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Zum Tode Robert Enkes

Worüber man nicht reden kann

Text: Dirk Gieselmann  Bild: Imago

Am frühen Dienstagabend riss uns eine Nachricht aus aller naiven Beschäftigung mit dem Fußball: Robert Enke hat sich das Leben genommen. Wie will man darüber »informieren«? Davor kann man zunächst einmal nur kapitulieren.

Zum Tode Robert Enkes  - Worüber man nicht reden kann


Argloser Feierabend. Zusammensitzen mit einem Freund, das Telefon beiseite gelegt. Ein zufälliger Blick nur – drei Anrufe in Abwesenheit. Von einem Arbeitskollegen. So beharrlich um die Zeit? Ein Rückruf.

»Robert Enke ist tot.«

»Es soll Selbstmord gewesen sein.«  

Schweigen. Ausatmen. Robert Enke ist tot.

Was man über ihn weiß, zieht vorbei, fällt zusammen mit dem Warum, Karrieretäler und Schicksalsschläge, sie werden für Sekunden zum Resonanzraum für Mutmaßungen.

Warum?
 
Für heute, für morgen, wer weiß, wie lange, geht uns das nichts an. Wir müssen berichten, irgendwie. Aber wie weit darf das öffentliche Interesse gehen? An diesem Abend spüren wir die Grenzen aufs Deutlichste. Worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.

Robert Enke ist tot. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und Kollegen. 




Kommentare

  • User
  • 10.11.2009 23:12:10 Nedowan

    Ein Text der mir aus der Seele spricht. Mit Robert Enke hat sich ein, von außen betracht, so unfassbar sympathischer Mensch das Leben genommen, das es jedem Fußballfan in Deutschland unfassbar weh tut.

    Möge er seinen Frieden finden

  • User
  • 10.11.2009 23:16:48 vokabelle

    Haste sehr schön geschrieben, Dirk. Sehr schön.

  • User
  • 10.11.2009 23:20:15 weserbergland

    Lieber Dirk Gieselmann,

    dass ist der erste Beitrag zu diesem traurigen Ereignis, der über neugieriges Gegaffe und betroffenes In-die-Kamera glotzen hinausgeht.

    Ich teile Deinen Standpunkt und wünsche mir zutiefst, dass 11Freunde sich treu bleibt und über Dinge schreibt, von denen es weiss.

    Ich bin traurig.
    wsrbrglnd

  • User
  • 10.11.2009 23:20:33 Kalle76

    Kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Sehr guter Text Herr Gieselmann. Mit Robert Enke ist ein unheimlich sympathischer Mensch und eine Persönlichkeit von uns gegangen.

    Ruhe in Frieden Robert Enke

  • User
  • 10.11.2009 23:29:01 Toph85

    Es ist keine Woche her, als ein guter Freund mich fragte, wen ich am liebsten bei der WM im Tor sehen würde. Sportlich für mich ziemlich klar Robert Enke. Aber im selben Atemzug sagte ich: "Irgend etwas stimmt mit Enke nicht." Der Tod seiner Tochter und vor allem die seltsamen "Krankheiten", die ihn in letzter Zeit sooft ausfallen ließen.
    Als mein Vater mir heute Abend sagte "Robert Enke ist gestorben." war mein erster Gedanke, dass er sich das Leben genommen hat.
    Alles Gute der Familie!

  • User
  • 10.11.2009 23:31:59 24THINK

    robert, du bist und bleibst der größte.
    wir werden dich nie vergessen.

  • User
  • 10.11.2009 23:37:23 Blaus

    wirklich guter text, dirk.
    möge robert in frieden ruhen.

  • User
  • 10.11.2009 23:38:34 ode

    Komme gerade von der Arbeit. Rechner an, Internetvebindung steht, Nachrichten... SCHOCK!

    Starr erstmal nur paralysiert auf den Monitor. Das kann doch nicht sein... Erster April heute? Was für ein Scheißwitz...

    Nee... Es steht überall.

    Geniales Tocotronic-Zitat. Spricht mir aus der Seele...

  • User
  • 10.11.2009 23:39:44 gary hobson

    Lieber Herr Gieselmann,
    habe mich extra soeben registriert auf 11freunde.de, um diesen Kommentar schreiben zu können. Ihr Artikel ist mit Abstand der ehrlichste, korrekteste und der Tragödie um Robert Enke am gerechtswerdenste. Der erste Artikel am heutigen Abend, bei dessen Lektüre ich einfach trauern kann, ohne gleichsam empört zu sein über eklige journalistische Neugier und Pietätlosigkeit.

    Danke.

  • User
  • 10.11.2009 23:40:49 MarcRamone

    Soeben habe ich davon erfahren und es hat mich regelrecht umgehauen, wie vor dem Kopf gestoßen.

    Es ist sehr schade und tut mir Leid.

    Auch mein Mitgefühl gilt seiner Familie und Freunden.

    Ruhe in Frieden Robert Enke

  • User
  • 10.11.2009 23:48:59 bergomi

    Sehr schöner und pietätvoller Text, Dirk. Danke.

    Ruhe in Frieden, Robert. Ein sehr sympathischer, intelligenter und zurückhaltender Mensch und Profi.

    Und ein Ereignis, das die wichtigen Dinge wieder ins Licht rückt.

  • User
  • 10.11.2009 23:58:36 Don Paul

    Danke für diesen Text.

  • User
  • 10.11.2009 23:59:55 FrankBlack

    In so einem Moment lobe ich mir 11Freunde noch mehr als sonst.
    Danke für den Text.
    Und Danke, Robert.

  • User
  • 11.11.2009 00:01:49 hubi_s04

    Sehr geehrter Herr Gieselmann,

    ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Dieser Text wird den Umständen und dem Menschen Robert Enke am gerechtesten.

    Ich arbeite beim DSF und war heute Abend für DSF aktuell tätig. Während des Schneidens nichtiger OFF-Mazen stürmte der Sendungsleiter rein und riss alle mit den Worten "Robert Enke ist tot, (kein .) ich brauch ne MAZ!". Schon war ich (als Praktikant) mitten drin im Getümmel des voyeuristischen Quotenjournalismus.

    Umso mehr freut es mich, dass daheim sehen kann, dass es auch anders geht. Danke.

    Die Gedanken sollten nicht bei Quote und Zuschauern, sondern einzig bei der Familie und den Angehörigen sein. Auch wenn wir Journalisten sind.

    Ein großartiger Sportler und Mensch soll in Frieden ruhen.

  • User
  • 11.11.2009 00:10:03 kirmeszehner

    In Gedanken an einen großartigen Menschen und Torwart.

    Fassungslos.

  • User
  • 11.11.2009 00:12:42 Matzator

    Ich konnte es nicht glauben als ich das las. Nicht Robert Enke! Ich kann meine Trauer darüber nicht in Worte fassen. Aber wie Herr Gieselmann schon meinte, ist es vielleicht besser dies nicht zu tun. Robert, wir werden dich immer vermissen.

  • User
  • 11.11.2009 00:13:21 herthamaxe

    Ruhe in Frieden Robert Enke! Du warst ein ganz Großer!

  • User
  • 11.11.2009 00:15:52 atokruse

    Gott hab ihn selig. Und: Auf Wiedersehn.
    Danke auch für diesen pietätvollen Text, Herr Gieselmann.

  • User
  • 11.11.2009 00:16:33 hagenpop

    Schön gesagt Herr Gieselmann.
    Für uns ist der Torwart gestorben und Bilder aus seiner Karriere und Szenen aus seinen Spielen werden wir uns in den nächsten Wochen oft ansehen.
    Wer für die näheren Angehörigen und Kollegen (auch der ein oder andere Fan gehört gewiss dazu) gestorben ist, wissen wir gar nicht und auch nicht wer sich da für den Tod entschieden hat, wenn er es hat.
    Wir sollten uns genau beobachten ob wir die Nachrichten über das Privatleben von Enke in den nächsten Wochen nicht selbst ein wenig voyoristisch verfolgen.
    Auch mein Mitgefühl für alle Hinterbliebenen für diesen Schock.
    Auch ich werde den Torwart Enke, eine besondere Gestalt in meiner Fußballwelt, ehrlich vermissen.

  • User
  • 11.11.2009 00:23:28 FuNkFrEaKeR

    Ich wusste, dass ich auf dieser Seite einen subtileren Kommentar finden würde! Wirklich gut!
    Meine Gedanken sind bei deiner Familie... Mögest du Frieden finden, Robert!

  • User
  • 11.11.2009 00:39:13 wojcicki

    Einfach nur Fassungslosigkeit!

  • User
  • 11.11.2009 00:51:50 oldboy

    Klasse Beitrag! Danke.

  • User
  • 11.11.2009 00:52:05 hoffe

    sehr feinfühlig geschriebener artikel. vielen dank dafür! ich trauere um robert enke, gedenke seiner und seiner familie.

  • User
  • 11.11.2009 01:01:12 HoratioAD

    Trauer und Fassungslosigkeit, Ruhe in Frieden Robert

  • User
  • 11.11.2009 01:01:47 Kleeblatter

    Ich wünsche Robert Enke den Frieden, den er zuletzt im Leben nicht finden konnte.

  • User
  • 11.11.2009 01:15:02 kywalda9

    Ich kanns nicht fassen! Keine Worte!
    Robert Enke, du wirst uns fehlen!

    Danke für den Text!

  • User
  • 11.11.2009 01:58:43 BangBoomBangDreiNull

    Stelll dir vor,du bist jung,erfolgreich,populär,prominent,beliebt und halb Deutschland kennt dich.Und dann wird dir immer klarer,daß dich niemand wirklich kennt und dir offensichtlich auch keiner helfen kann und du als die einzig vernünftige Lösung den Selbstmord betrachtest... Was für eine deprimierende albtraumhafte Vorstellung.
    Robert Enkes Tod hat mich zutiefst geschockt und mein größtes Mitgefühl geht an seine Frau.Nach ihrem Kind muß sie nun auch noch ihren Mann beerdigen.Ich wünsche Frau Enke alle Kraft dieser Welt !

  • User
  • 11.11.2009 02:10:43 DenimDude

    Es ist entsetzlich zu sehen, in was für gefühlskalte Menschen die Massenmedien den Großteil der Bevölkerung geformt haben. Aus dem Ableben eines Mannes Gewinn zu machen ist schlichtweg nicht begreifbar. Es ist eine Schande.
    Daher mein tiefster Danke an Dirk Gieselmann und 11Freunde, deren Menschlichkeit in diesem Geschäft vorbildhaft sein sollte.
    Ich hoffe, dass alle direkt Betroffenen einen angemessenen Weg finden, um diese unglaubliche Trauer zu überwinden.

    Ruhe in Frieden, Robert.

    "We'll meet again
    Don't know where
    Don't know when
    But I know
    We'll meet again
    Some sunny day"

    Fußball ist unser Leben, aber Fußball ist nicht alles.

  • User
  • 11.11.2009 02:33:36 SensiSeedz36

    Bitte liebe 11Freunde-Redaktion,
    veröffentlicht doch noch einmal das Interview, dass ihr vor einiger Zeit mit ihm geführt habt.
    Da sprach er über seinen Schmerz nach dem Tod seiner Tochter.
    Es ist sicherlich nachträglich ein guter Einblick in seine Art und sein Leben.
    Wenn wir an ihn gedenken, soll er auch selbst das letzte Wort haben

  • User
  • 11.11.2009 03:34:06 Fabolous_84

    Danke Dirk...Danke 11 Freunde...für die einzig angemessene Berichterstattung! Danke das es einen Lichtblick in der deutschen Medienlandschaft gibt der noch nicht vom schwarzen Loch der Quotengeilheit und des Zwangsvoyoeurismus gefressen wurde! Ich kann mich gar nicht in so vielen Foren anmelden wie ich es gern würde, um meiner Bestürzung über Berichterstattung und blöder Sprücheklopperei von Usern Luft zu machen!


    Mein herzlichstes Beileid gilt dem Verein, den Team-Kameraden, den Verwandten und Freunden...und ganz besonders seiner kleinen Familie! Möge sie die Kraft haben dieses dunkle Kapitel zu überstehen und einen Weg finden "weiter zu machen"!!!

  • User
  • 11.11.2009 04:22:09 ibanez605

    Auch mich hat diese Nachricht sehr mitgenommen. Unfassbar! Und auch ich habe gedacht, dass ich auf 11freunde.de eine würdige Meldung finde, und bin froh das dem so ist.
    Auch das so viele andere Fußball-Fans so über Robert Enke denken wie ich, und ich meine Trauer hier teilen kann, hilft.
    Wir werden immer an ihn denken!

  • User
  • 11.11.2009 05:08:10 Big Chrome

    Ich hatte gerade "Independence Day" geguckt,war also etwas tranig.Erst nach 5 min habe ich realisiert was los war...

    Enke war mir sehr sympathisch,auch wenn er mir sehr depressiv vorkam.Er wirkte nie unbeschwert...ein riesiger verlust für den deutschen fussball...

    und ja:11Freunde achtet wie immer die Würde des Sportlers...Danke!

  • User
  • 11.11.2009 05:21:58 Heylands

    Meine Trauer ist unbedeutend im Vergeleich zu seiner Familie, der ich alle Kraft und Solidität der Welt wünsche.

    Es wider t mich aber an, wenn selbst solche Anlässe schon wieder dazu gut sind banale, verlogene Klickstrecken zu basteln. Ist das jetzt Sterben 2.0?

    Er möge seinen Frieden finden.

  • User
  • 11.11.2009 06:26:38 Asterix76

    Fassungslosikeit und Trauer. Ich wünsche der Familie viel Kraft für die nächsten Jahre.

  • User
  • 11.11.2009 07:42:08 haibi

    Ruhe in Frieden Robert!
    Du wirst einen Platz in den Herzen aller echten Fussballfans innehaben.
    Alles Gute und viel Kraft Deiner Familie.


    @Gieselmann: Danke

  • User
  • 11.11.2009 07:56:06 Settler

    Das ist ein Text, der endlich mal die Wahrheit sagt. Das letze, was die Angehörigen brauchen sind Interviews und Zeitungs, Fernseh und Radioberichte.

