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09.11.2009

Wie die Bayern mit Lahm umgehen

Erschlagt den Boten!

Text: Fabian Jonas  Bild: Imago

Philipp Lahm überbrachte dem FC Bayern via Interview schlechte Nachrichten. Doch statt der Sache auf den Grund zu gehen, prügeln die Bosse nun auf den Überbringer ein. Ändert das was an den Nachrichten? Fabian Jonas sagt: Nein.

Wie die Bayern mit Lahm umgehen - Erschlagt den Boten!


Vom Trainer des FC Bayern, Louis van Gaal, weiß man, auch wenn viel, sehr viel über ihn berichtet wird, nichts allzu Genaues. Vielleicht ändert sich das, wenn seine kürzlich publizierte Autobiografie auch hierzulande erscheint und dann auch wir alle klüger werden und nie mehr dumme Fragen stellen müssen, wie es die niederländische Werbung für das zweibändige Werk suggeriert.

 

Bis es so weit ist weiß man vor allem, dass er Kalbsleber und Rioja mag, Google seine Lieblingshomepage im Web ist und er Ballbesitz über alles liebt – vielleicht sogar mehr als Kalbsleber, Rioja und Google zusammen. Und man weiß, dass er gerne versucht, Journalisten anzuflunkern und ihnen einzureden, dass der FC Bayern unter seiner Verantwortung sehr dominant spiele, viele Großchancen kreiere, nur leider derzeit das Tor nicht treffe. In der Tat hat der FC Bayern sehr viel Ballbesitz, in Prozent ausgedrückt, vielleicht sogar mehr als der ewige Maßstab Barcelona, bloß ist das leider nur die halbe Wahrheit. Oder sogar nur ein Drittel Wahrheit.

Denn bei Lichte betrachtet, ist es nicht der FC Bayern, der da den Ball hat, sondern nur dessen Abwehrreihe, mitunter erweitert um van Bommel und Timoschtschuk, die das Leder aber meist schnell wieder nach hinten passen, aus Angst vor dem Ballverlust. Herr van Gaal soll dann nämlich sehr böse werden können, nach allem, was man so weiß.

Überlegen trotz Niederlage?

Erst wenn die Angst vor dem Ballverlust der Panik vor der erneuten Niederlage weicht, geht es beim Rekordmeister derzeit auch etwas schneller nach vorne. Louis nach Gaal nimmt so etwas gerne zum Anlass, um kritische Reporter anzublaffen: »Ich weiß nicht, was Sie für ein Spiel gesehen haben, wir waren in der zweiten Halbzeit doch überlegen.«, wie kürzlich nach der Champions-League-Pleite gegen Bordeaux geschehen. Dumm nur, möchte man da einwenden, dass ein Spiel 90 Minuten dauert. Auch wenn es sich doof anhört.

Dass die Probleme doch etwas tiefer verankert sind, ist auch Philipp Lahm aufgefallen. Der ist Vize-Kapitän des FC Bayern und gilt schon seit längerem als für einen Fußballprofi ausgesprochen meinungsstark – und zwar nicht deswegen, weil er dies via »Bild«-Werbung selbst proklamiert. Die Kritik, die er nun an seinem Verein geäußert hat, ist in den meisten Punkten schon lange bekannt. In der Kurzfassung:

Erstens: Der FC Bayern kauft gute Spieler ohne Sinn und Verstand; ohne sich nämlich zu überlegen, ob sie in sein System passen.

Zweitens: Ein solches System gibt es nicht, kein Merkmal, keine Idee des Spiels, das den Verein unabhängig vom Trainer prägt. Und damit hat er Recht.

Den Trainer selbst kritisierte Lahm nicht, im Gegenteil, er lobte ihn für seinen Sachverstand und bescheinigte ihm, ein wenig naseweis für einen knapp 26-Jährigen, er lerne gerade besser mit der Mannschaft umzugehen. Allerdings hat er die eigenen Mitspieler öffentlich in einer krassen Form diskreditiert. Und zwar vor allem jene, die er gerade nicht namentlich erwähnt. Bastian Schweinsteiger etwa wird nicht einmal genannt, dennoch darf er sich mit Recht echauffieren, wenn Lahm beklagt: »Wen soll man denn anspielen? Wo ist jemand, der mal was bewegt, der den Ball zur Seite mitnimmt, nach vorne schaut und irgendwie den Ball durchsteckt, dass man nachrücken kann. Das passiert bei uns kaum.«

