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Warum der Jens so wütend ist

Zinedine Lehmann

Text: Dirk Gieselmann  Bild: Imago

Jens Lehmann wütet, zermalmt Füße, klaut Brillen. »Was ist denn mit dem los?«, fragen sich viele. »Warum tritt er nicht einfach zurück?« Doch dass ihm der Rücktritt so schwer fällt, ist ja der Grund für seine Riesenwut. Ein Erklärungsversuch.

Warum der Jens so wütend ist - Zinedine Lehmann


Die Lichter erlöschen, der Jubel verstummt, der Adrenalinpegel sinkt und steigt nicht wieder an. Eine beängstigende Vorstellung für jemanden, der 20 Jahre lang vom Licht, vom Jubel und vom Adrenalin gelebt hat.

Für Jens Lehmann ist diese Vorstellung ganz konkret. Er ist nun 40. Noch ein halbes Jahr, dann geht er in Rente.  

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Im Hochleistungssport setzt der Körper den Athleten eine natürliche Grenze. Mit Anfang 30 beginnt er abzubauen, und bald sind die Muskeln nicht mehr schnell genug, um mithalten zu können. Gleichzeitig jedoch, und das ist die Tragik des Athleten, erreicht der Geist eine Reife, die ihn das Spiel erst komplett verstehen lässt. Der Sportler könnte – aber er kann nicht mehr. Da steckt ein fitter Geist in einer verfallenden Hülle und muss feststellen, dass er seine Ideen entweder zu langsam oder gar nicht mehr umsetzen kann. Das macht ihn wütend.  

Zeit, die voranschreitet und kränkt 

Aus dieser Wut kann, wenn der Athlet ein paar Mal darüber geschlafen hat, die Einsicht entstehen, dass es besser ist aufzuhören. Oder aber die Wut wächst sich aus zur Rebellion. Gegen den eigenen Körper, gegen die Objekte, die den Körper bedrohen, gegen das Umfeld, das es ihm so schwer macht, gegen die Zeit, die voranschreitet und ihn kränkt.  

Es ist sinnlos. Niemand wird Rücksicht nehmen auf einen greisen Spieler, der das Spiel zwar lesen kann wie Teiresias, der blinde Seher, aber sich selbst nicht mehr bewegen kann. Die Lichter werden erlöschen, der Jubel wird verstummen, der Adrenalinpegel wird sinken und nicht wieder ansteigen. Nur ab und an ein Flackern, ein Rauschen von ferne, ein Kribbeln im Bauch. Ach. Damals. Vorbei.  

Und der Athlet merkt, dass er süchtig war, nach den Lichtern, dem Jubel, dem Adrenalin. Der Schriftsteller und Journalist Jürgen Leinemann nennt es den »unersättlichen Hunger nach Anerkennung und Bestätigung«. Er schrieb in seinem Werk »Höhenrausch« über Politiker und ihre Sucht nach Macht, aber seine Sätze treffen auch auf Sportler zu: »Mikrofone, Blitzlichter, Fernsehkameras – die eigene Dauerpräsenz in den Medien. Je weiter man kommt, desto höher die Dosis«, so Leinemann. »Jede Tür wird aufgerissen, jede Fahrkarte wird dir besorgt. Die Umwelt dienert. Und wer oben angelangt ist, führt ein scheinbares Königsleben.«

Dieses Königsleben soll nun aufhören, es beginnt schlimmstenfalls das Leben eines Ex-Profis, eines TV-Experten, eines Erzählonkels, den die Redaktionen für ihre »Was macht eigentlich...?«-Rubriken anrufen. Jens Lehmann hat noch ein halbes Jahr, bis es soweit ist. Ein halbes Jahr Wut auf den Körper, der nachlässt, ein halbes Jahr Angst vor dem Danach.

Selbstzerstörung vor Millionenpublikum

Bei Zinedine Zidane waren es einmal 90 Minuten. Es war das WM-Finale 2006 zwischen Frankreich und Italien, Zidanes letztes Spiel. Der Meister war in einer höchst seltsamen Verfassung. Erst kegelte er einen Elfmeter so überheblich ins Tor, dass er selbst beim Freizeitkick unter Freunden dafür Ärger gekriegt hätte. Dann rammte er seinem Gegenspieler Marco Materazzi seinen kahlen Schädel auf den Solar Plexus und flog vom Platz. Eine Selbstzerstörung vor Millionenpublikum. Vor Wut? Vor Angst? Wer weiß?  

