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21.08.2009

Union Berlin empfängt Hansa Rostock

Wiedervereinigung

Text: Johannes Ehrmann  Bild: Imago

Heute Abend kommt es in der Berliner »Alten Försterei« zu einem Wiedersehen nach zwei Jahrzehnten, wenn der FC Hansa Rostock beim 1. FC Union Berlin antritt. Nicht nur die Wege, auch die Trends der Vereine kreuzen sich.

Union Berlin empfängt Hansa Rostock - Wiedervereinigung


Im April 1989 glaubte in Deutschland wohl kaum jemand daran, dass noch im gleichen Jahr die Mauer fallen würde. Ebenso dürften die wenigsten derer, die sich am 18. April 1989 in Berlin-Köpenick das DDR-Oberligaspiel zwischen Union Berlin und Hansa Rostock anschauten, vermutet haben, dass sich die beiden Vereine erst 20 Jahre später wieder in einem Pflichtspiel gegenüber stehen würden. Zur Neuauflage kommt es aber tatsächlich erst am heutigen Abend, zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall, in der zweiten gesamtdeutschen Bundesliga.



Motor gegen Empor

Im Februar 1967 empfing Union Berlin zum ersten Mal die Gäste von der Ostsee. Wenn man es ganz genau nimmt, fand das erste Duell jedoch bereits im November 1952 statt. Damals lautete die Spielansetzung jedoch noch BSG Motor Oberschöneweide gegen Empor Lauter. Die kleine Betriebssportgemeinschaft aus dem Erzgebirge wurde zwei Jahre später von der DDR-Sportführung nach Rostock delegiert, um dort ein konkurrenzfähiges Team zu bilden. Empor Lauter wurde Teil von Empor Rostock, 1965 wurde Empor Rostock zum FC Hansa.

Die Mannschaft des VEB Transformatorenwerk Karl Liebknecht in Berlin-Köpenick firmierte zunächst unter Motor Oberschöneweide und seit Januar 1966 als 1. FC Union Berlin. Der Verein aus dem Südosten der Stadt etablierte sich in den siebziger und achtziger Jahren in der Hauptstadt der DDR als Gegenentwurf zum »Mielke-Klub« und Serienmeister BFC Dynamo. Im Gegensatz zu den emotional aufgeladenen Spielen zwischen Union und Dynamo gab es zu DDR-Zeiten zwischen Berlinern und Rostockern keine besonders ausgeprägte Rivalität. Daher scheint es verwunderlich, dass die heutige Partie im Vorfeld zum »Risikospiel« erklärt wurde. Doch einige Vorfälle zwischen den Fangruppen haben in den letzten Jahren die Stimmung auf beiden Seiten aufgeheizt. 1.000 Polizisten sind im Einsatz, außerhalb des Gästeblocks sind keine Hansa-Fanutensilien erlaubt, 1.400 Plätze bleiben in der neuen »Alten Försterei« aus Sicherheitsgründen frei. Dennoch wird Union mit gut 17.500 Zuschauern einen neuen Zuschauerrekord aufstellen.

In der DDR-Oberliga spielten die beiden Vereine nur 13 Jahre gemeinsam. In Berlin konnten die Rostocker dabei nur zwei Mal gewinnen, der letzte Sieg (1:0) datiert vom 17. Februar 1979. Im Ostseestadion wurden die Duelle in den achtziger Jahren immer einseitiger, beim letzten Aufeinandertreffen im Oktober 1988 setzte es für die Hauptstädter eine 0:5-Klatsche.


weiterlesen [1] [2]



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Kommentare

  • User
  • 02.11.2009 16:57:12 luebzer

    Hallo Leute!
    Ja...das sind die Spiele die so ein gewisses Knistern haben und ich war dabei !!! Das neue Station an der Alten Försterei ist doch wirklich ein Schmuck-Kästchen und die Stimmung immer wieder der Hammer...
    Leider ist's für uns Hansaten nich so gut gelaufen...

    Das soll sich aber heute Abend beim Nord-Klassiker ändern !!

    FC HANSA : ST.PAULI

    ...denn gegen St. Pipi muss mit Leidenschaft und Kampfgeist die Kogge alles riskieren...

    HANSA FOREVER !

  • User
  • 02.11.2009 16:58:04 Redondo71

    ...und untergehen...

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