spielfeld ist, ob er den TMO zu rate zieht. Hier kommt es dann auch auf die Fragestellung an. Fragt er nur nach eventuellen Unregelmäßigkeiten in der Entstehung, fragt er nur nach dem Regelkonformen Ablegen des Balles, oder fragt global beides nach.
    Ein weiterer bedeutender Aspekt ist die Tatsache, dass der Videobeweis nur bei Situationen herangezogen wird, in denen es um erzielte Punkte geht. Er darf nicht bei Entscheidungen über Fouls, Einwürfe, oder Abseits genutzt werden.
    Die Sichtung der Fernsehbilder dauert zwischen 30 sek. und 3 min. Beim Rugby gibt es in der Zwischenzeit übrigens keine Werbung, da die Fernsehbilder, die der TMO sichtet, auf den Stadionleinwänden sowie im Fernsehen übertragen werden.

    Es kann also durchaus auch bei einem Videobeweis weiterhin zu Fehlentscheidungen kommen. Denn oft sind die Fernsehbilder nicht eindeutig oder der TMO wird gar nicht erst zu Rate gezogen.

  • User
  • 08.02.2010 13:45:42 Schdielie

    Doch wo fängt es an und wo soll es enden? Nach der Torkamera folgt der Foul-, Eckball- und Stollenlänge-Videobeweis.

    Hmmm, solche Aussagen und sich dann beschweren, wenn man ob solcher als technikaverser Neandertaler des 21. Jahrhunderts angesehen wird?
    Anstatt krampfhaft irgendwelche Gründe dagegen aus dem Ärmel zu schütteln könnte man sich doch lieber konstruktiv an der Diskussion beteiligen, oder?
    Ich mag Schlacke05 nich sonderlich und ob Tor oder nicht war für mich auch nicht eindeutig erkennbar, aber es gibt ja mittlerweile genügend andere Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit. Und ich kann da zumindest jeden Spieler oder Fan verstehen, der sich ob solcher Fernsehbilder verarscht und betrogen fühlt. Und darin sehe ich nicht die Spur irgendeiner ursprünglichen Anziehungskraft des Sports. Es ist einfach nur Ärger.

  • User
  • 08.02.2010 13:53:08 BOD

    Hier ist ein dreiminütiger Bericht von Sky Sports über einen TMO und seine Arbeit in der englischen Guinness Premiership (englisch): http://www.youtube.com/watch?v=hT0v2RWIKb0

  • User
  • 08.02.2010 13:56:26 Uwe Wassmer

    Der Videobeweis würde dem Fußball so einiges rauben und passt meines Erachtens nicht. Dagegen der Chip im Ball wäre eine geeignete Lösung. Das Spiel läuft, wie bisher und wenn der Chip dem SR ein Signal sendet, entscheidet dieser auf Tor. Technisch kein Problem und ich verstehe nicht, woran das scheitern sollte!

  • User
  • 08.02.2010 14:01:31 gygax

    Voller Umfang schoen und gut, aber zu welchem Zeitpunkt? So ein Ball folgt ja auch nur den physikalischen Gesetzen und verformt sich entsprechend, wenn er auf der Linie aufsetzt von rund nach eliptisch und wieder zurueck. Koennen wir es nicht bei den guten, alten strittigen Entscheidungen belassen? Fuer die Fernsehfuzzis bitte nur noch maximale eine Zeitlupe (Ernst Huberty musste frueher auch ohne). Dann kann man auch in aller Ruhe die pomadige Spielweise der Schalker an diesem Tag auseinanderpfluecken, will sagen seinen Fussballsachverstand sprechen lassen anstatt mit dem Rasterelektronenmikroskop Schiedsrichterentscheidungen in Frage zu stellen

  • User
  • 08.02.2010 14:12:02 noorange

    "Koennen wir es nicht bei den guten, alten strittigen Entscheidungen belassen?"

    Aber es geht doch um Millionen, Milliarden, Fantastilliarden oder gar um eine ganze Region! Also, nein!

  • User
  • 08.02.2010 14:16:33 gygax

    Bei uns nich, wir ham immer Kredit

  • User
  • 08.02.2010 14:33:53 JohnnyBravo

    Ein klares Nein zu Torkameras. Wohin soll denn das führen? Es fallen trotzdem Tore durch falsche Abseitsentscheidungen, bzw. werden Tore verhindert durch eben solche Fehleinschätzungen. Soll als nächstes geklärt werden, ob im Aufbauspiel nicht irgendwo ein verstecktes Foul war? War der Ballverlust nicht aufgrund eines Schubsers des Gegenspieler? Hätte nicht eigentlich die andere Mannschaft Einwurf gehabt?

    Der Chip im Ball ist auch nur so lange gut, bis zum ersten Mal ein Tor gegeben wird, das im Nachhinein sich als Fehlentscheindung entpuppt. Und auch das wird früher oder später passieren.

  • User
  • 08.02.2010 14:35:36 AntiMöller

    Ja gut, Umfang hin, Durchmesser her.^^ Auf jeden Fall darf der Ball mit keinem Fitzel die Linie berühren, wenn es ein Tor sein soll.

    Nein. Das Torlinie nicht berühren reicht nicht. Er muss mit allen Teilen hinter der Linie sein. Knallt er z.B. gerade so hinter die Linie, ohne diese zu berühren, so befinden sich in der Luft immer noch Teile des Balles über der Linie (--> Ball, rund).
    *Klugscheissmodus aus*

  • User
  • 08.02.2010 14:36:07 AntiMöller

    ups, sorry für Fettdruck. Wollte kursiv zitieren.

  • User
  • 08.02.2010 14:38:53 Karpfenluder

    Recht haste Anti aber nach unserer (richtigen) Definition müßte es trotz Regel 10 immer noch heißen Durchmesser und nicht Umfang.

  • User
  • 08.02.2010 14:39:29 BOD

    Deswegen schrieb ich ja in meinem ersten Kommentar auch von vollem Umfang.

  • User
  • 08.02.2010 14:40:03 AntiMöller

    Torkameras können nicht entscheiden. Und wie toll der Durchblick der Entscheider wäre, können wir ja Wochenende für Wochenende live erleben. 3 Sender, 3 Meinungen.

  • User
  • 08.02.2010 14:40:43 Karpfenluder

    Was zwar inne Regel steht aber mathematisch verkehrt ist, BOD.

  • User
  • 08.02.2010 14:41:36 BOD

    Jetzt kommt der Karpfen schon wieder damit an!^^ Hat aber natürlich recht.

  • User
  • 08.02.2010 14:41:43 AntiMöller

    Durchmesser wäre aber korrekt.

  • User
  • 08.02.2010 14:46:12 AntiMöller

    (Montag ist mein Korinthenkack-Tag)

  • User
  • 08.02.2010 14:47:34 Karpfenluder

    Den habe ich die ganze Woche lang.....

  • User
  • 08.02.2010 14:53:43 pandrodor

    Man sollte jetzt aber auch nicht Chip und/oder Torkamera als 100% sichere Lösung ansehen, denn das sind sie nicht.

    Ich finde es auch mit Fehlentscheidungen zumutbar. Es ist ärgerlich, aber (Achtung, Taschentuch-Alarm) sind es nicht gerade die starken Emotionen, die unter anderem so am Sport faszinieren, die Tragik der Fehlentscheidung, die langen Diskussionen usw? Mit perfektem, fehlerfreiem, durchgestylten Roboterschach will ich persönlich nichts zu tun haben, es ist doch gerade das tolle, dass es dort Menschen sind und die auch Fehler machen.

    Noch ein kleiner Grund dagegen: Die Fußballmedien haben so schon teilweise Probleme sinnvolle Dinge kundzutun, wenn es nun keine Fehlentscheidungen mehr gibt, mit was kommen sie dann um die Ecke? Will ich lieber gar nicht dran denken :)

  • User
  • 08.02.2010 14:57:23 pandrodor

    Noch was: Einige legendäre Anekdoten sind doch auch erst durch Fehlentscheidungen enstanden, Hand Gottes, Wembley Tor usw.

  • User
  • 08.02.2010 15:05:07 Karpfenluder

    Ich persönlich kann mich weder für noch dagegen entscheiden. Eines bleibt aber festzuhalten: In der heutigen Zeit kann eine einzige Fehlentscheidung über Millionen Verluste oder Gewinne entscheiden. Mal ganz abgesehen von der sportlichen Situation wie Aufstieg/Abstieg oder Teilnahme an internationalen Wettbewerben. Andersherum würde der Fußball mit Sicherheit steriler werden, sprich die überall beliebten Diskussionen über Schiri - Entscheidungen würden nicht verstummen aber weniger werden. Und dann würde uns mit Sicherheit auch was fehlen.

  • User
  • 08.02.2010 15:16:38 Redondo71

    Ich finde es albern, das bei jeder vermeintlichen Tor-Fehlentscheidung dieselbe Diskussion geführt wird. Absolute Sicherheit wird man weder mit Chip noch mit Torkamera erreichen können - daher alles hypothetisch. Nächste Woche "schießt" irgendeiner ein Tor und der Ball war vermutlich nicht hinter Linie, oder ein Spieler klärt den Ball mit der Hand auf der Linie und Schiedsrichter+Fähnchenwinker sehen es nicht. Häufig werden Spiele durch Abseitstore entschieden oder nach einem Foulspiel - ist halt so, soll auch so bleiben. So platt es klingt: Solange Menschen dieses Spiel betreiben und leiten, werden wir spielentscheidende Fehler hinnehmen müssen.