Jens Lehmann hat das Pech, dass sich seine Selbstzerstörung so elend lang hinzieht, dass das Millionenpublikum schon genervt ist. Sie verteilt sich auf viele einzelne Entgleisungen, Wutreden, Tätlichkeiten, Brillendiebstähle. Einzeln betrachtet, sind sie lächerlich und werden dem, was sich dahinter verbirgt, nicht gerecht: Der existentiellen Wut eines Athleten.

Wenn es nichts mehr zu verbrennen gibt, denkt Lehmann vielleicht, dann muss man sich selbst in Flammen setzen.  




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Kommentare

  • User
  • 15.12.2009 17:11:47 Redondo71

    »Warum tritt er nicht einfach zurück?«

    Das hat er Sonntag doch gemacht. Das kann man ihm nun wirklich nicht vorwerfen.

  • User
  • 15.12.2009 18:02:30 Roller

    Ganz nachvollziehen kann ich es nicht... niemand verbietet ihm, nach dem Rücktritt nicht weiterhin im Fussball kativ zu sein. Machen doch genug andere. Muss er sich halt dran gewöhnen nicht mehr ständig im Rampenlicht zu stehen. Gibt ja genug Platz dahinter.

  • User
  • 15.12.2009 18:12:10 Schlawiner

    Ich find den Text gut weil da Zidane erwähnt wird und es um ein generell interessantes Thema geht. Dann mag ich alles was mir vorgesetzt wird. Mehr von ihm bitte, nicht von Lehmann.
    Mehr von Yoann Gourcuff, Dani Alves, Ryan Babel, Luis Suarez.
    Lasstz gleichmäßige Verhältnisse herrschen.

    Wir sind Fußball-Fans, nicht Deutschland-Fans.

  • User
  • 15.12.2009 18:21:57 Schlawiner

    Wir sind Fußball-Fans, nicht...

    Ich mein "ich", wollte das nicht so verallgemeinern.

  • User
  • 15.12.2009 18:22:00 skifahrer

    Zinedine Zidan mit Herrn Lehmann zu vergleichen, das mag ja noch angehen. Aber ihn gleichzusetzen mit dessem Frustrationsbewältigungsprozess. Zidane hat im WM-Finale 2006, das er 1998 quasi alleine entschied, die "Familienehre" hochgehalten. Lehmann hat nur sein kümmerliches Ego, das ihn hält. Und seine Bettelei um Respekt, den er selber zu üben bei jeder Gelegenheit vergisst, ist nervend.

  • User
  • 15.12.2009 18:27:39 Rabenatz

    Tut mir Leid, aber der Artikel macht keinen Sinn. Lehmann ist topfit, hatte letzte Saison nach der Winterpause sogar den besten Fitnesstest beim VfB, der Gomez hat sich sogar aufgrund von Lehmanns Körperbau zu leicht homoerotischen Schwärmereien hinreissen lassen. An Lehmanns sportlichen Leistungen gibt es nichts auszusetzten und schwächere werdende Reflexe gleicht er mehr als gut mit einer Strafraumberrschung aus, die immer noch die beste der Welt sein dürfte. Dass Stuttgart auf einem Absteigsplatz steht, hat er sich auch am allerwenigsten vorzuwerfen.

    Was ihn wütend machen dürfte ist, dass er sich das jetzt ein halbes Jahr lang ansehen musste. Er kann ja nichts dagegen tun, dass die Jungs viel zu wenig Tore geschossen haben. Er ist doch sogar einige male noch mit nach vorne gegangen, um gegen Ende des Spiels noch mal alles zu versuchen.

    Was ihn noch viel wütender machen dürfte ist die Ungleichbehandlung auf dem Spiefeld und die mittlerweile unmenschliche Medienhetze gegen ihn, die seit seiner Rückkehr nach Deutschland fieberhaft daran arbeitet, den Mann fertig zu machen. Teils die geleiche Medien und Menschen, die Kahn für jede seine kranken Aktionen hochgejubelt haben. Dabei ist Lehmann nicht nur auf dem Platz harmloser als Kahn sondern auch als Privatmensch ein besseres Vorbild. Stattdessen wird gehetzt ohne Ende, wurde er schon immer für Lapalien schlimmer oder überhaupt bestraft, während Kahn für wirklich üble Dinge nicht mal eine gelbe Karte bekam. Zudem wird un unsportlicher Heuchler wie Kahn, der nun mal wieder sein wahres Gesicht gezeigt hat vom Springerverlag zum Vorbild hochstilisiert. Ekelhaft. Ich fange gar nicht erst mit dieser ständigen Manipulation von Zitaten, gewollter Stimmungsmache, verdrehten Tatsachen, dieser Hexenjagt an.

