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26.06.2011

Warum trendiger Torjubel nervt

Showorchester Ungelenk

Text: Philipp Köster  Bild: Imago

Heute startet die Frauen-WM und wenn alles richtig läuft, fallen Tore am Fließband. Was wir nicht wollen: mit den Händen geformte Herzen, geschulterte Panzerfäuste und der ganze andere Jubelunsinn. Denn Fußball bleibt ein Spiel und keine Theater-AG.

Warum trendiger Torjubel nervt - Showorchester Ungelenk


Der moderne Fußball hat viele Abscheulichkeiten hervorgebracht. Den Schalensitz, die Knappenkarte, den Videowürfel. Eine der widerwärtigsten Errungenschaften der neuen Zeit ist jedoch der Torjubel. Nein, nicht jene herzhafte Umarmung von einst, bei der sich gestandene Männer ungelenk beschmusten, ihre Schnauzbärte aneinander rieben und triumphierend die Fäuste in die Luft streckten. Wenn im modernen Fußball ein Tor fällt, flackert die Videowand, dröhnt ein Schlager aus den übersteuerten Boxen, und auf dem Rasen beginnt die Zeit der Wappenzeiger, Babyschaukler, Schuhputzer, Eckfahnentänzer, Hemdhochreißer, Eheringküsser, Zaunkönige, Rasenrutscher, Saltoschläger, Breakdancer, Salutierer, Jesus-Freaks, Pistoleros, Segelflieger, Ohrenschrauber, Abklatscher, Toreros, Trainerkuschler und Schattenboxer. 



Kaum ein Spieler, der sich noch unspektakulär von seinen Mitspielern feiern lässt. Stattdessen halten sich selbst jene Kicker für Burgschauspieler, die damals in der Weihnachtsaufführung der Grundschule nicht einmal den Esel spielen durften, weil die Klassenlehrerin Angst um ihre Reputation hatte. 

Die schlimmsten Jubler in der der Bildergalerie >>>

Also sehen wir Samstag für Samstag groteske Pantomimen, die dem Zuschauer im Stadion und vor den Bildschirmen vor Scham körperliche Schmerzen bereiten. Wenn sich ein gestandener Mann wie Lucio den Ball unters Trikot stopft und debil am Daumen nuckelt. Wenn Schalkes Rafinha so gierig die Eckfahne bespringt, dass sicher auch auf »Youporn« ausreichend Klicks zusammenkämen. Und wenn Franck Ribéry sich mit klebrigem Pathos ans Bayern-Wappen greift, während Stürmerkollege Luca Toni eine eingebildete Glühbirne im Ohr verschraubt, in der vergeblichen Hoffnung, dass es im Kopf ein wenig heller werde.

Fatale Folklore

Wie konnte es soweit kommen, dass jedes Wochenende aufs Neue das Showorchester Ungelenk Premiere feiert? Nun, wer mit dem ganzen Mist angefangen hat, ist zweifelsfrei dokumentiert. Roger Milla feierte seine Tore bei der WM 1990 in Italien mit einem Makossa-Tanz an der Eckfahne. Was damals noch als afrikanische Folklore durchgehen mochte, hatte fatale Folgen. Fortan hampelten nämlich auch dutzendweise Mitteleuropäer so hüftsteif an der Eckfahne herum, dass im deutschen Tanzlehrerverband eine Krisensitzung die nächste jagte. Die nächste Stufe des Grauens zündete dann der Brasilianer Bebeto, der bei der WM 1994 nach Toren eine imaginäre Babywiege schaukelte, um die bevorstehende Niederkunft seiner Gattin anzukündigen. In der Folge hielten es auch hierzulande Hinz & Kuntz für angebracht, die Anhänger mit ihren privaten Nichtigkeiten zu belästigen. Seither kann in europäischen Profiligen keine Spielerfrau mehr schwanger werden, ohne dass sich sofort eine mannschaftsinterne Theater-AG bildet, die bis zum nächsten Wochenende eine passende »Baby-an-Bord«-Choreographie ausarbeitet.  

