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Sportfreunde Stiller über Klinsi und Bon Jovi

»Mehr Metal im Fußball!«

Interview: Benjamin Apitius, Andreas Bock  Bild: Imago

»Mehr Metal im Fußball!«

Fortsetzung von Seite 1

Ihr seid Fußballfans – und Ihr seid Musiker. Habt Ihr irgendwann einmal gedacht, dass Ihr aufpassen müsst, keine »Fußball-Band« zu werden?

Peter: Für uns war immer klar: Fußball ist ein Thema – und soll auch Thema sein, aber nur so nebenbei. Und nach dem krassen Erfolg mit unserem WM-Song waren wir natürlich plötzlich diese Fußball-Band. Darüber mussten wir uns dann schon Gedanken machen.

Und wie geht es Euch damit?

Peter: Grundsätzlich ist das für mich ja okay. Ich finde es nur immer blöd, wenn plötzlich unsere anderen Sachen gar nicht mehr gesehen werden. Das ist natürlich immer das Problem, wenn man so ein Lied hat, das über allem strahlt.

2000 hat Peter zum Spiegel gesagt, es sei Euer Traum, 2006 den WM-Hit zu schreiben, bevor ihn ein Depp wie Bon Jovi schreiben würde.

Peter:
Tut mir übrigens leid. Nichts für ungut, Jon (lacht).

Wie groß war für Euch die Gefahr, zum Deppen zu werden?

Peter: Die Gefahr ist natürlich jederzeit gegeben. In jeder Situation. Wenn ich jetzt zum Metzger herein gehe und vergesse »Hallo« zu sagen...

Flo: Wir wussten natürlich nicht, was kommt. Uns war es wichtig, nicht das offizielle WM-Lied zu schreiben, es sollte etwas von uns sein, für unsere Leute. Interessanterweise wurde uns ja auch der Song »Schwarz und weiß« angeboten, das der Pocher dann gesungen hat. Wir wollten aber nicht über so eine offizielle Schiene gehen und das mit dem DFB machen, wir wollten unser eigenes Stück selbst herausbringen und dann mal schauen, was passiert.

Habt Ihr viel Kritik einstecken müssen für diesen kommerziellen Erfolg?

Peter: Der Song hat mit Sicherheit polarisiert und zu vielen Diskussionen geführt. Ich denke, es wenden sich immer Leute ab, wenn plötzlich so ein großer Hit da ist. Andererseits haben uns dadurch auch viele neue Leute kennengelernt. 

Flo:
Ich bereue nichts. Es war ja auch überhaupt nicht geplant, es kam alles so locker, flockig, alles easy. Dieser Song hat uns so viele schöne Momente beschert. Danke, Song (lacht).

Wenn Ihr euch jetzt so anschaut: Hat Euch der Erfolg verändert?

Flo: Rein äußerlich?

Peter trägt jetzt Bart.

Peter: (lacht) Plötzlich starker Haarwuchs im Gesicht… Natürlich haben wir uns über die Jahre verändert. Man verändert sich durch alles, was man macht. Da gibt es das Erlebnis des krassen Erfolgs und das Erlebnis als sich kein Mensch für uns interessierte. Wir sind jetzt schon saulange zusammen unterwegs – und das ist einfach etwas Besonderes.

Haltet Ihr Euch 2010 bewusst zurück mit einem WM-Hit?

Flo: Von uns wird nichts kommen. Die Zehnerversion gibt es ja, damals, aus einer Weitsicht heraus aufgenommen. Entweder singen es die Leute – oder nicht.

Ihr habt gerade eine Auswahl eurer besten Stücke als Unplugged-Album mit musikalischen Gästen wie Meret Becker und Udo Jürgens aufgenommen. Warum nicht auch mit einem Fußballspieler?

Peter:
Es ging uns um musikalische Qualität (grinst).