    Da wundert es mich nicht, dass Lehmann nach so einem Spiel neben sich steht, wenn er von den Kameras durch die Gegend gehetzt wird und man jetzt nicht mal mehr den Privatmenschen und Ruhe lässt. Wie war das mit Menschenwürde? Was war noch mal mit Enke? Die Medien und der Pöbel würde sich doch noch daran aufgeilen, wenn der nächste sich umbringt oder psychisch zusammenbricht. Erst dann sieht man die Spieler wohl wieder als menschliche Wesen, wenn auch nur ein paar Tage.

  • User
  • 15.12.2009 18:40:18 Taylomat

    @Rabenatz

    Ganz ruhig Conny, bald hast du Deinen Jens für Dich alleine und keiner wird ihn vermissen.

  • User
  • 15.12.2009 18:45:40 Shinook

    was wird denn da gefaselt? erstmal danke Gieselmann für einen meines Erachtens grundsätzlich nett geschriebenen Text. Rabenatz, dein Gerede ist ziemlich unlesbar.

    Lehmann stünde nicht da wo er steht wenn er es sich nicht selbst zuzuschreiben hätte. Lehmann hat sehr wohl Anteil an Stuttgarts Platzierung, siehe Sonntach. Lehmann wird überhaupt nicht nach seiner Rückkehr runtergemacht, ganz im Gegenteil wurde im sein Englandaufenthalt positiv anerkannt.

    Nur dass Monsieur Pläte jetz einen Rappel nachm nächsten kricht und sich der große Teil der Zuschauer n Kringel lacht wenn ein Balljunge dem Jens zeigt wo der Hammer hängt, das ist nbunmal nicht verkennen und auch keine erfundene Geschichte.

    Und ja so ist es nunmal, wer im Lichtkegel steht sieht numma schneller scheisse aus. Und wenn man sich derart albern aufführt, ist die ganze Geschichte auch keine Wunder.

    Nur Rabenatz, wenn du jetz mit so einer Moralistenkacke daherkommst à la: Hee hinterher bringt der sich auch noch um, also besser nix sagen! - Neee Froindchen, wennet wat zu lachen gibt dann wird gelacht! Das is so und gehört sich auch so!

    Und noch was:

    Zidanes Abgang = groß, unvergesslich, gebührend
    Lehmann = lächerlich, nervig, gebührend

  • User
  • 15.12.2009 18:47:26 doc9

    Ich finde, der Text hat einen wirklich guten Ansatz.
    Für das "Your Ex-Lover Is Dead"-Zitat am Schluss gibts Extrapunkte :)

    Lehmanns buchstäbliche Torschlusspanik ist mit Sicherheit einer der Gründe für sein seltsames Verhalten, wenn auch nicht der einzige.

    Was Rabenatz sagt kann ich aber auch dick unterschreiben.
    Das DSF kann sich für die gestrige Bundesliga-Sendung mal wieder auf die Schulter klopfen. Schlimmer ist wohl nur, dass ich es mir auch noch reingezogen hab...

  • User
  • 15.12.2009 18:51:45 skifahrer

    at Rabenatz:
    Wäre Lehmann Anfang zwanzig, könnte ich halbwegs nachvollziehen, was Rabenatz da schreibt. Und wäre Kahn der Idiot, als den er ihn hinzustellen versucht, auch. Aber Kahn war Welttorhüter und Lehmann ist Anfang 40. Von Reife, von Gelassenheit und von Souveränität sollte man sich in solchen Lebensjahren leiten lassen. Wer dann immer glaubt, mit kurzen Hosen den Springteufel machen zu müssen, kommt vielleicht mit seinem Dasein nicht ganz klar. Stuttgart steht unten, Lehmann hat das mit deinen Weltklasse-Leistungen nicht verhindern können, was ihn wiederum zum Frusttheater treibt ? Lehmann hat schlichtweg ein komplett schiefes Bild von der Welt und sich. Das beweist er von Spiel zu Spiel.