    Danke für diesen tollen Text.

  • User
  • 11.11.2009 08:04:41 Stinkbaer

    Sehr traurig. Neben der Familie braucht nun wohl aber auch der Lokomotivführer viel Kraft für die nächsten Jahre. Vielleicht auch Zugfahrgäste, die das mitansehen mussten.
    Bei allem Respekt und Trauer. Man wirft sich nicht vor einen Zug. Das tut man nicht. Nein. Bahn-Vielfahrer und Zugführer wissen warum. Das muss auch bei Robert Enke gesagt werden (dürfen). Gerade weil es jetzt in allen Medien breit getreten wird.

    Das ändert nichts daran, dass ich traurig bin, dass ein so sympathischer Mensch jetzt tot ist.

  • User
  • 11.11.2009 08:32:40 nur_der_HSV

    R.I.P. Robert Enke.
    Ich bin fassungslos und geschockt. Ich kann das immer noch nicht glauben.
    Warum so ein sympathischer, hilfsbereiter Mensch und klasse Sportsmann?
    Mein Mitgefühl gilt seiner Familie, ich hoffe, daß sie das verkraften.
    Als Fan des Hamburger SV spreche ich auch mein Beileid unseren berfreundeten Fans von HAnnover 96 aus.
    HSV und HSV Hand in Hand.

  • User
  • 11.11.2009 08:46:54 notlösung

    danke elf-freunde für die angemessene Behandlung dieser schlimmen Nachricht und dieser Tragödie für die Familie.

    DANKE

    Sollte Herr Kind tatsächlich die Äußerungen getätigt haben, die gestern Abend auf kicker.de über Robert Enke zu lesen waren, wäre das ein absolutes Armutszeugnis was in mir regelrecht die Wut hoch kommen ließ.

  • User
  • 11.11.2009 09:22:54 einrudithömmes

    Worüber man nicht reden kann... Stinkbaer... dazu gehört für auch das, was du geschrieben, einer meiner ersten Gedanken, zusammen mit dem Mitgefühl für die Trauernden. Ist das denn so...?

    Ebenso wie die vermeintliche Labilität, von der nun nach und nach immer mehr gewusst haben werden.

    Ich bin immer noch etwas fassungslos und mag es nicht einen Hauch erahnen, wie es den Angehörigen geht.

    Kann man am Ende vielleicht wirklich nicht darüber reden?

  • User
  • 11.11.2009 09:29:22 Aschenbrödl

    Danke Fußballwelt,
    für Robert Enke und 11 Freunde.
    Mutmachende Oasen in einer Welt von oft so einfach strukturiertem Populismus und unsachlichem Potenzgehabe.
    Zählt man Eigenschaften wie Intelligenz, Vorbildfunktion und Selbstlosigkeit zu den erforderlichen Talenten hinzu, die man für das Torwartspiel benötigt, verliert Deutschland wohl einen der besten Torhüter aller Zeiten!
    Selten hat mich der Tod eines Menschen, den ich persönlich nie kennengelernt habe, so getroffen.

  • User
  • 11.11.2009 09:30:46 LiquidSnake

    Meinen Respekt an 11-freunde und vor allem an den Autor Dirk Gieselmann für diesen sachlichen, aufs Wesentliche gerichteten (die menschliche Tragödie) Artikel.

    Damit ist 11-freunde in der deutschen Medienlandschaft eine lobenswerte Ausnahme.

    Mein Mitgefühl gilt Robert Enkes Frau, seiner Familie, den Freunden, und seinen Fans, die ziemlich ratlos in ihrer Trauer zurückgeblieben sind und natürlich auch dem Triebfahrzeugführer, und den Fahrgästen, die Robert Enkes Tod miterleben mussten.

    Eine persönliche Anmerkung zu dieser menschlichen Tragödie:

    Egal, was die Beweggründe Robert Enkes für diesen endgültigen Schritt waren und warum er ausgerechnet diesen brutalen Weg gewählt hat, um zu gehen. Egal, ob sich andere Lösungswege hätten finden lassen können: Ich wünsche Robert, dass er seinen Frieden gefunden hat.

    Machs gut Robert, du warst ein ganz Großer.

  • User
  • 11.11.2009 09:38:57 Tendinho

    Robert Enke: You'll never walk alone!!

  • User
  • 11.11.2009 09:40:48 UrmelAusmEis

    "Selten hat mich der Tod eines Menschen, den ich persönlich nie kennengelernt habe, so getroffen."


    Aber auch:

    "Bei allem Respekt und Trauer. Man wirft sich nicht vor einen Zug. Das tut man nicht. Nein. Bahn-Vielfahrer und Zugführer wissen warum. Das muss auch bei Robert Enke gesagt werden (dürfen)."


    Diese beiden Gedanken/Gefühle waren gestern abend meine ersten und einzigen.

  • User
  • 11.11.2009 09:44:34 ColePorter

    Ich bin immer noch fassungslos...

    @Urmel: Wir haben noch nie in einer vergleichbaren Situation gesteckt, was es schwierig bis unmöglich macht, in diese Denkprozesse eines Suizidgefährdeten einzusteigen. Aus unserer Sicht ist das natürlich nicht tragbar, sich aus Selbstmordabsicht vor einen Zug zu werfen, aber was genau im Kopf eines Selbstmörders vor sich geht, das wagen wir nicht mal zu erahnen, denke ich.

  • User
  • 11.11.2009 09:49:04 oberhofer

    Irgendwie kannten wir ihn schon ein wenig. Durch seine offene, klare Sprache hat er mehr von sich gezeigt als die meisten anderen. Ein toller Kerl. Ein Riesenverlust. Mein aufrichtiges Beileid für Frau Enke, die Familie, Hannover 96, calimero, wojcicki.

    Und ja, Bravo Dirk Gieselmann.

  • User
  • 11.11.2009 09:57:23 Redondo71

    Ich bin auch immer noch fassungs- und sprachlos. Eigentlich saßen wir gestern mit Freunden zusammen, um meinen Geburtstag zu feiern. Es entwickelte sich aber dann eine traurige Diskussion über die private Entscheidung, sich das Leben zu nehmen - Freitod trifft es wesentlich besser als Selbstmord, und auch darüber, wie man aus dem Leben scheiden darf (so nicht, da auch andere traumatisiert werden können).

    Die Achtung vor dem Verstorbenen und den Hinterbliebenen gebietet es, maßvoll zu berichten. Dafür steht 11freunde heute vorbildlich. Widerwärtig sind die entblößenden Spekulationen mancher Medien (Depressionen, sportliche und private Schicksalsschläge, der hat schon immer so traurig geguckt etc.)

    Natürlich kannte auch ich Robert Enke nicht persönlich. Aber soweit ich das beurteilen kann, nehmen wir Abschied von einem tollen Menschen.

  • User
  • 11.11.2009 10:42:52 einendeutvoraus

    @ColePorter und @Urmel:

    "man wirft sich nicht vor einen zug", meinst du.

    ich verstehe was du meinst, aber ich kann dir nicht recht geben. nicht in gänze zumindest. gerade weil ich vor einigen monaten einen solchen vorfall erlebte. ich saß direkt hinter der glasscheibe eines ice-cockpits und musste es mitansehen. natürlich dachte ich danach u.a. auch: "wie kann man andere leute mit so etwas belasten." ich hatte zunächst zwei antworten darauf: es stellt einen hilfeschrei dar oder gedanken an andere sind bei einer solch' existenziellen - von verzweiflung bestimmten - entscheidung nicht entscheidend. aber all diese erklärungsversuche bleiben leer, weil es so viele, aber letztlich keine antwort darauf gibt. ein mensch geht. das treibt mir die tränen in die augen, macht mich fassungslos.

    an dieser stelle (auch wenn es dem voyeuristischen zwangsmedien entspringt) möchte ich Heribert Bruchhagen (Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt und Vorstandsmitglied der DFL) zitieren, weil er m.E.n. einen wichtigen aspekt anspricht: "[...] Da wird einem klar, wie unbedeutend die Scharmützel in der aufgeblasenen Bundesliga sind."

  • User
  • 11.11.2009 10:53:35 einrudithömmes

    Ja, die Erklärungsversuche bleiben leer. Sie werden nirgendwo hinführen. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Ja, und das gilt dann sicher auch für mich heute.

    Traurig.

  • User
  • 11.11.2009 10:56:21 uczen

    einfach ein scheiß... aber vielen dank für eure angemessene reaktion, gerade weil sie recht alleine steht.

    @ode das mag wie unangemessene korinthenkackerei wirken, ist aber in erster instanz von wittgenstein.

  • User
  • 11.11.2009 11:04:08 Chrissy

    Der Text spricht mir aus dem Herzen, auch heute morgen noch.
    Viele Fragen werden bleiben und es wird furchtbar sein, was von bestimmten Medien alles ans Licht gezerrt werden wird.

    Wie schlimm dies alles für seine Frau ist, kann sich vermutlich niemand im entferntesten Vorstellen. Mögen viele liebe Menschen um sie sein.

    Immer noch fassungslos,
    Chrissy

  • User
  • 11.11.2009 11:11:33 robsedee

    Eine wirklich schreckliche Sache!

    Ich finde auch, dass ihr die richtigen Worte gefunden habt.

  • User
  • 11.11.2009 11:18:17 lebowski

    Das war wieder eine dieser Meldungen, die einen aus heiterem Himmel erwischen und in deren Folge man die für Stunden wie gelähmt vor sich hin starrt. Nichts liegt mir ferner, als nun nach Gründen zu suchen und Mutmaßungen anzustellen. Jeder, der das nun mit einer Mischung Hobbypsychologie, Besserwisserei und Mitteilungszwang tut, überschreitet meiner Meinung nach eine Grenze. Wir werden nie erfahren, warum er es getan hat. Und das ist auch gut so, denn es geht uns auch nichts an. Und im Gegensatz zu seiner Frau werden wir darüber hinwegkommen. Weil wir es bald vergessen werden und die Frage nach dem Warum dann keine Rolle mehr in unserem Leben spielt. Bis es so weit ist gilt mein tiefstes Mitgefühl vor allem seiner Frau. Ich erschaudere, wenn ich mir nur vorszustellen versuche, was jetzt und zukünftig in ihr vorgehen mag. Mensch, Robert...

  • User
  • 11.11.2009 11:24:38 Hoss

    2 gute Beuträge zu diesem tragischen Fall, danke Dirk Gieselmann.

  • User
  • 11.11.2009 11:47:53 L3v3l0rd

    Der Text spricht mir aus dem Herzen, auch heute morgen noch.
    +1

  • User
  • 11.11.2009 12:24:25 Veltinsbauch Eufi

    Ich war gestern um ca. halb 9 an der Kasse bei Burger King, um mir und meiner Freundin eine Stärkung für den Film "Deep Impact" zu holen.

    Auf einmal merkte ich, wie mein Handy vibrierte. Ich dachte mir nichts bei. Wird wohl ein Freund sein, mit dem ich vorher noch getextet habe. Er wars auch, aber seine Nachricht hatte es in sich: Robert Enke ist tot !

    Mir wurde schlagartig schlecht von einem Moment auf den anderen. Mir fiel sofort seine Viruserkrankung ein. Ich hab mich gefragt, ob es einen Rückfall gegeben haben kann. An einen Selbstmord habe ich nicht eine Sekunde gedacht.

    Als ich dann durch die TV - Sender zappte und im Internet auf mehreren Seiten recherchierte, wurde klar, dass es Selbstmord gewesen sein muss.

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Mich hat noch nie der Tod einer Person, die ich persönlich nicht kenne, so bewegt und traurig gemacht.

    Robert Enke war für mich DER SYMPATHISCHTE SPIELER in der Nationalelf. Er hat nie Ansprüche gestellt, große Reden geschwungen im Gegensatz zu einem Lehmann oder Kahn.

    Mein Mitgefühl gilt auch Teresa Enke, den Angehörigen und Freunden von Robert.

    Ich hoffe mal, dass das Spiel am SA abgesagt wird. Alles andere wäre unwürdig in dieser traurigen Situation.

    Nächste Woche ist Hannover zu Gast auf Schalke. Mich erschaudert es jetzt schon, wenn ich daran denke, dass Robert Enke nicht mehr dabei ist.

    Ruhe in Frieden, Robert !

  • User
  • 11.11.2009 12:28:14 BlacK_arrow

    Einfach ein klasse Text, mal nicht das übliche.
    Ruhe in Frieden, Robert Enke.

  • User
  • 11.11.2009 12:28:20 sma

    Ja, ein wirklich guter Artikel, der es treffend zusammenfasst.
    Eigentlich sogar grossartig.

    Bin auch der Meinung, dass Enke aus der Zuschauerperspektive betrachtet einer der sympathischsten Spieler war. Stimme aber auch dem Stinkebär zu: darf man nicht machen. Hoffentlich wird dies trotz Medienhype differenziert.

  • User
  • 11.11.2009 12:42:13 schaafhueter

    "Selten hat mich der Tod eines Menschen, den ich persönlich nie kennengelernt habe, so getroffen."

    - geht mir genauso....


    Danke Dirk fuer die richtigen Worte.....

  • User
  • 11.11.2009 12:47:59 unionchemiker

    ach menno, robert...iss schon bescheuert, dass grad du einem vor augen führen musst, wie differenziert man den tod eines menschen auf grund seiner sympathie betrachtet. hätteste nich machen müssen. und erst recht nicht so mit zug und so. und auch nicht, weil ich dachte, du seist irgendwie stark. du mochtest tiere und du mochtest kinder. beides keine so schlechten charaktereigenschaften. und du warst kein lautsprecher und bei dir musste ich nicht einmal denken "der nu wieder, halt doch mal die fress" und das kann ich eigentlich bei kaum einem spieler deines formats sagen.
    alder, ich fand dich großartig. und andere auch. hätteste dir das nich nochmal überlegen können!?

    ruhe in frieden und selbigen sollen seine angehörigen und das zugpersonal finden. irgendwann.

