Was Christian Gross leisten muss
Ein Spiel, ein Sieg
Text: Alexander Sarter Bild: Imago
Markus Babbel weg, Christian Gross da. Einen Effekt hat der Trainerwechsel beim VfB Stuttgart jetzt schon: Stagnation wird es nicht geben. Der neue Mann wird die Entwicklung beschleunigen. In die eine oder andere Richtung.
Ein Spiel, ein Sieg – und die Chefetage des VfB Stuttgart hat alles richtig gemacht. Wenn der Drittletzte der Fußball-Bundesliga am Mittwoch gegen die Rumänen mit dem kaum unfallfrei auszusprechenden Klubnamen Unirea Urziceni ins Achtelfinale der Champions League einzieht, hat sich die Trennung von Coach Markus Babbel und die Verpflichtung von Christian Gross bereits bezahlt gemacht.
Der Schweizer will beim VfB »retten, was zu retten ist« – und mit dem Einzug in die K.o.-Runde wäre schon ziemlich viel gerettet. Die Abfindung für Babbel hätten die Schwaben dann auf jeden Fall wieder in der Kasse.
Ist diese Hürde erst einmal genommen, muss Gross eigentlich nur noch das gelingen, was seinem Vorgänger geglückt ist: Der Coach mit der Vorliebe für Anglizismen muss den Klub mit einer lang anhaltenden Erfolgsserie aus den Niederungen der Tabelle in den Europacup führen. Dann haben sich beim VfB sicher alle wieder lieb.
Na ja, vielleicht doch nicht alle. Dass sich zwischen Sportvorstand Horst Heldt und den gegen Babbel mobbenden Fans in der nächsten Zeit wieder eine Liebesbeziehung entwickeln wird, scheint doch eher unwahrscheinlich. Dazu war Heldt beim Abschied seines Freundes Babbel zu deprimiert. Doch auch Heldts schlechte Laune könnte am Mittwoch ganz schnell verschwinden: Ein Spiel, ein Sieg.
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