  • User
  • 15.12.2009 18:52:42 Tzaduk

    Als ehemals großer Lehmann-Fan kann ich nur sagen: Jeder andere, der son Denkmal zerkloppt, gehört verbannt. Wenn der Jens das aber selbst tut, kann man nur daneben stehen und den Kopf schütteln...
    Das auf die Medien zu schieben, ist klassisch verblendet. Wenn der Jens nicht beim Pinkeln erwischt werden will, dann darf er das eben nicht vor allen Kameras tun. Wenn sich einer meiner Spieler mal eben inne Büsche haut, weil Halbzeit ist, dann findet man das zwar albern - aber nicht im Aktuellen Sportstudio. Wenn jeder Fast-Rentner hierzulande solche Nummern abzöge, dann gute Nacht, Deutschland... Dann sollte man die Rente vielleicht doch erst ab 80 einführen.

  • User
  • 15.12.2009 18:55:33 sma

    Schöner Text... schon wieder vom Sportsfreund Gieselmann! Klasse!

    Ich glaub aber, dass es in diesem Fall am Thema vorbei geht.

  • User
  • 15.12.2009 19:05:33 die satanische ferse

    Jetzt wollte ich gerade einen Kommentar zu Herrn Rabenatzens Worten losewerden, aber die Sportkameraden Shinook, Skifahrer und Taylomat waren schneller...und richtig....

  • User
  • 15.12.2009 19:08:03 schabernack

    puuuh, wenn ihr Lehmann einfach doof findet und als genau den Vollidiot sehen wollt, den er in den Medien verkörpert, dann braucht ihr euch auch keinen "Erklärungsversuch" von Gieselmann durchlesen oder diesen loben.


    Ich würde mich allerdings freuen, wenn Lehmann zum richtigen Abschluss seiner Karriere noch einen richtigen Auftritt kriegen/machen würde, der die ganzen lächerlichen Kinkerlitzchen toppt ...

    Ich mein, Pinkel-Affäre: ganz witzig; oder die Aktion gegen Bance; sowas bringt der doch in jedem Spiel, nur sonst hat man das - wie anno dazumal bei Kahn (Fußballgott hab ihn selig!) - einfach zugelassen.

  • User
  • 15.12.2009 19:13:43 GTEvo

    Du warst schonmal seriöser Dirk^^
    Dein Artikel ist puresHornbrillenmillieu-Polemik Hoch 10 ^^

    Lehmanns gesamte Karriere war auf Provokation ausgelegt.
    Sportlich war Lehmann ohne Klinsmann und die Trittbrettfahrer Kahnintrohnisierung immer nur ein Guter..NIE der Beste.

    Nur durch Vetternwirtschaft, Kumpanei und politischer Intrigen ist er Heute der Gefühlt Größte und Netzer-Nachfolger!
    Ohne Internet und Ohne dem Multimediazeitalter wäre Lehmann schon weit vor 2006 mit der Straßenbahn nachause getingelt.

    Lehmann ist ein eitler Fatzke..ein ungezogenes "Einzelkind" das sein Leben auf Image aufgebaut hat und nicht durch Leistung.
    Lehmann fehlt dafür schlichtweg die individuelle Klasse.
    Ohne Klinsmann würdet Ihr dieser Mimose keine Aufmerksamkeit schenken und Ihn NiEMALS reflexartig mit Kahn vergleichen.
    Lehmann ist ein Bandit und kein Held der durch Taten zum Helden wurde.
    Lehmann ist ein Poser, ein Blender..Alleine für sich ist er die personifizierte Beleidigte Leberwurst ohne tatsächliche Ausnahmefähigkeit.

    Es ist ein Verbrechen, eine Schande am Sport und seinen leistungsbezogenen Werten!, dass er immer mit dem tatsächlich Besten assoziert wird, ist Betrug und Verrat am Sport, am Leistungsprinzip, am Fairplay, an Turnvater Jahn.
    Dein Pamphlet Dirk, ist Fetischismus eures HornbrillenMilliues!
    Du weisst das "und ich weiss das"

    LehMANN & KlinsMANN sind Fußballterroristen
    Da beisst die Maus keinen Faden ab...

    Holger

  • User
  • 15.12.2009 19:14:31 schabernack

    @ skifahrer:

    das Ganze würde doch umso bedenklicher, so betrachtet, dass ein 40-jähriger offensichtlich nicht mit "seinem Dasein klar kommt" und "ein komplett schiefes Bild von der Realität" hat...


    ich bin zwar auch entgegen Rabenatz der Meinung, man braucht sich keine Sorgen um Lehmann zu machen, aber der medienkritische Erklärungsansatz steht dem Gieselmannschen an Plausibilität in nichts nach.