  • User
  • 11.11.2009 13:10:45 nickelchen

    man denkt immer man wisse etwas über andere menschen.
    man denkt immer sie seien stark.
    man denkt immer sie seien glücklich, sie seien zufrieden.
    man denkt immer idole seien unsterblich.

    und dann merkt man,
    dass das alles gar nicht stimmt,
    dass man eigentlich gar keine ahnung hat,
    dass man doch nicht merkt, wenn es anderen beschissen geht,
    dass man so viel trubel um nichts macht.

    alles gute der familie.
    alles gute den zugführern.
    alles gute ihnen, herr enke.

  • User
  • 11.11.2009 14:35:09 Schumiego

    Unfassbar schockiert über diese Nachricht war ich gestern abend...Habe Enke des öfteren auf der Bielefelder Alm live sehen können...ein absolut untadeliger Sportsmann, kein Showtorwart, sonern ein nüchterner Meister seines Faches!
    Und es macht die Sache umso unfassbarer, wenn so ein nüchterner, bodenständiger Mensch zu sowas in der Lage ist..kein Spinner wie sie zuhauf in der Bundesliga rumrennen...was muss in ihm vorgegangen sein?
    Umso heftiger finde ich die Vorstellung, dass er noch am Sonntag im 96-Tor gestanden hat und wahrscheinlich innerlich schon für sich wusste, das nächste Spiel in der Bundesliga wird ohne ihn stattfinden...ganz schlimm...

    Gespannt bin ich auf die Reaktion der nun betroffenen Trauergemeinde..was wird am WE?? Kann man unter solchen Umständen ein Länderspiel stattfinden lassen?? jeder normal tickende mensch mit einem gewissen Maß an Anstand, kann sowas glaube nicht gut heißen...
    Aber ich denke, die DFB-Mafia wie ich sie immer so schön nenne, wird versammelt dastehen, ein paar medienwirksame Trauermienen aufsetzen, salbende Worte erzählen und es geht dann weiter unter dem Motto The Show Must Go On..argumentiert mit solchen Sachen wie: Wichtiger WM-Test, Robert hätte es so gewollt und die Fans haben schon Tickets...
    Und genau da kommt die ganze Krankheit unsrer Gesellschaft zum Ausdruck..Hauptsache die Kohle stimmt....

  • User
  • 11.11.2009 14:46:18 Hotte80

    Was soll dieses blöde Gelaber, das er das nicht hätte tun dürfen? Das er es nicht hätte so tun dürfen. Aus diese Art und Weise?
    Ein junger, körperlich gesunder Mensch ist gestorben. Er hat das an sich Unvorstellbare getan. Weil er keinen Ausweg aus einer verzweifelten Lage wusste. Und ihr verurteilt ihn, weil er sich vor einen Zug warf, weil nun auch der Lokführer und möglicherweise auch noch andere Personen gezeichnet sind.
    Um eines vorwegzunehmen: Mit ist klar, das vor allem der Lokführer schwer an diesem Geschehen zu tragen haben wird. Ich möchte so etwas nicht erleben müssen. Nie, nie, nie möchte ich direkt am Tod eines Menschen beteiligt sein. Niemals. Eine Horrorvorstellung, z.B. als Fahrer eines Wagens einen anderen Menschen zu Tode zu fahren, unter welchen Umständen auch immer.
    Auch ich wünsche dem Lokführer und allen anderen Personen, die mit dem Geschehen konfrontiert wurden, alle Kraft um das Erlebte verarbeiten zu können.
    Aber das Robert Enke noch nachzurufen, finde ich unanständig.
    Hat irgend jemand eine Ahnung, wie es in ihm ausgesehen hat?
    Hat irgend jemand eine Vorstellung davon, wie sehr man Gefangener seiner eigenen Gedanken sein muss, um nur noch diesen einen Wunsch zu haben, nämlich aus dem Leben zu scheiden?
    Glaubt ihr wirklich, das so ein Mensch noch zu rationellen Denken fähig ist und überhaupt darüber nachdenken kann, wie sehr er anderen Menschen mit in Abgründe reisst?
    Was ist denn die „richtige“ Art, seinem Leben ein Ende zu setzen?

    Robert, so sehr ich fest daran glaube, das es etwas gibt nach dem Leben, so sehr wünsche ich Dir, das Du den Frieden findest, den Du im Leben offenbar nicht gefunden hast.

  • User
  • 11.11.2009 15:17:47 HomerJay

    Kann mich nicht erinnern, dass mich der Tod eines Menschen, den nicht einmal persönlich kannte, so mitgenommen hat.

    Wünsche den Hinterbliebenen viel Kraft. Und vor allem einigermaßen Ruhe vor den Medien.

  • User
  • 11.11.2009 15:25:31 ode

    @uczen: Ups... Ich kenn es leider nur daher... Danke für die Aufklärung!

  • User
  • 11.11.2009 15:36:20 auchda

    Im DSF redet sich Hobby-Psychologe Thomas Hermann um Kopf und Kragen.

    "Worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen."

  • User
  • 11.11.2009 15:44:48 Mr Pylz

    Mit diesem Artikel ist dann jetzt alles gesagt was uns Außenstehende angeht und was uns interessieren sollte.

  • User
  • 11.11.2009 15:47:52 suppenhuhn

    Dunkle Novembertage können nicht trauriger aufhören und wieder anfangen, als diese, die wir gerade erleben.

    Großes Mitgefühl für alle die Robert Enke zurückgelassen hat.

    Und große Anerkennung für den Umgang mit dem Geschehenen. Schon gestern Abend wurde durch die Nachricht, dass es Selbstmord war, sämtlichen pietät- und würdelosen Spekulationen schon im Vorfeld der Boden entzogen. Auch bei der Pressekonferenz mit der mutigen, bewundernswerten Frau Enke, haben alle Beteiligten ihren großen Respekt gegenüber Robert Enke, meines Erachtens, durch ihre Ehrlichkeit und Offenheit unter Beweis gestellt.

    Robert Enke hinterlässt eine große Leere und unendliche Trauer. Möge er seine Ruhe finden.

  • User
  • 11.11.2009 15:53:01 J_m_k

    Hier und heute kommt das 11Freunde-Trainingsjacken-Hornbrillen-Milieu doch an seine Grenzen. Selbstbeweihräucherung und halbgebildetes Zitieren von Wittgenstein-Sätzen. Tja, der Pöbel will mal wieder nicht so, wie sich das ewige Studenten ausdenken und guckt Live-Sendungen auf N-TV. In Wahrheit passiert gerade etwas Schönes: Am Fernseher entwickelt ein notwendigerweise extrem ausdifferenziertest Land so etwas wie ein kurzzeitiges kollektives Gefühl. Und ihr labert über Mainstream und Kommerz und stellt euch als moralisch höherwertige Menschen dar. So war das immer schon: Hornbrillen-Milieu rümpft die Nase über das Volk und seine Mediengewohnheiten. Alles nur eine völlig ungerechtfertige Selbsterhöhung. Über den Tod eines prominenten Menschen kann man sehr wohl sprechen. Und es nützt sogar, wenn man damit Missstände beheben kann, die Depressionen begünstigen können. Dämliches, altkluges Geschleime vom Autor.

  • User
  • 11.11.2009 16:10:33 GTEvo

    "Für heute, für morgen, wer weiß, wie lange, geht uns das nichts an. Wir müssen berichten, irgendwie. Aber wie weit darf das öffentliche Interesse gehen? An diesem Abend spüren wir die Grenzen aufs Deutlichste. Worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen."

    Respekt Dirk Gieselmann!


    Ruhe in Frieden RobertEnke
    Holger

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  • 11.11.2009 16:12:40 monsieurfischer

    stellt euch doch mal die frage, inwiefern wir als gesellschaft am tod von robert enke mitschuld sind...? und verantwortlich für all die selbsttötungen tag für tag...

    hier ein paar gedanken zum thema robert enke und suizid:

    http://www.monsieurfischer.ch/2009/11/wir-sind-sch uld-am-tod-von-robert-enke.html

  • User
  • 11.11.2009 16:13:20 monsieurfischer

    stellt euch doch mal die frage, inwiefern wir als gesellschaft am tod von robert enke mitschuld sind...? und verantwortlich für all die selbsttötungen tag für tag...

    hier ein paar gedanken zum thema robert enke und suizid:

    Link

  • User
  • 11.11.2009 16:13:23 hoffe

    man muss sich doch mal fragen, wie unsere gesellschaft mit psychisch kranken umgeht. weshalb wird es einem unmöglich gemacht, offen über seine probleme zu reden, anderen mitzuteilen, was in und mit einem vorgeht? fragt sich überhaupt irgendjemand, weshalb es robert enke unmöglich gemacht worden war seine vermeintliche "schwäche" öffentlich zu benennen. man denke an sebastian deisler, der zur schwulen "deislerin" gemacht wurde, als er mit seinen depressionen an die öffentlichkeit ging. was für ein beschissenes, mittelalterliches macho-männerbild kursiert hier eigentlich in meinem lieblingssport und in der gesellschaft überhaupt, dass ein kranker mensch offensichtlich so verschüchtert ist, sich nicht offen zu seiner krankheit äußern zu können? hier hat unsere gesellschaft noch viel arbeit zu leisten, denn die zahl psychischer erkrankungen ist nachweislich nicht im sinken begriffen. psychisch kranke erfordern ein ganz anderes maß an verständnis und gesprächsbereitschaft, als dies bei "gesunden" menschen der fall ist. ein "reiß dich halt zusammen" ist hier äußerst unproduktiv, denn diese menschen reißen sich schon mehr zusammen, als die meisten gesunden es jemals könnten. verständnis, verständnis und noch mal verständnis, empathie, die kunst die den menschen zum menschen macht ist hier vonnöten. solange wir nicht dazu bereit sind ihnen das zu geben, werden wir sie weiter über die klinge springen lassen. robert enke war einer von ihnen.
    p.s.: das verständnis sollte sich auch bis nach dem tod hinaus erstrecken. dass ein suizidant nicht in der lage ist, die folgen seiner handlung für angehörige und beteiligte zu berücksichtigen, ist nachvollziehbar, wenn man sich einfach mal die tragweite dieser handlung für den betroffen SELBST vor augen führt. er wird sein leben verlieren, alles was er hat, seine existenz beenden und er WÜNSCHT sich dies sogar, da die schmerzen des alltäglichen lebens nicht mehr erträglich sind. in solchen momenten, so leid es mir tut, würde niemand mehr an lokführer oder angehörige denken. wer das gegenteil behauptet, leidet an einer anmassung, die seinem bescheidenen kenntnisstand in bezug auf psychische erkrankungen widerspiegelt.
    nochmals: ich betrauere robert enke, meine gedanken sind bei ihm und seiner familie.

  • User
  • 11.11.2009 16:21:08 ColePorter

    @ Monsieur:

    Zugegeben, guter Artikel, aber diese Eigenwerbung und Selbstbeweihräucherung deines Blogs stinkt.

    "Täglich neu erfahren Sie hier Geschichten aus dem globalen Mikrokosmos des frankophilen Eidgenossen Monsieur Fischer. Sein angestrebtes Ziel ist es - neben der Weltherrschaft - diesen Blog einmal unter der wärmenden Sonne der französischen Provence betreuen zu können. Umgeben von Pinienbäumen, zirpenden Grillen, Lavendelgeruch und einem Glas Pastis in der Hand."
    Jaja, der kulturbeflissene, "frankophile" Lebemann...*gähn*

  • User
  • 11.11.2009 16:32:14 J_m_k

    Die größte Pietätlosigkeit besteht darin, einen triefenden Text zu verfassen, der so tut als sei Robert Enke der beste Kumpel von Herrn Gieselmann gewesen. So liest sich das. Eine Geschmackslosigkeit. Der ganze Text trieft, ein ungeheurer Kitsch. Möge der sogenannte Herr Gieselmann sich an sein eigenes Schweigegebot halten, ehe es noch peinlicher wird.

  • User
  • 11.11.2009 16:34:38 volker_hh

    Sorry Leute, aber ich kann nur verständnislos den Kopf darüber schütteln, was hier teils veranstaltet wird.

    Gut und richtig, zu diskutieren, wie die Medien damit umgehen bzw. umgehen sollten usw. - aber doch bitte zu gegebener Zeit. Sich heute darüber so derart an die Köppe zu kriegen bzw. aus dem Fenster zu lehnen, ist mir unverständlich. Ist das Ignoranz gegenüber dem Geschehenen oder sind es gar ungelenke Profilierungsversuche? Ich hoffe nicht.

    Ich für meinen Teil habe heute Mittag die PK aus Hannover im TV gesehen, ja, und ich bin immer noch völlig fertig. An Arbeit ist nicht mehr zu denken, stattdessen möchte ich meine Gedanken nach der PK auch an dieser Stelle nochmal loswerden.

    Das Alles ist unfassbar und eine grosse Tragödie. Versagensängste und das Gefühl, sich nicht offenbaren zu dürfen, weil man ihm und seiner Frau dann vielleicht die Adoptivtochter wieder wegnimmt. Und im Hintergrund die Tatsache, schon das erste Kind nach langem Kampf verloren zu haben. Dazu die Angst, dadurch auch im Fußballgeschäft "durchzufallen", von der Fußballfamilie ausgeschlossen zu werden. Unvorstellbar, welch riesigen Druck er da in sich aufgestaut haben muss.

    Verfluchte Anforderungsmuster und Erwartungshaltungen! Scheiss Gesellschaft, scheiss Maschine Profifussball, in denen es anscheinend nicht ansatzweise gelingt, Menschen mit Problemen vorbehaltlos dazu zu ermuntern, sich zu offenbaren und helfen zu lassen!

    Und dann sitzt seine Frau keine 24 Std. danach in der PK und spricht darüber in der Öffentlichkeit. Spricht auch darüber, wie sie selbst immer wieder versucht hat, Robert seine Ängste zu nehmen und ihm den Glauben an die gemeinsamen Perspektiven trotz aller Probleme wiederzugeben. Mein allergößter Respekt gilt dieser Frau, ebenso meine Anteilnahme. Ich wünsche ihr und ihrem Kind von ganzem Herzem, dass sie es schafft, die Zukunft trotz dieser Tragik zu meistern und irgendwann doch wieder ein fröhliches, glückliches Leben führen zu können.

