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01.12.2009

Wie Reporter sich selbst ein Alibi geben

»Ich muss das fragen!«

Text: Stefan Wallasch   Bild: Imago

Wenn Reporter ihren niederen Instinkten freien Lauf lassen und sich gleichzeitig davon distanzieren, dann sagen sie: »Ich muss das fragen!« Unser Sprachkritiker Stefan Wallasch erregt sich über das »Prinzip Kerner«.

Wie Reporter sich selbst ein Alibi geben - »Ich muss das fragen!«


Man weiß gar nicht, was peinlicher ist: Sportreporter, die vergessen haben, dass sie Journalisten sind, oder Sportreporter, die so tun als wären sie richtige Journalisten. Erstere haben vor allem im Bayerischen Rundfunk eine Heimstatt gefunden und dort die Methode perfektioniert, völlige Distanzlosigkeit in Frageform zu gießen. Letztere sind die, die immer dann unbequeme Fragen stellen, wenn sich ihr Gegenüber gerade in der schwächstmöglichen aller Fußballpositionen befindet: ein Trainer oder sonstig sportlich Verantwortliche, dessen Mannschaft die letzten fünf, sechs, sieben Spiele verloren hat.  



Dann sind die alle da. Zu Beginn der Saison waren sie in Berlin, später traf man sie in Stuttgart, im Augenblick überlegen sie, nach München aufzubrechen, wahrscheinlich werden wir sie bald in Köln wiedersehen, vielleicht sogar noch einmal in Berlin. Gemeinsam lauern sie dann den Funkels, Babbels, Soldos und ihren Sportdirektoren auf und haken nach, wie sie es nennen.

Sie tun das mit einer harmlos anmutenden Floskel, die in Wirklichkeit eine der ekelhafteren aus dem Reporterrepertoire ist und so geht: Ich muss das jetzt fragen.  

Ich muss das jetzt fragen: Wie lange, Herr Babbel, glauben Sie noch in Ruhe arbeiten zu können? – Die Frage muss in dieser Situation kommen: Hat Ihr Trainer noch das Vertrauen der Vereinsführung? – Herr Soldo, Sie wissen, ich muss das jetzt fragen: Haben Sie das Gefühl, beim nächsten Spiel noch auf der Trainerbank sitzen?   

Warum sie das fragen müssen, erwähnen sie nicht. Natürlich nicht, sie müssen ja keineswegs. Diese Einleitung ist nichts anderes als eine vorausgeschickte Rechtfertigung, dass gleich etwas kommt, das dem Fragenden selbst nicht ganz geheuer ist – aber raus muss. Die behauptete Recherchepflicht soll das billige Vorführen argumentloser Gesprächspartner und die schreiende Unoriginalität der Frage kaschieren.  

Die Stirn in Falten
 

Um welche neue Nachricht könnte es auch im Ernst gehen? Die einzige Antwort mit informationellem Mehrwert (»Der Trainer fliegt morgen« / »Ja, ich trete nachher zurück«) werden sie nicht bekommen, und sie wissen das. Wann wurde die letzte Personalentscheidung kurz nach dem Spiel im Pressebereich getroffen und bekanntgegeben? Nein, sie werden das Dementi hören, das sie ihren Lesern oder Zuschauern gegenüber süffisant anzweifeln können. Die Stirn wird in geheuchelter Besorgnis gerunzelt werden, von den »Mechanismen des Geschäfts« wird die Rede sein. Oder sie werden ausweichende und unsichere Gegenphrasen hören und sich wie harte Interviewer fühlen und im übrigen die gleiche Süffisanz abspulen.  


weiterlesen [1] [2]