    (Kaum sagt einer Enke, hat er automatisch in allem unrecht...?! Gut, dass wir darüber geredet haben.)

  • User
  • 15.12.2009 19:22:20 bergomi

    lehmann sollte leise die tür zumachen und gehen. normalerweise würde ich mir eher selbst eine kippe auf dem augenlid ausdrücken, bevor ich sowas zugebe, aber GTevo hat in diesem fall weitestgehend recht.

    lehmann hatte nie den nimbus der unbezwingbarkeit, wie sie kahn in seiner besten zeit hatte. er war schon immer arrogant und ein poser, der jetzt nicht damit klar kommt, dass die ohnehin ungerechtfertigte mediale aufmerksamkeit langsam zu ende geht.

    zidanes abgang war groß, lehmann ist peinlich.

  • User
  • 15.12.2009 19:22:46 bergomi

    ach ja, und für das stars-zitat gibt's daumen hoch!

  • User
  • 15.12.2009 19:25:22 GTEvo

    Lehmann

    Erfolge/Titel

    Als Nationalspieler

    * Weltmeisterschafts-Zweiter: 2002 (als Ersatztorhüter ohne Einsatz)
    * Confed Cup Dritter: 2005
    * Weltmeisterschafts-Dritter: 2006
    * Europameisterschafts-Zweiter: 2008

    Mit seinen Vereinen

    * UEFA-Pokal: 1997
    * Italienische Meisterschaft: 1999
    * Deutscher Meister: 2002
    * Englischer Meister: 2004
    * FA Community Shield: 2004
    * FA Cup: 2005

    Auszeichnungen

    * Bester Torhüter Europas: 1997, 2006
    * Bester Torhüter der Premier League: 2004
    * Zweiter bei der Wahl zum Welttorhüter des Jahres 2006
    * Man of the Match, FA Cup Finale '05: 2005:
    * Silbernes Lorbeerblatt mit der Deutschen Nationalmannschaft, All Star Team Fußball-Weltmeisterschaft 2006
    * Bambi, sportliche Leistung und Teamgeist: 2006
    * Steiger Award in der Kategorie Sport, Fairness und Teamgeist: 2008

    Kahn

    Erfolge und Titel

    Als Nationalspieler

    * Europameister (als Ersatztorwart ohne Einsatz): 1996
    * Weltmeisterschafts-Zweiter: 2002
    * Confed Cup Dritter: 2005
    * Weltmeisterschafts-Dritter (als Ersatztorwart mit einem Einsatz): 2006

    Mit seinen Vereinen

    * UEFA-Pokal: 1996
    * Deutscher Meister: 1997, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006, 2008
    * DFB-Ligapokalsieger: 1997, 1998, 1999, 2000, 2004, 2007
    * DFB-Pokalsieger: 1998, 2000, 2003, 2005, 2006, 2008
    * UEFA Champions League: 2001
    * Weltpokalsieger: 2001

    Auszeichnungen

    * Bester Bundesliga-Torhüter: 1994, 1997, 1998, 1999, 2001
    * Welttorhüter: 1999, 2001, 2002
    * Bester Torhüter Europas: 1999, 2000, 2001, 2002
    * Deutschlands Fußballer des Jahres: 2000, 2001
    * Fairnesspreis der UEFA: 2001
    * Bambi: 2001, 2006
    * Man of the Match für seine Leistungen im CL-Finale: 2001
    * Bester Spieler der WM 2002 (Adidas Goldener Ball, als erster Torhüter): 2002
    * Bester Torhüter der WM 2002 (Lev-Yashin-Trophäe): 2002
    * 2. Platz bei der Wahl des Weltfußballers: 2002
    * Bayerischer Sportpreis Kategorie Persönlicher Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten: 2002
    * Goldener Ehrenring der Stadt München für seine hervorragende Verdienste um den Sport in München: 2003
    * Aufnahme in die FIFA 100, eine von der FIFA herausgegebene Liste mit den 125 besten noch lebenden Fußballern: 2004
    * Silbernes Lorbeerblatt mit der Deutschen Nationalmannschaft: 2006
    * SPORT-BILD-Award für die beste Sportidee: 2006
    * Bambi, sportliche Leistung und Teamgeist: 2006
    * Goldener Prometheus 2006 des Fachmagazins V.i.S.d.P. in der Kategorie Coup des Jahres[6]: 2007
    * Ehrenspielführer des FC Bayern München 2008
    * Rang 4 im All-Time World Goalkeeper Ranking (1987-2008) der IFFHS[7]

  • User
  • 15.12.2009 19:30:07 Stoms2

    So ein Käse, ich glaub da hat einer Namen vertauscht.