  • User
  • 08.02.2010 15:17:09 Redondo71

    dass sogar mit doppeltem s

  • User
  • 08.02.2010 15:19:02 franzferdl

    @quaaak: ganz wichtiger punkt, den man m.e. nicht oft genug betonen kann. es geht um den umfang & der beträgt bei den herkömmlichen bällen, die in der bundesliga & anderswo eingesetzt werden, "mindestens 68 und höchstens 70 cm" (http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball_%28Spor tger%C3%A4t%29). das muss man sich auf der zunge zergehen lassen: der ball muss 68 bis 70 cm hinter der linie sein!!! und wenn wir dann noch die verzerrende kameraperspektive berücksichtigen, auf die viel zu selten hingewiesen wird, dann kann & sollte man eigentlich nur eins sein, nämlich skeptisch. ob das schalker ding also ein tor war oder nicht, ist durch diese kameraperspektive überhaupt nicht zu bestimmen. interessant scheint dann vielmehr zu sein, wie sich v.a. die kommentierenden tv-deppen immer in den sphären einer absoluten weisheit zu bewegen glauben, die sie sich selbst durch angeblich objektive zeitlupen verleihen...

  • User
  • 08.02.2010 15:21:27 Redondo71

    der ball muss 68 bis 70 cm hinter der linie sein

    Wenn es so wäre, würde es keine Diskussionen geben, denn das erkennt das menschliche Auge wohl gerade noch.

  • User
  • 08.02.2010 15:33:31 pandrodor

    Also mich verwundert schon, dass hier so viele mit "sind Millionen Verluste" argumentieren. Ich will jetzt gar nicht auf Fanwerte hinaus, aber dann müsste man auch einen Spieler, der ein Eigentor schießt und der Verein deswegen absteigt auf Schadensersatz verklagen...

    Klar, wirtschaftlich gesehen ist eine Fehlentscheidung hart, nur sollte man gerade als Außenstehender nicht Wirtschaft über alles setzen. Ließe sich aber toll einbauen mit der Fujitsu Torkamera und dem Intel Ballchip. Oder Formel 1 mäßig je eine Hälfte der Stadienb mit Intel und die andere mit AMD ausgestattet...Materialschlacht.

    Nur wer haftet dann für den Verlust, wenn es einen Technikdefekt gibt?

  • User
  • 08.02.2010 16:03:17 Marco Polo

    Der Ball muss in vollem UMFANG über der Linie sein, nicht Durchmesser. Bitte Regeln lesen oder Kommentare sparen. Wennd er DUrchmesser reichen würde, dann müsste er ja lediglich zu 50% plus 1 über der Linie sein, weil dann der senkrechte Durchmesser komplett drüber wäre.
    Es geht also um den Umfang. Und um BOD nochmal dazu recht zu geben: Aus den Fernsehbildern geht nicht klar hervor, dass der Ball wirkllich zu 100% über der Linie war, weil die Bilder einfach zu unscharf sind; es kann gut sein, dass er ein Mikrometer noch auf der Linie war. Tja da würde sich selbst der Videobeweis irren solang wir keine Quantenfeldmessungstechnik haben; und selbst die ist nciht zuverlässig, denn was besagt die Quantenmechnik? Die Beobachtung beeinflusst das Ergebnis.
    Mit anderen Worten: Selbst technik kann keine Gewissheit bringen.
    Also bessinnen wir uns doch einfach mal darauf worum es geht: Es geht um ein Spiel, und eine Grundregel lautet, der Schiri hat imemr recht, nicht iwelche Fernsehbilder und erst recht nciht Felix Magath, der schon mehrmals bewiesen hat von Fußballregeln und deren auslegung ungefähr soviel Ahnung zu haben, wie der Papst vom Swingersex; ich sag nur "Jede Berührung des Balles mit dem Arm muss abgepfiffen werden".

  • User
  • 08.02.2010 16:08:54 Karpfenluder

    Du kennst aber schon den Unterschied zwischen Umfang und Durchmesser?? Du redest hier eben nicht gerade vom Durchmesser sondern vom Radius Du Schlauberger. Das ist nämlich vom Mittelpunkt bis zum Rand des Kreises die gedachte Linie.....tssssss!!!!

  • User
  • 08.02.2010 16:11:33 Redondo71

    Hat ein Ball verschiedene Durchmesser, hat er vielleicht sogar einen Radius? Man weiss es nicht...Ich steige hier aus, weil der Mathe-Unterricht schon Ewigkeiten her ist.

  • User
  • 08.02.2010 16:13:59 Karpfenluder

    Bei mir auch Ente aber das ist noch Grundwissen Klasse 5. Im Osten jedenfalls so gewesen, he, he....

  • User
  • 08.02.2010 16:15:21 franzferdl

    @Redondo71: stimmt, hab mich beschissen ausgedrückt. wenn also regel 10 besagt, dass der ball "auf dem Boden oder in der Luft eine der Tor- oder Seitenlinien in vollem Umfang überschreite(n)" muss, und der volle umfang irgendetwas zwischen 68 und 70 cm beträgt, dann muss der ball auf dem boden oder in der luft die linie um 68 bis 70 cm überschreiten. wenn ich mich jetzt mathematisch nicht ganz deppert anstelle, dann beträgt der durchmesser eines balles mit einem umfang von 68 cm ca. 22 cm. der unterschied ist irgendwie beträchtlich, der komplette ball muss die linie also mathematisch um ca. 46 cm überschritten haben. und, wenn ich das alles irgendwie richtig raff, erst dann ist laut regel 10 ein tor erzielt...

  • User
  • 08.02.2010 16:18:36 Karpfenluder

    Ich hab´S !!!!!!!!!!!!!!!

    Dat Runde muß ins Eckige!!!!!!!

    Boah, was`n Brüller..........

  • User
  • 08.02.2010 16:23:13 AntiMöller

    "Es sieht also so aus, als ob man doch Umfang sagen dürfte. Doch zur letztendlichen Klärung der Frage habe ich mit Professor Hansjörg Geiges gesprochen. Er ist Mathematiker an der Universität Köln, wo er sich mit Geometrie und Topologie beschäftigt. Geiges hält die Debatte "für einen Streit um des Kaisers Bart". Sie rührt seiner Meinung nach aus der Begriffsverwirrung, "denn bei einem Ball spricht man nicht vom Umfang". Das tut man bei einem Kreis, wo der Umfang die Länge der Kreislinie ist und der Durchmesser die Länge von Kreisrand zu Kreisrand durch den Mittelpunkt gemessen. Wenn man Ball und Umfang zusammenbringen möchte, sagt Geiges, "müsste man den Schattenwurf des Balls vertikalem Lichteinfall betrachten, und der kreisrunde Schatten wiederum müsste komplett hinter der Linie sein". Aber als Freund des Fußballs rät Geiges zum Pragmatismus: "Man kann trotzdem weiter davon sprechen, dass der Ball mit vollem Umfang hinter der Linie ist." Und so soll es nun sein."

    aus obigem Link

  • User
  • 08.02.2010 16:24:17 saloth sar

    @luder: deswegen sprach marco polo ja auch vom senkrechte Durchmesser

    ich weiss ja nicht, was man im osten sonst noch so mitkriegt, aber waagerecht und senkrecht muesste man ja vlt noch unterscheiden koennen. oderist's einfacher wenn ich von horizontal und vertikal spreche?

    da gilt nur eins, wer lesen kann, ist klar im vorteil

  • User
  • 08.02.2010 16:24:45 yokum

    Hmm... Radius hab ich jetzt nirgens gelesen. Der Fernreisende spricht vom senkrechten Durchmesser. Also die Linie vom hoechsten Punkt des Balles zum tiefsten. Diese Linie ist (Kugelform naehrungsweise vorausgesetzt) natuerlich in der Mitte des Balles.
    Die Definition des 'vollen Umfangs' soll man wahrsheinlich so verstehen, dass jeder Punkt des Balles, welcher auf dem Umfang (auf der Oberflaeche) liegt, die Linie ueberschritten haben muss, so ergibts jedenfalls einen Sinn. Mathematisch praezise geschrieben ist die Regel nicht. Ueberhaupt ueberschreiten, das klingt ein wenig danach, als koenne der Ball laufen.

  • User
  • 08.02.2010 16:25:43 AntiMöller

    Das der Ball hinter der Linie IST, okay. Aber nicht sein muss. Da reichen schon 22 cm.

  • User
  • 08.02.2010 16:26:19 saloth sar

    franzferdel? hae? wie bitte kommst du auf den durchmesser? das muss ein ganz abenteurlicher rechenweg sein.

  • User
  • 08.02.2010 16:28:43 AntiMöller

    FranzFerdels post muss man ironisch lesen. Dann hat er recht.

  • User
  • 08.02.2010 16:29:52 Karpfenluder

    Im schlaffen oder errigierten Zustand???

  • User
  • 08.02.2010 16:30:55 saloth sar

    nach dem ich probietre klarheit in die geometrie fragen zu bringen und yokum das noch so einfach erklaert hat, koenntest du mir die ironie naeher bringen?