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Kommentare

  • User
  • 01.12.2009 01:43:52 andreassuhr

    Ein sehr guter Artikel. Sehr gutes Thema und gut geschrieben. Ich würde gerne noch zwei Kleinigkeiten ergänzen:
    1. Wenn keine sinnlosen Fragen mehr gestellt werden, wie soll dann die viele Sendezeit über die Woche gefüllt werden (wie auch anders herum)?
    2. Warum tun sich die Befragten (insbesondere Spieler, die das Spiel als Business (er)leben) das Spielchen an? Die erfolglosen Trainer haben noch ihre Philosophie zu verteidigen, um für weitere Jobs interessant zu bleiben.
    Jeder normale Mensch würde diese inkompetenten - was die Fragetechnik angeht - und Nachrichten heischenden Typen einfach stehen lassen. Schon um die eigene Persönlichkeit in der Öffentlichkeit nich völlig bloß stellen zu lassen. Fu0ballbeteiligte haben keine Schmerzgrenzen mehr zuu haben. Findet alles nur noch in einer Parallelwelt statt? Einer Welt in der alle Beteiligten ihre vorbestimmten Rollen ausfüllen? In denen die Rollen so festgelegt sind, dass Unvorhergesehenes als Gewinn verkauft werden kann? Haben sie ihre Persönlichkeit den Medien und Sponsoren verkauft?

  • User
  • 01.12.2009 03:18:04 BangBoomBangDreiNull

    Applaus für diesen Beitrag,spricht mir aus der Seele und ist hervorragend formuliert.Sehr gut.Setzen.

  • User
  • 01.12.2009 09:36:37 die satanische ferse

    Der Artikel hätte noch ein, zwei Absätze vertragen, denn er ist sehr gut. Ich schalte seit langer Zeit den Fernseher direkt nach dem Schlusspfiff ab, weil ich das, was danach kommt nur unter größten Schmerzen ertrage.

    @andreassuhr: ich denke, Fußballer machen das, weil sie von den Vereinen dazu verpflichtet werden. Ich wünsche mir oft genug, dass all die, die gerade 90 Minuten mehr oder weniger geackert haben, mal an den Mikrofonen vorbeigehen. Oder einfach mal sagen: "ich mag nicht!", "kein Kommentar!" oder "lasst mich erst mal über das Spiel nachdenken!" Da könnten da ja welche von der Presse draufkommen zu sagen "Oh, ein Charakterkopf!" oder aber eben auch rumheulen: "Interviews geben gehört zu deren Job!"

  • User
  • 01.12.2009 09:40:04 Süüdkurvä

    intelligente fussballfragen kann man eben nur stellen, wenn man ein bisschen sachverstand mitbringt. die üblichen "generalisten", die man auf fussballspieler und -trainer loslässt, können damit nicht dienen. interessantes gäbe es genug zu fragen, etwa zu taktischen vorstellungen, gründen für diese oder jene aufstellung, spielsysteme, analyse/einschätzung des gegners, körperliche und mentale (ja!) verfassung der spieler, "team-chemie"... eine menge dinge, welche die leistung in einem spiel beeinflussen bzw. erklären können. so. aber welcher trainer ist den willens, solche fragen ernsthaft zu beantworten? einerseits will er sich nicht in die karten blicken lassen, keine internas preisgeben, öffentlich keine fehler eingestehen usw. was man bestenfalls als antworten bekommen kann, sind allgemeinplätze und banalitäten... insofern frage ich mich auch ein bisschen, ob das niveau der fragen sich nicht dem niveau der befragten bzw. ihrer auskunftswilligkeit anpasst... beileibe nicht immer! dem artikel stimme ich zu, diese fragen à la "sind sie nächte woche arbeitslos?" sind unverschämt! ich bin nur ein wenig im zweifel, welche gründe dafür geltend zu machen sind... und ob die schuld allein bei den journalisten liegt.

  • User
  • 01.12.2009 09:43:34 saloth sar

    die gesellschaft ist schuld!

  • User
  • 01.12.2009 09:49:56 Arthur77

    Guter Beitrag! Die verdammten pseudojournalistischen Wegelagerer gehen mir schon lange gewaltig auf den Sack! "0:6, wie bitter ist das?"

    @Andreas: Ich würde vorschlagen, die freiwerdenden Sendeminuten mit - Achtung, gewagte Idee - FUSSBALL zu füllen. Und zwar am besten so richtig echte Spielszenen, nicht minutenlange Slow-Mos von entgleisenden Trainergesichtern oder halbwegs hübschen Zuschauerinnen auf der Tribüne.