    Für jede Aktion die Kahn auf dem Spielfeld kann man eine von Lehmann daneben stellen. Beißen, treten, da war immer alles drin.

    Aber abseits ist Kahn, übrigens nicht nur beim Springer-Verlag, sondern auch bei der Mehrheit der Fußballfans, wesentlich beliebter. Weil er ein Mensch ist der immer geradeheraus seine Meinung sagt und diese nicht in nem Halbsatz als sarkastische Spitze verkauft.

    Früher konnte man das eher hinnehmen, als seine Leistung noch unbestrittenermaßen Weltklasseniveau hatte.
    Aber seit seiner Rückkehr in die Bundesliga spielt er Mittelmaß und kostet den VFB regelmäßig Punkte und Sympathien.

    Zustimmen kann man dir nur bei deinem letzten Absatz. Allerdings hat die Sache vielleicht noch positive Effekte. Sollte er sich seinen Brillenklau mal angesehen haben, könnte das zu nem Umdenken führen. Oder, und das ist leider die wahrscheinlichere Varinate, auch nicht.

  • User
  • 15.12.2009 19:31:47 schabernack

    moment mal... Kahn..??!



    ...war das nicht dieser deutsch-blonde Torwart aus den Fußball-Mangas?

  • User
  • 15.12.2009 19:47:40 schillo

    Niemand wird Rücksicht nehmen auf einen greisen Spieler, der das Spiel zwar lesen kann wie Teiresias, der blinde Seher,...

    griechisch-LK, oder wat ;D

  • User
  • 15.12.2009 20:03:20 Stoms2

    Sorry, dass mein Post so spät kam und so ausm Kontext is. Fenster zu lang auf und nicht mitbekommen, dass Rabenatz schon korrigiert wurde für den Käse.

  • User
  • 15.12.2009 20:33:27 wojcicki

    Der ganze Scheiß nervt jetzt ...
    Okay, ich hab meinen Spaß gehabt mit ihm. Ich hab mir alles reingezogen. Aber das war´s jetzt aber auch, ICH WILL DIE NÄCHSTE SCHLAMPE!

    Mensch Holgi, daß der Kahn den Bamibi bekommen hat, Respekt. Und du hast die dreimalige Ernennung zum Mitarbeiter der Woche bei dieser japanischen Reisschüsselfirma vergessen. Ihr Münchner habt doch echt Komplexe ...

  • User
  • 15.12.2009 20:42:39 käthe drale

    GTEvo, schön, dass Du hier das halbe Fußballlexikon abschreibst; aber so'n Kahn-Lehmann Vergleich macht nur in einer Hinsicht Sinn: Beide haben gewaltig einen an der Waffel!

  • User
  • 15.12.2009 20:55:19 UrmelAusmEis

    FÜr mich war Lehmann ungefähr eineinhalb Jahre lang tatsächlich der beste deutsche Keeper, was aber nicht ausschließlich an der eigenen Klasse lag, sondern an einer schaurigen Selbstfindungsphase des ehemaligen Titanen.
    Da Kahn diese fiese miese Krise just zu der Zeit hatte, als mit Klinsmann ein neuer Trainer das Amt übernahm, war dessen Entscheidung pro Lehmann rein sportlich absolut einwandfrei.

  • User
  • 15.12.2009 21:25:14 Hotte80

    Fairnmuahahahahihihihihahahaesspreihihihihis, köstlich, Holgi, das ist köstlich.
    Und, BRÜLLER!, SPORT-BILD-Award für die beste Sportidee.

  • User
  • 16.12.2009 00:52:15 Pherenike

    Den Vergleich der Situation in der Zizou sich befand mit der von Jens Lehmann zu vergleichen ist unangemessen; bei Zidane war es eine Katastrophe, bei Lehmann lediglich eine Farce.

