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16.08.2009

Markus Merk will die Torkamera

»Wir leben im 21. Jahrhundert«

Interview: Roland Wiedemann  Bild: Imago

Jede Woche die gleiche Frage: War das Ding drin? Der eine sagt ja, der andere nein. Höchste Zeit für die Torkamera, meint Dr. Markus Merk, einst einer der besten Schiris der Welt – schließlich »geht auch um sehr viel Geld«.

Markus Merk will die Torkamera - »Wir leben im 21. Jahrhundert«


Herr Merk, seit dem nicht gegebenen Tor für Hoffenheim in der Partie gegen den FC Bayern München wird wieder eifrig über das Thema Torkamera diskutiert. Wann kommt sie denn endlich?

Für diese Frage bin ich der falsche Adressat. Am besten wäre es gewesen, man hätte die Torkamera schon zur WM 1966 eingeführt. Seit dem Wimbley-Tor wird über dieses Thema diskutiert und an der Lösung gearbeitet. Ob Torkamera oder Chip im Ball, der ja funktionieren soll, bestimmte Gremien wollen dieses Hilfsmittel auf keinen Fall.



Warum nur?

Es wird befürchtet, dass die Einführung der Torkamera oder des Chips die Initialzündung für die Forderungen nach weiteren technischen Hilfsmitteln sein könnte. Bei der Torkamera geht es ja nur um die Frage der Torerzielung. Was ist aber, wenn ein Handspiel auf der Torlinie passiert? Ich halte das menschliche Auge im Fußball für sehr wichtig. Aber wir befinden uns im 21. Jahrhundert. Man muss über die Verbindung von Fußball und Wirtschaftlichkeit nachdenken, es geht auch um sehr viel Geld.

Immerhin sollen jetzt in der neu geschaffenen Europa League erstmals Torrichter eingesetzt werden.

Das hat schon was Innovatives. Aber man hat doch nur wieder vier Augen und die subjektive Wahrnehmung. Es wird Fälle geben, in denen ein Torrichter einen regulären Treffer nicht erkennt. Das elektronische Auge würde aber für mehr Objektivität sorgen. Die Einführung der Torrichter ist aber auf jeden Fall für die Strafraumbeobachtung hilfreich, ein präventives Element sozusagen. Die Torrichter können bestimmte Dinge, die im Strafraum passieren, mitbeurteilen. Das Aufgabenfeld des Torrichters allein auf die Frage der Torerzielung zu beschränken, wäre falsch. Wie oft wird denn darüber diskutiert, ob er Ball drinnen war oder nicht? Ganz selten. Aber die Frage, war das Elfmeter oder nicht, stellt sich immer wieder.

Sie haben sich schon seit längerer Zeit für die Einführung des Videobeweises ausgesprochen. Wegen Situationen wie der im Spiel Bremen gegen Dortmund vor eineinhalb Jahren, als Sie das 1:0 von Markus Rosenberg gegeben haben und in der Wiederholung auf der Videowand mit den Zuschauern sehen mussten, dass der Bremer deutlich im Abseits stand?

So etwas tut natürlich sehr weh. Aber ich habe mich schon vorher mit dem Thema Videobeweis auseinandergesetzt. Ich machte mir Gedanken und entwickelte ein Arbeitspapier dazu. Es ging mir nicht darum, den Fußball total zu verändern, sondern einfach eine Diskussionsgrundlage zu schaffen. Ich habe nichts gefordert, sondern nur darüber nachgedacht, wie der Fußball weitergebracht werden kann.

Kritiker sagen, die Einführung des Videobeweises würde das Spiel wegen endloser Unterbrechungen und Diskussionen am Spielfeldrand zerstören.

Das Spiel muss nicht zwangsläufig zerpflückt werden. Es darf nur wenige Situationen geben, in denen der Videobeweis verlangt werden kann. Ich denke da an eine 3 mal 2 Regelung.

Was bedeutet das konkret?

Beide Teams und das Schiedsrichter-Gespann dürfen jeweils maximal zwei Mal eine Klärung am Bildschirm fordern. Alle Parteien würden sich sehr gut überlegen, wann sie dieses Mittel einsetzen. Wegen eines Einwurfs an der Mittellinie würde man das sicher nicht machen. In meinen Augen verträgt ein Fußballspiel sechs solcher Unterbrechungen. Der Fußball zeichnet sich dadurch aus, dass im Gegensatz zu anderen Sportarten das Spielgeschehen sehr selten unterbrochen wird.