Heute machen sich viele Spieler offenbar deutlich mehr Gedanken über die eigene Performance nach dem Tor als vor dem Tor. Im Training müssen wertvolle Übungen am Kopfballpendel und Laktatmessungen verschoben werden, weil sich Mittelfeld und Sturm erst einmal umständlich auf den passenden Torjubel fürs nächste Wochenende verständigen müssen. Nicht dass Kuranyis Raketenwerfer aus Versehen Bordons Babywiege wegballert. Und vor dem Spiel muss immer häufiger die Ansprache des Trainers wegfallen, weil die Spieler ein letztes Mal die komplexe Schrittfolge des Ringelreihens an der Eckfahne durchgehen.  

Imaginäre Telefone im Mittelkreis

Ohnehin artet die angestrengte Jubelei immer häufiger in Stress für alle Beteiligten aus. Anstatt sich nämlich selig in die Arme der Mitspieler fallen lassen zu können, müssen sich die Torschützen ihre Mannschaftskollegen erst einmal mit allen Mitteln vom Leibe halten, um die geplante Darbietung kameragerecht umsetzen zu können. Also rennen sie nach dem Treffer los wie die schnellste Maus von Mexiko und reißen sich gar unwirsch los, wenn vorwitzige Mitspieler den Laufweg erahnt haben. Vielleicht ist diese Flucht vor dem eigenen Team sogar das Widerwärtigste am neuzeitlichen Spektakel, liegt ihr doch die egozentrische Annahme zugrunde, der Torjubel gehöre dem Schützen allein.

Dabei ist ganz im Gegenteil der Jubel nach einem Treffer der Moment, der ausschließlich der Mannschaft gehören sollte. Sie hat schließlich das Tor durch ihr Zusammenspiel ermöglicht, jeder anständige Spieler würde ihr im Moment des Erfolges seine Reverenz erweisen. Moderne Stürmer aber denken gar nicht daran; lieber deuten sie selbst nach simplen Abstaubern eitel auf ihre Rückennummern oder recken die Zeigefinger bedeutungsschwanger in Richtung Himmel. Ganz so, als habe der liebe Gott gerade partout nichts Besseres zu tun, als beim Montagsspiel der Zweiten Liga reinzuschauen.

Und so wird es wohl das ewige Geheimnis des damaligen Nürnbergers Ivica Banovic bleiben, was er sich wohl dabei gedacht haben mag, als er einmal in der Nachspielzeit der Bundesliga-Partie gegen Werder Bremen per Elfmeter den nicht mehr allzu wichtigen 1:2-Ehrentreffer erzielte. Anschließend gab der Kroate nämlich nochmal alles, deutete vielsagend auf die Tribüne, zückte ein imaginäres Telefon, klopfte sich pathetisch aufs Vereinswappen und warf ausgiebig Kusshände ins Publikum. Was Coach Hans Meyer einigermaßen fassungslos kommentierte: »Ich dachte, er hätte gerade das Siegtor erzielt. Entweder hat er die Journalisten gegrüßt oder die ganze Verwandtschaft dagehabt.«


weiterlesen [1] [2]





Albert Luque vom FC Malaga jubelt in der Pose eines Stierkämpfers. Der Grund ist naheliegend: Er trägt seit vielen Jahren den Spitznamen »El Torero de Tarrasa«. Von Freunden wird er übrigens auch gerne »Skywalker« gerufen. Schließen wir die Augen und malen uns den passenden Jubel zu dieser Star-Wars-Figur aus, wünschen wir uns doch glatt, die Augen nie geschlossen zu haben.
(Bild: Imago)