Gerade der Umstand, dass Lahm, auf Timoschtschuk, Robben und Gomez gemünzt, hinzufügt »Man darf Spieler nicht einfach kaufen, nur weil sie gut sind«, macht die Kritik an Schweinsteiger (aber auch Altintop, und, inzwischen völlig vergessen, Alexander Baumjohann) nur umso deutlicher.  
Auch wenn sich derartige öffentliche Kritik an den Mitspielern gerade für einen Vize-Kapitän verbietet, täte der FC Bayern gut daran, sich die Mahnungen zu Herzen zu nehmen, statt nun auf Lahm einzudreschen und auf rechtlich zumindest fragwürdige Vertragsmodi zu verweisen, nach denen dem Verein die Rechte an der Meinung seiner Spieler obliegen.

Lahm hat nach Angaben der »Süddeutschen Zeitung« seine Bedenken bereits mehrfach intern geäußert, ohne jedoch Gehör zu finden. Uli Hoeneß hingegen ließ wissen, dass der Außenverteidiger seinen Mund erst mal in Teamsitzungen aufmachen solle (was nicht vorkomme), alles nur eine Inszenierung von Lahms Berater Roman Grill sei (der überdies auf den Posten des Sportdirektors bei Bayern schiele), und der Vizekapitän die Meinung, er sei »ein guter rechter Verteidiger« »exklusiv« habe. Die Hoeneß’schen Reflexe (»Dieses Interview wird er noch bereuen«) verheißen nichts Gutes. Vor allem sprechen sie nicht dafür, dass sich die Verantwortlichen überhaupt mit dem Inhalt von Lahms Analyse auseinandersetzen. Das aber wäre das Schlimmste, was dem FCB derzeit passieren könnte.




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Kommentare

  • User
  • 09.11.2009 15:49:14 stumpfi04

    Da sagt endlich mal einer die Wahrheit und wird gleich dafür bestraft.Vor allem die allmächtigen Herren Hoeneß und Rummenigge sollten sich mal über das Gesagte Gedanken machen.Armes Deutschland.Armer FC Bayern.Unfehlbar wie eh und je.

  • User
  • 09.11.2009 15:57:42 mpeta

    @stumpfi:

    Mag ich Dir im Prinzip auch Recht geben:
    Warum denn jetzt eigentlich schon wieder "armes Deutschland"??!!

    So ein Firlefanz!!

  • User
  • 09.11.2009 16:56:17 Bigmouthstrikesagain

    weil man in deutschland keine themandebatten mehr führt,sondern über die medien phrasen zurückkeift. das ist in der politik so und auch im fussball. die wahrheit will niemand hören. ich finds jedenfalls gut das sich die medien fast durch die bank auf lahm`s seite stellen..vielleicht kommen die medienmenschen hoeneß und rummenigge über diesen weg zur vernunft. immer diese androhungen und unqualifizierten kommentare der beiden bosse..das fand einen höhepunkt mit "fussball ist keine mathematik" und zeigt sich auch jetzt wieder, der kalle und der uli können nicht einmal die füße still halten und abwarten und ruhig eine entscheidung treffen. lahm wird kritisiert dafür, dass er über die medien geht und mitspieler(arbeitskollegen) kritisiert und die beiden keifen ihre vorstellungen ausschließlich aggressiv über die medien raus. ob es um kroos, müller, hitzfeld oder klinsmann geht..ganz egal..die beiden gehen ständig auf ihre angestellten los und haben damit seltenst was positives bewirkt.
    und das der junge mann sich nach dem abgelehnten angebot von barca was anderes vorstellt(und ihm bestimt auch hoffnung auf mehr gemacht wurde von hoeneß und rummenigge) ist jawohl verständlich..nur weiß barca was es macht und hoeneß kauft falsch ein. wer aufmuckt wird einfach runtergeknüppelt. wer hält den die beiden mal aufm boden?!

  • User
  • 09.11.2009 17:07:01 Marco Polo

    Amen.