Mag sein, dass die Zahl der Fehlentscheidungen dadurch verringert werden kann. Fußballromantiker halten dagegen, dass gerade auch die Diskussionen über zu unrecht gegebene Tore oder übersehene Strafstöße den Reiz ausmachen.

Ich würde mich selbst auch als einen Fußballromantiker bezeichnen. Aber ich bin mir sicher, dass es weiterhin viel zu diskutieren gäbe, dann über andere Dinge halt: Warum hat der Trainer in dieser Situation von seinem Vetorecht gebrauch gemacht, warum nicht in einer anderen? Es gab Umfragen zu meinen Vorschlägen. Über 80 Prozent der Leute waren dafür. Das ist ein Zeichen für die große Zustimmung. Mit solchen Werten können Sie Bundeskanzler werden.

Nicht nur das Spiel der Bayern in Hoffenheim sorgte für Aufregung. Rudi Völler hat nach einer Freistoß-Entscheidung, die zum Mainzer Ausgleich führte, beklagt, dass in Deutschland zu kleinlich gepfiffen wird.

Das ist nichts Neues. Rudi Völler behauptet das immer wieder. Nach meiner Einschätzung wird aber international oft noch kleinlicher gepfiffen. Wie häufig der Schiedsrichter eingreifen muss, hängt auch vom spielerischen Niveau der Teams ab. Ein Champions-League-Halbfinale Arsenal gegen Chelsea zu pfeifen, das hört sich nach einer sehr großen Herausforderung an, ist aber normalerweise einfacher zu leiten wie ein Duell zweier Teams aus der Grauzone der Bundesliga.

Warum?

Weil im ersten Fall sehr schneller, technisch versierter Fußball gespielt wird und damit weniger Zweikämpfe entstehen. Es geht nicht in erster Linie darum, das Spiel der anderen Mannschaft zu zerstören. Man muss als Schiedsrichter nicht gleich agieren. Du kannst das Spiel laufen lassen.

Sie haben gerne in England Spiele geleitet.

Ja, auch wegen des Stimmungsumfeldes und der dort gewachsenen Fußballkultur. Die Zuschauer in England erwarten von den Spielern, dass sie alles geben, aber immer fair bleiben. Dieses positive Stimmungsumfeld führt unter anderem dazu, dass sich ausländische Spieler in den Premier League-Clubs den englischen Gepflogenheiten anpassen und nach einem Foul nicht liegen bleiben, um eine gelbe Karte zu provozieren. Spielen englische Klubs im Ausland, sieht das Verhalten schon wieder anders aus.

Ist das Stimmungsumfeld in Deutschland schlechter?

Es ist auch in Deutschland gut. Ich habe mich nie darüber beschwert. Ein Unterschied ist sicherlich, dass die Leute hierzulande viel nachtragender sind. Man vergisst nicht so schnell, wenn einem als Schiedsrichter eine Fehlentscheidung unterlaufen ist. Die Gefahr des Imageverlustes ist in Deutschland verglichen mit England, aber auch mit Italien oder Spanien viel größer.

Es scheint so, als würden die Trainer und Manager in der Bundesliga immer häufiger Schiedsrichter vor laufenden Fernsehkameras angreifen.

In meinen Augen trügt dieser Eindruck. Das hat es schon immer gegeben. Nur ist die mediale Aufmerksamkeit, die solchen Dingen geschenkt wird, heute viel größer. Zwischen dem vierten und siebten Spieltag wird das mit der Schiedsrichterkritik erst wieder richtig losgehen. Bei den Klubs, bei denen es nicht richtig läuft, stellt sich dann die erste Unzufriedenheit ein.

Der englische Fußballverband verbietet ab dieser Saison Spielern und Trainern, öffentlich Kritik an Schiedsrichtern zu äußern.

Das gibt es in Deutschland doch schon. Wer Schiedsrichter angreift, wird dafür belangt. Aber ich halte nicht viel davon. Viel wichtiger ist, dass man miteinander redet. Die menschliche Normalität, miteinander statt übereinander zu reden, wird leider trotz bestehender Maßnahmen und Sanktionen von vielen Protagonisten weiterhin ignoriert.