Flo: Wir haben wirklich ganz kurz überlegt. Zu dem 54er-Lied haben wir eine Drehorgelversion geschrieben, die sehr lustig und zirkusartistisch rüberkommt. Da wollten wir einen Chor zusammenbauen, drei ehemalige Spieler aus den jeweiligen Mannschaften, die Weltmeister wurden, also Horst Eckel, Beckenbauer oder Breitner und dann noch Matthäus. Aber wenn du dann den Eckel einfliegen lässt und der bricht dir auf der Bühne zusammen, musst du dich um so etwas auch noch kümmern.

Warum haben Fußballer eigentlich immer einen sehr »bescheidenen« Musikgeschmack?

Flo: Lars Ricken hat mal einen sehr harten Sampler veröffentlicht, und Thomas Häßler ist Besitzer eines Hardrock-Labels. Aber es stimmt schon: fast alle hören ja wirklich nur diesen Standard-R‘n‘B, nichts anderes. Ich weiß auch nicht, woran das liegt. Vielleicht fehlt ihnen die Zeit, sich mit Musik zu beschäftigen.

Peter: Aber gerade Fußballspieler haben doch Zeit. Wenn die unterwegs sind, könnte Musik doch eigentlich eine große Rolle spielen.

Flo: Bei einem Spiel meines Dorfklubs gegen Harthof, ein gefürchteter Stadtteil in der Nähe vom Hasenbergl, haben die Spieler in der Kabine Pantera oder Slayer in voller Lautstärke gehört – wir sind dann ganz klein auf den Platz, gegen diese tätowierten Bullen. Wir haben zwar 2:1 gewonnen, aber uns hat das schon sehr beeindruckt. Ich würde für mehr Heavy Metal im Fußball plädieren. Ich kann doch nicht R‘n‘B hören und dann in einen Bundesligafight gehen.

DJ Asa ist also nicht Euer Ding?

Peter: Kann man es sich noch schwerer machen und »Steiniger Weg« vor jedem Spiel auflegen? Dann musst du auf dem Spielfeld doch scheiße drauf sein. Hätten die unser Lied gehört… (lacht)


weiterlesen [1] [2] [3]



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Kommentare

  • User
  • 17.04.2009 14:53:18 wrdlbrmft

    mir würde es ja schon reichen, wenn die stadionmusikauswähler etwas mehr geschmack hätten. wenn ich nicht mehr mit tina turner, ac/dc, styx, status quo, kirmestechnomusikanten und ähnlichem rotz vor dem spiel gequält werden würde. das wäre mir viel lieber, als fussballer mit pixies, ramones, kaizer chiefs oder blumfeld im mp3-player. ...

  • User
  • 17.04.2009 15:53:05 Atatenango

    Schönes Interview finde ich! Die Jungs sind durchaus kompentent und ich gönne denen auch den Erfolg mit ihrem WM-Hit, auch wenn es wesentlich bessere Lieder von denen gibt.

    Die meiste Musik ist im Stadion allerdings wirklich scheiße! Gibt es eigentlich einen einzigen vernünftigen Fansong? Ich hab neulich mal zufällig den vom FSV Frankfurt gehört. Wenn Ihr kotzen wollt, dann hört/guckt hier mal rein: http://www.youtube.com/watch?v=S2PqhZHsv5A

  • User
  • 17.04.2009 16:00:30 wrdlbrmft

    der "zebra-twist" vom msv duisburg ist lässig ... und auch "ssv 05" vom ssv reutlingen, gesungen von den sumpfpäpsten ...

  • User
  • 17.04.2009 16:54:58 boecko

    @wrdlbrmft

    Wenn Frank Rijkaard bei den Bayern wäre, könnte es zumindest einen neuen Musikstil geben ;)

    http://www.11freunde.de/international/118838

  • User
  • 17.04.2009 17:18:05 Teuton1c

    Klar Leute, Heavy Metal passt natürlich super zum Fußball. So einen Quatsch behaupte ja nichtmal ich.

    Black Metal ist Krieg

  • User
  • 17.04.2009 17:27:31 El Buitre

    ..und rechtslastige Scheiße wie Darkthrone, wa?