    Und ich bin auch sehr geneigt eher Lahm zu glauben, er habe seine Meinung mehrfach intern geäußert und kein gehör gefunden.
    Warum sollte er denn sonst sich so offensichtlich klar Ärger einhandeln? Es ist doch klar und grundsätzlich richtig, dass man Kritik nciht über die Medien verbreitet, aber ich habe seit geraumer Zeit das Gefühl, dass bei den Bayern einiges nicht stimmt und zwar in etwa so wie das Lahm gesagt hat. Hinzu kommt noch, dass Hoeneß und Rummenige die Medien seit geraumer Zeit sehr wohl als Sprachrohr nutzen.
    Ich denke, dass Lahm die Strafe bewusst in kauf genommen hat. Egal wie Geldorientiert ein Spieler ist, er wird auch immer gleichzeitig versuchen sportlich erfolgreich zu sein und dafür auch finanziell zurückstecken.
    Im Leben ist es wie auf dem Fußballplatz: Man holt sich manchmal bewusst gelg um die eigene Mannschaft aufzuwecken. Hoffen wir, dass es nützt.

  • User
  • 09.11.2009 17:07:16 Süüdkurvä

    das fand einen höhepunkt mit "fussball ist keine mathematik"

    hehe, amen, darum hab ich das auch ironischerweise übernommen...

    der philipp lahm lernt derzeit gerade was es heisst, ein "whistleblower" zu sein...

  • User
  • 09.11.2009 17:45:45 mujianco

    ... Heynckes .... Respekt... wie der das wieder eingefädelt hat.

    "wenn mein angeblich bester Freund mich noch nicht mal ansatzweise mich in Betracht zieht hier Trainer zu bleiben,
    dann... he he...
    empfehle ich ihm doch den Gaal, der macht immer die Stars kaputt, geh nach Leverkusen und der Rest ist einfach

    Schalke ist Pleite
    Labbadia ist in Hamburg
    Frings ist Bremen

    einfacher war es noch nie Meister zu werden.

    ... obwohl wir lassen Bayern jetzt knapp gewinnen dann fragt er mich vielleicht der Nerlinger Nachfolger am Ende der Saison...

    """
    ... ein Fuchs der Heynckes.... gelle

  • User
  • 09.11.2009 19:18:38 sergey muetlich

    Mit der Kritik an der derzeitigen Spielweise hat Lahm ja inhaltlich Recht - aber dafür ist der Trainer verantwortlich.
    Und die Einkäufe - klar kaufen die Bayern seit Jahren komisch ein - aber es ist auch so, dass sie seit Jahren nicht mehr so sinnvoll eingekauft haben wie dieses! Weiß denn keiner mehr, wo letztes Jahr die offensichtlichen Schwachstellen der Mannschaft waren???
    Wegen Ribery KONNTE man nur mit offensiven Außen spielen, dummerweise war er aber der einzige in der Mannschaft. Robben war der Beste, den sie holen konnten.
    Dann haben letztes Jahr alle gejammert, es wäre kein echter 6er da, Bommel könnte das nicht spielen etc., dafür war der Kader voll mit 8ern. Jetzt holen sie einen der besten 6er, die auf dem Markt waren, und was macht der Trainer? Stellt Bommel auf die 6 und Tymoshchuk auf die 8... seine Strategie besteht ja offenbar eh darin, möglichst viele Spieler auf möglichst ungewöhnlichen Positionen spielen zu lassen...
    ja, dafür kann doch die Einkaufspolitik nix!
    Vom Einkauf des Trainers mal abgesehen.
    Der einzige Transfer, den man kritisieren kann, ist der von Gomez, weil seeehr teuer. Aber perspektivisch macht der auch Sinn, wenn er ein paar Jahre bei Bayern bleibt. Tonis Ende war ja schon abzusehen.
    Dann war letztes Jahr die rechte Verteidigerposition eine Baustelle - jetzt spielt Lahm da und es wurden 2 geholt, die für ihn links spielen können. Wenn die nicht gut genug sind - verantwortlich für die beiden Transfers wäre wieder nur der Trainer. Aber für die Position ÜBERHAUPT jemanden zu holen, war ja wohl VORHER ein sinnvoller Gedanke! Dass Lahm links besser spielt als rechts, kann ja keiner ahnen...
    Fazit: Letzte Saison hatte man eine Mannschaft, mit der man überhaupt kein System spielen konnte. ALLE Baustellen, die es damals gab - 6er, Rechtsaußen, Poldi-Ersatz, rechter Außenverteidiger - wurden durch die neuen Transfers geschlossen - die letzte mit Robben, gegen den die "immer nur die besten, nicht die strategisch richtigen"-Kritik ja wohl hauptsächlich geht.
    DIESE Saison ergibt sich das System zum ersten Mal seit Jahren aus der Mannschaft, nämlich 433 oder 442 mit flacher 4, wenn alle fit sind. Mal ehrlich - kann ja sein, dass die Bayern bei ihren Transfers i.d.R. nicht viel denken. Aber WÜRDEN sie denken, hätten sie diesmal auch nicht besser einkaufen können. Jedenfalls nicht strategisch sinnvoller. Diskutieren kann man zwar über die Qualität der Neuen, Tymos Alter oder Robbens Muskelverletzungen. Aber nicht über die Positionen, für die sie geholt wurden. Diskutieren kann man über die Namen, aber nicht über die Spielertypen.
    Das musste doch mal gesagt werden, oder?