    Wie alle Anderen hier, kannte ich Robert Enke natürlich nicht persönlich, dennoch geht es mir sehr Nahe, da auch ich ihn immer als einen der ganz wenigen Fußballer wahrgenommen habe, hinter dem nicht nur ein -im Bezug auf Können und Fairness- herausragender Sportler steckt, sondern auch ein kluger, sensibler Mensch. Letztlich genau das, was ich als vorbildlichen Sportsmann verstehe. Und genau als das werde ich mich, als Mensch und Fussballfan, sicher noch lange an Robert Enke erinnern.

  • User
  • 11.11.2009 16:34:58 DOM_Brussels

    Wunderbarer, gefühlvoller Beitrag Herr Gieselmann. Es gibt Momente im Leben, in denen sollte man schweigen, einfach schweigen. Aus Mitgefühl, aus Respekt, aus Taktgefühl. All dies scheint dem heute vorherrschenden Medienzirkus abzugehen, welche Nachrichtensendung man auch einschaltete, überall liefen diese scheusslichen Bilder von dem Bahnübergang, an welchem das Unglück geschah. Ich brauche so etwas nicht, ich WILL so etwas gar nicht sehen.

    Mein ganzes Mitgefühl gilt seiner Frau, seinem Kind, dem Rest seiner Familie und denjenigen, die in das Unglück involviert waren.
    Robert Enke war für mich einer der sympathischsten Fussballer der Gegenwart. Es ist natürlich schwer dies zu beurteilen, wenn man ihn nie persönlich gekannt hat und man selbst, wenn man mit einem engen Kontakt hatte, nie wissen kann, wie es in einem Menschen aussieht. Doch er war in dem Sinne nie anmassend, hat sich nie überflüssig in die Öffentlichkeit gedrängt und schien im Gegensatz zu manchem Kollegen überaus freundlich, bescheiden und zurückhaltend.

    Requiescat In Pacem, Robert Enke

  • User
  • 11.11.2009 16:55:17 heenzketchup

    Macht Euch doch nichts vor. Jeder der gestern vom Tod Robert Enkes erfahren hat, hat sich doch irgendwelcher Medien bedient, um mehr darüber zu erfahren. Natürlich ist es lobenswert, daß 11Freunde sich auch in diesem Fall von allen anderen abhebt und sehr angemessenen und seriösen Journalismus betreibt. Trotz aller Trauer und Fassungslosigkeit finde ich es aber heuchlerisch alle anderen Medien pauschal zu verurteilen. Der Presserummel war zu erwarten und das keiner der letzte am Tatort sein will ist auch klar. Es bringt nichts aus Verzweiflung auf Reportern rumzuhacken, die nicht mehr als ihren Job machen. Einen Menschen wie Robert Enke muß man heute im Profisport wirklich suchen. Auch ich bin sehr traurig,daß er diesen Weg gegangen ist.

  • User
  • 11.11.2009 17:25:48 goise

    @ j m k :
    hm..wenn es bei dem kollektiven gefühl traurigkeit bleiben würde..dazu brauch ich aber nicht wissen wie schnell der Zug fuhr, ob der abschiedsbrief in enkes haus oder seinem auto lag, was im einzelnen die gründe für seinen selbstmord waren..gestern nicht und heute auch noch nicht..auch ich habe die allgemeine berichterstattung verfolgt und gemerkt: moment, dass möchte ich gerade gar nicht! ich möchte erstmal traurig sein dürfen..das ging mir einfach zu schnell..fakt ist: ein mensch ist so verzweifelt gewesen, dass er sich das leben genommen hat..darüber bin ich traurig und das braucht zeit..

    und ich fühle mich angegriffen von dem was du schreibst. denn ich schätze dieses magazin und die (meisten) artikel darin und zähle mich insofern auch zum "11Freunde-Trainingsjacken-Hornbrillen-Milieu". hab keine lust von dir abgewertet zu werden. ist die frage, ob du dich in dem kommentar nicht selbst abgewertet hast, anstatt "wir" uns erhöht... jede fremdabwertung ist ne selbstabwertung..hm..nun dann..ciao

  • User
  • 11.11.2009 17:42:18 GTEvo

    Selbst mit polemisch vorverurteilter Attitüde schaffe ich es nicht dem Beitrag den Anflug von Pietätlosigkeit und Geschmacklosigkeit zu unterstellen.

    Inhaltlich hat sich DirkGieselmann höchst diplomatisch in einer "Ausnahmesituation" als investigativ bemühter Journalist präsentiert.
    Auch der Vorwurf dass sein Beitrag suggeriert er wäre mit RobertEnke befreundet entbehrt jeglicher Grundlage, inhaltlich wie strukturell.
    Falls er individuell effekthäscherisch interpretiert wird ist das zu tolerieren, aber macht ihn ganz sicher nicht pietätlos.

    Das ZielgruppenManagement(Hornbrillenträger^^)der 11Freunde Redaktion wird leider nur suggestiv zweckorientiert angewandt um sich als Insider zu profilieren.
    Die Botschaft ist angekommen und kann hier ac acta gelegt werden.

    Gerne würde ich dir, J_m_k, an anderer Stelle folgen um über gesellschaftliche Missstände in der Scheingesellschaft Profifußball diskutieren.


    In diesem Sinne
    11x2

  • User
  • 11.11.2009 17:43:54 GTEvo

    tausche cee gegen dee

  • User
  • 11.11.2009 17:57:55 QuadDamage

    es ist einfach nur scheisse, scheisse, scheisse und nochmals scheisse, dass es Herrn Enke nicht mehr gibt.......

    tut mir leid für die wortwahl, aber mir kullern die ganze zeit die tränen und das sind die ehrlichsten Worte, die mir nach diesem wirklich schönen und vor allem einfühlsamen artikel gekommen sind.......

    danke an alles was du in deinem leben gutes tun konntest Robert!


    wir werden dich nie vergessen........

  • User
  • 11.11.2009 18:01:37 Donaldo

    Ihr werdet es nicht glauben: ich habe von dem Tod Robert Enke's erst vor ca 2h,5 erfahren, da ich beruflich im Ausland unterwegs war und eben im Flieger erst die Schlagzeile von seinem Tod las.

    Habe mich jetzt eingeloggt, um hier etwas mehr zu lesen, um mit der für mich absolut neuen und frischen Information umgehen zu können.

    Überflüssig zu erwähnen, daß mein ganzes Mitgefühl dieser leidgeprüften Famile gilt.

    Aber ich empfinde ein anderes, ganz schräges Gefühl: einen gewissen Stolz, dieser Community anzugehören.

    Diese weitesgehend sensiblen, stilvollen und beeindruckenden Beiträge, die ich hier gerade las, geben einen veränderten Blickwinkel. Ich meine nicht alle Beiträge und nicht jeden einzelnen Satz, aber im großen und ganzen bin ich sehr beeindruckt von dieser Gemeinde hier.



    Ach ja, Dirk: spät, aber dennoch: Mein ganzer Respekt. Ich bin 42 Jahre alt und deine Worte trieben mir Tränen in die Augen. Ein Paradebeispiel für Pietät.

  • User
  • 11.11.2009 19:21:10 diskostu

    Danke für diesen Text.

    Das sind genau die richtigen Worte.

  • User
  • 11.11.2009 19:27:56 lebowski

    Eigentlich kann dieses Medium und speziell ein Fußball-Forum an dieser Stelle nur versagen. Denn hier ist es nur ein kleiner Schritt von der aufrichtigen Beileidsbekundungen zur virtuellen Masturbation, zu altklugem Geblogge und dem Anzetteln von vor Kitsch, Dummheit oder Anmaßung triefenden Diskussionen. Dass ein Magazin wie 11Freunde sich dieses Themas annehmen muss, steht für mich außer Frage. Und ich finde es in Ordnung, wie sie es in Form des Gieselmannschen Artikels taten. Aber vielleicht ist es jetzt an uns Usern, auch einfach mal die Fresse zu halten. Robert Enke hat sich umgebracht, vermutlich weil er krank war. So krank, wie es viele, viele Menschen sind. Auch Menschen, die wir zu kennen glauben. Vor allem aber Menschen, die für sich selbst Entscheidungen treffen. Entscheidungen, die wir, die wir in diesem Fall so weit weg sind, niemals nachvollziehen können und es auch nicht versuchen sollten. Und deshalb ist jeder Beitrag, der in einem Online-Forum mehr sagt als "mein Beileid" in meinen Augen eine bodenlose Frechheit. Jedes "der war aber symphatisch", jedes "ich war grad am Kacken, als mein Handy klingelte" und jedes "die Gesellschaft ist schuld!" ist mir persönlich höchst unangenehm. Ich habe lange überlegt, ob ich hier überhaupt etwas posten soll. Heute Mittag tat ich es dann – und mit etwas Abstand muss ich sagen, dass ich es bereue.

  • User
  • 11.11.2009 19:49:42 oliver zeyen

    hey dude... du sprichst mir aus der seele! Nacht zusammen!

  • User
  • 11.11.2009 19:59:14 spick

    starker text. ruhe in frieden...

  • User
  • 11.11.2009 20:24:54 hercs

    ich habe mich allein deswegen hier angemeldet um zu sagen, dass ich es vorbildhaft finde, wie mit diesem thema eurerseits umgegangen wird.
    der text spricht bände

  • User
  • 11.11.2009 20:30:36 schwiedly

    Ich bin schockiert und fassungslos....
    Mir fehlen die Worte....

    Ruhe in Frieden ROBERT...

  • User
  • 11.11.2009 20:49:18 HSVFan91

    Danke Dirk!

    Für einen wunderschönen Artikel, und dass du dich nicht wie deine Kollegen von der Zeitung mit den vier großen Buchstaben auf das Privatleben vom besten deutsch Torwart wirfst, sondern allen Fußballfans aus der Seele sprichst!

    R.I.P. Robert!

    Wir werden dich nie vergessen!

  • User
  • 11.11.2009 21:53:21 Marco Polo

    Man berichtet nicht über den Tod eines Menschen, der anscheinend gelitten hat und der Mitgefühl und Nähe gebraucht hätte, sondern über den Tod eines Torwarts. Wäre der Mensch Robert Enke nicht unser Nationaltorwart gewesen, wäre sein Schicksel nur eine Randnotiz in irgendeiner Regionalzeitung gewesen, eine blose Blase in einem brodelden Kessel der totalen Information, eine Blase die niemand wahrnimmt, die niemand kümmert, denn man will ja das Große sehen.
    Aber der Mensch Robert Enke war nunmal unser Nationaltorwart und deswegen wird eingefangen was man fangen kann. Man macht aus dem Ende eines fühlenden Wesens eine Ware, ein Produkt, das den Massen verkauft wird wie man dem Vieh Tierfutter vorwirft.



    Der Tod des Nationaltorwarts interessiert uns aber nicht! Warum auch, wir haben doch mehr als genug Weltklasse Torhüter und daher können wir den Verlust ded Torwarts Robert Enke gut verkraften.



    Was uns fehlt ist nicht ein Torwart, ein Körper der für 90 Minuten Bälle fängt und wieder wegschlägt. Nein. Wir vermissen einen Menschen. Einen Menschen von dem wir alle fühlten, dass er gerecht sein wollte. Von dem wir wussten, dass er stets das beste von sich gab. Einen Menschen der niemanden schaden wollte um für sich selbst ein Vorteil zu herauszuschlagen. Wir vermissen einen Menschen, der bereit war den Sport Sport sein zu lassen und im selben mit Entscheidungen anderer zu leben.
    Was wir oft vergessen ist, dass ein jeder Mensch abseits von seinem Beruf, egal ob er Häuser baut, Computer programiert oder eben Bälle fängt, auch ein Mensch ist mit menschlichen Sorgen. Niemand setzt seinem Leben ein Ende weil er im Sport nicht das erreicht hat was er sich vorgestellt hat oder entäuscht wurde, jedenfalls kein Mensch von so menschlicher Größe wie Robert Enke einer war. Er hatte anscheinend seelische Sorgen die wir nicht kennen und die nur diejenigen etwas angehen, die sie teilten oder teilen wollten als er noch lebte.

    Was dieser Mann verdient ist die respektvolle aber offene Distanz die er der den Menschen gegeben hat. Nicht weil es eine Moral fordert, sondern einfach nur weil er selbst es so tun würde. Würde er über sein Tod berichten würde er da Halt machen wo man Halt machen muss. Wo das ist? Das weiß jeder Mensch der Achtung vor dem Menschen hat.

  • User
  • 11.11.2009 22:42:46 Tohu_wa_Bohu

    Die Nachricht war ein echter Schock! Ich dachte, dass kann nicht sein, nicht Robert Enke. Nicht Enke der trotz großer Rückschläge immer gefasst wirkte, sachlich, menschlich und unglaublich sympathisch blieb. Auch heute fällt es mir noch schwer zu glauben, dass Enke der für mich irgendwie immer der Ruhepol des gesamten Fussball-Geschäftes war nicht mehr da sein soll. Die Bundesliga ohne Robert Enke: unvorstellbar! Wie soll es da erst seinen Freunden, seiner Familie, seiner Mannschaft gehen...

    Und dank 11 Freunde gibt es jetzt auch endlich anständige "Berichterstattung". Danke für den Text 11 Freunde. Danke auch an Marco Polo für den tollen Kommentar.
    Aber vorallem: Danke Robert Enke. Und viel Kraft den Trauernden in Hannover und dem Rest der Welt.

  • User
  • 11.11.2009 22:45:16 Il_Bomba

    Erst vor wenigen Tagen griff ich zu einer alten 11Freunde, laß noch mal den Bericht über die viel zu früh von uns gegangenen Fußballer. Zunächst dachte ich, dass es Fälle wie Banach glücklicherweiße nur selten gab. Dann dachte ich an Spieler wie Foe, Feher und Puerta. Und dann vergaß ich alles einfach wieder - bis gestern.

    Danke für diese tollen worte Herr Gieselmann. Sie erzählen zu 100%, was ich gestern Abend erlebt und gefühlt habe.

    Texte wie diese sind es, wegen denen 11Freunde bei mir zwei Stufen über jedem anderen berichterstattenden Medium steht.