    @Satans Ferse: Bedenke, wie leicht Sport"journalisten" eingeschnappt sind. So bald mal 'n Trainer oder Manager wagt von "Unruhe, die von Außen hineingetragen wird" zu reden, wird sofort der Beißreflex aktiviert: "Ach, jetzt sind also die Medien an allem schuld?!" Besonders verläßlich kommt diese Reaktion wenn die Antwort auf die Frage "JA!" lautet. Und Presseboykotte (ich glaube auf Schalke gab's das vor nicht allzu langer Zeit) kommen besonders gut an...

  • User
  • 01.12.2009 09:52:03 HolyGoalie

    Sehr guter Artikel, der schlussendlich wieder als Konsumentenkritik endet. Die Leute lesen die Bild-Zeitung und schauen solche Sendungen, dementsprechend wird nur die Nachfrage bedient. Wenn der Kicker, welcher vor langer Zeit als seriöse Fachzeitschrift galt, Dauergast bei einer "Sauf/- Stammtischsendung" ist und sich auch seit längerem solch Techniken in seiner Berichterstattung bedient, muss man sich keine Hoffnungen auf Besserung machen.

    @andreassuhr
    Wer sich als Spieler diesem Schwachsinn entzieht, bekommt schlechte Kritiken. Wer dagegen brav das Spielchen mitmacht, kann sich auch mal auf ein paar lobenswerte Zeilen freuen. Mit den Meinungsmachern sollte man sich nicht unnötig anlegen. Und das sind sie nun leider, die lieben Sport-Boulevard-Schreiberlinge.

  • User
  • 01.12.2009 10:00:16 Arthur77

    @HolyGoalie:
    Da glaube ich nicht ganz dran. Klar, viele Leute wollen bloß nicht überfordert werden und so, aber ich meine, man könnte die Dinge auch anders machen und hätte trotzdem nicht weniger Zuschauer. Elf Freunde zeigt, dass es einen Markt für Fußballfans mit Hirn gibt und die anderen kämen, glaube ich, auch mit besseren Nach-Spiel-Fragen klar. Muss ja nicht gleich hochphilosophisch werden, aber 'n bißchen mehr Kreativität als die typischen 15 Fragen, aus denen drei ausgewählt werden, würde nicht schaden.

    Ich nenne das Faulheit seitens der Sport"journalisten". Man weiß, dass man mit dem üblichen Dünnsinn durchkommt, also warum mehr Hirnschmalz reinstecken?

    Besonders schön übrigens, wenn besagte Faulpelze Trainern oder Spielern das Wort "Arbeitsverweigerung" entgegenschleudern...

  • User
  • 01.12.2009 10:03:41 Redondo71

    Und wer dann noch für den Meinungsmacher Werbung macht, dessen Formkrise bleibt auch unthematisiert.

    Ich schaue mir Interviews oder den Stammtisch nur noch dann an, wenn ich gute Laune habe und mich über diesen Unfug amüsieren kann.

  • User
  • 01.12.2009 10:13:48 Schwatte

    Findet alles nur noch in einer Parallelwelt statt? Einer Welt in der alle Beteiligten ihre vorbestimmten Rollen ausfüllen?

    Das Drehbuch schreibt der Boulevard. "Mechanismen des Geschäfts" - dieser Begriff kotzt mich nur noch an. Es klingt wie eine gottgegebene Unumstößlichkeit. Dabei ist es einfach nur die aufgeschaukelte Sensationsgeilheit der Medien, die es durch ständiges Untergraben der Autorität von Trainern und Vereinsverantwortlichen den Clubs mittlerweile fast unmöglich macht, in Ruhe und besonnen Resultate zu analysieren. Ausnahmen wie Werder bestätigen die Regel.

  • User
  • 01.12.2009 10:33:33 BigfootFFM

    Richtig guter Artikel, danke dafür!

  • User
  • 01.12.2009 10:39:11 EuroNoise

    So ist das, wenn SportberichterstatterInnen (das gilt auch für die KommentatorInnen) zur Vorbereitung nur Bild und Kicker lesen - mit Verlaub, das kann JedeR. Am besten ist aber immer noch das hofberichterstattende dreistündige Geseiere von Delling/Netzer - gut, dass ich die Nationalmannschaft sowieso scheiße finde, da kann ich mich voll ganz auf die investigativen Fressen aus dem Bundesligaalltag konzentrieren.