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Kommentare

  • User
  • 15.08.2009 14:09:48 GTEvo

    Lieber Markus Merk ...

    Anstatt sich mit Polemik zu profilieren, würde ich es sehr begrüssen wenn sie sich den Wichtigeren Übeln im heutigen Fußball zuwidmen würden.

    Fordern sie doch mal ein generelles Stirnband und Haarnetz Verbot für diese schnöseligen Pornodarsteller !

    Ich bin mir sicher dass wir uns dann alle wieder mehr und wesentlich intensiver mit dem Fußballspiel als Solches identifizieren und uns nicht über "ungelegteEier" profilieren.

    Was nützt die Torkamera oder ein weiterer Selbstdarsteller(Torrichter), wenn Der Eine oder Andere sowieso "generalstabsgeschmiert" und vom DFB im Hinterzimmer gebrieft wurde, der Hertha vorsätzlich weniger Gelb und Rote Karten aufzudrücken, damit sich die Haupstadt Berlin, über den politischen "FairPlay" Wettbewerb "zufällig" per Losentscheid gegen die Anderen europäischen "FairPlay"Qualifikanten durchsetzt !?

    Lieber Markus..deine DFB Schiri Sippe ist die heuchlerischte Bande schlechthin im Profifußball !

    GlückAuf
    Holger

  • User
  • 15.08.2009 14:15:39 varasdates

    Es wird langsam Zeit, den Videobeweis einzuführen.

  • User
  • 15.08.2009 14:29:51 Wer

    Es wird langsam Zeit aufzuhören über diesen blödsinnigen Videobeweis zu diskutieren. Das ist nichts für den Fußball und wird nie etwas für den Fußball sein, der Videobeweis mit seinem Zeitaufwand ist was für Spiele wie Eishockey in dem ein enorm temporeiches Spiel traditionell immer wieder seine Unterbrechungen bekommt und in dem vor allem die Uhr angehalten wird. Im Fußball können wir dann bald 10-15 Minuten nachspielen lassen ...
    Und auch ein Videobeweis wird im Zweifelsfall eine Situation nicht restlos klären, weil der nur aus einer Perspektive gemacht wird und nicht aus 20 und es immer noch eine Grauzone gibt. Torschiedsrichter sind ne gute Lösung, fertig
    Und darüber hinaus um es wieder mal zu sagen: einer der besten Schiedsrichter der Welt am Arsch!
    Merk war eine unerträgliche, kleinliche Diva die jede Karte aufgezogen hat wie die Bayreuther Festspiele und dessen größte Leistung es war, Bayern erfolgreich zur Meisterschaft zu pfeifen.

  • User
  • 15.08.2009 14:33:42 GTEvo

    Heute 14:29:51 Wer

    Merk war eine unerträgliche, kleinliche Diva die jede Karte aufgezogen hat wie die Bayreuther Festspiele und dessen größte Leistung es war, Bayern erfolgreich zur Meisterschaft zu pfeifen.
    -------------------------------------------------- --------------------------

    Datt hat watt wahr !

  • User
  • 15.08.2009 18:06:55 Yushi

    Wimbley-Tor?! Was bitte?!

  • User
  • 15.08.2009 20:31:05 Marco Polo

    Wann soll er denn Bayern zur Meisterschaft gepfiffen haben?
    2001? Das wird ihm von Seiten des Pöbels immer wieder vorgeworfen. Dummerweise war das damals ein klares Rückspiel zum Torwart.

    Dura lex, sed lex.

    Allerdings muss ich sagen, dass die Unterbrechungen den Fußball in seiner Essenz zerstören würden. Was zeichnet unsere europäischen SPortarten gegen die entarteten amerikanischen aus? Das nicht wegen jedem Scheiß das Spiel angehlaten wird. Ich hab mir abgewöhnt Basketball oder Eishockey anzuschauen, weil mich die ewigen Time-Outs dermaßen in den Wahnsinn getrieben haben.
    Amis halt. Da reicht es nicht, dass eine Mannschaft auf dem Platz aufegezeigt wird, dass sie eine beschissene Abwehrarbeit leistet, nein der Trainer muss das Spiel unterbrechen und es den Spielern persönlich sagen.