  • User
  • 08.02.2010 16:34:44 AntiMöller

    Das er sich in die Perspektive eines Dummies begibt, obwohl er doch das Problem genau erfasst hatte: 22 cm müssen hinter der Linie sein, nicht 68 - 70 cm.
    Lautet die Regel: "...muss der Ball in vollem Umfang die Linie überschritten haben..." dann impliziert das, dass alle Bälle welche 22 - 67 cm hinter der Linie sind (vom entferntesten Punkt des Balles gesehen) schlicht irregulär wären.

  • User
  • 08.02.2010 16:35:36 AntiMöller

    also nicht die Bälle, die Tore würden nicht zählen.

  • User
  • 08.02.2010 16:49:03 van Gool

    Der Chip gehört in den Ball, ohne wenn und aber! Mich überkommt, mit Verlaub, das "kalte Kotzen", wenn ich den Schwachsinn höre, von wegen dem Spiel wird irgendetwas genommen. Es gibt eine Torlinie, es gibt einen Ball und der ist eben hinter der Linie oder nicht. Furchtbar einfach. Die Schiris können nicht alles sehen, und selbst wenn, ist das Treffen der richtigen Entscheidung immer noch schwer genug (Blickwinkel, Zeitspanne, etc.). Wir reden hier nicht über Ermessensfragen, vielmehr über simple Mathematik (hier hört der Balken der Linie auf, hier fängt der Ball an, hier ist es ein Tor oder eben nicht). Früher fehlten die Hilfsmittel, die richtige Entscheidung festzustellen (und eben nicht(!!!) zu t r e f f e n), heute gibt es sie (Chip). Ganz einfach. Bitte Nutzen, was Sinn macht und hilft! Es gibt andere Baustellen (Anstoßzeiten, Zerstückeln der Spieltage, Hupfdohlen (=Cheerleader) auf dem Feld, 50+1 Regel, fehlende Stehplätze, Stadionüberdachungen (Fußball gehört auch in den Regen, bitte kein Hallenfußball), etc.), die viel mehr diskutiert gehören! Der Chip im Ball, meinetwegen auch die Torkamera, helfen. Für ein gerechtes Tor, wider dem Beschiss. Auf die Nostalgie kann ich dem Fall pfeifen!

  • User
  • 08.02.2010 16:54:37 AntiMöller

    Torkameras bringen nicht soviel, Auswertung dauert ewig. Ich könnte jetzt tonnenweise youtube-videos anschleppen...Wenn aber ein chip im Ball sicher funktionieren würde, dann her damit für die Profiligen.
    Und damit sollte man es belassen.

  • User
  • 08.02.2010 16:55:39 yokum

    Also ich waere gegebenenfalls fuer den Chip im Ball. Hundertprozentige Zuverlaessigkeit wird es nicht geben, es reicht doch, wenn die Technik deutlich zuverlaessiger ist als der Schiedsrichter.
    Bei Torkamera haette natuerlich der Schiri wieder das letzte Wort, aber so eine Spielunterbrechung muss wirklich nicht sein.

  • User
  • 08.02.2010 16:56:03 van Gool

    PS:
    Nur um jedweden Missverständnissen vorzubeugen, ich bin kein Fan von Magath und schon gar nicht von "Schlacke 05". War 'ne grundsätzliche Geschichte zum Thema.

  • User
  • 08.02.2010 17:04:54 varasdates

    Dieses Thema wurde hier auch schon Mal diskutiert, und ich glaube bei jeder knappen Entscheidung, ob es ein Tor ist oder nicht, wird dieses Thema weiterhin diskutiert.

    Ich, für meinen Teil, habe schon mein Senf dazu gegeben.
    Et voilà!

    Was ich trotzdem noch hinzufügen möchte ist, dass es im Fußball nie ein Ausgleich geben wird. Weil die FIFA will nicht nur den Videobeweis in den top Ligen, sondern auch am besten im Amateur-Fußball, was allerdings schwierig ist, weil sich der Amateur-Fußball es nicht leisten kann oder auch andere erste Ligen in ärmeren Ländern es sich nicht leisten können. Zumal es den Ausgleich auch nicht gibt. In manchen Amateur-Ligen gibt es nur ein Schiedsrichter, der sich um alles kümmern muss. Ich kann jetzt auch nur vom Berliner Fußball ausgehen, wo ab der Landesliga bei jedem Spiel Schiedsrichter-Assistenten angesetzt werden, was in den Ligen darunter recht selten ist, sprich in der Bezirksliga, Kreisliga und Kreisklasse.

    Zumal wir im 21. Jahrhundert leben und wir auch die nötige Technik haben.

  • User
  • 08.02.2010 17:14:25 AntiMöller

    Der FIFA-Standpunkt dürfte in der Tat problematisch sein, da hier Blattter die Gelegenheit erhält, sich durch seine Verweigerungshaltung bei den armen Verbänden zu profilieren und deshalb voraussetzt, dass solche Mittel überall einsetzbar sein sollen. Was Humbug ist. Dann müssten ja alle Fussballer eines FIFA-Mitgliedverbandes ein Recht auf gleiche Qualität des Schuwerkes haben, von nicht vorhanden Linienrichtern ganz zu schweigen.
    Und solange niemand ein sicher funktionierendes Produkt vorweisen kann, sind solche Diskussionen tatsächlich...zeitfüllend.

  • User
  • 08.02.2010 17:18:23 Zizou9393

    Im Zweifel für den Zweifel!

  • User
  • 08.02.2010 17:21:36 quaaak

    wenn man in anderen Sportarten das "man muss auch Fehler dabei haben" Argument ständig bringen würde würde man heut noch nen 100m Sprint mit der Stoppuhr in der Hand messen. Die technischen Möglichkeiten haben sich verändert, das Spiel hat sich verändert, die Randbedingungen haben sich verändert. Nur die Schiris arbeiten wie vor 30 Jahren...

    Abgesehen davon, liebe Fans der Diskussion über vermeintliche Fehlentscheidungen: selbst mit Chip und Videobeweis wirds immer noch genug zu diskutieren geben, keine Sorge. Gibt ja genug Kleinigkeiten die (hoffentlich) nie mit Videobeweis entschieden werden. Nur: bei extrem relevanten Szenen (Elfmeter oder nicht? Rote Karte oder nicht? etc.) versteh ich nicht, warum man nicht mal auf den Bildschirm gucken darf.

  • User
  • 08.02.2010 17:45:04 AntiMöller

    Gedankenspiel: was ist, wenn Bordon oder Naldo aus 20 m einen ball an den Pfosten nageln? Muss man dann den Linienscanner/die Kamera neu justieren?

  • User
  • 08.02.2010 17:49:00 AntiMöller

    Zu 11ern und Karten: wie lange gibt es die "Superzeitlupe" schon? Wie viele verschiedene Urteile hören wir bei ein und der selben Szene in schöner Regelmässigkeit? (jetzt erst über Ribery/Barzagli: Tor oder Eigentor?) ne kamera beweist gar nichts. Die menschen dahinter entscheiden. Und das müsste ja dann ein mindestens 3-köpfiges Gremium sein. Aber Ahnung müssen sie lange nicht haben. Deshalb: weg von kameras. Chip okay, wenn er garantiert funktioniert.

  • User
  • 08.02.2010 18:50:09 körperklaus

    Bei der Idde mit dem Chip habe ich immer ein Vorstellungsproblem:
    Ich gehe davon aus, dass der Chip in der geometrischen Mitte des Balls angebracht wird. Demzufolge müsste auf Tor entschieden werden, wenn der Ball für einen beliebig kurzen Zeitraum eine gedachte Linie überschritten hat, die einen Radius des Balles hinter der Torlinie liegt. So weit so gut - aber der Ball behält doch beim Schuss nicht die theoretisch ideale Kugelform bei! So ist es zumindest vorstellbar, dass ein elypsenförmiger (weil total gemein angeschnittener) Ball zwar den Chip um 'r' hinter die Linie bringt, dass der Ball aber tatsächlich nicht die Linie mit vollem (faktischen und nicht theoretischen) Umfang überschritten hat. (Der Eishockeypuck weist ein solches Verhalten aufgrund der größeren Härte des Materials nicht auf.)
    Was bringt es also, nur die Art des möglichen Fehlers zu verändern nicht aber in die Lage versetzt zu werden, den Fehler zu vermeiden? Technische Lösungen sind zwar weniger anzweifelbar und sie stehen nicht unter dem Verdacht der Manipulierbarkeit (nein?), aber den immer größer werdenden Wunsch nach absoluter Gewissheit können sie auch nicht erfüllen. Absolute Gewissheit ist immer Illusion, damit müssen sich Menschen nicht nur im Sport, sondern auch in Wissenschaft und Politik und in Bereichen wie der Flugsicherheit abfinden. Der Sport ist sicher der gesellschaftliche Bereich, in dem dieser Lernprozess am schmerzfreiesten verlaufen kann.
    Für Zweifel, für Unsicherheit, für Diskussion, für Fußball als gesellschaftliches (und nicht wirtschaftliches) Ereignis! Pure Vernunft darf niemals siegen!

  • User
  • 08.02.2010 19:10:56 UrmelAusmEis

    Was ich mich im Zusammenhang mit der Torkamera frage:

    Wann soll geguckt werden?

    Sofort?
    Spiel anhalten, wenn kein Tor, dann weiter mit Schiriball? Ich muss wohl nicht näher ausführen, warum das eine Schnapsidee wäre.