  • User
  • 01.12.2009 11:26:33 theres82

    Ein Spieler kann auf blöde Fragen aber auch anders reagieren!
    Siehe hier:

    Link

  • User
  • 01.12.2009 11:43:59 misterkite

    südkurvää: sosiehts aus. aber was willst du von leuten verlangen, die selbst zum fragen von tafeln ablesen zu blöd sind?
    das sind doch alles nur noch stichwortgeber, die die fakten von irgendwelchen hiwis bekommen. die fakten selbst wurden "von studenten der sporthochschule köln kompiliert" für die "ran-datenbank" und das wichtigste, was ein "reporter" (journalist ist eine beleidigung für jeden guten angehörigen der schreibenden zunft) wissen muss sind die boulevard themen.
    ich denke auch, interviews direkt nach dem spiel sind fürn arsch, es sei denn man bekommt mal nen spieler vor das mikro, der was zu sagen hat oder zumindest mal für erheiterung sorgt. ich kann mich da an ein zwei beiträge von tim wiese erinnern, einmal als ihm son schmieriger hansel (ich vergesse immer wie diese kraterfresse mit blondierten haaren und lustiger sonnenbrille heisst) irgendwie massregeln wollte," seine äußerungen vor dem spiel (svw - hsv) seien ja irgendwie nicht so nett gewesen, und wiese, in seiner rheinischen art, blaffte: "was denn...hömma, dass isses doch was ihr alle hören wollt,oder? oder?? " und dann bei der nationalmannschaft ,als ihn kerner oder dieses andere eckelpaket beckmann oder wer auch immer dermassen aufdringlich frug, dass wiese, um "den kodex" nicht zu gefährden hilflos ausbrach "mein gott, man darf ja auch nichts mehr sagen" ,weildiese schleimfresse ihn sowas von zusetzte wer denn jetzt als nummer eins zur wm führe...oder so..


    in england (um mal wieder das gelobte land zu zitieren) gibt es sowas glaub ich nicht, da gibt es wenn überhaupt einmal in der woche ne pressekonferenz , also ich kann mich echt nicht dran erinnern dass spieler sich überhaupt äußern dürfen...in uk da sitzen eben die 3-5experten zusammen und reden ma lüber das spiel, aber wenn ich mir den doppelpass anschaue oder noch VIELVIEL schlimmer,diese waldemar hartmann scheisse...das ist das allerletzte und wird auch noch gez finanziert.... pfui!

    naja, aber immer noch besser als diese formel eins sendung auf rtl...KAI EBEL IST DAS WIDERLICHSTE WAS ES IM FERNSEHEN GIBT!!!!!

  • User
  • 01.12.2009 11:51:31 pandrodor

    theres82, das Video ist echt gut. Mir würde es so auf den Sack gehen so unendlich dumme Fragen gestellt zu bekommen, vor allem jedes Wochenende. Und besonders mir vorwerfen zu lassen ich wäre in meinem Beruf schlecht und das von Leuten, die offenbar ihren verfehlt haben, denn die Leistungen der meisten Reporter ist deutlich schlechter als die von Herrn Wichniarek. (Mal als Beispiel)

    Da muss man sich auch nicht wundern, wenn nur noch leere Worthülsen kommen. Bei Olli Kahn konnte man es immer sehr gut beobachten. Der war nach einer Standardfrage komplett der hiesigen Realität entschwoben und faselte Hülsen und guckte sich dabei im Stadion nach Blondinen um, kann ihn gut verstehen.

    Des Weiteren glaube ich auch, dass Spieler "verpflichtet" sind sich der Presse zu stellen. Bei Lahm wurde ja auch deutlich was so alles in manchen Verträgen steht. Da die meisten Vereine nur noch als Marke gelten ist ein Querkopf natürlich doof, weil er das Nest beschmutzt und den Wert mindert, in den Augen dieser Menschen.

  • User
  • 01.12.2009 11:58:30 saloth sar

    kite, du bist doch nur neidisch auf den ebel

  • User
  • 01.12.2009 12:00:04 misterkite

    sally...du hast ja recht, der hat so gute zähne...und ist so schön braun....