    "Es geht um sehr viel Geld." Dann sollen die Investoren halt das Geld in eine Anlage stecken in der sie nicht von einem Schiedsrichter abhängen. Solarenergie zB. Allein wenn ich dieses, ich sag mal des Verständnisses halber, Argument höre...

  • User
  • 15.08.2009 22:12:53 MarcRamone

    Gerade diese Grauzonen bei Schiedsrichterentscheidungen sind DER Unterschied zu anderen Sportarten. Die Diskussion zum 66er Wembleytor ist ein Mythos, in Stein gemeißelte Fußballgeschichte. Berühmt. Mit Torkamera wäre der Fall klar gewesen und fertig. Keine weitere erwähnenswerte Geschichte mehr. Aber genau das belebt den Fußball, er hat genau deswegen Stammtischtauglichkeit.

    Beim Eishockey sind die Entscheidungen 100 % korrekt und definitiv, da kann kein Mythos entstehen. Keine Diskussionen, nichts weiter.

    Für mich gehört es zum Spiel auch dazu, dass mal der Schiedsrichter ausgebuht wird. Das ist doch alles normal und man macht es aus Prinzip. Die wenigsten Zuschauer können vom Blickwinkel und teils wegen der Entfernung nicht vernünftig urteilen. Da wird prinzipiell Abseits gegen oder Foul von den anderen gebrüllt. Das sind wunderbare Aufregmöglichkeiten. Perfekt gibt es nicht und zum Glück präsentiert sich Fußball genau so: nicht perfekt!

    Das viele Geld ist kein Argument Wie Marco Polo im Posting vorher schon anmerkt: Hallo, es ist ein Spiel! Wer eine planbarere Sicherheit für sein Investment haben will, kann woanders investieren.

    Ich bin gegen die Torkamera.

  • User
  • 16.08.2009 09:53:43 varasdates

    Wieso kommen viele auf die Idee, dass Dr. Markus Merk die Bayern zur Meisterschaft gepfiffen hat? Was kann Markus Merk dafür, wenn Matthias Schober den Ball aufnimmt, anstatt den Ball in den Himmel zu schießen. Somit hätte Schalke locker die Meisterschaft gewonnen.

    Und wieso denken viele, dass der Videobeweis nur im Eishockey gibt? Es gibt auch ein Videobeweis in anderen Sportarten, wie z. B. American Football, Tennis, Rugby, Basketball (glaube ich) usw.

    Wieso komen viele auf die Idee, dass ein Videobeweis das Spiel in die Länge zerrt. Das ist eine Sache von nicht mehr als einer Minute. Zumal, nicht bei jeder Situation einer nach dem Videobeweis schreit. Natürlich kann man darüber diskutieren, wie man den Videobeweis einsetzen kann. Wenn die Fußballtrainer bzw. Spieler bestimmen, ob sie ein Videobeweis haben wollen, dann ist doch klar, dass das Spiel in die Länge gezogen wird, weil dann jeder ankommt und den Videobeweis sehen will, bei jeder Schiedsrichter-Entscheidung. Bleibt es aber nur dem Schiedsrichter vorbehalten, dann würde es vielleicht im Spiel max. ein oder zwei Situation geben, wo der Schiedsrichter den Videobeweis in Anspruch nimmt.

  • User
  • 16.08.2009 10:46:10 Stinkbaer

    @Marco & Marc: Ihr bastelt euch doch eure Mythen sowieso selbst. Dazu braucht ihr keine Tor-Fehlentscheidungen. Und ihr könnt ja trotzdem ständig und grundlos Foul und Abseits brüllen und euch aufregen. Mythen widerstehen sowieso jeglichen Gegenbeweisen. Die sind dann sowieso nur Teil einer ganz großen Verschwörung (Fragt GTI, der wird euch das bestätigen).

    Denn obwohl das Gegenteil bewiesen scheint, weiß doch heute jedes Kind, dass Jacko nicht tot ist, sondern jetzt an diesem geheimen Ort lebt, wohin sich auch James Dean, Marilyn Monroe und Elvis sich von diesem ganzen Starrummel zurückgezogen haben. Zumindest dann, wenn sein Gehirn wieder von der Untersuchung zurück ist...