    Bei der nächsten Unterbrechung?
    Das kann im Fußball ziemlich lange dauern. Vielleicht fällt sogar ein Tor auf der anderen Seite, es gibt ein rotwürdiges Foul, das Spiel wogt minutenlang hin und her. Zeigt sich dann, dass es doch ein Tor war, muss alles, was danach passiert ist, für unwirksam erklärt werden. Und dann?
    "Ich nehme den Schlusspfiff zurück, vor drei Minuten war ein Tor, wir machen in der 88. Minute weiter..."?

    Vondaheraus sind alle Vergleiche mit Tennis, American Football etc., wo der Fernsehbeweis gut funktioniert, Kokolores.


    Aber ausdrücklich PRO CHIP IM BALL

  • User
  • 08.02.2010 19:19:02 Marco Polo

    @Karpfenluder: Zunächst pass bitte auf welchen Ton du anschlägst ok? Es ist echt nciht nötig hier aggressiv zu werden. Und nein ich meine nicht den Radius (das ist die Strecke von Mittelpunkt bis zum Rand des Kreises? Ah Danke, dummerweise hab ich das in meine Physikstudium ned gelernt, aber danke der Aufklärung Captain Obvious). Und wie du vlt schonmal gehört hast spielen wir mit einem Ball. Ein Ball ist kein Kreis, sondern eine Kugel. Und eine Kugel hat im Gegensatz zu einem Kreis einen Durchmesser den man im Raum beliebig drehen kann. Ein Kreis kann seinen Druchmesser nur um 360 Grad in der Ebene drehen. So behalten wir das mal vor Augen. Wenn nun der Ball 70% hinter Linie ist, dann befindet sich ein kompletter Durchmesser des Balles hinter der Linie; und zwar der, der vom Boden senkrecht nach oben geht. Denoch ist das kein Tor.
    Mir ist dank dem Artikel oben eingefallen, dass er im selben Moment auch im vollen Umfang hinter der Linie ist, und zwar der Umfang zu dem sich der oben genannte Balldurchmesser als Kreisdurchmesser verhält.
    Halten wir fest: Geometrie ist schwierig. Allein die Tatsachem, dass DU Stolz bist zu wissen was ein Radius ist beweist das.

    Die wohl richtige Bezeichnung wäre schlichtweg: Der Ball ist aus, wenn sich seine gesamte Masse hinter der Linie befindet.


    Allgemein: Warum schaue ich Fußball und keine amerikanischen Spotarten? Frage an alle.
    Richtig, weil sie ständig unterbrochen werden sei es durch Auszeiten oder eben durch Videobeweise. Warum muss denn jede Entscheidung richtig sein? Natürlich wünscht man sich das, Regeln müssen eingehalten werden. Aber jeder von uns weiß, dass im Leben nciht immer alles den Regeln entsprechend geht. Es gibt Ungerechtigkeiten in dieser Welt und das wird man nicht ausmerzen können. Damit haben so manche Menschen ein tiefsitzendes Problem, ams chlimmsten sind die Amerikaner, was wahrscheinlich genau der Grund ist, weshalb der Sport in den Staaten, abgesehen von Basketball so dermaßen Medienzerfressen ist.

    Und an dieser Stelle komme ich zu dem Punkt an dem ich frage, weshalb wir eigtl Fußabll kucken? Für mich kann ich darauf sagen, dass ich es wegen der Freude an einem extrem abwechslungsreichen und unberechenbaren Spiel tue. Nicht etwa weil ich richtige Entscheidungen sehen will. Wenn ich richtige Entscheidungen sehen will gehe ich in den Gerichtssaal und schau mir öffentliche Prozesse an (ob hier alles richtig ist ist dann eine andere Disskusion). Wenn es Hilfsmittel gibt, die den Spielfluß nciht zerstören, dann hab ich absolut ncihts dagegen einzuwenden (Stichwort Chip im Ball, allerdings ist die Technik noch lange nciht ausgereift, wenn es aber soweit ist werde ich ncihts dagegen einzuwenden haben). Zum Kommentar, dass Schiris noch wie vor 30 Jahren Pfeifen: Leider falsch. Heutzutage werden Funkfahen und Headset verwendet.

  • User
  • 08.02.2010 19:19:38 UrmelAusmEis

    "Heute 18:50:09 von körperklaus
    Bei der Idde mit dem Chip habe ich immer ein Vorstellungsproblem:
    Ich gehe davon aus, dass der Chip in der geometrischen Mitte des Balls angebracht wird. Demzufolge müsste auf Tor entschieden werden, wenn der Ball für einen beliebig kurzen Zeitraum eine gedachte Linie überschritten hat, die einen Radius des Balles hinter der Torlinie liegt. So weit so gut - aber der Ball behält doch beim Schuss nicht die theoretisch ideale Kugelform bei! So ist es zumindest vorstellbar, dass ein elypsenförmiger (weil total gemein angeschnittener) Ball zwar den Chip um 'r' hinter die Linie bringt, dass der Ball aber tatsächlich nicht die Linie mit vollem (faktischen und nicht theoretischen) Umfang überschritten hat."


    Man könnte zynisch antworten: Es ist egal, ob der Ball jetzt mit 0,3 cm hinter der Linie war oder um 0,2 cm nicht. Das ist ohnehin nie feststellbar, auch der Chip im Ball bringt nur Näherungswerte. Wichtig ist, dass es eine objektive, über alle Zweifel erhabene Instanz gibt, die das entscheidet. Wenn der Chip nur auf 2-3 cm genau sein sollte, dann bietet er natürlich auch keine absolute Gewissheit. Er ist blind, zwar nicht so blind wie der Schiri, aber trotzdem. Aber - und das beruhigt - er ist auf beiden Augen gleich blind. Er ist nicht mehr oder weniger blind, nur weil er die ganz konkrete Entscheidung wenige Sekunden vor Schluss vor 80.552 geifernden Menschen im Westfalenstadion treffen muss.
    Die ganzen Öl-ins-Feuer-Gießer à la "Gagelmann! War ja klar" werden trockengelegt.

  • User
  • 08.02.2010 19:50:15 van Gool

    Es ist technisch, ohne wenn und aber, möglich, festzustellen, ob der Ball hinter oder auf oder vor der Torlinie gelandet ist! Wie ich die technischen Parameter definiere, liegt im Ermessen dessen, der die Regeln festlegt (=DFB). Wie diese Definition nun ausfällt, ist mir im Grunde (scheiß)egal, hauptsache es ist eindeutig und nachvollziehbar definiert (=Kinderkacke, weil absolut kein Problem). Entscheidend ist, dass ich im Zweifelsfalle sagen kann, der Ball ist drin oder auch nicht, und dass ich dies, z.B. via Chip im Ball, belegen und anzeigen kann. Wird es auch dort zu Fehlern kommen? Ja. Aber sehr viel weniger, als wie bisher. Und ohne den Verdacht der Parteinahme. Und ohne, dass der Schiri sich anschließend endlosen Diskussionen und Verdächtigungen aussetzen muss. Herrgott, ich pfeif auf das gesellschaftliche Ereignis, wenn einfachste und zutiefst simple Dinge anders, nämlich (denn wir leben im Jahr 2010) besser geregelt werden können. Für das gesellschaftliche Ereignis (Streiten, Ereifern, Aufregen, Verfluchen) bleiben mir im Spiel noch hundert weitere strittige Abseits-/Foul-/Freistoßentscheidungen (+ gelbe/rote Karten, Schwalben, etc., etc., etc.). Warum glauben eigentlich so viele, dass die Seele des Spiels hopps geht, wenn man sich um maximale Klarheit bei der Torfindung bemüht? Wir haben 2010, wir haben die Technik, nutzt sie! Die Lust, die Spannung, der Streit im Spiel werden bleiben. Da, wo Veränderungen Sinn machen, wird gestritten, dort, wo der Fußball (seine Seele) sich selbst zu verlieren droht (Kommerzialisierung, und das in mehr als einer Beziehung!), wird dies stillschweigend und schleichend in Kauf genommen .....

  • User
  • 08.02.2010 20:35:34 BOD

    Ich favorisiere den Videobeweis jetzt auch nicht, wie man schon an meinem ersten Kommentar sehen kann, sondern ebenfalls den Chip. Jedoch muss ich hier jetzt einmal eine Lanze für ihn brechen.

    Erstmal sollte geklärt werden, wann es zum Einsatz der Fernsehbilder kommt. Dies sollte nur bei Torsituationen der Fall sein. Aus pragmatischen Gründen sollte man ihn außerdem nur für sogenannte Wembleytore, oder strittige Tore (Abseits oder nicht?) in denen der Ball auf jeden Fall im Tor gelandet ist, anwenden. Somit gibt es nämlich keine unnatürliche Spielunterbrechung, da das Spiel im jeden Fall unterbrochen wird. Bei Wembleytoren wie von Bordon sollte der Schiri, wenn er und seine Assistenten sich nicht sicher sind, einfach sofort abpfeifen, damit es nicht zu neuen Situationen kommt. War es ein Tor geht es mit Anstoß weiter, war es kein Tor gibt es einen Abstoß.
    Dann müsste man regeln, wer entscheidet, ob es zur Anwendung des Videobeweises kommt. Die Antwort kann nur lauten: der Hauptschiedsrichter auf dem Platz. Er ist nicht nur mit seinen beiden Assistenten per Funk verbunden, sondern auch mit dem Videoschiedsrichter. Er pfeift also ab, und signalisiert dem Videoschiedsrichter, dass seine Person gefragt ist. Dieser hat nicht nur die Auswahl zwischen einer Kamera, sondern zig Kameras, damit er die Situation aus möglichst vielen Perspektiven beurteilen kann. Nur eine Torkamera wäre kompletter Humbug.