  • User
  • 09.11.2009 20:02:00 Süüdkurvä

    haha, torwart schön unterschlagen, was?

  • User
  • 09.11.2009 21:12:43 spreekicker

    @Bigmouthstrikesagain

    seine entscheidung gegen barcelona ist und wahr ganz allein sein fehler. eigentlich ist es die absolute lächerlichkeit jetzt dahergekrochen zu kommen und auf den deutschen fcb zu zeigen und ihn mit dem spanischen zu vergleichen. der junge ist doch auch nicht mehr ganz knusper. den größten fehler in seiner fußballerischen laufbahn ist er selbst bei vollem bewußtsein begangen. (selbst wenn er in spanien durchgefallen wäre, sein talent verpflichtet ihn das maximum auszuprobieren). sorry, wer aber bei den gestalten an der säbener straße unterschreibt, der sollte vorher wissen auf was er sich einläßt. soll er doch weiter für die bild werbung machen, achja, dass iwar ja auch noch so ne sache...

  • User
  • 09.11.2009 23:12:34 tafelrunde

    Es fällt auf, dass zusehends einzelne Aspekte von Lahm als Person oder des Lahm-Interviews herausgepickt werden. Auch hier. An den jeweiligen Symptomen rumzudoktern, sei es Aufstellung, Einsatzwillen, taktischer Formation oder sonstwas, geht eben am Kern der Dinge vorbei.
    Seine Kernthese, dass etwas grundsätzlich (!) falsch im Staate Dänemark läuft, wird dadurch versucht zu relativieren.
    Von vielen Journallisten – und eben auch von Lahm selbst – wurde es schon benannt. Und teilweise vortrefflich auf den Punkt gebracht. Die Führung der Bayern hat die Zeichen der Zeit schon vor Jahren nicht mehr richtig erkannt. Im Gegensatz dazu beispielsweise der wirklich alte Sir Alex Ferguson schon. Und darauf zielt Lahm ab.
    Das Umfeld des Fußballgeschäfts, aber auch die Art und Weise des Spieles haben sich, teilweise dramatisch, verändert. Mit der Weiterführung früher erfolgreicher Rezepte ist es nicht getan. Denn dann passiert eben das, was seit geraumer Zeit beim FCB passiert. Man rennt hinterher. Eine Vielzahl anderer BL-Clubs begegnet dem weit professioneller.
    Beispiele? Bremen, Hoffenheim, Leverkusen (wie das auch immer funktioniert mit einem Völler?), Wolfsburg, Hamburg, auch Stuttgart (anscheinend haben die Chefs was begriffen), Dortmund, ja sogar Mainz und Freiburg sind da weiter als der FC Ruhmreich.
    Im „normalen“ Leben suchen erfolgreiche Unternehmen die sich durch veränderte Rahmenbedingungen veränderten Umstände auftuenden Chancen durch flexible Anpassung zu nutzen. Am besten gelingt dies durch eine starke Positionierung, vulgo klares, begründbares und nachvollziehbares Selbstverständnis. Die Führungsriege der Bayern, allen voran meine Lieblingsfigur Rummenigge, waren und sind (bis jetzt) nicht dazu imstande, dieses zu erkennen und in eine klare Linie zu übersetzen.
    Das Ziel ist ja schon oft herausgetönt worden: Attraktiven und erfolgreichen Fußball anbieten. Aber wie, auf welchem Weg, mit welchen Mitteln? Darüber herrscht schon viel zu lange Unklarheit. Müsste es aber nicht, wenn man seine Hausaufgaben gemacht hätte.
    Man darf gespannt sein wohin das noch alles führt.
    Revolution? Vielleicht. Wäre nicht verkehrt.

  • User
  • 10.11.2009 00:49:50 sergey muetlich

    @ süüdkurvä: na gut, den torwart musste ich ja unterschlagen ;) trotzdem: 4 von 5 schwachstellen versucht auszubügeln ist doch auch nicht schlecht, oder?