    Danke an den DFB für die Spielabsage
    Danke an Dirk Gieselmann für diesen Text
    Danke an alle, die das geschehen genauso betroffen macht, wie mich!

  • User
  • 11.11.2009 23:06:20 karmanoia

    ich weiß noch wie sehr ich mich gefreut habe, das interview mit ihm auf 11froinde zu lesen – um dem besonnensten menschen im aktiven fußballbusiness zu lauschen, gerade im wissen um seine lebenserfahrung.

    in meiner wahrnehmung als fußballfreund ist dies die größte lehrstelle die sein tot mit sich führt.

    bedaure, diesen wachen geist missen zu müssen und trauere zutiefst.

  • User
  • 11.11.2009 23:22:53 kilino

    danke für diesen Text.
    Immer wenn ich heute an Enke denke, kommen mir innerlich ein paar Tränen.

    Ich hofffe es geht dir nun gut. Bist ja wieder zusammen mit deiner Tochter. :(

    RIP

  • User
  • 11.11.2009 23:49:38 exilbadener

    @ hoffe:
    danke, genauso, wie du es hier und bei monsieur fischer kommentiert hast, sehe ich es auch, denn da ich selbst eine BPS habe und mir auch Depressionen nicht unbekannt sind, weiß ich, wie schwer es ist, mit so einer Diagnose die falschen von den wahren Freunden zu unterscheiden.
    Wie schwer muß es für R.Enke gewesen sein, diesen letzten Weg zu gehen.
    Mein Mitgefühl gilt ihm und seiner Familie.

  • User
  • 12.11.2009 02:44:21 langerbeins

    Mein Mitgefühl gilt der Familie.
    Diesen Schritt den Frau Teresa Enke gegangen ist mit dieser Pressekonferenz finde ich mutig und halte ihn für einen Richtigen. Aber was weiß ich schon, was in dieser Situation richtig ist. Nichts!
    Was hätte sie denn machen sollen? Sich in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten das Leben von irgendendwelchen daher gelaufenen Journalisten, noch mehr erschweren lassen sollen (auch wenn dies jetzt nicht ausgeschlossen ist). Immer wieder die selben Fragen. Was war denn mit ihm?
    Nein. Ich hoffe diese Pressekonferenz hat alle Fragen beantwortet.
    Ich hoffe es! (Glauben tu ichs nicht)

    Ich wünsche mir einfach nur das man Frau Enke, Tochter und alle Angehörigen jetzt in ruhe trauern lässt und die Privatsphäre einfach respektiert.

    Es ist genug berichtet worden.

  • User
  • 12.11.2009 02:49:24 grünawitz

    Sebastian Deisler ff.
    Und das alles geschieht jeden Tag.

    Jeden Tag, erhängte Gestalten an Laternen. Fussball kennen diese Menschen nicht einmal. Wir, MENSCHEN, sind die irrsinnige Achterbahn, die es sich letztlich auf diese Weise schon selber grandios besorgt und noch wird. Bloss das begreifen wir erst dann, wenn es uns selber trifft. Tja, und dann ist es zu spät.

    Wir sind eigentlich alle zusammen grossartige Heuchler. Gut genährte Heuchler mit Internet-Anschluss. Und eventuell einer Dauerkarte zu den Spielen. Liebe sie auch - SPIELE. Schliesse mich nicht aus. Sind wir Idioten oder sind wir Idioten?


    Robert Enke, mit allem Respekt!

  • User
  • 12.11.2009 06:03:06 bernddeters

    Danke grünawitz, du sprichst mir aus der Seele.

    Unglaublich, aber wahr. Menschen sind eine gefährlich
    geisteskranke Spezies. Das ist kein Urteil. Es ist eine Tatsache,
    die tagtäglich Mitmenschen in den Wahnsinn treibt. Sogar soweit,
    dass sich einige selbst vernichten!

    Wenn man sich die derzeitige Situation der Welt real betrachtet:
    Krieg, Folter, Massenmord und Totschlag - allein 100 Mio. im letzten Jahrhundert,Verhungern,Krankheit, Seuchen bei Mensch und Tier – sind an der Tagesordnung; Ozonalarm, Smogalarm, Natur- und Umweltkatastrophen nie gekannten Ausmaßes – und es wird immer schlimmer; kranke Monokulturen in der Land-
    wirtschaft, grausamste Massentierhaltung, Tiertransporte und Abschlachtung; Atemwegserkrankungen, Abgase, Verkehrschaos,
    Reaktorunfälle und Pannen – und das meiste wird verschwiegen; Waffenhandel, Lüge, Betrug, Korruption, Profitgier – an allen Ecken und Enden; Hypotheken, Zinslast, Staatsverschuldungen – in nie da gewesener Höhe; Selbstmorde, Allergien, Aggressionen, massive Schlafstörungen, Phobien, Manien, Depressionen – mit rapid ansteigenden Kurven; Rassenhass, Terror von Links und Rechts, immer mehr korrupte Politiker, Religionsfanatiker,
    heuchlerische Kirchen und Sekten; nahezu vollkommene Abhängigkeit von Mikrochips und Magnetkarten,
    elektronische Verblödung, Genmanipulation – und das ist erst der Anfang; permanente Angst um den Arbeitsplatz, Stress, Hektik, rote Zahlen; Drogenkonsum, Mafia, Prostitution,Menschenhandel; steigende sexuelle Perversionen, Kinderschändung, Gewalt- und Horrorfilme – rund um die Uhr; Angst vor dem Altwerden, Pflegenotstand, zerrissene Familien, Jugendarbeitslosigkeit, kaputte Kinder, Marken-Zwang bei Kleidung und Gebrauchs.-
    gegenständen, Dauerwerbung, Schulstress, Notendruck, Amokläufe, Selbstmorde; Modepüppchen, Magersucht und
    Bulimie; gnadenlose Ausbeutung der Erde, Umweltverschmutz-
    ung, Giftmüllskandale, Ölpest, Müllberge, Wegwerfgesellschaft,
    Bruttosozialprodukt, Konsumterror, kaufen, kaufen, kaufen – sonst verlieren wir den Arbeitsplatz; zum Platzen aufgeblähte Großstädte, Ghettos, Kinderarbeit, Müllmenschen, Slums, Mietskasernen, Mietwucher, Ausbeutung, Steuerlast, Bodenspekulanten – jeder Quadratmeter ist verkauft; Großfinanz, Aktienwahnsinn, Globalisierung, Zentralisierung, mehr und mehr Kontrolle und Überwachung (wird uns als Sicherheit verkauft); Handys, Sendemasten, Satelliten – sprich Rundumbestrahlung vom Feinsten...

    ...und wir armen Würstchen haben nichts besseres zu tun, belanglose Fußballspiele zu schauen, um diese dann auch noch möglichst altklug von vorne bis hinten durchzukommentieren.
    Ab heute wird umgedacht, nicht aus Lust, sondern aus reiner Notwendigkeit. Tschuldigt Freunde, mußte raus.

    Robert Riese, dein Name war Programm, für alle Ewigkeit.

  • User
  • 12.11.2009 08:08:15 felixthecat

    @Il_Bomba

    Danke für diese tollen worte Herr Gieselmann. Sie erzählen zu 100%, was ich gestern Abend erlebt und gefühlt habe.

    Texte wie diese sind es, wegen denen 11Freunde bei mir zwei Stufen über jedem anderen berichterstattenden Medium steht.


    Auch von mir: Danke Dirk Gieselmann!

  • User
  • 12.11.2009 08:57:47 markanter

    Nur ein Vorschlag:

    Wir lesen den Post Gestern 19:27:56 von lebowski. Keiner postet mehr. Aus Respekt.

    Nur ein Vorschlag.

  • User
  • 12.11.2009 10:29:20 unionchemiker

    nö. aus dem einfachen grund, weil ich dem dude nicht in allen, den entscheidenden, punkten recht geben kann.

    lebo, ich weiß, worauf du hinauswillst. und auch mich trieb um, hier nichts zu schreiben. ich sag dir aber, warum ich es doch getan habe und warum ich mich nicht dafür schäme: trauer ist immer noch am besten in der gruppe zu bewältigen. für einige hier hieße "die fresse halten" mit ihrer trauer allein zu stehen. mit sicherheit gibt es hier viele singles. oder jungs und mädels mit partner, denen diese sache wenig interessiert. aber trauer ist nun mal reden und gern auch händchen halten. in welcher form und weise dies nun geschieht, dieses abladen von wut, trauer, traurigkeit, will ich mir gar nicht anmaßen zu bewerten. ob da nun ne schippe masturbation oder das vermarkten des eigenen bloqs dabei ist: warum sollte mich das interessieren!? der grundtenor ist große traurigkeit. und hier finden glücklicherweise keine großartigen diskussionen zu dem thema statt, zum tod roberts.
    dafür gibts den medienfred, für die diskussionen. denn diskutiert darf und muss werden.

    nein dude, ich teile deine meinung nicht. mir blieb gestern als ansprechpartner nur friedrich. abends kurz der hase am telefon. und ich wollte meinen eigenen gedanken zu dem thema vor meinem auge haben um damit umzugehen.

  • User
  • 12.11.2009 10:52:31 J_m_k

    nachdem ich eben die hervorragende berichterstattung in der süddeutschen zum tod von enke gelesen habe, weiß ich warum der sogenannte herr giesemann "darüber" nicht reden kann. er kann es wirklich nicht. es mangelt einfach an professionalität, an journalistischem basishandwerk, an geschmackssicherheit und an distinktion. kurzum: an allem. dabei hätte 11freunde ein interessantes interview auf lager gehabt. das hätte man einfach onlibne stellen können als würdigung von enke. stattdessen jämmerlichkeit, pennälerhafte medienschelte und innerlichkeitskitsch. ich empfehle die lektüre der süddeutschen. vielleicht wird dann aus einem trainingsjackenträger mit erhobenem zeigefinger als einzigem arbeitsgerät doch noch so etwas wie ein professioneller – journalist.

  • User
  • 12.11.2009 10:54:11 ColePorter

    Hat da jemand eine Absage für die Volontariatsstelle bei 11Freunde bekommen oder was soll diese Schmähung?

  • User
  • 12.11.2009 11:15:10 oberhofer

    Danke uschi, und @dude, ich finde es anmassend von dir, usern die sich nicht nach dem von dir bevorzugten Muster verhalten gleich "virtuelle Masturbation, altkluges Geblogge und Anzetteln von vor Kitsch, Dummheit oder Anmaßung triefenden Diskussionen" zu unterstellen. Es gibt viele Arten, mit so einer schlimmen Nachricht umzugehen, darunter sicher auch hilflose, wirre, andere nervende.

    Kannst dich ja glatt mit markanter als Waldorf und Stadler, oder Delling und Netzer auf die Tribüne setzen.

  • User
  • 12.11.2009 11:26:03 wojcicki

    @ J_m_k
    Das du Gieselmann Artikel scheiße findest, kapiern sogar wir Dauerstudenten nach deinem ersten Beitrag. Wenn die SZ dich weiterbringt, schreibs denen. Gern auch dreifach ..

  • User
  • 12.11.2009 11:33:23 markanter

    War ja nur ein Vorschlag.

  • User
  • 12.11.2009 12:13:48 J_m_k

    statt des befehlsartigen "darüber kann man nicht reden", gibt es soviel, worüber man reden könnte.

    enke als neuartiger "moderner" torwart, der die nietzscheanischen übermensch-darsteller kahn und lehmann abgelöst hatte (und auch ohne ihn haben diese art von torhütern wohl keine chance mehr. wahrscheinlich resultieren löws vorbehalte gegen wiese und auch vieler werder-fans aus diesem überholten torwart-bild).

    er hatte das aus portugal und spanien mitgebracht. das bleibt. da ist sein verdienst. diesen interessanten aspekt hier gibts heute in der sz. ich finde es online nicht.

    das kann ich jawohl von einem auf essays wert legenden magazin wie 11freunde erwarten, dass sie ein würdigung zum beispiel dieses aspektes zustandebringt? ist das zuviel verlangt? darüber kann man sehr wohl reden.

    und medienkritik überlasst ihr bitte den profis. zum beispiel diesem hier:

    http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC7 9C4911/Doc~E650DAE923B0548B8BD160A5419ED46DE~ATpl~ Ecommon~Scontent.html

    denn hier ist nicht nur allgemeine medienschelte drin, sondern ein konkreter gedanke, eine richtige these, die über allgemeine larmoyanz hinausgeht.

    und was das löschen von beitragen angeht: hier und nur hier im sogenannten alternativmilieu ist es wohl möglich, die wackere frau enke als "medienhure" zu bezeichen.

    das kommt direkt aus der selbstgerehctigkeit, das andere, das "alternative", das "independent"-milieu zu sein.

    so etwas habe ich jedenfalls nur hier gelesen.

  • User
  • 12.11.2009 12:28:24 J_m_k

    noch ein letztes, weil ich gerade so gut in fahrt bin: ist die trauer über enke nicht deshalb so groß und auch echt, weil viele leute instinktiv die schn auze voll haben von dem "agressive-leaders"-scheissdreck, von effenberg, bommel, kahn und konsorten?

    weil enke dafür stand, dass es vielleicht auch anders geht?

    die neuen typen, die lahms und adles und mertesackers und metzelders, die ruhigeren, die teamworker sind die hoffnung.
    enke war einer von ihnen.

    dass er so schrecklich aus dem leben geschieden ist mag rein private gründe haben.

    dennoch ist es erlaubt darüber zu philosophieren, ob der torwart, eine urdeutsche, harte figur auch etwas ist, an dem enke verzweifelt ist.

    auch DARÜBER kann man reden und wir lernen dabei etwas über unser land.

    so, das wars. ich verabschiede mich.

  • User
  • 12.11.2009 12:35:26 inselimfluss

    Eine angemessene, respektvolle Würdigung findet sich auch hier.

  • User
  • 12.11.2009 12:57:57 Izno

    Auch ich war schockiert als ich von Robert Enkes Tod las.
    Mein ganzes Mitgefühl hat nun Teresa Enke. Ich hoffe das sie nach dem tragischen Verlust ihrer kleinen Familie nicht den Lebensmut verliert.