    Dass der Autor die Haltung Lehmanns auf das Alter und auf die Angst vor der Zeit nach dem Fußball reduziert, erscheint mir bei dem Verhalten das dieser während der gesamten Zeit seines Profi-Daseins an den Tag legte, zu kurz gegriffen. Torhüter haben generell ihre "Macken", der eine mehr, der andere weniger, auch in jungen Jahren. Ich erinnere zum Beispiel nur an 1993, als Lehmann von Trainer Berger auf Schalke in der Halbzeit ausgewechselt wurde und Lehmann nicht das Ende des Spiels abwartete, sondern mit der Straßenbahn nach Hause fuhr. Zu Kahn braucht es nur ein paar Stichworte und jeder Fußballfan ist im Bilde: beissen, kratzen, würgen, Nase bohren, Kung Fu.

    Fußball ist nun mal kein Hallen-Halma und ich würde die Sache nicht so hoch hängen, zumal Bancé ebenfalls provoziert hat. Hätte der Schiri schon bei der Attacke von Bancé gegen Lehmann beiden Spielern Gelb gezeigt (Lehmann wegen Spielverzögerung), dann wäre es nicht zu dieser Eskalation gekommen; dies ist meine feste Überzeugung.

    Pherenike

  • User
  • 16.12.2009 09:57:07 thobec136

    Zwei Dinge möchte ich an dieser Stelle gerne anmerken:

    1. Der Vergleich Zidane/Lehmann hakt meines Erachtens gewaltig, da sie einen Komplett anderen Ursprung haben. Bei Zidane war das WM-Turnier eine positive Entwicklung. Weiterkommen von Runde zu Runde mit dem Höhepunkt Finale. Bei Jens Lehmann ist es eine sportlich negative Situation, die in der Trennung des VfB von Markus Babbel und der Begleitumstände (Fanproteste etc.) gipfelte.

    2. Die hier teilweise angesprochene mangelnde Klasse Jens Lehmanns im Vergleich zu Oliver Kahn, gerade im Hinblick auf die WM 2006, und die daraus abgeleiteten Vorwürfe der Vetternwirtschaft, entbehren doch jeder Grundlage. Wenn man zu dieser Zeit einige Spiele von Lehmann und Kahn gesehen hat, dann erkennt man - auch als Fußballlaie -, dass hier ganz verschiedene Interpretationen der Torhüterspiels vorliegen. Insofern ist es nachvollziehbar, dass ein Trainer sich für eine bestimmte Spielweise entscheidet. Die Begleitumstände dieser Entscheidung, die Art und Weise, hielt auch ich im Vorfeld der WM für fragwürdig.

  • User
  • 16.12.2009 10:01:24 rumpler

    Mir scheint, es wird schlichtweg immer deutlicher, dass Lehmann einfach den ein oder anderen miesen Charakterzug hat.
    Das wäre auch völlig o.k., muss wohl als Torhüter so sein, wie man gemeinhin behauptet, allerdings schwingt nun gerade Lehmann sich ja des öfteren zum Moralapostel auf und dann wird's halt peinlich.

    Den Zidane-Vergleich finde ich nicht angebracht. Materazzi ist als krankhafter Foulspieler (verbal und körperlich) hinlänglich bekannt und Zizu ist halt die Sicherung durchgebrannt. Nicht besonders clever für 'nen "alten Hasen", kommt aber mal vor...

  • User
  • 16.12.2009 10:31:24 ColePorter

    Ihr habt doch alle zuviel Zeit.

  • User
  • 16.12.2009 13:07:52 Süüdkurvä

    richtich. aber "Springteufel in kurzen Hosen" - gold wert, treffend formuliert, glückwunsch skifahrer!

  • User
  • 16.12.2009 13:15:29 AbteilungAttacke

    @ Cole

    Jau, ich auch.

    @ Schabernack

    Richtig, nur weil man Enke ins Spiel bringt (wie Rabe es getan hat), muss es nicht automatisch heissen, dass man damit im Unrecht liegt. Gilt aber auch für den gegenteiligen Fall, nä ? Und wenn man sich den Trend im Forum hier anschaut, besteht wohl eher die Gefahr einer Überbeanspruchung von der Tragödie um Enke, als umgekehrt. Egal ob Attacken gegen Hopp, das Geschwafel von Babbel, dem Unmut der Club-Fans und nun auch noch Lehmann (um nur mal die Freds reinzubringen, die mir spontan einfallen) - irgendwie scheint der Robert über allem zu schweben. Muss auch nicht sein.