    Zur These, dass es zu zu vielen Unterbrechung kommt, die auch noch lange dauern, muss man sagen, dass solche Szenen nicht andauernd vorkommen. Außerdem handelt es sich hier nur um eine Spanne zwischen 30 sek. und 3 min.. Genauso lange dauern die unsehnlichen Unterbrechungen von sich auf dem Boden wälzenden Spieler, die vom Platz geschleppt werden müssen, nur um Sekunden später wieder auf dem Platz zu rennen. Hier beschwerd sich komischerweise keiner über die unnötige Spielunterbrechung.
    Des Weiteren würde es nicht zu Werbepausen kommen, da die Bilder im Stadion und Fernsehen für alle gezeigt werden.

    Wie gesagt, hiermit gibt es jedoch noch immer Spielraum für Fehlentscheidungen. Es ist also kein Allheilmitte.

    Damit ihr euch meinen Vorschlag besser vorstellen könnt, schaut euch noch mal diesen Bericht an: http://www.youtube.com/watch?v=hT0v2RWIKb0

  • User
  • 08.02.2010 20:45:01 Gruni

    Das tragische an der Sache ist doch, dass Schalke mit einem Punkt Rückstand Vizemeister wird...hehe

  • User
  • 08.02.2010 20:52:35 OE

    Es ist technisch nicht möglich mit hundertprozentiger Sicherheit bei knappen Entscheidungen zu erfahren, ob der Ball hinter der Linie war oder nicht. Ein Rest an Messfehler wird immer bleiben, solange Fußball auf grünem Rasen und in einer Umgebung mit überwiegend Stickstoff und Sauerstoff (Luft) und nicht unter Laborbedingungen gespielt wird.

    Warum will man bei den Schiris auch noch den kleinsten Fehler eliminieren und sie zu technikversklavten Robotern degradieren? Weil sie nicht Teil des Spiels sind oder sein sollten? Genau da liegt meiner Meinung nach der Denkfehler. Ein Schiedsrichter ist sehr wohl (ein sinnvoller) Teil des Spiels solange er nicht den Ball abfälscht oder anderweitig im Weg steht. Er trifft oft in wenigen Sekunden - für den Spielverlauf wichtige - Entscheidungen und das häufig richtig. Er kontrolliert die Einhaltung der Regeln während des Spiels und ist deshalb Teil desselben. (So, jetzt darf ich nächsten Samstag im Stadion wieder "Hoyzer" und "Schieber" schreien, nach der Schirilobeshymne).

  • User
  • 08.02.2010 21:00:36 Würzburger

    @franzferdl: Es geht nicht primär um den Umfang, sondern den Durchmesser, wenn du schreibst, wie weit der Ball hinter der Linie sein muss. Das sind keine 68-70 cm, sondern meinetwegen 30 (mal nachmessen!).
    Man muss sich die Fläche zwischen Pfosten, Latte und Boden einfach als 2D-Fläche (Linienbreite ist wohl vernachlässigbar, also nur Höhe und Länge) vorstellen (am Besten noch farbig ;-) ), die kein Fitzel vom Ball berührt werden darf.
    Egal ob Umfang, Durchmesser oder Inhalt.
    Chip im Ball wäre bei 100prozentiger Sicherheit sicher ein Gewinn, nur: wo gibt's die schon?

  • User
  • 08.02.2010 21:14:20 Sonny83

    Jaja, grad die Schalker haben es nötig sich über ein geklautes Tor aufzuregen. Das geschieht denen nur recht, die haben dem FC damals auch ein Tor geklaut.

    http://www.youtube.com/watch?v=MUBrY02IYRg

    Einer von vielen Gründen warum ich Schalke nicht mag...mit der Meisterschaft wirds doch eh nix...


    Torkamera wäre sicherlich gut umsetzbar und könnte viele (wenn auch nicht alle) strittigen Entscheidungen auflösen. Steht ja wirklich viel auf dem Spiel manchmal. Und soviele Anlässe dass das Spiel dadurch ständig unterbrochen werden müsste gibts ja auch nicht. Aber dann müsste man sowas auch bei jeder engen Abseits- oder Elfmeterentscheidung einführen, da steht ja genausoviel auf dem Spiel, und das wäre den Zuschauern nur schwer zumutbar wie ich finde...

  • User
  • 08.02.2010 21:41:47 Würzburger



    Ich möchte es nicht missen. Auch wenn Uns Uwe sicher gerne Weltmeister geworden wäre...

  • User
  • 08.02.2010 22:09:17 van Gool

    Hundertprozentige Sicherheit? Es geht nicht um hundertprozentige Sicherheit. Es geht nur und ausschließlich um Grenzwerte, die mir sagen, der Ball ist drin oder nicht drin. Grenzwerte, festgelegt durch den DFB. Überwacht und kontrolliert mittels technischer Hilfsmittel (sind da - es geht - ja, es ist möglich!), gültig und einheitlich für alle. Technikversklavte Roboter - wo? Die Schiris haben für 90 Minuten die Hoheit. Die absolut überwiegende Zahl aller Tore in allen Spielen sind eindeutig und zweifelsfrei. Die Schiedsrichter werden also im Ernstfall nur entlastet(!) und, wie schon ausgeführt, haben nach wie vor über 90 Minuten hinweg die Möglichkeit, sich aufs Bestmöglichste und aufs Schlimmste und aufs Kontroverseste und Menschlichste auszutoben; woraufhin ich mich dann immer noch aufs Schlimmste und Menschlichste echauffieren kann. Die Sache ist und würde zutiefst herrlich menschlich bleiben - "so what"? Ein Tor sollte im Zweifel niemals Tor sein, wenn der Schiri so entscheidet, sondern nur, wenn dem so ist (hallo Grenzwerte, hallo technische Möglichkeiten 2010, hallo Funktionärspack)! In diesem Sinne - hoffentlich bewegt sich was!

  • User
  • 08.02.2010 22:30:17 varasdates

    Wenn der Schiedsrichter den Videobeweis in Anspruch nimmt, dann geht die Sache von nicht mal 60 Sekunden über die Bühne. Die ganzen Spielunterbrechungen, wie man die aus dem US-Sport kennt, passieren auch nur, weil jedes Mal die Zeitnahme gestoppt wird, wenn der Ball aus dem Spiel ist oder wenn es ein Foulspiel gab.

    @ BOD

    Wenn der Schiedsrichter eine strittige Torentscheidung zu fallen hat und den Videobeweis in Anspruch nimmt und auch sieht, dass es ein Tor ist, dann ist der Anstoß als Spielfortsetzung in Ordnung. Aber, wenn der Ball nicht im Tor ist, heißt, dass der Ball noch im Spiel ist und wenn der Ball noch im Spiel ist, kann rein regeltechnisch nicht einfach auf Abstoß entschieden werden. Das wäre ein Regelfehler des Schiedsrichters. Ich würde ein Schiedsrichter-Ball geben als Spielfortsetzung.

  • User
  • 09.02.2010 04:52:30 saloth sar

    bod: das ist eine ziemlich duenne argumnetation, die du da hast. erstens, die an-/abstoss geschichte, die mein vorredner schon erwaehnt hat. dann ist deine auswahl, wfuer die situattionen sehr wilkuerlich. beides dient nicht dazu klarheit zu schaffen, nur wenn es klar definiert geht, dann waere es eventuell ne moeglichkeit.

    und dein argument zu den nicht stattfindenden werbepause ist traeumerei. wenn eine fernsehanstallt 2 mio fuern laenderspiel, dannwird jede minute zur werbung genutzt. und der unterschied zu den auf dem boden waelzenden spielern ist, dass die laenge der pause nicht vorhergesagt werden kann. waehrend beim video kucken kann man gerne 90 sekunden einplanen und das waere zeit fuer ein oder zwei werbespots. den videobeweis fuer den fernsehzuschauer wuerde man dann einfach bringen, wenn es zur ner 'unberechnbaren' spielunterbrechung kaeme.

  • User
  • 09.02.2010 10:36:08 Schwatte

    Also ich schließe mich meinerseits BOD's Meinung zur Torkamera an. Gut, daß Fernsehstationen/Verbände/Vereine darauf verzichten werden, die Zeit des Videobeweises nicht für Werbung zu nutzen, erscheint mir ein wenig... idealistisch. Aber ansonsten befürworte ich seine Vorschläge, die mir auf den Punkt gebracht und eindeutig erscheinen.

    Und wie dieser Bayern-Erfolgsfan sehr viel weiter oben schon korrekt anmerkte:

    Und ich kann da zumindest jeden Spieler oder Fan verstehen, der sich ob solcher Fernsehbilder verarscht und betrogen fühlt. Und darin sehe ich nicht die Spur irgendeiner ursprünglichen Anziehungskraft des Sports.