  • User
  • 01.12.2009 12:00:53 saloth sar

    und hat so nen viel besseren job als du, geschweige denn die bezahlung

  • User
  • 01.12.2009 12:34:32 misterkite

    suppenkasper/pausenclown bei rtl? neee...ich glaub nicht ,dass das so gut ist.der typist doch verbrannt für alles andere,d er muss jetzt bis zur frührente den jovialen sprücheklopfer und "mann hinter den kulissen" machen...wahrscheinlich muss der sich, seit schumi nicht mehr da ist, immer bücken um überhaupt noch mal nen interview zu bekommen... naja...und die bezahlung ist bestimmt auch scheisse, der darf die klamotten aber als werbegeschenke behalten ;-)
    also tauschen möchte ich nicht...

  • User
  • 01.12.2009 12:45:44 saloth sar

    naja, ich weiss ja nicht. die bezahlung ist wohl spekulation, aber ich denke, zu knapp wird die nicht ausfallen. und so staendig um die welt zu fliegen, mal monaco, mal japan, faende ich zumindest ganz nett

  • User
  • 01.12.2009 12:47:20 misterkite

    also dich würd ich echt gerne mal als kommentator sehen...und in ein paar jahren beim promi-dinner...oder so...

  • User
  • 01.12.2009 12:51:16 saloth sar

    nene, abgesehen davon, dass ich zum f1 kommentator denkbar ungeeignet bin, wuerde ich den ganzen promi dinner schiss und so komplett verweigern

  • User
  • 01.12.2009 13:15:20 Redondo71

    Drei-Gänge-Menü alle Hanoi: Reis, Reis und dann Reis. Kai Ebel darf doch nur da mitspielen, weil er nachher immer die Spermaflecken wegwischt und Geheimnisse für sich behalten kann.

  • User
  • 01.12.2009 13:46:51 bullekatschebomber

    haha
    die unflätigsten reproterphrasen sind sowieso:

    es war zu hören ...

    von seiten der fans ...

    man sagt, dass ...

    so eine diffuse nebelkerze zus etzen mit einer scheissfrage....
    am geilsten finde ich ja immer, dass kerner eine frage stellt, nach 5 sekunden einm "hmmhmmhm" macht und schon weiter desinteressiert in seinen handouts wühlt.

    beim bayernspiel in hannover habe ich auch unseren töpperwien wieder wie ein räudigen hund hinter hoeness herlaufen sehen.
    der typ macht glaube ich wirklich nichts anderes mehr, als sich am mikro festzuhalten.
    wobei man ja eingestehen muss, dass in den zeiten der reporterhiwis auf sky, diesem selbstherrlichen trottel, der auf sat1 immer cl kommentiert (man der sollte mal natron einnehmen) und der kernbeckmanns ein töpperwien ja noch ne edelfeder ist.

  • User
  • 01.12.2009 13:54:26 AbteilungAttacke

    Das Thema "Sportreporter und ihre dämlichen Fragen" hatten wir ja hier schon öfters.

    Um es mal auf die Befragung von Spielern direkt NACH dem Spiel zu konzentrieren: Da hat mister schon Recht, das kann man sich schenken. Allerdings will ich an dieser Stelle eine Lanze brechen. Oftmals habe ich mich gefragt, was ich nun anstelle des Mikrofonhalters diesen (in der Regel) fertigen, verschwitzten Spieler fragen sollte. Selbst konkrete Fragen zum Spielverlauf (war der Elfer x berechtigt ?) wirken da eher penetrant als investigativ. Zumindest DIESEN Job würde wohl keiner gut hinkriegen.