  • User
  • 17.04.2009 17:37:08 Teuton1c

    Erspar mir diesen Schwachsinn

  • User
  • 17.04.2009 18:02:31 Wer

    Black metal ist krieg.
    Duschen ist Krieg.
    Black Metal ist Duschen.
    Soviel mal dazu.

    Abner mal im ernst, die SPORTFREUNDE STILLER erklären, man müsse sich mehr mit Musik auseinadersetzen??? Wie um alles in der Welt kommt eine dieser 08/15 lari-fari Garagenbands auf den Gedanken, Ahnung voin musik zu haben? Die haben diesen einen fußball Song gemacht, der war auch wirklich toll und ließ sich gut singen im Rahmen der WM. Aber sonst? Metal? Klar^^
    Wenn einer von denen mir ne fundierte Meinung zu mindestens drei der folgenden Bands: Samsas Traum, ASP, Lacrimosa, Adversus, Angizia, nennen kann, dann kauf ich mir ne Konzertkarte, stell mich in die erste reihe und halte das ganze Konzert über ein Pappschild mit der Aufschrift "Verzeihung" hoch. Bis dahin müpssen sich die Jungs aber echt nicht über mangelnde musikalische Qualität beschweren, auch wenn ich eher noch für Metal in den Stadien wäre, als jetzt da läuft. Die Masse hat kmeinen Geschmack mehr. Warum wird nicht wenigstens ordentlich Klassik gespielt? Oder sowas wie die 10th anniversary Version von One Day more?
    Mein Gott, Duisburg spielt ja nichtmal Klaus Lage ...

  • User
  • 17.04.2009 18:28:32 El Buitre

    "Warum wird nicht wenigstens ordentlich Klassik gespielt?"
    Keine klassische Musik im Stadion?? Halt ich fürn Gerücht.

    Und der eine von den Deppen hat keine Ahnung vom mexikanischen Fußball, der in vielen Bereichen dem deutschen gleicht, schließlich von Europäern gegründet wurde, vor ein paar Jahren in der Fifa-Rangliste noch vor dem deutschen stand und sollte sich mal fragen, warum er also die Defizite Klinsmanns Vasquez anrechnen will. Ein Team mit solch großen Ambitionen wie die Bayern sie haben, soll sich einen Cheftrainer ohne taktische Kompetenzen leisten, der selbst in seinem Hauptgebiet der Motivation versagt und dann den Co austauschen?
    Da wäre der Hebel am falschen Platze angesetzt, mindestens so beknackt wie Darkthrone wäre das.

  • User
  • 17.04.2009 18:46:19 Wer

    Mein gott, das sind zwei durchschnittliche Fußballfans ohne viel Ahnung. Sie dürfen ihren Allerweltsquatsch halt in nem Interview von sich geben, weil aus irgend einem Grund viel leute ihre Musik gut finden. das amcht sie eben kompetenter als uns Normalsterbliche.

  • User
  • 17.04.2009 18:59:09 Teuton1c

    Wenn man den Spruch "Black Metal ist Krieg" versteht, weiß man auch, warum ich das für Fußball so unpassend finde.

    Aber weil Darkthrone es el buitre so angetan hat, schlage ich 'Raised on Rock' als Stadionlied vor.

  • User
  • 18.04.2009 12:25:43 monssolis

    Die Masse hat kmeinen Geschmack finde ich super als Formulierung. Sicher ein Versehen, aber es impliziert doch den Inhalt Die Masse hat k/meinen Geschmack. Großer Wortsport!

  • User
  • 18.04.2009 13:32:37 MarcRamone

    Grundsätzlich finde ich das Interview sehr sympathisch und ich glaube die Band sieht sich selbst auch nicht als Alleskönner oder Musikprofessoren, sondern als lockerleichte Hitgaranten. Die Technik macht keine Hits. Die RAMONES waren auch keine guten Musiker, aber hatten Gespür für wahre Songs!