    Das ganze geht zwar über die Frage "Tor oder nicht?" hinaus, aber ich hätte nichts dagegen, wenn es einen Offiziellen oben im Stadion gibt, der bei lediglich krassen Fehlentscheidungen des eigentlichen Schiedsrichters dazwischengeht. Ich finde da auch das Argument albern, daß dadurch die Autorität des Schiris untergraben wird, ganz im Gegenteil: der Kerl kann doch einfach nicht alles sehen und daß die Linienrichter von außen bei engen Situationen nicht sehen, ob der Ball im Tor war oder nicht, kann ich auch vollkommen nachvollziehen. Damit würde lediglich verhindert, daß eine Fehlentscheidung blind durchgezogen wird. Demut ist eine Tugend.

    Leidiges Thema WM-Quali Frankreich-Irland: mal ganz abgesehen von irgendwelchen Geldern im modernen Sport finde ich es einfach schade, daß Mannschaften um den Lohn ihrer Arbeit gebracht werden (natürlich weiß man nicht, ob Irland automatisch weitergekommen wäre) - unabhängig davon, daß es schon diese bescheurte Setzliste bei den Play-Offs gibt. Genauso krieg ich jedesmal das Kotzen, wenn irgendsoein arroganter Schnösel sich hinterher damit herausredet, was der Schiedsrichter entschieden hat, weil er genau weiß, daß er bei Tatsachenentscheidungen hinterher für sein unsportliches Verhalten nicht mehr belangt wird. Dem dummen fetten Moppel könnte ich jetzt noch seine "Hand Gottes" abhacken.



    P.S.: Auch ich kann mit S04 nich viel anfangen, aber der Ball gegen Freiburg war eindeutig drin.

  • User
  • 09.02.2010 11:07:04 varasdates

    @ Schwatte

    Wie kannst Du beurteilen, ob der Ball mit vollständigem Umfang hinter der Linie war? Standest Du daneben? Anhand der Fernsehbilder kann man es nicht erkennen und ob auch 3D-Animationen zu 100 Prozent richtig sind, würde ich bezweifeln. Selbst, wenn sich der Ball nur einen Millimeter in der Luft über der Linie befindet, ist das kein Tor.

  • User
  • 09.02.2010 11:13:18 UrmelAusmEis

    "Was ich mich im Zusammenhang mit der Torkamera frage:

    Wann soll geguckt werden?

    Sofort?
    Spiel anhalten, wenn kein Tor, dann weiter mit Schiriball? Ich muss wohl nicht näher ausführen, warum das eine Schnapsidee wäre."



    Nun, scheinbar muss ich das doch.


    Es spielt keine Rolle, ob es danach mit Abstoß, Schiriball oder sonstwas weitergeht (wenngleich Schiriball am logischsten wäre). Viel entscheidender und in meinen Augen ein zwingendes KO-Kriterium ist, dass das Spiel unterbrochen werden muss. Jede Spielunterbrechung nimmt der Mannschaft, die gerade in Ballbesitz ist, einen Vorteil. Dieser Vorteil kann riesig sein, entweder für die angreifende Mannschaft, weil der Ball nach dem Wembleytor immer noch kreuz und quer durch den Sechzehner flippert und Schusschance auf Schusschance folgt, oder aber für die verteidigende Mannschaft, weil aus dem Befreiungsschlag eine 1A-Kontermöglichkeit entsteht.

    Und Ihr schlagt nun anlso ernsthaft vor, dass der Schiri das Spiel unterbrechen soll, damit er mal nachgucken kann, ob er nicht vielleicht etwas übersehen hat?

    Seid Ihr Euch eigentlich im Klaren darüber, was es für Konsequenzen hat, wenn der Schiri falsch lag, der Ball nicht im Tor war? Dann hat der Versuch, den Fußball gerechter zu machen, zu einer neuen Ungerechtigkeit geführt, aus einer guten Torchance wurde Schiriball.

    Noch schlimmer: Der Schiri hält das Spiel an, die angreifende Mannschaft wird also um die Fortsetzung des Angriffs bertrogen. Jetzt gucken alle auf das TV-Bild, aber weil der Torwart auf dem Ball lag, lässt sich nicht zweifelsfrei erkennen, ob er drin war. Der Schiri entscheidet auf "kein Tor", jetzt fühlt sich die angreifende Mannschaft gleich doppelt bestohlen.

    Glaubt Ihr ernsthaft, dass man mit so einem halbgaren Käse den Schiedsrichter aus der Schusslinie nehmen kann?


    Absurd, der ganze Torkamera-Vorschlag, weil nicht zuende gedacht. Aber ich fürchte, das wird die entscheidenden Personen nicht davon abhalten, es trotzdem zu versuchen. Wahrscheinlich endet es wie die diversen dümmlichen Golden-Goal-Experimente, nach einem Jahr stellt man fest, dass die Idee scheiße war, noch mehr Fans als je zuvor dem Schiri ans Leder wollen, und stellt den ganzen Scheiß wieder ein. Die 100 Mio. Entwicklungs- und Installationskosten tragen die Vereine, wissen ja sonst nix anzufangen mit ihrem Geld.

  • User
  • 09.02.2010 11:16:47 Karpfenluder

    Gestern 19:19:02 von Marco Polo

    @Karpfenluder: Zunächst pass bitte auf welchen Ton du anschlägst ok? Es ist echt nciht nötig hier aggressiv zu werden. Und nein ich meine nicht den Radius (das ist die Strecke von Mittelpunkt bis zum Rand des Kreises? Ah Danke, dummerweise hab ich das in meine Physikstudium ned gelernt, aber danke der Aufklärung Captain Obvious).


    Nenn`mir die Stelle, wo ich agressiv war Du Spinner! (jetzt gerade vielleicht) Mach`Du Dein Studium erstmal zu Ende und posaune hier nicht so rum mit Deinen gerade mal 20 Jahren!

    Sorry, paßt jetzt nicht wirklich hierher war mir aber wichtig, weiter mit diesem Fred.

  • User
  • 09.02.2010 11:21:32 saloth sar

    mal nicht so duennhaeutig, luder! hast dich (faelschlicherweise) ganz schoen herablassend geaeussert. dann auch den gegenwind ertragen und nicht jammern

  • User
  • 09.02.2010 11:25:29 Karpfenluder

    Komm Sali, das war doch nun wirklich nicht mal annähernd beleidigend. Und wir sind alle keine Kinder von Traurigkeit, ne?
    Aber Schluß jetzt und weiter im Text.

  • User
  • 09.02.2010 11:27:35 saloth sar

    nana, du misst da mit zweierlei mass, mein liebes luder. du darfst also ein kein kind der traurigkeit sein. aber sagen darf man dir das anscheinend nicht, sonst - wie oben zu lesen ist - ueberreagierste!

  • User
  • 09.02.2010 11:29:34 BOD

    @saloth

    Das es ein Videobeweis nicht für Werbepausen genutzt wird, ist nicht idealistisch. Im Rugby werden die gleichen Bilder die auch der Videoschiedsrichter sieht, live im Stadion und Fernsehen gezeigt.

    @Schwatte:

    Auf keinen Fall. Die Entscheidung muss beim Hauptschiedsrichter bleiben. Der Videoschiedsrichter sollte auf gar keinen Fall selber tätig.

    @Urmel:

    Was die Spielunterbrechung angeht, könnte man doch für eine gewisse Zeit, wie anders wo auch, Vorteil laufen lassen.

    Hat den keiner von euch das Video angeklickt?

  • User
  • 09.02.2010 11:31:31 Karpfenluder

    Nix da! Wenn ich zu Recht in die Fresse bekomme, isses Ok. Hab`auch kein Problem, mich dafür zu entschuldigen. Aber lassen wir das jetzt.

  • User
  • 09.02.2010 11:42:19 Karpfenluder

    Was würde denn dagegen sprechen, daß man (wie beim Tennis), pro Halbzeit einmal die Möglichkeit hat, strittige Entscheidungen per Video anzuschauen um dann eventuell neu zu entscheiden?

    Die Fehlerquote wäre insgesamt geringer und der Schiedsrichter wäre nicht vollends in seinen Entscheidungen beschnitten.

  • User
  • 09.02.2010 11:46:34 BOD

    Das würde nun wirklich den Spielfluss unterbrechen. Beide Mannschaften könnten es als taktisches Mittel benutzen, um Zeit zu schinden. Außerdem möchte ich nicht, dass bei jeder Situation geguckt werden könnte. Ich würde es schon nur auf Torsituationen beschränken.

  • User
  • 09.02.2010 11:48:06 Karpfenluder

    Ich sagte, einmal pro Halbzeit für jedes Team. Von mir aus auch auf den 16er beschränkt.

  • User
  • 09.02.2010 12:00:44 BOD

    Du hast nur das Problem übersehen, wie das Spiel dann angehalten werden soll. Darf irgendein Spieler einfach nach dem Videobeweis schreien, oder nur der Kapitän? Was aber wenn der Kapitän Torwart ist, also auf der anderen Seite des Feldes? Oder soll der Trainer auf der Bank entscheiden, ob seine Mannschaft nun den Videobeweis nutzt? Bloß wie schafft er es in Sekundenbruchteilen sich verständlich zu machen? Was ist, wenn man sich nicht einigen kann, ob man die Szene nun begutachtet haben möchte, oder nicht?

    Also meiner Meinung nach kann die Entscheidung nur beim Schiedsrichter selbst liegen.