  • User
  • 01.12.2009 14:09:07 misterkite

    abteilung attacke:

    die müssen nurdie richtigen fragen stellen:

    wie gehts der frau mama?

    wie war der stuhlgang?

    was macht der eingewachsene zehnagel?

    bumsen sie immer noch das kindermädchen?

    wie ist das denn so, als großinvestor bei bauherrenmodellen?

    sagen sie, haben sie für diese tattoos geld bezahlt?

    stimmt es dass sie als kapitän abgesetzt und nächste saison an wacker burghausen verliehen werden?

    haben sie hauptschulabschluss?

    man sagt ihr alkoholproblem sei ausser kontrolle...

    wie fühlt sich das an, mit louis van gaal unter der dusche?

    stimmt es, dass sie die alimente verweigern??

    was haben sie vorgestern im cafe king gemacht?

    stimmt es, dass sie total besoffen sonntag morgen auf der hanauerlandstrasse 16 autos gestreift, die polizisten bespuckt und bepöbelt sowie dem azrt der ihnen eine blutprobe nehmen sollte als "schwule kurpfuschersau" titulierten?

    böse zungen behaupten sie haben ein verhältnis mit der ehefrau des sportdirektors...

    nach so einem spiel: was ist von der karriere übrig,haben sie zukunftsängste?

    und die beste, live über die stadionlautsprecher: herr möller, beantworten sie mir und den 55.000 fans im westfalenstadion eine frage: ich habe hier ein exemplar ihres heute vormittag unterschriebenen vertrages mit schalke 04, was sagen sie dazu....

    also das sind fragen die ich gerne mal hören würde!

  • User
  • 01.12.2009 14:24:32 AbteilungAttacke

    ... ... .. . ok der Punkt geht an dich
    Würde aber anständige Recherche verlangen. Und waren sie wieder, meine zwei Probleme.
    Ausserdem ist es doch wohl ein wenig unfair, einem Menschen, der 90 Minuten grade höchste körperliche Leistung erbracht hat (das unterstelle ich jetzt mal), sowas zu fragen. Am Ende sagt der noch die Wahrheit^^ ("Ja ich bumse seine Frau. Was dagegen ???")

  • User
  • 01.12.2009 14:37:46 misterkite

    recherche? quatsch...recherche,das bedeutet doch arbeit! wir wollen doch gar kein qualitätsfernsehen,wir wollen boulevard! oder glaubst du der kerner beckmann und co kg hätten sich in letzter zeit mal irgendwie fundiert und annerkannt zu nem fussballspiel geäußert? die lassen recherchieren und holen sich nen EXPERTEN rein...der muss das ganze dann auf nem touchscreen, der als monsterhammamässige neuerung präsentiert wird (weil irgendwie müssen wir gez und staatsknete ja verballern) erklären. mann ich wette kerner und co schreiben sich nicht mal ihre moderationskarten selbst!!! ansonsten gilt sportteil in der fr am montag und die sueddeutsche...
    und: für sone antwort zahl ich gerne extra!

  • User
  • 01.12.2009 14:46:20 CoachD

    und dann muss der reporter sagen:" nee, nichts dagegen. Ich bumse die ja auch." Das wär spannendes Fernsehen. Scheiss Globalisierung. Alles so glattgebügelt heute

  • User
  • 01.12.2009 14:50:24 misterkite

    also, so würde die doch etwas angestaubte gerontensendung "verstehen sie spass" doch mal wieder richtig laune machen... mein gott nur eine sondersendung zum letzten spieltag oder so...hach ja...ich würde dafür echt ne menge geld zahlen....aber ich bin ja auch ein verkommenes unmoralisches versoffenes übelriechendes dummdreistes und vom leben verachtetes miststück...

  • User
  • 01.12.2009 15:12:43 Redondo71

    ein verkommenes unmoralisches versoffenes übelriechendes dummdreistes und vom leben verachtetes miststück...

    ...sag mal - bist du zufällig Bayern-Fan?

  • User
  • 01.12.2009 15:14:02 misterkite

    hehe...na warte ...ich spuck dir in den glühwein am 12., da kannste mal sehen wie verkommen ich bin !!!!

  • User
  • 01.12.2009 15:17:50 Redondo71

    Ich trinke nur Wodka-Hustensaft;-)

  • User
  • 01.12.2009 15:23:08 misterkite

    was denn etwa den guten mucosolvan mit kodein??? LASS DICH UMARMEN!!latürnich!

  • User
  • 01.12.2009 15:45:10 Redondo71

    Im Winterurlaub auf der Hütte, wenn alles andere schon weg ist...da hilft Mucosolvan!