    Ich finde es wichtig hervorzuheben, dass ich Selbstmord alles andere als gutheiße und das es eine im höchstem Maße egoistische Tat ist, denn es gibt immer Menschen die zurückbleiben. In Roberts Falle seine Frau und seine Adoptiv-Tochter. Eine junge Mutter die sowohl ihr Kind als auch ihren Mann überleben musste. Dennoch will ich Robert nicht als gefühlskalt oder egoistisch darstellen, denn Robert Enke litt unter Depressionen. Eine Krankheit die ihm am Ende wohl kein Wahl mehr ließ.
    Am gleichen Tag liefen die neuen Stromberg Folgen. In denen auch das Thema Depressionen aufgegriffen wurde. Ernie sagte darin :"Mir fehlt etwas im Kopf, dass mir sagt das alles nicht so schlimm ist, wie ich denke". Ich finde das ziemlich treffend, denn es ist sehr schwierig einem "gesunden" Menschen zu verdeutlichen was Depressionen in einem auslösen. Es ähnelt dem Versuch einem Nichtraucher zu erklären was man beim Genuss von Zigaretten empfindet. Es handelt sich um eine sehr ernste schlimme Krankheit die hierzulande keine Lobby hat. Aber Depressionen sind im Regelfall behandel- und heilbar. Es gibt viele starke Anti-Depressiva, die allerdings die Leistungsfähigkeit einschränken. Unter solchen Umständen wäre es wohl nicht möglich gewesen weiter seiner Tätigkeit als Fußball Profi nachzugehen, die aber anscheind mindestens genauso wichtig für seine Genesung gewesen wäre wie die Medikamente. Ich finde es daher wichtig, dass wir uns alle mal fragen (speziell Funktionäre im Profisport) , wie es seien kann, dass jemand mit einer physischen Verletzung Jahre lang ausfallen kann (s.Pander, Hunt, etc.) aber ein Robert Enke Angst davor hatte sich stationär behandeln zu lassen, weil es sonst öffentlich geworden wäre.

    In stiller Trauer

  • User
  • 12.11.2009 13:20:19 wojcicki

    Herr, hilf! Stromberg erklärt die Welt ...

  • User
  • 12.11.2009 16:38:29 Zidanefuerarme

    Wie ein Schock traf es mich als ich diese Nachricht im Fernsehen sah.
    Normalerweise nimmt man die Nachricht über den Tod eines nur durch die Medien bekannten - also nicht persönlichen Bekannten - Menschen zwar wahr , kann sie aber relativ leicht verdauen , siehe Michael Jacksons Tod z.B.
    Doch in diesem Fall war alles anders : Robert Enke strahlte immer Souveränität , Lebensfreunde und den Typ eines "Steh - auf - Männchens" aus . Ein Typ , der trotz allen Ruhms auf dem Fussballplatz ein Mensch geblieben ist und einfach nur sympatisch war .
    Robert Enke Ruhe in Frieden

  • User
  • 12.11.2009 17:40:49 shangrila

    Bei aller berechtigtien Trauer und Bestürzung.

    So was passiert leider wohl täglich in Deutschland. Nur trifft es da keinen Prominenten sondern irgendeinen irgendwo.
    Und diesen Menschen wird leider nicht so eine breite Anteilnahme entgegengebracht.
    Es ist doch auch das leicht beklemmende, aber dennoch wohlige Gefühl der Leute sich jetzt überall mit Beileidsbekundigungen zu übertreffen und jedes Detail aufzusaugen.
    Warum muss Enkes Frau einen Seelenstripties (Pressekonferenz) hinlegen?
    Lasst doch die arme Frau in Ruhe. Wenn die keine Sorgen hat ....

    Das wir uns nicht falsch verstehen. Anteilnahme ist gut und wichtig. In jedem Fall.

    Aber schaut mal in eurer Nachbarschaft, eurem Arbeitsplatz, Schule, Uni, etc. überall gibt es Menschen die vielleicht dankbar für ein bisschen Anteilnahme sind.

    Un bitte lasst Diagnosen über Depressionen wenn man mal gar keine Ahnung hat. Das ist wirklich unwürdig.

  • User
  • 12.11.2009 17:48:22 Hotte80

    Dann unterlasse bitte im Gegenzug eine Diagnose über das Innenleben von Frau Enke.

  • User
  • 12.11.2009 17:52:29 sgu07

    ...und erklär mir bitte nicht die welt mit deiner unterschwelligen unterstellung, man würde sich nicht genug um die mitmenschen kümmern.

  • User
  • 12.11.2009 19:55:02 lebowski

    @obi & uschi

    Ich habe sicher niemandem vorgeschrieben, wie er mit dem Thema umzugehen hat. Ich habe nicht geschrieben "haltet die Fresse", sondern die Frage in den Raum gestellt, ob es vielleicht ein guter Zeitpunkt wäre, die Fresse zu halten. Das war nicht das 11.Gebot, sondern ein Denkanstoß. Auch habe ich mitnichten alle User über einen Kamm geschoren, sondern festgestellt, dass ziemlich viel von dem hier Geschriebenen stark an selbstgefälliges Geblogge erinnert. Also kein Grund gleich an die Decke und mir an den Kragen zu gehen, Obi.

    Mag ja sein, dass das hier für euch ein Weg ist, mit Trauer umzugehen. Ich persönlich halte ein Online-Forum mit ca. 90% mir persönlich nicht bekannten Menschen für Trauerarbeit nicht geeignet. Ich weiß ja nicht mal, ob die auch meinen, was sie schreiben, herrijee! Mir drängt sich nun mal der Eindruck auf, dass sich hier einige mal schön einen auf ihre vorübergehende Betroffenheit runterholen. Indem sie meinen, Robert Enke gekannt zu haben, sich eine Meinung über ihn erlauben zu dürfen, nur weil sie ihn ein paar Jahre lang samstags in der Sportschau gesehen haben. Indem sie das Geschehene in Relation zu ihrem Alltag, zu Gelesenem und Gehörtem setzen. Indem sie mir ungefragt ihre Lebensweisheiten aufs Auge drücken wollen. Das alles finde ich absolut unangebracht. Wenn ich nur an „Enke war sympathischer als Lehmann“ oder „ich war grad bei Burger King...“ denke...unerträglich...

    Hinzu kommt, dass wir – in meinen Augen – mit so einem Wichtiggetue nicht mehr weit weg von den Medienprofis, den Kerners und Brüderles dieser Welt sind, die wir ja so sehr verurteilen, und die jetzt ein ernstes Thema dankbar durchmoderieren, indem sie, mahnend den Zeigefinger hebend, eine Erklärung und vor allem Schuldige suchen, ernsthaft fragen, warum man das nicht gemerkt hat, was letztlich nur beweist, dass sie sich mit dem Thema Depressionen bislang nicht auseinander gesetzt haben – aber dennoch sind sie plötzlich Experten. Da werden jetzt sogar Fußballmannschaften in therapeutische Verantwortung gedrängt. Was für ein großer Schwachsinn! Da werden von Küchenpsychologen fix mal Erfolgsdruck und ein Todesfall als Grund ausgemacht. Is ja auch schön leicht erklärt, lässt sich schick in Schwarzweiß bebildern und mit Klaviermusik unterlegen. Ich kotz gleich.

    Alle 60 Minuten bringt sich in Deutschland ein Mensch. Man darf wohl leider vermuten, dass Depressionen dabei oftmals eine Rolle spielen. Nur die wenigsten Fälle schaffen es in die Medien, geschweige denn ins kollektive Bewusstsein. Wenn man zu all den anderen Fällen die Fresse hält, kann man das jetzt aber auch mal tun bitte. Überhaupt ist das Thema viel zu komplex, als das man es in Talkshows oder Internetforen einigermaßen angemessen besprechen könnte – vor allem mit einer Halbwertzeit von schätzungsweise 14 Tagen. Dann ist es nämlich wieder vom Tisch. Und deshalb, liebe Freunde, ist es in meinen Augen anmaßend und geradezu lächerlich, in einem Fußball-Forum eine ernsthafte Diskussion über den Tod von Robert Enke und womöglich noch dessen Gründe zu führen. Da komm ich überhaupt nicht drauf klar. Ich weiß nicht, warum er's getan hat, ich weiß nicht, seit wann er krank war, ich weiß nicht, wie es seiner Frau geht, ich weiß nicht, was er selbst von dem ganzen Rummel gehalten hätte. Ich will das alles auch gar nicht wissen, ich will auch nicht darüber diskutieren oder Robert Enkes Leben, Wirken und seine Entscheidungen in irgendeiner Form bewerten. Denn dafür war ich viel zu weit weg. Ich kannte ihn nämlich nicht. Und darum bleibe ich dabei, eine reine Beileidsbekundung als angemessen zu erachten.

    Aber all das ist nur MEINE SICHT DER DINGE. Es gibt somit keinen Grund, sich hier gleich wieder bevormundet zu fühlen. Wenn es euch wichtig ist, das auf diese Art hier mit anderen zu teilen – nur zu. Ich muss das aber nicht verstehen, geschweige denn gut finden. Und ich muss vorschlagen dürfen, dass man einfach mal schweigt, ohne gleich der Nazi vom Balkon zu sein. Guten Abend.

  • User
  • 12.11.2009 20:58:39 Veltinsbauch Eufi

    Einige User- unter anderem ich - schrieben, was sie am Dienstagabend gemacht haben, als sie die Meldung von Enkes Tod vernommen haben.

    Dies macht man, um die alltägliche Situation eines normalen Dienstagabends kontrastiv zu der unerwarteten und traurigen Meldung von Enkes Tod darzustellen, da diese Meldung dafür sorgte, dass der an sich schöne, fröhliche und unterhaltsame Abend aus den Fugen geriet und zu einem traurigen und nachdenklichen Abend wurde, den man nie vergessen wird.

    @ lebowski: Find ich ziemlich schwach von dir, mich da wieder herauszugreifen aus den vielen Posts als Paradebeispiel für Selbstbeweihräucherung etc. Ausgerechnet in diesem Thread !
    Jeder Mensch geht anders mit Trauer um. Der eine igelt sich ein, der andere bewältigt dies durch Kommunikation. Wie man das handhabt, bleibt jedem selbst überlassen.

    Ich bin selten mit Unionchemiker einer Meinung, aber in dem Punkt, dass sich viele hier über Enkes Tod austauschen wollen, weil es sie bedrückt und sie vielleicht nicht so viele Gesprächspartner zu dem Thema seit Dienstag parat haben oder sich die Gesprächspartner nicht in dem gleichen Maße dafür interessieren oder sie nicht in dem gleichen Maße bedrückt sind wie man selbst, da gebe ich dem Chemiker bei allen Differenzen zu 100 % Recht.

  • User
  • 12.11.2009 21:08:01 Superdexter

    Hej Lebowski! Dafür dass du uns eigentlich zum Schweigen mahnen wolltest, ziehst du jetzt ganz schön vom Leder. Muss vielleicht nicht sein, war doch eigentlich eine andächtige, respektvolle Stimmung hier im Forum.

    Ich will auch noch Shangrilas Äußerung in Schutz nehmen. Der Selbstmord Enkes und die darauffolgende Diskussion über Suizidgefahr im allgemeinen haben mich echt erschüttert. Ich weiß, dass solche Zahlen sehr relativ sind. Aber 10.000 Selbstmorde und 200.000 Versuche in Deutschland pro Jahr, das ist doch Wahnsinn. Jedem sollte also klar sein, dass wir umgeben sind von Menschen mit Suizidgedanken und dass wir deswegen auch zwangsläufig eine Verantwortung haben. Ich will das jetzt nicht übertreiben, aber das könnte doch etwas sein, dass nach Roberts Tod bleibt. Die Erkenntnis, dass hier sehr viele Menschen leben, die so traurig, verzweifelt oder krank sind, dass sie wirklich keinen anderen Ausweg als mehr sehen. Und sie alle sind ein Produkt, der Umstände in denen wir leben und diese Umstände können wir ja in einem gewissen Maße mitgestalten.
    Also sollten wir vielleicht versuchen, uns unserem Einfluss auf unsere Mitmenschen bewusst zu werden und respektvoller miteinander umzugehen.

    Komisch zu lesen was geschrieben habe. Doch das scheint mir eine geeignete Zeit, um über solche Dinge nachzudenken.
    Beste Grüße an auch alle. Ich weiß dass jeden Tag viele Menschen auf unserem Planete sterben, ohne dass ich dem Aufmerksamkeit schenke und Roberts Selbstmord macht mich jetzt sehr traurig.
    Viele Dinge, die ihr hier geschrieben habt waren echt tröstend. Danke dafür!

  • User
  • 12.11.2009 21:29:18 lebowski

    @eufi Ich habe Dich da nicht bewusst herausgegriffen, diese Aussagen waren mir nur gerade sehr gegenwärtig. Damit wollte ich Dich nicht etwa gezielt ankacken.

    Und Superdexter: andächtige, respektvolle Stimmung? In einem Online-Forum? Uff...
    Aber Du hast sicher recht, ich wollte meinen Mund halten. Ich sah mich nur genötigt, auf Obis Anmerkung zu reagieren. So. Schluss jetzt.

  • User
  • 12.11.2009 21:52:35 El Buitre

    Da treffen sich 2 unterschiedliche Rhythmen, Dude. Krankheit der Zeit, fand ich schon beim MJ zum Kotzen. Es will einfach niemand mehr stehnbleiben.

  • User
  • 12.11.2009 22:14:00 markanter

    Ohne Kommentierung des bisher Gesagten. Ohne weitere Ideen, Darlegungnen oder Kritik.

    Nur eine Frage und ein Vorschlag:

    Kriegen wir es hin, einmal nichts zu schreiben, posten, sagen? Einmal nicht auf einander weiter rumzuhacken, zu differenzieren, zu disputieren?

    Einmal Ungeschriebens, Ugepostetes, Ungesagtes "Un"-sein zu lassen?

    Aus Respekt. Morgen kanns weitergehn, überall, wie immer. Aber einmal innehalten.

    Nur eine Frage und ein Vorschlag.