    @ tafelrunde: wenn du mit "grundsätzlich (!)" die letzten paar Jahre meinst, geb ich dir recht. aber das ändert ja nichts daran, dass es JETZT grade keinen grund gibt, an der AKTUELLEN transferpolitik was zu meckern. jedenfalls nicht an den geholten spielertypen. das waren genau die, die man gebraucht hat. klar war bayern in der vergangenheit oft konzeptlos. ribery zu holen war beispielsweise konzeptlos, weil man dadurch das loch rechts vorne erst geschaffen hat. der hat damals nicht gepasst und sie sind heute noch dabei, das auszubügeln. aber kritisieren muss man eben das wirklich konzeptlose, z.b. die unverständlichen trainerverpflichtungen, und nicht den ersten schritt, der ausnahmsweise mal wirklich nach konzept aussieht. im winter oder sommer holen sie einen tw und einen rechtsverteidiger, dann ist die erste mannschaft erste sahne und braucht nur noch in der breite verstärkung. übrigens hab ich olic vergessen, der passt auch perfekt, weil er beide außenpositionen spielen kann. ALLE Verpflichtungen legen Bayern auf 433 bzw. flache4 fest. wie könnte man bei den transfers denn noch konzeptioneller arbeiten???

    @ philipp lahm: und was der über das mittelfeld zu meckern hat, betrifft ja wohl die beiden 8er in der zentrale. dass bayern besser jemanden für die position hätte verpflichten sollen, statt für 6er, ROA und AV will er ja wohl nicht ernsthaft erzählen, oder? Was also dann? Zusatzlich noch zwei zentrale Mittelfeldspieler holen???
    "Wen soll man denn anspielen? Wo ist jemand, der mal was bewegt, der den Ball zur Seite mitnimmt, nach vorne schaut und irgendwie den Ball durchsteckt, dass man nachrücken kann?" Ja, ist denn der Zé der Einzige, der das letzte Saison gemacht hat? wenn es da jetzt nicht stimmt, dann liegt das an den anweisungen, dem training, der ausstrahlung oder sonstwas von van gaal. lahm hat ja recht mit der kritik an der spielweise. hat nur nix mit "falschen" transfers zu tun.

    @ alle, die jetzt von wegen "mündige spieler" und so... kurz vorher gabs in der sz einen artikel, in der irgend ein journalist genau den selben blödsinn von wegen konzeptlose transfers, nur die besten kaufen, obwohl sie nicht die sind, die man eigentlich braucht etc. verbreitet hat. auch mit robben als referenzobjekt. 2 tage später plappert der kleine philipp das nach.

    nochmal @ lahm: sorry, war nicht so gemeint. stimmt aber trotzdem.

  • User
  • 10.11.2009 18:35:20 AbteilungAttacke

    @ Spreekicker

    Sicherlich hatte Lahm am Ende die Wahl, ob er ins Ausland geht oder nicht. Ob diese Entscheidung autonom war, möchte ich aber in Frage stellen. Der Ulli und der Kalle haben ihm sicher im Ohr gesummt, dass es nach Klinsmann nur aufwärts gehen könnte und Bayern auch ne Topadresse ist (oder so)

    Den Vorwurf, nicht gewechselt zu sein, finde ich, ausgerechnet in diesem Forum, von daher paradox, als dass viele immer die mangelnde Vereinstreue bejaulen. Nun kann niemand natürlich Lahms Motive, zu bleiben, genau beurteilen. Vielleicht war es auch nur Kohle. Aber als "Eigengewächs" des FC Bayern war es schon irgendwie ein Zeichen von Treue, nicht zu wechseln.

  • User
  • 11.11.2009 10:54:08 noorange

    Ich möchte hier mal Schlaumeiern, weil der Bezug auf das "Boten erschlagen" hier logisch falsch ist:

    das Unglaubliche bzw. Widersinnige am "Boten erschlagen" ist ja, dass der Bote eigentlich nichts mit der Verfassung der schlechten Nachricht zu tun hat.
    Hier ist Lahm aber tatsächlich der Urheber der Nachricht (Bayern ist gerade blöd) und die SZ ist der Bote (druckt das Interview). Wenn also Uli Hoeneß z.B. zum Boykott der SZ aufgerufen würde, könnte man mit der Boten-Erschlagen-Geschichte kokettieren.

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