    Das Thema Stadionmusik ist allerdings absolut streitenswert bzw. gehört auf die Agenda der noch zu erledingenden Dinge!!!
    Es gibt ja schon gute Fussballsongs wie z.B. "Football is coming home" oder "Auswärtsspiel" (geht beim Heimpsielvorprogramm natürlich nicht:-) von den TOTEN HOSEN und ähliche Lieder, die textlich halt anderes zum Thema haben, aber trotzdem auch wunderbar funktionieren würden. THE WHITE STRIPES bei der EM war so ein gutes Beispiel. Heavy Metal oder alle Subgenres würde ich nicht vor einem Spiel bringen, auch wenn es meine bevorzugte Richtung wäre. Es sind zu viele verschiedene Generationen vor Ort und da die richtige Mischung zu finden von lässig bis rockig hätte schon was.

    Ich hatte zuletzt mal bei einem Spiel vom Bonner SC einen klasse Song vor dem Spiel gehört, kam aber nicht drauf wie der hieß. Das war ein Krimi bzw. Thriller Song aus den Siebzigern (ähnlich wie das Straßen von San Francisco oder Dirty Harry Theme) und der passte total! Hätte ich nie gedacht.

    Einfach mal experimenterieren und nicht zu soft und nicht zu hart, da nun mal Kind bis Oma und Opa da sind.

    Die Vereinslieder hingegen sind ein Extrathema, da einige aus einer ganz anderen Zeit stammen. Die dürfen auch gerne mal wie eine olle Kamelle mit Rummskapelle klingen. Als S04 Fan habe ich da noch Glück, mir gefällt das Vereinslied. Andere haben auch Glück wie z.B. mit dem Zebra Twist. Aber das wäre ja auch nur ein Lied, hier ist ja die Rede von mind. ener halben Stunde vor Anstoß, da gehts um mehr als nur ein Song zur Einstimmung.

  • User
  • 19.04.2009 05:00:01 El Buitre

    Vikernes wird sich sicher über deinen Vorschlag freuen, teutonic, du Vollidiot.

  • User
  • 19.04.2009 09:05:30 Teuton1c

    Danke für den Vollidioten.

    Halbwissen, Suff ... und die Vorstellung vom SCP gestern ... ich verstehe dich ja. Aber stell mich mit deinem zusammengereimten Schwachsinn nicht als Rechten hin.

    "Darkthrone is certainly not a nazi-band nor a political band, those of you who still might think so, you can lick mother mary's asshole in eternity." (1995)

  • User
  • 19.04.2009 17:11:32 Wer

    Ach so einer bist du ...
    "Scheißegal das Varg ein Nazi ist, seine Musik ist ja nicht politisch."
    Wann werden so Trottel wie du endlich verstehen, das manchmal die Person hinter der ... "Kunst" nicht mehr zu ignorieren ist?!
    "Ja, klar, der Adolf war schon nicht so pralle aber hey, von Schäferhund-Zucht hatte der echt Ahnung!"

  • User
  • 19.04.2009 19:03:22 Teuton1c

    Mensch, ihr beiden werdet ja immer sympathischer!

    Wer, du täuschst dich. Im Moment läuft die Sache hier eher so: "So so, Sie mögen also Schäferhunde? Hitler hatte auch einen Schäferhund!". Naja, ich steh da drüber. Ihr dürft jetzt nochmal nachtreten und dann beenden wir das hier.

  • User
  • 19.04.2009 20:35:40 Wer

    ^^ Jaja, genau. Das Äquivalent zu "So so, Sie mögen also Schäferhunde? Hitler hatte auch einen Schäferhund!" wäre nur leider "So, sie hören also Metal? Nun, es gibt einen Nazi der macht auch Metal-Musik!". Nicht zu verwechseln mit "Ich höre gerne Musik von Vark Vikerness, der ist nur blöderweise ein Nazi."
    Red dich aus deiner Rückratlosigkeit nur schön raus und hör deine unpolitische Nazimucke.