  • User
  • 12.11.2009 22:37:03 wojcicki

    Nein, kriegen wir nicht hin!
    Und wieso aus Respekt? Was hat denn mein Respekt vor wem auch immer damit zu tun, ob ich hier was poste. Wer bestimmt die Zeit? Du? Vielleicht hab ich Respekt vor meinen Eltern. Soll ich deshalb die Schnauze halten, bis sie abgelesen sind. Was hier für scheinheiliges Getue an Tag gelegt wird, macht einen echt bekloppt. Wenn du bis morgen nix mehr schreiben willst, lasses halt einfach. Haste deinen Teil dazu beigetragen, vielleicht schließen sich andere an, ich jedenfalls nicht. Aber kannst ja dann morgen wieder draufkloppen ...

  • User
  • 12.11.2009 22:38:24 El Buitre

    Er/Sie/Es ist der Schiedsrichter. Noch nicht bemerkt?

  • User
  • 12.11.2009 23:44:31 bright_eyes

    Ich hab jetzt echt keinen Bock, mir den ganzen Thread durchzulesen. Kann also sein, dass das, was ich jetzt schreibe, schon gesagt wurde.

    Natürlich zu allererst mein Beileid mit Familie Enke. Als ich das am Dienstag ca. um halb acht in unserem Fan-Forum gelesen habe (zu der Zeit stand die Meldung nur auf Bild.de), war ich (natürlich) sehr geschockt.

    Was ich eigentlich sagen wollte: bei mir daheim (wenn ich nicht im Wohnheim bin) lese ich gerade alte 11 Freunde - Hefte, und bin momentan bei Heft Nr. 54 vom Mai 2006. War schon sehr krass, heute nach dem Heimkommen auf der Titelseite folgendes zu lesen: "Robert Enke: Comeback eines Totgesagten". Und jetzt ist er wirklich tot. Man kann es immer noch nicht so recht fassen...

  • User
  • 13.11.2009 08:56:36 unionchemiker

    dude, ich bin weit davon entfernt, den zeigefinger zu heben und ich denke, du reagierst ein wenig heftiger, als nötig. mit meinem eingangssatz, ich such das jetzt nicht nochmal raus, bestätigte ich dir zu wissen, wie du das gemeint hast. kein thema. und auch obis meinung lese ich nicht als etwaige verdamnis zum "nalkonnazi" sondern eher als alarmzeichen der ewigen bevormundung. sind halt alle grad ein wenig dünnhäutig, scheint es, und ein markanter unterstreicht dies immer wieder eindrucksvoll.

    die essenz aus allem, und dies gilt es doch hervorzuheben: keiner der hier schreibenden hätte und hat sich den tod enkes herbeigewünscht um sich hier zu profilieren. im umkehrschluß stelle ich also fest: alle fanden den tod enkes scheiße und tragen ein gewisses maß an trauer in sich.
    WIE nun mit solcher trauer umgegangen werden kann und umgegangen wird, kann man nicht planen und keinem vorschreiben. in den meisten fällen klang dies hier ehrlich und"erwachsen". bei manchen vielleicht unglücklich und ja, vojeuristisch. aber ich nehme diesen leuten trotzdem ab, wut und traurigkeit zu empfinden.

    dude, manche wissen gar nicht, was trauer ist. vielleicht ist es das erste mal da, dieses gefühl.
    als ich meinen 1.menschen sterben sah, im altersheim, war ich wochen am boden. das hat mir keine sau beigebracht, wie ich da zu reagieren habe. und man sucht sich so seine wege.

    verabschiede dich mal nicht so schnell hier aus dem fred, denn es hat immer noch den großen vorteil, dass andere leute "denken", dass andere leute gewinn aus den gedankengängen anderer ziehen. aus deinen gedankengängen.

  • User
  • 13.11.2009 10:03:32 zausell

    5 Seiten zu "worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen" (und keine Lust sie zu lesen) ... aber dieses Zitat mal zu Ende zitiert, hätte dem Dirk schon die Richtung verdeutlichen müssen, wie es die Tage danach laufen wird

    "... das ham andere schon vor mir gewusst, doch ich muss reden auch wenn ich schweigen muss ..."

  • User
  • 13.11.2009 10:09:12 Lebensgeschichten

    "Nur die im Dunklen sieht man nicht" sagte Bert Brecht. Und hätte damit auch an Depressionen erkrankte Menschen (und das geht ja weit über depress.Verstimmungen z.B. beim Abstieg eines Lieblings-Clubs, was ja schon sehr übel ist, hinaus) meinen können, für die das Leben ja zumeist sehr, sehr dunkel ist. Und deren Geschichte oft erst "ans Licht kommt", wenn es - wie jetzt z. B. auch bei R. Enke - zu spät ist.

    Und man fragt sich "Warum nur er"! Warum fragt man nicht viel mehr "warum mindestens jeder 5.(!) in Deutschland?". Bzw. noch viel mehr, die Dunkel (auch wieder , s.o., ein gerade hier passender Begriff)-Ziffer, also unbekannte Zahl an "Fällen" (=Menschen! ) ist ja noch viel höher. Also ist doch die Gesellschaft krank, nicht nur Einzelne! Brecht meinte mit denen "im Dunklen" auch die, die in der "Leistungsgesellschaft" (nicht nur im Sport) alltäglich Top-Leistungen bringen. Aber trotzdem oft beim Therapeuten, z.B. auch in meiner Praxis, landen. Weil sie um den Lohn, Anerkennung für ihre (z.B. auch noch Ehrenamtl.) Leistungen gebracht werden. Dafür"Lautschreier"das Meinungsbild bestimmen oder ganz oben stehen. Wo Manager, die Krisen verursachen sogar noch Millionen Abfindungen bekomen. Und dafür Millionen andere in finanzielle Not kommen, daran oft auch psychisch zugrunde gehen, in Therapie kommen. Die Opfer, nicht die Täter!

    Der berühmte Schweizer Psychiater L.Ciompi hat z. B. auch öfters beschrieben, dass in seiner Klinik die besten, herzlichsten, hifsbereitesten Menschen landen. Weil sie mit der zu harten, unmenschlichen Gesellschaft nicht klar kommen! Nun wird auch wieder der Ruf nach mehr Therapeuten laut, auch im Leistungs-Sport. Aber egal ob dort oder in der "Leistungs-Gesellschaft": Man sollte nicht die Spitze sondern den Eisberg selbst "behandeln": Das unmenschliche System,s.oben, im "Leistungssport"/ Leistungs-gesellschaft ist doch das Problem! Die veruntreuenden Manager, im Sport z.B. auch schon Kindern oder Teenies (wie z.B. damals auch S. Deisler) mit Profitgedanken ihr Leben ruinieren, sind das Problem. Nicht zu "sensible" (das ist doch eigentlich ein positives Wort!) Menschen wie Deisler, Enke und dergleichen, oder auch unzählige "Normalsterbliche", die oft ja auch noch viel für die Gesellschaft tun bzw. taten. Wie viele Opfer muss es noch geben, bis das Problem nicht mehr nur im Einzelnen gesehn wird?
    Und dass die Mehrheit der Menschen solche, "sensiblen", Mitmenschen erhalten will zeigt ja z.B. auch die Anteilnahme an Enkes Tod.
    Und natürlich war falsch von R.Enke, den Lokführer mit hineinzuziehen, zu traumatisieren. Auch für die Familie ist es schlimm. Vor allem gilt es doch aber die (gesellschaftl.) Umstände, s.o., anzuklagen, die Menschen zu so etwas treiben! Dazu sollte R. Enkes Tod immerhin beitragen, uns diesbezüglich wachrütteln und motivieren. Auch da R.E. ja auch beispielhaftes soziales Engagement vorlebte, vorbildlich. Lasst uns das "weiterleben" lassen, auch im Sinn von R.E./im Gedanken an ihn... Um dann auch getrost in der Beziehung sagen zu können: "Robert Enke, you`ll never walk alone"!

  • User
  • 13.11.2009 11:46:03 bobby171

    Danke Herr Gieselmann Danke Dude!

  • User
  • 13.11.2009 12:00:46 wojcicki

    @lebensgeschichten
    Dein Name ist jedenfalls Programm. Wer kommt als nächster? Räuberpistole und Seemansgarn? Den Blödsinn mit dem Lokführer wiegt auch kein berühmter Psychiater mehr auf!
    Glauben eigentlich jetzt alle seelsorgerisch Halbfertigen, hier fristen Heerscharen aufzubauender Tieftrauernder ihr finsteres Restdasein? Man kommt sich vor wie Don Quichote! Bekloppt halt ...

  • User
  • 13.11.2009 14:32:01 TorgauTobi

    All diese ganzen Worte hier.....puhhhh.
    Ich bin immernoch sehr traurig und bestürzt.

    "Worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen."

    Diese Zitat aus dem tollen Gieselmann-Text habe ich gestern einem Kollegen um die Ohren gehauen, der irgendwas von "Feigling" in Bezug auf Robert Enke labberte.
    Danach war Ruhe. Denn mit diesem Satz ist alles gesagt.

  • User
  • 13.11.2009 17:49:01 Mira

    Hmmm,

    wäre es denkbar, dass er nicht hetero war?

    Das würde sowohl seine Biographie, als auch seine Krankheit mitsamt der Entscheidung zum Freitod schlagartig schlüssig und plausibel erscheinen lassen.

    (Ich war - und bin - Enke-Sympathisant und zu ca. 0% homophob)

  • User
  • 13.11.2009 18:03:03 volker_hh

    Na prima, Mira!

    Nachdem man sich hier nun schon seit zwei Tagen in völlig unverständlicherweise Art und Weise an die Köppe kriegt, geht es damit dann nun auch endlich in diesem Fred mit Spekulationen los.

    Schlimm und ohne Worte das.

  • User
  • 13.11.2009 18:11:22 Mira

    Was ist daran schlimm?

    Ist das etwas "worüber man nicht reden kann"?

  • User
  • 13.11.2009 18:18:41 volker_hh

    Ja. Weil schlichtweg eine Spekulation.

  • User
  • 13.11.2009 18:30:12 Mira

    Für mich dennoch die einzig plausible Erklärung.

  • User
  • 13.11.2009 18:32:19 Hotte80

    Genau das meinte ich. Kein Funken Anstand.
    Es gibt Leute, denen kann man zehn mal den Kopp anne Wand hauen und sie kapieren es immer noch nicht.
    Zum Kotzen.

  • User
  • 13.11.2009 20:20:09 bobby171

    @Mira: Mit Verlaub, wer hat Dir den ins Gehirn geschissen????

    Und wenn es so wäre, ginge das auch keinen Menschen hier was an. Ich fass es wirklich nicht, wie man so borniert und und und DUMM sein kann. Macht doch den thread einfach zu, liebe 11Freunde.

  • User
  • 13.11.2009 20:28:58 achtungfussball_de

    Daniel Kühn schrieb heute seine ganz persönliche Randnotiz zu Robert Enke. Zum Vergleich mit Sebatian Deisler scheibt er:

    [...] "Robert Enke war kein Star. Er war ein eher unscheinbarer Mann. Ein großartiger Torhüter. Ein Mann, der erst nach dem Tod seiner Tochter ins Rampenlicht geriet. Der schlimmste Schlag.

    Eine Woche später stand Enke wieder auf dem Platz.
    Er hat wohl vieles verschluckt. Wollte funktionieren. Er glaubte, dies wäre der einzige Weg.

    Und man denkt an Sebastian Deisler.

    Vielleicht hat Robert Enke dieses Szenario ständig in seinem Kopf durchgespielt. Das Deisler-Drama. Wie einer zu einer heulenden Diva stilisiert wird – weil keiner begreifen will: Die Millionen, die Aufmerksamkeit, die Auszeichnungen, die Nachhaltigkeit, all das verblasst oder verschwimmt, wenn die Seele krank ist und das alltägliche Leben aus den Fugen gerät. Auch ein millionenschwerer Fußballer hat das Bedürfnis nach Zuspruch, Liebe und Sicherheit. Sebastian Deisler hat den Absprung geschafft. Man kann sagen: Er hat die Krankheit überlebt. [...]


    Der ganze Artikel ist hier zu finden:
    www.achtungfussball.de/blog/robert -enke-75.html

  • User
  • 13.11.2009 21:07:16 wojcicki

    Also, ich geb´s jetzt auch auf! Hat zwar gedauert, aber ich bin ja noch jung und lernfähig. Und ich hab´s probiert ...
    Aber gegen soviel Blödheit kommt man einfach nicht an. Kratzen, beißen, spucken, beleidigen, alles zwecklos. Die sind resistent. Und verdammt viele. Don Quixote halt. Alles bekloppt!
    Ab jetzt nur noch besoffen am Bierstand ...

  • User
  • 13.11.2009 22:07:21 bobby171

    http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-f reitod-eines-torwarts-und-die-ethik

  • User
  • 13.11.2009 22:21:35 timzen

    Was mir ein Lächeln auch jetzt aufs Gesicht zeichnete:
    Link

  • User
  • 14.11.2009 12:50:07 Donaldo

    Hey wojcicki, bitte gib's nicht auf. Der Satz "Der Klügere gibt nach" manifestiert die Weltherrschaft der Dummen" (Mira, wenn Du dich angesprochen fühlen solltest: JA! DICH meine ich auch)

    Und Timzen: Danke für den Link, ich mußte auch lächeln.

    Vor 3 Tagen schrieb ich hier u.a.:

    Aber ich empfinde ein anderes, ganz schräges Gefühl: einen gewissen Stolz, dieser Community anzugehören.

    Diese weitesgehend sensiblen, stilvollen und beeindruckenden Beiträge, die ich hier gerade las, geben einen veränderten Blickwinkel. Ich meine nicht alle Beiträge und nicht jeden einzelnen Satz, aber im großen und ganzen bin ich sehr beeindruckt von dieser Gemeinde hier.


    Gott, wenn ich geahnt hätte, was dann naoch nachkommt...

  • User
  • 14.11.2009 12:51:00 Donaldo

    Sorry für die Tippfehler, habe einen 200er Puls und soooo'n Hals...