  • User
  • 01.12.2009 15:46:29 Süüdkurvä

    Bei Olli Kahn konnte man es immer sehr gut beobachten. Der war nach einer Standardfrage komplett der hiesigen Realität entschwoben und faselte Hülsen und guckte sich dabei im Stadion nach Blondinen um, kann ihn gut verstehen.

    haha, yes! da muss ich direkt beichten, dass ich zumindest dies vermisse: olli K's "tausend-yard-starren" bei interviews... erhaben-verachtungsvoll, oder so ähnlich.

    ansonsten? klar, der bullewar hält die geldpresse am laufen, davon profitieren ja am ende auch spieler und trainer... und die journaille. schönes hamsterrad.

    der kai-ebel-vergleich ist gut, der ist doch echt die ärmste sau. ich finde immer, der prostituiert sich noch mehr als die ganzen boxengirls, die bei sonem rennen immer rumstehn. und was glaubt ihr, der kai fliegt doch sicher economy class, das ist jetzt nicht undbedingt immer das grosse vergnügen...

  • User
  • 01.12.2009 15:56:27 misterkite

    das ohrenzupfen nicht zu vergessen...!

  • User
  • 01.12.2009 16:03:24 Süüdkurvä

    fällt mir noch ein: besonders entlarvend ist jeweils, wenn sich spieler vor der kamera aus jux gegenseitig interviewen. klappt prima, schliesslich sind sie mit dem zehn punkte umfassenden fragekatalog bestens vertraut - und zwar schon in jungen jahren. ein schönes beispiel war das u17-wm-finale (jaja, das die schweiz gewonnen hat, worüber hier auf 11F nix zu lesen war, traurigerweise), wo sich zwei jungs vor der kamera diese dümmlichen standardfragen zuspielten, wie "du hast gerade den wm-final gewonnen - wie fühlst du dich?"

    frustrierend finde ich auch, dass selbst im seltenen fall, dass mal eine gescheite frage gestellt wird, keine sachbezogene antwort kommt (bzw. nicht mal erwartet wird, wie bereits erwähnt), sondern sonst was. das ist allerdings nicht nur im fussball zu beobachten, sondern (leider!) auch in der politik. tja, die gesellschaft ist tatsächlich schuld!

  • User
  • 01.12.2009 16:21:43 Süüdkurvä

    haha, sogar die pythons anerkennen die philosophischen qualitäten vom kaiser franz...

  • User
  • 01.12.2009 16:24:35 Süüdkurvä

    sportreportagen-technische übrigens auch gold wert (hoffe der link funzt):

  • User
  • 01.12.2009 19:27:03 AntiMöller

    Andreas Suhr, you made my day. Endlich hat es mal jemand aufgeschrieben!

  • User
  • 01.12.2009 19:27:38 AntiMöller

    Sorry: Stefan Wallasch!

  • User
  • 02.12.2009 12:25:30 Ganna

    Also, so polemisch dieser Artikel ist, aber irgendwie spricht er mir aus der Seele. Kerner ist nur unverantwortlich, quotengeil und in der Sache immer daneben. Den sollte man besser an anderer Stelle arbeiten lassen, wenn er denn überhaupt irgendwelche Kompetenzen besitzt.
    Ich erinnere mich noch daran, wie die Spieler des FC Bayern, allen voran Jürgen Klinsmann, nach dem Gewinn des UEFA-Pokals in Bordeaux in das improvisierte Studio eintorkelten, lauthals gröhlend "Kerner in die Muppets-Show, dudah, dudah".
    Aber auch Michael Steinbrecher hat sich eine schmerzhaft lange Nummer der Peinlichkeit im Sportstudio nicht nehmen lassen, als Huub Stevens zu Gast war, kurz bevor er in Berlin gefeuert wurde.
    Da laufen wirklich viele Versager vor der Kamera herum. Überhaupt ist auch das Aktuelle Sportstudio so ein Zoo der Ahnungslosen geworden...

  • User
  • 02.12.2009 19:10:44 Ether

    das Tor hätte aber niemals zählen dürfen. Im Moment der Ballabgabe von Aristoteles stand Sokrates klar im Abseits. (-:

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