Fotostrecke

  • Albert Luque vom FC Malaga jubelt in der Pose eines Stierkämpfers. Der Grund ist naheliegend: Er trägt seit vielen Jahren den Spitznamen »El Torero de Tarrasa«. Von Freunden wird er übrigens auch gerne »Skywalker« gerufen. Schließen wir die Augen und malen uns den passenden Jubel zu dieser Star-Wars-Figur aus, wünschen wir uns doch glatt, die Augen nie geschlossen zu haben.<br />
(Bild: Imago)
  • Erstmals im Dezember 2009 präsentierte der FC Bayern den »Hole in one«-Jubel. Als Mario Gomez ein Tor gegen Borussia Mönchengladbach schoss, schlug Hans-Jörg Butt einen Märchen-Golfball über das Feld und die Herren im Bild verfolgten seine Flugbahn, bis er im Loch der Eckfahne landete.  Ausgedacht hatte sich diese Choreographie Detlef D. Soost. Vermutlich.<br />
(Bild: Imago)
  • Mladen Petric und sein imaginärer Pfeil, den er nach jedem Tor aus dem imaginären Köcher zieht und mit einem imaginären Bogen in den imaginären Hamburger Himmel schießt. Besonders schön: Alle Liebespfeile treffen seine Frau direkt ins Herz. Besonders unschön: Nach dem Hamburger Derby parodierte St.Paulis Torwart Benedikt Pliquett diesen Jubel, während Petric auf dem Platz stand wie ein begossener Pudel.<br />
(Bild: Imago)
  • Was liegt näher als nach einem Tor eine Glühbirne einzudrehen? Richtig: Nichts. So drehte Luca Toni in seiner Karriere mehr als 200 Gewinde ein. Ob er dabei zuletzt vermehrt auf Energiesparbirnen setzte, ist nicht bekannt. <br />
(Bild: Imago)
  • Nein, das gibt's doch nicht! Robinho hält ein Baby im Arm – dabei ist der Mann doch schon wieder schwanger. Was also will uns dieser Jubel sagen? Robinho arbeitet in einer Mailänder Kinderkrippe? Robinho ist die Hebamme unter den Fußballprofis? Robinho gebärt Kinder im Stundentakt? Wir wissen es doch auch nicht.<br />
(Bild: Imago)
  • Fußballer und ihre Hobbys. Der Hamburger Marcell Jansen beschäftigt sich in seiner Freizeit gerne mit der Astrologie. So hat er herausgefunden: Sein Sternzeichen ist Skorpion. Eine weiterführende Recherche ergab: Ein Skorpion sticht zu. Das Forschungsergebnis: Dieser Jubel. Die Wissenschaft ist auch nicht mehr das, was sie mal war.<br />
(Bild: Imago)


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Kommentare

  • User
  • 07.12.2009 11:49:00 sacko

    passend dazu: http://www.youtube.com/watch?v=GJ0H5lm6ZFk

  • User
  • 07.12.2009 12:12:14 Geber

    Ein sehr feiner Artikel, Herr Köster!

    Ich habe mich ziemlich aufgeregt, als Herr Gomez nach seinem Tor in Hannover die Hand eines feiernden Mitspielers unwirsch von seiner Schulter wischte, um sich in der Fankurve mit seiner Torero-Verbeugung feiern zu lassen. Da laufen lauter Ich-AGs auf dem Platz rum.

    Ich stelle mir gerade vor, Klaus Fischer hätte nach seinen Toren Rüdiger Abramczik erst mal von sich fern gehalten, um sich alleine für ein Tor feiern zu lassen. Ich wäre jetzt bestimmt ein anderer Mensch geworden.

  • User
  • 07.12.2009 12:20:16 fc bayern Kahn

    Ist doch mal was anderes dieser Torjubel , gruße dem General ;-) Das mit Gomez hab ich wohl übersehen , das er angeblich die Hand eines Mitspielers weggewischt haben soll und das auch noch wirsch . Naja man kann sich auch wirklich in etwas hinein steigern und alles mögliche interpretieren . Aber nach diesen Jubler der Bayern war klar das die Medien dies nicht ungeachtet lassen . Es ist eben Futter für die Medien gewesen und diese haben auch angebissen , ganz einfach . Und hat doch geklappt . Aber ich war im Stadion und musste mir nicht wieder den blöden Marcel Reif anhören ;-) Der ganze Artikel ist eben etwas schwach aber doch schon Mittelmaß , das ist das einzige Plus daran .

  • User
  • 07.12.2009 12:39:52 kaymo

    Nun ja, Man(n) wie Frau sollten die schönsten Dinge im Leben, die sich aus irgendwelchen Gründen auch immer seltener genießen lassen, dann doch wenigstens intensiver gestalten.... ;-)

    Die Frage nur ist ob wir, die aus rein sportlichen Gründen das Geschehen verfolgen das Getue, ja sogar so (payTV) oder so (gez) kostenpflichtig, angucken müssen.