  • User
  • 16.08.2009 11:44:52 Ennatz

    warum sollte man keine torkamera nutzen? die spieler tragen auch keine würfelbecher mehr wie 54! das man neue technik einsetzt, nennt man fortschritt. und der ist bekanntlich nicht aufzuhalten.
    nur glaube ich, dass die opas von der fifa im besten fall wieder jahrzehnte für solch eine entscheidung brauchen.
    für die die idee, balljungen und vor allem mehrere bälle am rand zu bevorraten, brauchte die fifa ja schon weit über 100 jahre...

  • User
  • 16.08.2009 11:49:05 saloth sar

    nana, frueher waren die baelle viel teurer, da konnte man sich nicht so viele leisten.
    erst seitdem die baelle in pakistan von kinderhaenden billig hergestellt werden, kann man sich etliche am spielfeldrand leisten

  • User
  • 16.08.2009 13:29:25 MarcRamone

    Sicher gibt es noch mehr Sportarten mit Videobeweis als Eishockey, es geht aber nicht um eine korrekte Auflistung aller Sportarten mit Videobeweis, sondern am Beispiel einer Sportart darzustellen, wie die Wirkung ist.

    Ich bastel mir sicher keinen Mythos zurecht, schon gar nicht Wembley. Der Mythos existiert nun mal.

    Die Geschichte Merk, Bayern, Schalke hat in dieser Diskussion an sich nichts zu suchen, sie hat keinen Nährwert bzgl. Torkamera. Selbst wenn, auch wenn die Merk, Bayern, Schalke Geschichte für Schalke Fans nach hinten los ging, so empfinde ich sie trotzdem als eine der ganz großen Stories der Bundesliga. Absolut!

    Bei Fouls, Abseits und anderen Dingen ist jede Entscheidung Ansichtssache und Interpretationsangelegenheit der Regel des Schiedsrichters und das in sekundenschnelle.
    Ich kann verstehen, dass die Schiedsrichter dringend eine Entlastung wollen an dieser Stelle. Ich bin trotzdem dagegen. Fußball ist nicht umsonst Kneipensport, die Grauzonen ermöglichen das.

    Das Thema Verschwörung ist völlig albern, wo kommt die Idee einer Verschwörung auf einmal her? Was soll das?

    Der Einsatz einer Torkamera unterbricht das Spiel nicht zusätzlich, würde das Spiel nicht bemerkenswert verlängern.
    Es ist ja erstmal NUR die Rede von einer Torkamera, nicht von einem generellen Videobeweis für das ganze Spiel.

    Am heutigen Tag Elvis ins Rennen zu werfen ist schon grotesk. Heute (16.08.) ist sein offizieller Todestag. Ist natürlich quatsch. Elvis lebt!

  • User
  • 16.08.2009 17:03:00 varasdates

    Ich vergaß noch zu erwähnen, bezüglich des Themas "Spiel in die länge zerren".

    Durch den Videobeweis wird ein Spiel nicht in die Länge gezogen. Ein Spiel, z. B. im Eishockey oder American Football, wird nur dann in die Länge gezogen, wenn bei jeder Unterbrechung die Zeitnahme gestoppt wird.

    Z. B. im American Football dauert ein Viertel 15 Minuten. 15 Minuten hört sich nicht viel an, aber jedes Mal, wenn der Ball aus dem Spiel ist, sprich der Schiedsrichter hat gepfiffen, dann wird jedes Mal auch die Zeitnahme angehalten. Und dadurch können aus 15 Minuten locker 30 Minuten werden.

  • User
  • 17.08.2009 00:38:28 Tzaduk

    Hier auf Markus Merk einzudreschen finde ich absolut unangebracht. Er war anerkannt einer der besten Schiris Europas, und sich hier die Weltverschwörung einer korrupten Schiribande zusammenzudichten, ist echt mal albern.
    Soviel ich weiß, wird immer wieder argumentiert, dass der Chip im Ball oder die Torkamera halt nur in den oberen Ligen eingeführt würde, und damit der Kontakt zu den Hobbyligen, wo das viel zu teuer wäre, abreißen würde. Aber auch da kann ich dem Argument "Hier geht es um viel Schotter" nur zustimmen. Ich glaube, ab und zu mal eine Auszeit zuzulassen, wäre nicht automatisch der Tod des schnellen Spiels. Irgendwie wäre es schon komisch, aber wir ham schon andere Regeländerungen überlebt. Ich sage nur "Rückpass"...