  • User
  • 16.12.2009 14:14:48 Shinook

    Kahn war aber eben Kahn. Der durfte das. Man konnte seine Fresse hin und wieder auch nich sehen, aber im Grunde hat man ihn und seine Sachen akzeptiert. Aufgrund seiner Leistungen und Verdienste, aber auch weils eben der Titan war, der sich mit seinem Charakter den Raum dazu geschaffen hat.

    Sandburgenjens "Randerscheinung" Pillehmann darf das nich. Ganz objektiv.

    SPORT-BILD-Award für die beste Sportidee: 2006. hehehehehe

  • User
  • 16.12.2009 14:16:22 ColePorter

    Auf den Punkt gebracht:

    Kahn = Titan
    Lehmann = Vollpfosten.

  • User
  • 16.12.2009 14:16:22 Shinook

    Mist Hotte, übersehen. Mann der Award is aber auch gut! Bekommt man sowas selber auch?

    Ich hätte da einige pädophilenfreundliche Ansichten für die Umkleidekabine der D-Jugend...

  • User
  • 16.12.2009 14:17:05 Haensgen vom Deich

    Merke!

    Titan sein schützt vor Vollpfostigkeit nicht!

  • User
  • 16.12.2009 14:19:17 ColePorter

    Haensgen, richtig.

    Andererseits:

    Ein Vollpfosten macht noch keinen Titan.

  • User
  • 16.12.2009 14:20:48 Shinook

    Anders: Einmal Titan, macht Vollpfosten sein nix mehr.

    Einmal Vollpfosten, dann hilft auch Titan werden nix mehr.

  • User
  • 16.12.2009 14:21:56 ColePorter

    A propos Vollpfosten:

    Die weitere Entwicklung von "Ich bastel gerne an Modellflugzeugen und lass sie in Ahlhorn fliegen"-Wiese interessiert mich schon. Das Zeug zum Titan-Azubi hätte er.

  • User
  • 16.12.2009 14:23:51 ColePorter

    Verzeihung!!

    Wobei: Ein Hubschrauber ist ein Flugzeug, ein Flugzeug aber nicht per se ein Hubschrauber!

  • User
  • 16.12.2009 14:24:14 Shinook

    Hui, das sind die Dinger die man nicht lenken kann, wa?

  • User
  • 16.12.2009 14:24:41 Shinook

    Cole ganz weitsichtig!

  • User
  • 16.12.2009 14:25:47 trafford

    wow...guter artikel. so bin ich an dieses thema bisher noch gar nicht rangegangen und habe auch sonst noch nirgends in dieser form darüber gelesen.

  • User
  • 16.12.2009 14:40:31 Haensgen vom Deich

    Ich fasse noch mal zusammen:

    Oliver Kahn: Titan, teilweise mit Hang zum Vollpfosten.

    Jens Lehmann: Vollpfosten, Möchtegern-Titan.

    Tiem Wiese: Geile Sau, Potenzial zum Nachwuchstitan.

  • User
  • 16.12.2009 14:44:10 Shinook

    ^^ Knaller is kurz vor Sylvester ziemlich untertrieben! Und im Zusammenhang mit dem selbstformulierten Text, in dem erstaunlich häufig und in loser Reihenfolge "Abstürzen", "im Arsch", "kaputt" usw auftaucht kommt die Wirkung noch besser. Ganz durchlesen ging aber nicht, dafür wurde mir dabei dann doch einfach zu schlecht. Aber für Jan ist Wiese ja einfach nur der unglaublich derbste woll?

  • User
  • 16.12.2009 14:44:55 Shinook

    Fast Haensgen, eins fehlt noch:

    Tim Wiese: Vollpfostengefahr!

  • User
  • 16.12.2009 15:25:11 ColePorter

    Haben wir echt nur 2 streitbare Torwart-Charaktere in der Bundesliga?

    Nee, wir haben Weidenfeller noch vergessen...der fällt angesichts von Lehmann und Wiese aber kaum auf.

  • User
  • 16.12.2009 15:33:26 Haensgen vom Deich

    Nun ja, im Verhalten gegenüber Mit- und Gegenspielern steht Wiesen den Kollegen Kahn und Lehman doch (Gott sei Dank) eindeutig nach.

    Und ja, irgendwer wird gleich mit Pipi in den Augen an die Olic-Szene erinnern wollen, aber das war's dann ja auch, nä.

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