  • User
  • 19.04.2009 21:34:55 betze_diaspora

    black metal ist krieg... stammt das nicht von dieser oberleuchte kanwulf alias nargaroth alias rené wagner, der sich so lautstark darüber freute, dass die mörderbande absurd wieder auf freiem fusse wandeln darf?

    mach hier mal nicht so ein fass auf, teutonic. für nen echten black metaller muss es doch ein inneres stabkirchenabfackeln sein, verachtet zu werden.

  • User
  • 20.04.2009 07:32:07 unionchemiker

    klaus schlappner ist black metal....

  • User
  • 20.04.2009 15:45:17 Atatenango

    Wer zum Teufel ist Vark, und was hat das alles mit dem Interview von den Sportfreunden Stiller zu tun?

  • User
  • 20.04.2009 15:55:26 El Buitre

    Vielleicht liest du es mal..

    Und Teutonic, abgesehen von der Frage, ob Darkthrone blöde Nazis sind oder nicht, die arische (sic!) Band kokettiert wie so viele im Black Metal Bereich mit germanischer Symbolik und nimmt sich einen Nazi zum Texteschreiben und da wundern sie sich in diese Ecke gestellt zu werden? V.a. wenn darauf angesprochen noch entsprechende Sätze gesagt werden? Ist das vielleicht blöde oder was? Sind Darkthrone also blöde? Bist du blöde so ne blöde Band anzuhören? Und ist es blöd so etwas blöd zu finden?
    Blödsinn.

  • User
  • 20.04.2009 16:00:07 Atatenango

    ich kann gar nicht lesen...

  • User
  • 20.04.2009 16:05:11 El Buitre

    Ist keiner in der Nähe, der es dir vorlesen könnte?

  • User
  • 20.04.2009 16:14:20 Atatenango

    Ich frag mal rum...vielleicht erklärt er mir das dann ja auch gleich noch inhaltlich...

  • User
  • 20.04.2009 17:58:55 Teuton1c

    OK, dann sag ich also doch nochwas dazu und versuche es (ernsthaft) ganz sachlich.

    Darkthrone hat im Jahr 1993 ein Album namens Transylvanian Hunger rausgebracht und darauf 8 Liedtexte von einem damaligen Freund der Band, einem durchgeknallten Rassisten names Varg Vikernes, schreiben lassen. Der saß bis jetzt wegen Mordes, Brandstiftung an Kirchen und Waffenbesitz im Knast. Und er ist eben randvoll mit brauner Scheiße. Diesen Texten auf dem besagten Album merkt man das nicht an und die Musik von Darkthrone ist kein NSBM - ganz andere Themen. Das Album zählt aus anderen Gründen als Klassiker des BlackMetal, weswegen es eigentlich ein MustHave in einer BlackMetal-Sammlung ist. Die Sache mit dem Autor ist leider nur einer der äußerst negativen Aspekte. Auf einer australisischen Veröffentlichung des Albums stand im Booklet "Norsk Arisk Black Metal", wobei unklar ist, wieso da dieser Müll stand. Darkthrone hat sich in einem Interview mit Rock Hard zu allem Überfluss noch "kontrovers" zu dem Thema geäußert, wie es aller Orten heißt. Weil es damals schick war, offen zu provozieren, eben auch mit blöden Mitteln, wie el buitre zurecht sagen würde. Das Interview habe ich selbst nie gelesen, aber es hat immerhin zu einem vorübergehenden Boykott der Band geführt. Der Autor des Interviews hat später allerdings zugegeben, es "nachgewürzt" zu haben um die Wirkung zu verstärken. Darkthrone hat sich dann 1995 gezwungen gesehen, sich zu distanzieren und hat das mit dem weiter oben von mir aufgeführten Spruch auf dem Nachfolgealbum getan (Kurz: Darkthrone sei weder Nazi-Band, noch politisch).