    Ich könnt' jetzt noch eine Brücke zu (ich bin Rentner und brauche das Geld) schlagen aber ich halt's für pietätlos....um diese Tageszeit ;-)

  • User
  • 07.12.2009 12:56:40 aycaramba

    Und woran liegts? Für tatsächliche Emotionen (erklettern des Zauns der Fankurve, Trikot ausziehen etc.) wird man inzwischen bestraft. So suchen sich die Spieler eben sicher regelkonforme Übersprungshandlungen. Schönen dank auch an die zuständigen Verbände.

  • User
  • 07.12.2009 13:04:55 einrudithömmes

    Ey, Redaktion, praktisch, so ne Datenbank, was? Muss man gar nicht erst neue Artikel schreiben. 2007?

  • User
  • 07.12.2009 13:10:17 Kelle

    nee, ist glaube ich maximal ein halbes jahr her.

    inhaltlich aber richtig.

  • User
  • 07.12.2009 13:14:25 einrudithömmes

    Kinder, wie die Zeit vergeht - oder eben auch nicht.

  • User
  • 07.12.2009 14:05:48 Süüdkurvä

    "Bekreuziger" dürfte in der liste fehlen - oder sind das die "Jesus-Freaks"... und: Dabei ist ganz im Gegenteil der Jubel nach einem Treffer der Moment, der ausschließlich der Mannschaft gehören sollte.
    also, der 'hole-in-one-jubel' war ja sogar einer, der den torwart miteinbezogen hat. und fand ihn kreativ & witzig, und ich glaube daraus ableiten zu dürfen, dass die mannschaft lebt und der teamgeist (nicht der ball, der nämliche) intakt ist.

  • User
  • 07.12.2009 14:20:56 Redondo71

    Wie sehr die Mannschaft lebt, werden wir Mittwoch beobachten dürfen. Bislang kann man allenfalls davon reden, dass die Spieler am Freitag so etwas wie Teamgeist und Zusammenhalt demonstrieren wollten.

    zum Foto: Olic braucht dringend "Extensions" - das geht nicht, dass er aus Uniformität ausbricht!

  • User
  • 07.12.2009 14:45:13 Matzator

    Ich muss sagen, dass dieser Golf-Torjubel das Albernste war, was ich seit Jahren im deutschen Fußball sehen durfte. In Anbetracht dessen ist es auch völlig legitim diesen 11freunde-Klassiker wieder auszugraben, da er an Aktualität eher noch zugenommen hat.

  • User
  • 07.12.2009 14:47:45 Süüdkurvä

    albern war höchstens die medial verwurstung nach dem spiel - gewissermassen diesen artikel inbegriffen. ok, die spieler wissen auch, dass sie damit schlagzeilen produzieren. aber ich unterstelle ihnen jetzt einfach mal, dass sie das aus spass an der freude gemacht haben. besser als 'ne tumbe becker-faust!

  • User
  • 07.12.2009 14:47:55 freerider

    Wunderbarer Artikel!
    Einer der am schönsten geschriebenen Artikel die ich je gelesen habe. So wunderschön süffisant, so zynisch, so subtil-manipulativ :-)

    Und auch inhaltlich meine volle Zustimmung. Am schlimmsten finde auch ich es, wenn Torjäger sich auf Teufel komm raus die Mitspieler vom Leib halten, um sich zu inszenieren.

    Die andere Seite der Medaille ist die: Gerade bei solchen Babyschauklern ist die Motivation, ein Tor zu schießen, vielleicht durch die bevorstehende Geburt (und die Möglichkeit, das Tor dem Kind öffentlich widmen zu können) noch ein wenig erhöht...ich meine es gibt ja wirklich keinen väterlichen Feldspieler, der noch nie einen Babyschaukler machen durfte.
    Und zur Kehrseite der Medaille gehört auch, dass die Durchschnittsfans die Spieler für ihre fixen Torjubel (Torrero, Ohrschrauber, Salto, etc.) lieben. Das fördert Identifikation und treibt demnach nicht nur den Marktwert der Spieler hoch, sondern auch den Trikotverkauf der Vereine.