  • User
  • 14.11.2009 14:51:53 EckeTor 61

    ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ????????Ruhe in Frieden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • User
  • 14.11.2009 18:30:42 SensiSeedz36

    Mein Gott diese Scheinmoral hier.

    Im Endeffekt schaut jeder angebliche "Sensationslustgegner" morgen die Trauerfeier an und hat sich genug andere Artikel durchgelesen. Und warum? Weil man sich über sowas informieren will, wenn einem was nahe geht.
    Oder wärt ihr etwa glücklich wenn ihr nicht wüsstet warum er jetzt einfach plötzlich bei 96 nicht mehr im Tor steht??? Is ja wurscht oder wie???

    Na kla, am besten nich drüber reden, ignorieren, der DFB auch, sodass also gar nichts passiert und sich in Zukunft weiterhin Profis umbringen weil sich nichts ändert. Und ändern kann sich nur was durch SACHLICHE Gespräche und Informationen.

    Informationen sind wichtig, es kommt nur auf die Art und Weise an.

    Scheiss auf Bild-zeitungsjournalismus, aber man muss ja nicht gleich so tun, als wenn man das Thema totschweigen will aus geheucheltem Anstand. Das ist nämlich ein noch falscherer weg.

    Aber naja, tolle Einstellung: weghören, totschweigen, scheissegal. Ändern zum Guten wird sich so nichts.

  • User
  • 14.11.2009 18:34:54 SensiSeedz36

    P.S.: Ist seine Frau etwa auch eine Sensationsberichterstatterin wenn sie auf die Pressekonferenz geht und über saeinen Tod spricht?

    Wenn die Leute hier konsequent bei ihrer Meinung bleiben, stellen sie Teresa Enke mit einer Boulevardzeitung gleich.

    Es ist wunderbar dass viele Leute sich informieren und zwar vielseitig um daraus zu lernen und über gesellschaftliche Probleme auch mal informiert und wachgerüttelt zu werden.

    Aber naja, hätte 11Freunde ein Riesenbericht gemacht darüber, hätten alle geschrieben: "Wow, investigativer Journalismus, weiter so".

    Ich freue mich auf gehässige Antworten, das würde meine These noch weiter bestätigen

  • User
  • 14.11.2009 19:31:06 GTEvo

    sich über den sog. Boulevardjournalismus aufregen..das ist die größte Scheinheiligkeit.

    Jeder Nischenjournalist..manche sprechen auch vom Hornbrillenmillieu^^, informiert sich Tag ein Tag aus bei seinen BILD Kollegen.
    Zwecks der Inspiration, des versteckten Doppelpassspiels oder des versteckten Fetischismusses einer artverwandten Sippe.
    Die BILD ist die gesellschaftliche Gehirnwäsche für den Kleinen Bürger, auch Mensch 2.Klasse, oder Abschaum genannt..in diesem Jahrundert ist es der systematische multimediale Highdefinition GesellschftsPsycho-Terror durch Perversion, Sadismus, Pornografie Jenseits des Vorstellbaren.

    Das Große Thema des 21. Jahrhundert ist Angstmachen !
    99% Aller Stasiisten agieren heute in der blühenden BRD mit Hightec Geräten.
    SatellitenOrtung, Telefonabhörungen, organisierter Datenklau, Überwachungskameras in jedem Supermarkt, in den wunderschönen deutschen FußballArenen, Spybots in jedem "systemfreundlichen Tool",in jeder VaDoCam Uploadsoftware usw.

    Wenn man die BILD "RichtigLesen"kann, die versteckten Botschaften erkennt, dann kann sie beschützen und tatsächlich "bildend" sein...

    Großes Thema inne BILD Heute "AutobahnHeckenschütze"....gleich in 60 Minuten bekommt der "lebensblinde" 2.Klasse Bürger den Tiefenpsychoterrorlogischen Brainstorm mit dem freundlichen KommissarStöwer und sinem "engen" Freund Brockmüller im NDR Tatort- "Schüsse Auf der Autobahn".
    Zur Gleichen Zeit nimmt "Kollege" Furthwängler am BILD Casting Teil.."Welcher Schnuckel will mein Stecher sein" Hoch im Kurs die Beiden engen Freunde aus Köln Ballauf & Schenk.

    Morgen hat Jeder Angst wenn er vor die Haustür tritt..aber die versteckte Botschaft um die Publikumslieblinge Ballauf/Schenk/Stöwer/Brockmüller und dem Ablenkungscasting von Frau Burda nimmt "Niemand" wahr.

    Checken is keine Mathematik
    55

  • User
  • 15.11.2009 00:33:53 klepze

    Schreiben kannste Dirk, keine Frage!

    Allerdings schade das du es schreiben musstest...!

  • User
  • 15.11.2009 14:24:49 SensiSeedz36

    Wunderschöne Trauerfeier war das.
    Gut das so viele Leute da waren, gut das viel gesprochen wurde! Das zeigt die Menschlichkeit aller Beteiligten.

    Schön, dass es wohl keine 11Freunde-Scheinmoral-Totschweige-Wegschau- Leser in Hannover gibt und auch nicht in der Readaktion.

    Gut, dass es noch Menschen gibt, die Anteil nehmen und zwar auf ehrliche Art und Weise mit Worten und Fragen. So muss es sein.

    Naja aber wenn heir alle bei ihrer tollen Meinung bleiben, hat diese "Sensationsgeile" Trauerfeier eh niemand gesehen.

    Gut dass nicht jeder so interessenlos wie die 11Freunde Redaktion ist, die ihr Maul hält und einfach kein Bock hat einen Menschen richtig zu ehren.

    Danke DFB, Hannover 96, Hannover selbst, Niedersachsen, Deutschland, und viele internationale Anteilsnehmer. Und danke teresa Enke an den Mut.

    Schön dass die Welt nicht nur aus 11Freunde-Idioten besteht!

  • User
  • 15.11.2009 16:39:37 SensiSeedz36

    Und übrigens:

    Ich übertreibe jetzt, weil ich 11Freunde eine sehr gute Seite finde und irgendwelche Leute die ich gar nicht kenn wegen einem Kommentar als blöd abstemple im privaten Leben wohl gar nicht blöd finden würde.
    Aber es ist doch so: Beim Bericht über die Stadionkatastrophe von Lushniki wurde hier auch groß und breit berichtet, und viele fanden das informativ.
    Warum ist das jetzt plötzlich tabu bei Robert? Es darf kein Tabu sein darüber zu reden, genau das war doch immer das Problem hierzulande. Und mir hätte es viel trost gespendet, wenn 11Freunde-Journalisten auch ihre Gefühlslage geschildert hätten, Leute die ich aufgrund ihrer tollen Einstellung zum Fussball sehr zu schätzen weiß. Das hilft einem über die Trauer weg, es bringt doch nichts es in sich reinzufressen.

    In spätestens 2 Jahren gibt es auch auf 11Freunde einen Rückblick auf die schlimmem Stunden des ersten Jahrzehnts des Jahratausends oder so, da wird er auch erwähnt werden, also Robert. Genauso wie hier auch über Garrinchas, Libudas oder George Best`s Tod groß berichtet wurde.

    Also um es kurz zu sagen und auch etwas provozierend:
    Hat Robert Enke etwa nicht verdient das man ihm einen tollen Nachruf widmet?
    So viele Leute haben ihre Gefühle dazu kundgetan, sind die jetzt etwa alle schlecht??? Und 11Freunde ist ein Sprachrohr für alle Fussballfans die mehr wissen wollen als nur "normale" oberflächliche Fussballgeschichten.

    genauso wie es mich sehr bewegt hat, als auch viele ausländischen Internetseiten mit einem und mehreren berichten über Robert gezeigt haben, dss er auch über die deutschen grenzen hinaus etwas hinterlassen hat, und zwar einen guten Eindruck. Diese tatsache und die tausenden von Kommentaren auf ausländischen Seiten haben mich sehr beeindruckt.

    Und: Ich finde es toll, dass viele die eigtl. geschrieben haben: toll, dass 11Freunde drüber schweigt, trotzdem noch so etwas geschrieben haben wie: "Ruhe in Frieden".
    Denn selbst wenn man eigtl. "Nicht drüber reden kann" will man es doch und ds zeigt, dass man einen menschen sehr gemocht hat.

    Abschließend will ich noch sagen: Die Überschrift, die ich auch eben zitiert habe fdinde ich sehr beschämend und macht mich wütend. Denn es geht jetzt gerade darum über das Thema zu reden. Das will doch jetzt jeder. Der DFB, die Medien, Psychologen, Fussballfunktionäre, und, und, und...
    Lasst uns jetzt nicht wieder den Fehler machen so ein Thema totzuschweigen. Denn sonst haben wir irgendwann wieder so einen tragischen Fall.

    Ich sehs schon kommen, der erste BuLi-Profi der sich outet, wird ebenfalls depressiv werden, warum? Weil das Thema immer noch viel zu sehr totgeschwiegen wird und keiner dafür sensibilisiert wird. Und gewnau das war`s mit dem Thema Depressionen bis jetzt auch so. Hätte Robert etwa sonst Angst gehabt es öffentlich einzugestehen, wenn er wüsste die gesellschaft geht damit verständnisvoll um???

    Robert Enke hätte es so gewollt, dass wir uns mit ihm beschäftigen und für ihmzuliebe umdenken und seine Kollegen auch wie richtige menschen behandeln und nicht geich nach einem schlechten Spiel anfeinden. nicht jeder ist so mental stark wie ein Oliver Kahn, dem die Anfeindungen eher ein Ansporn waren. Das sollten wir als Fussballfans in Zukunft evtl. auch mal überdenken, nicht jeden gegner immer als Drecksau, Arschloch usw. zu bezeichnen.

    Und ich denke auch um. Und mir tat es ebenfalls leid (ist jetzt ein extrem schlechter Vergleich) als damals Andreas Reinke bei uns (bin VfB-Fan) mit Stranzl zusammen stiße und eine sehr schlimme Gesichtsverletzung davontrug und wir alle riefen: "Da steht ein Arschloch im Tor". Na gut, hätten alle gewusst wie schlimmes aussieht, hätte es auch keiner gemacht. Jedenfalls habe ich mich extrem geschämt für mein verhalten im Nachhinein. UNd ir würde es jetzt sehr schlecht gehen, hätte ich jemals Enke (wenn auch nur im Affekt) so beschimpft. Zum Glück bin ich kein Braunschweig-Fan der jeden 96Spieler hasst. Denn dann hätte ich nach Roberts Tod extreme GEwissenbisse...


    So, vielleicht habe ich mich mit meinen 4 Statements hier bei dem ein oder anderen sehr unbeliebt gemacht, aber ich denke einige werden meine Ansicht auch verstehen. Jedenfalls stehe ich dazu und habe immer noch einen Wunsch, dass es hier auf der Seite eine Sonder-Rubrik zu Robert mal geben wird, in dem auch alle 11Freunde-Interviews mit ihm von früher mal wieder gezeigt werden. Vielleicht stehe ich mit diesem Wunsch alleine da, und ich bekomm zu hören: "Mein Gott das macht doch jede Internetseite, also warum hier noch?", dann sage ich: Aber keine Seite ist so wie 11Freunde und könnte eine solche Gedenkrubrik so gut inhaltlich gestalten wie eben 11Freunde.

    In diesem Sinne,
    Lasst uns Robert nie vergessen

  • User
  • 15.11.2009 18:11:11 henke

    Vieles hier von den Kommentaren ist sehr gut, doch: Würde Robert Enke es wollen, dass sein Tod so große Kreise zieht?

  • User
  • 15.11.2009 19:44:01 SensiSeedz36

    @ henke:

    Das war Robert ja sowieso klar, weil er Prominenter ist/war.

    Er ist mit sicherheit sehr glücklich und gerührt von der Riesen-Anteilnahme, egal von wo aus er uns jetzt auch zuschaut.

    Und das mit der mitgegebenen Aufgabe finde ich macht auch Sinn, er würde bestimmt wollen, dass so etwas wenn möglich nieanden mehr passiert.

    Naja, Hauptsache ist, dass es seiner Frau bestimmt sehr viel hilft, dass millionen Menschen Anteil nehmen.

  • User
  • 15.11.2009 20:27:21 Süüdkurvä

    also, ich weiss nicht... dass wir nicht mehr in den zeiten von den leiden des jungen werther leben, ist mir schon klar, und dass selbstmörder kein kirchliches begräbnis kriegen können, die zeiten haben wir zum glück auch hinter uns. und dennoch, und dennoch...

    wie verzweifelt muss ein mann sein, dass er seine frau allein lässt, seine adoptivtocher allein lässt (und auch an den lokführer keinen gedanken verschwendet)? ich war auch geschockt, als ich die nachricht von seinem tod las. als ich weiterlas und realisierte, dass es selbstmord war, dachte ich nicht mehr an enke, sondern an seine frau, seine familie...

  • User
  • 15.11.2009 21:35:24 S Block

    Es ist das Maß an Verzweiflung, das wir nicht begreifen können, weil wir nicht so verzweifelt sind.

  • User
  • 16.11.2009 10:14:12 oberhofer

    Dude lebowski, hochgeschätzter Forumskamerad, im Grunde stimme ich Dir ja zu. Die angemessene Beileidskundgebung und dann is gut entspricht auch eher meiner Natur.
    Andere verarbeiten so eine schlimme Nachricht eher mit Geschwätzigkeit. Solange sie dabei keine Grenze überschreiten, wie der nicht geschätzte user faller, stört mich das nicht. Dich stört es, kann ich auch verstehen. Was ich nicht in Ordnung finde, den Andersverarbeitenden niedrige Motive zu unterstellen. Darauf wollte ich Dich hinweisen. Es lag nicht in meiner Absicht, Dich als "Balkonnazi" hinzustellen. Wenn das bei Dir so angekommen ist, bitte ich um Entschuldigung.

  • User
  • 17.11.2009 10:14:12 knoxville

    Ich hoffe nun, dass irgendwann mal gut ist und Normalität einkehrt.

    Ich möchte mir gar nicht erst vorstellen, was in Deutschland abgeht, wenn Kaiser Farnz oder Helmut Schmidt versterben.

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