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03.06.2009

Kevin-Prince Boateng im Interview

»Es läuft gar nicht gut«

Interview: Thorsten Schabelon  Bild: Imago

»Bei mir klappt gerade gar nichts«, gesteht Kevin-Prince Boateng. Borussia Dortmund wird den von Tottenham ausgeliehenen Profi nicht weiterverpflichten. Wir sprachen mit ihm über die Enttäuschung - und die letzte Hoffnung.

Kevin-Prince Boateng im Interview - »Es läuft gar nicht gut«


Herr Boateng, die Saison ist zu Ende, wo erreichen wir Sie gerade?

Bei meiner Familie in Mönchengladbach. Ich versuche auszuspannen.

Die letzten Tage waren hart für Sie, es gab nur schlechte Nachrichten.

Das stimmt leider. Freitag habe ich erfahren, dass ich nicht mit zur U21-EM darf. Das wäre noch mal eine Chance gewesen, mich zu zeigen, zu präsentieren. Am Anfang war es ein unglaubliches Gefühl der Leere. Langsam ist es gesackt. Ich hätte meine Verletzung (Anm. der Redaktion: Knochenödem am Außenknöchel) vielleicht noch auskurieren können. Aber es wäre knapp geworden. Hätte es nicht geklappt, hätte der DFB keinen Spieler mehr nachnominieren können.



Dazu hat Borussia Dortmund angekündigt, Sie nicht weiterverpflichten zu können. Im geplanten Etat ist kein Platz mehr für Ihr Gehalt. Wann hat der BVB sich gemeldet?

Am Dienstag. Ich habe eine kurze Nachricht bekommen, dass es scheitern wird.

Eine kurze Nachricht?

Der BVB hat sich bei meinem Berater Jörg Neubauer gemeldet. Es war eine Riesen-Enttäuschung, es ist schwer für mich, damit umzugehen. Nach dem jetzigen Stand geht es für mich zurück nach England.

Gibt es Neuigkeiten bei den Berliner Randale-Vorwürfen gegen Sie?

Mein Anwalt denkt, dass alles fallengelassen wird. Es liegt nichts Gravierendes gegen mich vor.

Was machen Sie jetzt im freien Juni?

Ausspannen. Wegfahren. Abstand gewinnen und auf andere Gedanken kommen. Ich will mit meiner Familie weg, in den Süden, Urlaub machen. Im Moment läuft es für mich irgendwie gar nicht gut. Meine Familie und gute Freunde geben mir Rückhalt, lenken mich ab. Aber es ist nicht einfach.

Angenommen, Sie hätten einen Wunsch frei. Was würden Sie sich wünschen?


Dass Jürgen Klopp oder Michael Zorc mich anrufen und sagen: Wir haben es geschafft, du darfst bleiben. Bis 31. August ist ja noch Zeit.

Könnte auch ein anderer Bundesligist anrufen?


Ich bin in Gedanken beim BVB, identifiziere mich mit dem Verein. Ich würde so gerne bleiben.




Der Westen@11Freunde




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News, Interviews, Blogs, Statistiken und Service zu: Borussia Dortmund






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Kommentare

  • User
  • 03.06.2009 15:58:52 Donaldo

    Ach du armer Hase...erst sich auf sämtlichen Plätzen aufführen wie die Axt im Walde, und dann rumjallern, wenn man für viele Vereine nicht mehr kommunizier- und umsetzbar ist...und dann dorthin zurück muß, wo im Moment der beste Fußball gespielt wird...
    Kleiner Tip: überdenke doch mal Deine Gehaltsforderung, dann werde sich kloppo oder Susi Zorc sich schon melden...

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