  • User
  • 09.02.2010 12:09:14 Karpfenluder

    Im Handball gibt der Trainer mittels grüner Karte das Zeichen zur Auszeit. Bei strittigen Situationen im Fußball könnte ebenfalls der Trainer während einer Unterbrechung den Linienrichter darauf aufmerksam machen, daß er eine Situation soeben anders gesehen hat als der Schiri. Bestes Beispiel die Zweitligapartie, wo der Ball nun wirklich 1,3 Meter vor der Linie wieder aufspringt. Das Spiel ist genau in dem Moment unterbrochen, weil der Schiri das Tor gibt. Jetzt ein kurzer Blick auf den Monitor und ich möchte den Schiesdrichter sehen, der dann seine Entscheidung nicht revidiert.....

  • User
  • 09.02.2010 12:19:10 saloth sar

    Das es ein Videobeweis nicht für Werbepausen genutzt wird, ist nicht idealistisch. Im Rugby werden die gleichen Bilder die auch der Videoschiedsrichter sieht, live im Stadion und Fernsehen gezeigt.


    rugby ist nun mal nicht fussball (alleine wenn man sich die unterschiedlichen zuschauermengen anschaut). und wenn man sich american football, baseball usw anschaut, dann weiss man, dass jede unterbrechung fuer werbung genutzt wird. und hier in asien gibt's sogar sender, die waehrend des laufenden spiels ne werbeunterbrechung einbauen. deswegen wette ich, falls es zur torkamera kommt, wird in den unterbrechungen werbung gezeigt, zumindest fuer den fernsehzuschauer

  • User
  • 09.02.2010 12:22:50 UrmelAusmEis

    "@Urmel:

    Was die Spielunterbrechung angeht, könnte man doch für eine gewisse Zeit, wie anders wo auch, Vorteil laufen lassen."


    Ein naheliegender Vorschlag. So naheliegend, dass ich darüber vor meinem ersten Posting zum Thema auch nachgedacht habe. Und festgestellt habe, dass es definitiv keine Lösung gibt, die massivste Ungerechtigkeiten ausschließt.

    Lässt Du auch Vorteil laufen, wenn der Gegner kontert? Schießt man in diesem Fall Tore nur unter Vorbehalt? Gibt es gelbe Flaggen, damit jeder weiß, dass ab jetzt nur prophylaktisch weitergespielt wird?

    Und wann endet der Vorteil?


    "Hat den keiner von euch das Video angeklickt?"

    Hab ich, aber außer massig SKY-Product-Placement hat es für mich nix Neues enthalten. Hätte auch gereicht, auf den Super Bowl XXXXIV zu verweisen.

    Denn mir geht es nur um eine Frage: Wann und auf welcher Basis willst Du das Spiel unterbrechen, ohne damit neue Benachteiligungen zu schaffen? Ein unlösbares Dilemma, auf das mir musikuntermalte Filmchen aus dem Rugby, Football, Tennis oder Eisstockschießen auch keine Antwort bieten.

  • User
  • 09.02.2010 12:37:28 BOD

    Über die Qulität des Filmchens lässt durchaus streiten, aber ich wollte nur zeigen, wie es technisch umgesetzt werden könnte und dass es keine Werbeunterbrechungen gibt.


    Lässt Du auch Vorteil laufen, wenn der Gegner kontert? Schießt man in diesem Fall Tore nur unter Vorbehalt? Gibt es gelbe Flaggen, damit jeder weiß, dass ab jetzt nur prophylaktisch weitergespielt wird?


    Mit Vorteil meinte ich den Vorteil der angreifenden Mannschaft, die eine strittige Torszene hatte. Bekommt sie danach noch die Chance, durch z.B. Nachschüsse, Abpraller o.ä ein klares Tor zu schießen, wird Vorteil gespielt (wie bei einem Foul). Wenn der Gegner kontert, ist doch der Vorteil der (ursprünglich) angreifenden Mannschaft weg. Dann wird abgepfiffen, oder der Schiedsrichter entscheidet, dass er und seine Assistenten alles ausreichend gesehen haben, und keinen Videobeweis benötigen, dann hat er aber auch vorher keinen Vorteil gegeben, und das Spiel läuft weiter.

  • User
  • 09.02.2010 12:42:42 Andreas Blenke

    Muß mich der Position »van Gools« anschließen. Leute, die meinen, das Spiel lebe davon, daß man sich danach über Fehlentscheidungen streiten kann, ängstigen mich über die Maßen (in Wahrheit lebt nicht der Fußball von diesen Auseinandersetzungen sondern das Institut Internetforum). Zu diskutieren wird's eh immer etwas geben; und wenn's die Frisur von Kevin Kurányi ist.

    Der Chip, so er funktioniert, wäre die trefflichste Lösung. Wenn ich dann aber lese, der Ball ändere ja seine Form beim Schuß, beim Flug und beim Aufprall, weiß ich schon jetzt, daß uns trotz objektiver Kriterien, diese Diskussionen auch in Zukunft nicht erspart bleiben.

    Den m. E. einzig schlüssigen Einwand gegen Torkamera und Videoschiedsrichter führt Urmel an: Wann soll denn das Spiel unterbrochen werden? Oft sind es eben die Konter nach mißglücktem Torschuß, die zum Tor auf der anderen Seite führen.

    Dazu will ich kurz einen Denkansatz von Manni Breuckmann einfließen lassen: Das Spiel soll nicht sofort unterbrochen werden, sondern, sollte der Videoschiri eine Fehlentscheidung sehen, während einer nicht spielentscheidenden Situation im Mittelfeld nach dem fraglichen Angriff (und zwar nur dann, sonst geht's einfach weiter).

    Die Idee, daß jede Mannschaft (mithin wohl deren Trainer) soundsooft pro Spiel eine Überprüfung der Videobilder beantragen darf, halte ich aus ähnlichem Grunde nichts: Auch diese Unterbrechungen könnten zu einem taktischen Mittel verkommen (Spielfluß unterbrechen) und zudem gäbe es noch mehr überflüssige Diskussionen auf dem Platz. Daher favorisiere ich auch den Chip.

    Trotzdem ist die Frage des Videobeweises eine wichtige, die im Hinblick auf andere Regeln geklärt werden sollte: der Arzt Francisco Belda Maruenda hat im British Medical Journal dargelegt, daß das menschliche Auge nicht in der Lage ist, eine Abseitsstellung zu erkennen (so gelesen im Spiegel 10/2005, S. 154). Ein weiteres technisches Hilfmittel für die Linienrichter muß also noch erfunden werden, wollen wir die (wie ich finde sinnvolle) Abseitsregel erhalten.

  • User
  • 09.02.2010 13:51:20 UrmelAusmEis

    "Mit Vorteil meinte ich den Vorteil der angreifenden Mannschaft, die eine strittige Torszene hatte. Bekommt sie danach noch die Chance, durch z.B. Nachschüsse, Abpraller o.ä ein klares Tor zu schießen, wird Vorteil gespielt (wie bei einem Foul). Wenn der Gegner kontert, ist doch der Vorteil der (ursprünglich) angreifenden Mannschaft weg. Dann wird abgepfiffen, oder der Schiedsrichter entscheidet, dass er und seine Assistenten alles ausreichend gesehen haben, und keinen Videobeweis benötigen, dann hat er aber auch vorher keinen Vorteil gegeben, und das Spiel läuft weiter."

    Die Vorteilsregel, so wie sie im Fußball besteht, ist eigentlich ungerecht. Sie bevorzugt ganz eindeutig die offensive Mannschaft - nur sie kann noch ein Tor erzielen.
    Dass diese Regel trotzdem völlig okay ist, liegt daran, dass sich die verteidigende Mannschaft ja schuldhaft in diese nachteilige Situation gebracht hat. Insofern ist die Ungleichbehandlung gerechtfertigt.

    Damit ist aber klar, dass man die Vorteilsregelung hier nicht analog anwenden darf. Man kann doch nicht einer Mannschaft die Möglichkeit geben, ein Tor zu erzielen, aber diese Möglichkeit gleichzeitig der anderen Mannschaft verwehren. Und das alles nur, weil der Schiri mal was nachgucken will.


    Und wenn man es zuende denkt: In dem Moment, wo meine Mannschaft ein "Wembleytor" schießt und alle protestieren, können sich auch die Abwehrspieler in den Sechzehner stürzen. Keiner muss mehr seinen Gegner im Auge behalten. Selbst der Torwart sprintet nach vorne, denn sobald der Gegner an den Ball kommt, wird ja ohnehin abgepfiffen.
    Selbst wenn der Ball also nicht drin gewesen ist, hat die angreifende Mannschaft trotzdem eine viel größere Chance auf ein Tor geschenkt bekommen.


    Ich wiederhole mich: Nicht praktikabel, nicht zuende gedacht. Und die Kollateralschäden, die durch die auf Spatzen schießenden Kanonen verursacht werden, sind größer als der mögliche Nutzen.


    PRO CHIP IM BALL

  • User
  • 09.02.2010 14:20:28 BOD

    Ich bin doch auf für den Chip im Ball. Ich argumentiere nur, dass die Einführung des Videobeweises prinzipiell nicht unmöglich ist.