  • User
  • 17.08.2009 09:59:51 HaDe

    Das echte Problem ist doch nicht die 1. und 2. Liga
    Das Problem ist die Regelwut der Fußballverbände. So haben nun in Bayern während der Haupturlaubszeit die Spiele der A-Klasse und B-Klasse angefangen, weil dies natürlich unmittelbare Auswirkungen auf die Bundesliga und vor allem auf die Weltmeisterschaften hat (Löw könnte ja eine Vorstadt oder Dorf Kicker nominieren). Außerdem gibt es endlich auch in den unteren Klassen Coaching-Zonen. Nun können die Weltklasse Stürmer in dieser Klasse auch von den Weltklasse Trainer professionell gecoacht werden.
    Deshalb glaube ich, dass nach der Regelwut bei der Einführung der NRW-Liga nun endlich auch in der B-Klasse die Torkamera zu Einsatz kommt, damit ich bei meinem A-Klasse Reservespiel endlich weis, dass mein super Vollspann-Kullerball-Schüsschen auch wirklich nicht drin war.

  • User
  • 17.08.2009 13:34:45 L3v3l0rd

    Kann es sein, das ihr alle irgendwie vom Thema abkommt?
    Es geht um ne TORkamera (oder ähnliche Technik). Nicht mehr, nicht weniger.
    Die Richtigkeit einer Torentscheidung finde nicht nur ich als Fan interessant, es sind sicherlich auch Vereine dabei, bei denen es z.B. im entscheidenen Spiel um eine CL-Teilnahme geht.
    Das sitzen ein paar Euro hinter und insofern glaub ich, das sogar die Vereine ein großes Interesse an korrekten Torentscheidungen haben. Sollens halt mal bei ner EM oder so ausprobieren, warum nicht?

  • User
  • 17.08.2009 16:22:04 Atatenango

    Auch, wenn sich das jetzt vielleicht nach Verschwörungstheorie anhört (soll es gar nicht sein). Ich bin mir SICHER, dass die Torkamera kommen wird (oder von mir aus auch der Chip im Ball). Warum?
    Alle Vereine und Verbände sind auf der Suche nach Möglichkeiten noch mehr Geld zu scheffeln. Ein, zwei, drei Unterbrechungen pro Spiel bringen ein, zwei, drei mehr Werbespots und somit die Summe X mehr in Kasse. Und da die Herren Vorsitzenden der Verbände usw. letztendlich darüber entscheiden, wird auf kurz oder lang sowas eingeführt...bin ich mir sicher!
    Inhaltlich fänd ich's jetzt aber auch nicht so schlimm, als ob bei jedem Einwurf oder Abseits nun der Videobeweis herbeigeführt wird.

  • User
  • 17.08.2009 21:31:20 Süüdkurvä

    tolle mythen, die auf fehlentscheidungen basieren! in anderen sportarten basieren die mythen halt auf grossartigen sportlichen leistungen!!

    aber trotzdem kann ich der torkamera im fussball nicht viel abgewinnen. klar, ob der ball drin war oder nicht, das könnte man klären... aber wie siehts mit abseits aus? da werden klarste torchancen zunichte gemacht! von elfmetern ganz zu schweigen! foul? handspiel? kann man leider nicht im spiel klären. natürlich dauern die diskussionen nach einer umstrittenen tor-entscheidung manchmal länger, als die kurze auflösung per torkamera erfordern würde... aber trotzdem denke ich, es ist unmöglich, da eine grenze zu ziehen.

    das argument der 'gleichheit' von championsleague bis kreisklasse scheint mir jedoch recht abenteuerlich... wird denn überall mit 4 schiedsrichtern gespielt?? was ist mit den linienrichtern im unteren amateurbereich, die bloss schauen, ob der ball im aus war - während der schiedsrichter auf dem platz auch das abseits beurteilen muss?!?