  • User
  • 07.12.2009 14:53:59 ollie12359

    Bei einem 1:0 tun mir die 21-27 leid, die sich Wochenlang auf ihren Torjubel vorbereitet haben

  • User
  • 07.12.2009 14:55:50 misterkite

    ach ja...kann sich noch jemand an den dezenten händedruck von gary lineker erinnern? oder das beinahe zaghafte faust in den himmel recken von rummenigge nach dem anschlusstreffer im finale 1986?

    was da heute läuft ist nur noch peinlich, ich finde ja besonders die überbordenden choreos der südamerika-conenction und "balkan-kicker" sowas von übertrieben und unangemessen, aber wenn man nen kleinen pillermann hat....
    naja ist aber allerdings wohl nur noch ne frage der zeit bis die ultras auch den jubel für sich reklamieren: WIR SIND JUBLER UND IHR NICHT ... oder so ...

  • User
  • 07.12.2009 15:08:06 Süüdkurvä

    Am schlimmsten finde auch ich es, wenn Torjäger sich auf Teufel komm raus die Mitspieler vom Leib halten, um sich zu inszenieren.

    da gebe ich dir recht! insofern fand ich den bayern-jubel eben mal eine erfrischende abwechslung. team-building, nech? ;-) aber jeder freut sich eben anders... peinlich finde ich, wenn man beim 1-4 anschlusstreffer in der 88. die grossen jubelposen auspackt.

    mister: ich darf davon ausgehen, dass dir dieser jubel Link besonders gut gefällt? :-)

    ist aber auch "grosse show", wenn man so will...

  • User
  • 07.12.2009 15:13:07 misterkite

    süüdkurväää..."LASSET DIE KINDLEIN ZU MIR KOMMEN" jawollja. der könig ruft und alle kommen! das war super,einfach super.
    nun,vielleicht ein klein wenig arrogant, aber vor dem hintergrund dieses spiels auch einfach nur göttlich....UUUUH AHHHHHH .......

  • User
  • 07.12.2009 15:15:31 wojcicki

    Dann auch nochmals aus dem aktuellem Anlaß ...

  • User
  • 07.12.2009 15:35:25 Bulettenkönig

    Heute leider fast völlig in Vergessenheit geraten: der einfäustige Jubler mit eingesprungener halber Schraube (gerne auch in mehrfacher Ausführung) und der doppelfäustige Jubler im Stand mit rückwertiger Überstreckung. Kann wohl keiner mehr.

  • User
  • 07.12.2009 15:49:13 Süüdkurvä

    ja, mister, ein klein wenig arrogant... nur ein gaaanz klitzekleines bisschen. dafür MUSS ihn jeder lieben!!

    und zum "einfäustigen Jubler mit eingesprungener halber Schraube": mir hat früher auch die tomas-brolin-pirouette gut gefallen...

  • User
  • 07.12.2009 16:52:25 Roller

    Ich fand den Artikel humorvoll, ganz nett zu lesen. Ein bisschen überzogen vielleicht, aber wen kümmerts? Solange sie treffen dürfen sie so viele Daumen lutschen wie se wollen.

  • User
  • 07.12.2009 18:37:19 glengrant31

    Den Abschuss finde ich immer noch, wenn die Deppen sich den Daumen in die Hackfresse stecken. So ein Schwachsinn.

    Da sind mir dann solche Sachen wie bei den Bayern fast lieber, wenn gleich auch da schon alle Hühneraugen zugedrückt werden müssen.

    Im Artikel kommt es am Anfang ziemlich gut raus: Ein Tor ist zum größten Teil Teamarbeit und Teamerfolg. Sich als Stürmer feiern zu lassen wenn man seinen Klumpfuß so in den Ball hält dass er ins Tor rutscht gehört zum Job.

    Man sieht ja auch keinen Torwart nach einem gehaltenen Elfer die Eckfahne bumsen. Naja, einer war da mal... Auch ein Bayer komischerweise...

  • User
  • 07.12.2009 18:38:15 glengrant31

    Meinte natürlich das Tore schießen gehört zum Job, nicht das Feiern lassen...


    Erst lesen, dann posten.

  • User
  • 26.06.2011 14:02:48 Andreas Blenke

    Älterer Thread, aber ich versuch's mal…

    @Süd und Kite: Da das Video bei Youtube (wie 98 % aller Videos dort) nicht mehr verfügbar ist — handelte es sich um Cantonas Jubel nach seinem Tor gegen Sunderland 1996? Den halte ich nämlich nach wie vor für einen der besten jemals.