    Zum Vorteil: Er soll ja nicht unendliche lange gewährt werden. Bei einem Vorteil nach einem Foul rennt der Torwart doch auch nicht aus dem Tor und die Abwehrspieler blind nach vorne. Der Vorteil sollte schon so kurz gegeben sein, dass dafür auf jeden Fall keine Zeit ist. Beim Foul funktioniert es ja. Du tust ja gerade so, als ob solche Szenen in einem Spiel 100x vorkommen, und daraus immer ein Konter ensteht, der auch immer zu einem Torerfolg führt.

    Klar müsste man sich noch größere Gedanken machen, und es ausreifen. Aber ich bin weder Funktionär, noch Regel- oder Schiriwart. Das ist erstmal nur ein Vorschlag.

    Außerdem ist doch gar nicht gesagt, ob der Schiri das Spiel bei einem Wembleytor überhaupt unterbricht. Er kann ja auch der Meinung sein, dass er und seine Assistenten alles gesehen haben, und den Videoschiedsrichter nicht benötigen.

  • User
  • 09.02.2010 14:56:27 OE

    Es geht nur und ausschließlich um Grenzwerte, die mir sagen, der Ball ist drin oder nicht drin.

    Genau und der Chip im Ball liefert dann ein wenig bessere Ergebnisse darüber, ob der Ball drin war oder nicht, als es Schiedsrichter kann. Nur das sich dann die große Mehrheit der Zuschauer auf den Chip verlassen wird und alle Entscheidungen als "wahr" hinnehmen wird. Trotzdem macht das System auch Fehler, wir erkennen sie bloß nicht. Alles bestens, oder?

    Dann kommt als nächstes irgendein Arzt, der behauptet das menschliche Auge könne gar keine Abseitsstellung erkennen und Andreas Blenke fordert noch mehr Kameras oder Chips, die wieder keine absolute Sicherheit bieten können, weil es die nicht gibt.

    Ich finde es lohnt sich einfach nicht, solche scheinbaren Verbesserungen einzuführen, weil die strittigen Szenen viel zu selten auftreten. In einer Bundesligasaison finden 306 Spiele statt. In wie vielen davon fallen Tore die nachweislich zu unrecht gegeben wurden? In wie vielen Fällen wurde fälschlicherweise auf Abseits erkannt? Aber bitte auch in wie vielen knappen Fällen wurde richtig entschieden?

    Das Problem ist eigentlich gar keines und wird von Menschen in der Diskussion gehalten, die jede kleine Unzulänglichkeit ausmerzen wollen. So gesehen eine typisch deutsche Debatte.

  • User
  • 10.02.2010 09:21:29 Andreas Blenke

    Nun, mag sie typisch sein, rein deutsch ist sie jedenfalls nicht, mmerhin ist ja besagter Arzt ein Spanier. Außerdem lebt in dieser Debatte anscheinend ein Trugschluß fort. Tatsächlich geht es nicht um uneingeschränkt zweifelsfreie Entscheidungen sondern schlicht um Rechtssicherheit und Rechtsfrieden.

    Wenn alle einer Rechtsprechung Unterworfenen sie für hinreichend (also nicht unbedingt zweifelsfrei) gerecht halten, reicht das ja schon. Mit dem Fußballschiedsrichter als Sonderform der Schiedsgerichtsbarkeit verhielt es sich lange so, daß alle Beteiligten mit seiner Leistung ausreichend zufrieden waren, auch wenn man wußte, daß er als Mensch zwangsläufig fehlbar sein mußte.

    Dann kam (salopp verkürzt) das Fernsehen und deckte lauter Fehlentscheidungen auf, so daß diese Vertrauen geschwunden ist; zur Wiederherstellung desselben benötigt der Schiri nun deshalb Hilfsmittel, die die Glaubwürdigkeit seiner Entscheidungen untermauern. Das ist allgemein anerkannt, sogar bei der FIFA. Es geht lediglich darum, welches das geeignetste Hilfsmittel sei: Chip, Torkamera, Videobeweis oder zusätzliche Schidesrichter (wie gerade erprobt).

    Ein System wie der Chip liefert nach objektiven Kriterien gemessene Daten, die von allen Beteiligten anerkannt und als hinreichend wahr betrachtet werden können (auch wenn eine marginale Ungenauigkeit, z. B. durch Verformung des Balles, bestehen bleibt). Damit wäre das Problem zunächst gelöst (bis die immer größere Rechenkraft immer billigerer Chips, dieses Vertrauen wieder zerstört), und das ist ja wohl alles, was erreicht werden soll und erreicht werden kann.

  • User
  • 10.02.2010 11:14:59 Okolov

    mal ne frage, gibts nich beim eishockey auch son torkamera dingens?

  • User
  • 10.02.2010 11:16:22 Okolov

    das funktioniert doch gut, also warum nich übernehmen?

  • User
  • 10.02.2010 11:17:54 Karpfenluder

    Dann lies Dir mal den ganzen Fred hier durch. Dann weißte, warum. Bis übermorgen dann,ne.............

  • User
  • 11.02.2010 16:02:49 BOD

    rugby ist nun mal nicht fussball

    Schon war. Aber zum Rugby gehen auch zehntausende. Vor allem bei Länderspielen, aber auch bei Play-offs der Meisterschaften und nationale sowie internationale Pokalspiele oder Derbies in Frankreich, Irland, England, Wales, Neuseeland und Südafrika.

    Zum Beispiel ist der walisische Rugbyverband ja Besitzer des Millenium Stadiums und der irische Rugbyverband Besitzer von Landsdown Road.

    Aber was noch viel wichtiger ist, was die meisten in Deutschland nicht wissen: Rugby gehört mit zu den kommerzialisiertesten Sportarten weltweit (im Profibereich), nachdem man nach 1995 den Amateurstatus von Rugby aufhob. Also, wenn die Chance schon nicht im Rugby genutzt wird, dann ist der Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es im Fußball auch so wäre.

  • User
  • 11.02.2010 16:07:25 BOD

    Also jetzt bezogen auf die These, dass eine Einführung zum Videobeweis noch mehr Werbung schaffen würde.

  • User
  • 11.02.2010 16:33:54 BOD

    *wahr

  • User
  • 12.02.2010 10:35:52 OE

    Außerdem lebt in dieser Debatte anscheinend ein Trugschluß fort. Tatsächlich geht es nicht um uneingeschränkt zweifelsfreie Entscheidungen sondern schlicht um Rechtssicherheit und Rechtsfrieden.

    Ganz sicher geht es in dieser Debatte nicht um Rechtssicherheit und Rechtsfrieden, sondern um Geld. Die Firma, die das Ding entwickelt hat, gauckelt Sicherheit vor. Die entstehenden Pausen werden für Werbung genutzt. Rechtssicherheit besteht nämlich aktuell schon. Wenn der Schiri entscheidet ist es eine Tatsachenentscheidungen, wenn nicht kommt der grüne Tisch zum Einsatz. Ob mehr Rechtsfrieden entstehen würde, bleibt nicht nachweisbar. Sobald das erste Tor durch Chip zu- oder aberkannt, wurde werden die gegnerischen Fans "Scheiß Chip" skandieren.

    Dann kam (salopp verkürzt) das Fernsehen und deckte lauter Fehlentscheidungen auf, so daß diese Vertrauen geschwunden ist;

    Das halte ich - wie oben schon erläutert - für Käse. "Lauter Fehlentscheidungen" ist totaler Schwachsinn, falls du schon mal ein Fußballspiel im Fernsehen verfolgt hast. Fehlentscheidungen kommen vor und die wird es auch weiterhin geben - auch mit Chip.

    Das ist allgemein anerkannt, sogar bei der FIFA.

    Das ist schlicht und ergreifend falsch. Siehe hier

  • User
  • 12.02.2010 12:15:36 UrmelAusmEis

    "Ganz sicher geht es in dieser Debatte nicht um Rechtssicherheit und Rechtsfrieden, sondern um Geld. Die Firma, die das Ding entwickelt hat, gauckelt Sicherheit vor. Die entstehenden Pausen werden für Werbung genutzt."

    Ein guter Teil der Debatte dreht sich um eine Technologie, die gerade diese Pausen verhindern soll. Mir und vielen anderen geht es ganz sicher nicht um Werbepausen, auch nicht um Geld (wie auch). Um Rechtssicherheit hingegen geht es mir durchaus - vor allem um die objektive, anerkannte Instanz, die, wenn sich schon nicht 100%ig genau messen kann, so doch zumindest alle exakt gleich bescheißt.

zum Forum

Logge Dich ein, um einen Beitrag zu schreiben!

VON DEN LESERN EMPFOHLEN



DIE AKTUELLE UMFRAGE

Boah, der Pokal...

nervt
hat seine eigenen Gesetze
gehört uns
muss auch mal wieder poliert werden
ist schäbbig wie die Nacht
Entschuldigung, aber ich interessiere mich nicht für unterklassigen Fußball




Union Berlin: Fans können Stadionaktien kaufen


Sätze, die Uli Hoeneß sagt, wenn sein Klub gegen den FC St. Pauli verliert

  • »Die Paulianer sind gerannt, ich glaube, da liegen heute noch welche unterm Sauerstoffzelt. Und bei uns werden 30 Minuten nach Spielschluss schon wieder Sprüche geklopft und Karten gespielt. Die Spieler essen Scampis, und ich habe eine schlaflose Nacht.«

Das Tagesticker-Archiv

11Freunde Liveticker

11FREUNDE @ TWITTER

Torkamera?

Ja!
Nein!