  • User
  • 24.02.2011 19:03:30 derschotterockt

    Vielleicht sollte man das Problem bei der Wurzel packen und erstmal dafür sorgen, dass es nicht mehr um diese perversen Unsummen geht, dann würden sich diese und viele andere Diskussionen auch schnell erledigen. Das plus ein wenig Ehrlichkeit der Protagonisten - zwei Fliegen mit einer Klappe.

    Selbstgerechtes Phrasieren a la "da steckt ja Geld dahinter, also muss das auch so und so gemacht werden" gibt's ja leider mittlerweile überall. Weil's den Leuten immer nur um die scheiß Kohle geht. Traurig, dass der Ablauf eines Sports sich danach zu richten hat, wieviel Schotter man mit ihm scheffeln kann...

    Fußball ist doch nur ein Spiel. EIN SPIEL, VERDAMMTE AXT!!!

    Ergo: Die Torkamera ist ungefähr so sinnvoll wie ein milliardenschwerer Investor beim FC St. Pauli. Welcher Deutsche hat denn beim WM-Spiel gegen England nicht erleichtert durchgeatmet, dass man für das nagende Wembley nach 44 Jahren endlich seine Genugtuung gefunden hat?

    Und wenn einige unromantische Besserwisser im Zuge der Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts sie immer noch so vehement fordern - euch allen wünsche ich, dass es schon bald ein EEG als iPhone-App gibt, so dass ihr feststellen könnt, ob eure Freundin beim Sex auch wirklich einen Orgasmus hatte oder sie euch seit Jahren was vorspielt...

    Denn warum sich seine Mythen zerstören lassen, wenn man das auch prima selbst kann, oder?!

    Anyone for Tennis??? ;-)

    P.S.: Merk pfeift Bayern zur Meisterschaft. Hm. Interessant. 999 von 1000 Torhütern prügeln Ujfalusis Rückgabe in die 12. Reihe des Oberrangs - nur Herr Schober nicht (wo hat der vorher nochmal gespielt?). Ob Herr Merk ihn dafür bezahlt hat? Verlierer der Herzen haben ja öfter ihre exklusiven Theorien...

  • User
  • 24.02.2011 19:08:00 Jim Panse

    dass man für das nagende Wembley nach 44 Jahren endlich seine Genugtuung gefunden hat?


    Paah, als gäbe es für dieses verschobene Spiel ne Genugtuung. Aber das mit der App 'gefällt mir'

  • User
  • 25.02.2011 10:01:36 gelsenkirchen

    15.08.2009 20:31:05 von Marco Polo
    Ich hab mir abgewöhnt Basketball oder Eishockey anzuschauen, weil mich die ewigen Time-Outs dermaßen in den Wahnsinn getrieben haben.


    auch wenn dein kommentar bereits etwas älter ist:
    das kann man so oder so sehen, ich finde das nicht schlimm. die timeouts sind zwingend notwendig da es auf jede sekunde ankommt. Erst vor zwei-drei Wochen hat in der NHL einer binnen 60 oder 70 sekunden einen hattrick erzielt. das zeigt wie enorm wichtig jede sekunde ist und weswegen die zeit penibel genau genommen wird. das wiederum hat allerdings nichts mit videobeweis zu tun, so am rande. für jede strafe wird die zeit angehalten bzw. das aussprechen dieser strafe. und ganz ehrlich: es entspricht dem naturell dieses spiels mehr als die zeit weiterlaufen zu lassen, was in meinen augen eher dem naturell des fussballs entspricht.
    der videobeweis im eishockey wird nur bei strittigen torraumszenen genommen, das kommt beileibe nicht in jedem spiel vor (stanley-cup 2010 wurde durch so ein ding entschieden, youtube: "kane stanley cup 2010"). wenn allerdings sich 6-7 schränke sich auf 4 m² um einen 9cm großen puck kloppen, dabei noch ein torwart in voller montur aufm boden wie eine krake rumrudert und dabei eh halb im tor liegt, kann ich den sinn des videobeweises in einem solchen fall nachvollziehen. das ist einfach viel zu schnell als dass man alles mit bloßem auge erkennen kann.

  • User
  • 25.02.2011 12:23:04 suppenteller

    nervig sind die commercial time outs
    sonst ist hockey immer mal nen blick wert

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