  • User
  • 26.06.2011 14:42:47 miromatisse

    Sehr guter und absolut passender Artikel. Das Schlimmste ist echt, wenn die Mitspieler vom Jubelnden weggestoßen werden wie eine lästige Ex-Frau, damit sie ihre Choreo durchziehen können. Da vermisse ich den Rudi-Völler-Zeigefinger oder die Andi-Brehme-Faust doch sehr!!

  • User
  • 26.06.2011 19:18:21 Ballanitis

    In der Aufzählung fehlt das unwohlfeile "Mit-Zeigefinger-vor-den-wahrscheinlich-mit-Cocksu cker-Gloss-eingeschmierten-Lippen-die-gegnerischen -Fans-oder-Kritiker-zum-Schweigen-Auffordern". Oder ist das Selbstdisziplinierung, wie sie von den Regeln des "Fist of Zen" vorgeschrieben wird? Wenn es wenigstens die Einsicht illustrierte, dass so ein Tor noch nicht das Ende des Spiels bedeutet und daher unbotmäßiger Jubel aufgespart wird, bis das Tor auch mit Erfolg korreliert, aber nein! Eine vermeintlich bescheidene Geste, die mit absoluter Gockelhaftigkeit in Demütigung des Gegners umgekehrt wird! Naja. Sollnse. Wenn schon den Gegner demütigen, dann wie weiland Sahin den Podolski-Lukas...

  • User
  • 26.06.2011 20:38:11 AntiMöller

    Mein liebster Torjubel aller Zeiten fand erst vor 1 Jahr statt: das war dieses Robben-3:2 gg. Manchester und dann sein "ayayay, tut das weh!"-Gehabe. Unbezahlbar!

  • User
  • 26.06.2011 20:56:03 currygoi

    ronaldinho´s surfergruß ist ja fast schon romantisch altmodisch

  • User
  • 27.06.2011 00:20:27 Arsonist

    Wie konnten in der Fotogalerie nur die unsäglichen Posen der ligarockenden Boyband von Mainz 05 vergessen werden, der Inbegriff des modernen Ekeljubels? Da hätte es dieser Verein mal verdient, in einer Bestenliste aufzutauchen und wird prompt vergessen.

  • User
  • 27.06.2011 07:51:17 currygoi

    Die altbekannten T-shirt-sprüche ("JESUS LOVES YOU!") gehen wohl jedem auf den Sack. Letztens habe ich aber einen ganz sympathischen Vertreter dieser Art gesehen. Bei einem Jugend-Länderspiel zwischen England und Weißnichmehrwen, zeigte der Torschütze zum 1:0 folgendes: HAPPY FATHERS DAY, DADDY!

  • User
  • 29.06.2011 21:37:31 Andreas Blenke

    @Arsonist: Der Artikel ist eineinhalb Jahre alt.

  • User
  • 01.07.2011 12:24:58 AbteilungAttacke

    Gestern übrigens bei der U17-WM die "Playstation" kennen gelernt.
    Ein gewisser Fremdschämfaktor lässt sich sicherlich nicht leugnen.
    Auch konnte man mustergültig beobachten: Anstatt sich nämlich selig in die Arme der Mitspieler fallen lassen zu können, müssen sich die Torschützen ihre Mannschaftskollegen erst einmal mit allen Mitteln vom Leibe halten, um die geplante Darbietung kameragerecht umsetzen zu können. Also rennen sie nach dem Treffer los wie die schnellste Maus von Mexiko und reißen sich gar unwirsch los, wenn vorwitzige Mitspieler den Laufweg erahnt haben.

    Nur gerade die Tatsache, dass bereits du Jugendlichen mit dem Blödsinn während einer medial nur marginal beobachteten Jugend-WM anfangen zeigt, dass es wohl kaum allein die äußere Einwirkung von Fans, Verwandten oder meinetwegen Sportreportern ist (die aber auch nicht von der Hand zu weisen ist, man denke nur an den "virtuellen Salto" von Breitner und - öhem Wontorra meine ich - bei der Berichterstattung zur WM 2002, brrrr).

    Eine Erklärung für das Phänomen, die der Artikel auslässt, wäre demnach: "Boys will be Boys."

  • User
  • 01.07.2011 12:58:09 Jim Panse

    Will, nicht want?

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