    Der Spruch "Black Metal ist Krieg" war von Kanwulf (andere Band). Er sagt dazu "Viele deuteten diesen Ausspruch naiv, im Sinne eines konventionellen Krieges oder konventioneller Gewalt. Das meinte es aber nicht. Ich meinte den täglichen Krieg im Kopf. Die täglichen Widersprüche, ausgelöst durch die inneren Ideale des Black Metals und den alltäglichen Anforderungen in der realen Welt." Das Interview hier forderte ja mehr Metal im Fußball und ich habe diesen Satz scherzhaft angeführt, um deutlich zu machen, wie wenig das zu Fußball passt. So ist es aber leider nicht verstanden worden. Hinzu kommt, dass dieser Kanwulf offenbar auch Dreck am stecken hat, was ich aber nicht wusste.

    Ich habe das AlbumCover von Transylvanian Hunger als Avatar hier bei 11freunde. Nicht weil es für mich eine großartige Message transportiert, sondern weil es einfach nach BlackMetal aussieht. Auf dem Booklet von meiner CD steht "True Norwegian Black Metal", sonst hätte ich es wohl auch nicht. Varg Vikernes ist kein Mitglied von Darkthrone und sie verwenden keine Texte mehr von ihm. Daher finde ich auch meinen Vorschlag "Darkthrone -Raised on Rock" im Stadion zu spielen wenig verwerflich, weil da 15 Jahre zwischen Darkthrone und Vikernes liegen. Es ist auch kein Black Metal mehr, sondern bestenfalls punkiger Balck'n'Roll.

    Unfair ist es aber, mich deswegen in die rechte Ecke zu stellen. Wenn es rückgratlos ist, sich die 2-3 guten Lieder auf dem Klassiker anzuhören - ok, kann ich mit leben. Mit den anderen Andeutungen und Vorwürfen nicht.

  • User
  • 20.04.2009 18:55:40 rites_of_spring

    leute. frage mich gerade, was diese ausschweifende metal-diskussion mit dem sportfreunde-stiller-interview zu tun hat? bzw. wieso muss der eine von denen über bands wie samsas traum oder lacrimosa referieren können, um über heavy-metal eine (augenzwinkernde) bemerkung zu machen. ich bin bestimmt kein sportfreunde-stiller-fan, der hier seine helden verteidigen will, aber mal ehrlich: hat überhaupt jemand das interview gelesen? da erzählt der eine, dass er mal mit seiner jugendmannschaft gegen ein team aus tätowierten heay-metal-typen gespielt hat und dementsprechend arg eingeschüchtert war. diese erfahrung transportiert er auf den profibereich und fragt sich, warum bundesligaprofis (oder während der wm die nationalspieler) seichte r-n-b-musik wie xavier naido hören, die einen zum einschlafen bringt. nicht mehr und nicht weniger. in keiner stelle maßt sich der mann an, großartig ahnung von heavy metal zu haben (und wenn auch? dass diese heavy-nerds, diese ganzen rock-hard-werbepostillen-leser stets so tun, als ob niemand das wort heavy metal, death metal oder was auch immer, in den mund nehmen darf, wenn er nicht die komplette diskographie von exodus runterbeten kann. dieses festklammern an irgendwelchen nerd-fakten, die nicht mal die bands selber interessieren. arm. ganz arm - und zumeist blicken diese bratzen dann nicht mal bis zur nächste musikecke.).

  • User
  • 21.04.2009 12:29:43 Atatenango

    @Teutonic: danke für die Aufklärung! Ist nicht meine Musik, aber trotzdem nicht uninteressant!

    @rites: ansonsten sehe ich das aber genauso wie Du, denn die Jungs von den Sportfreunden haben von Metal wahrscheinlich genauso viel Ahnung wie ich (ich hab von diesen ganzen Bands auf jeden Fall noch nie was gehört, ich kenn vielleicht grad mal noch sowas wie Slayer oder Iron Maiden und mehr werden die Jungs auch nicht kennen)

  • User
  • 21.04.2009 13:19:16 unionchemiker

    klaus schlappner iss krieg und black metaler sind blöde...

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