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24.02.2009

Gladbachs Einspruch gegen Spielwertung

Eine Frage der Moral

Text: Peter Müller  Bild: Imago

Die Affäre um die beiden zu spät zur Doping-Kontrolle erschienenen Hoffenheimer Spieler weitet sich aus. Borussia Mönchengladbach hat Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt – und sich damit nicht nur Freunde gemacht.

Gladbachs Einspruch gegen Spielwertung - Eine Frage der Moral


Was schafft der Mensch in zehn Minuten? Er kann einen Hamburger mit Pommes verputzen, Fast Food eben. Er kann sich »Child in Time« von Deep Purple anhören, die Live-Version. Er kann sich in Bochum in einen Intercity setzen und bis Dortmund fahren. Und wenn er Fußballprofi ist und nach Spielschluss zur Doping-Kontrolle gebeten wird, kann er zehn Minuten vertrödeln, dadurch einen Skandal auslösen und sich der Gefahr aussetzen, möglicherweise ein ganzes Berufsjahr durch eine Sperre zu verlieren.



Die Affäre um die beiden Hoffenheimer Spieler Andreas Ibertsberger und Christoph Janker, die nach dem 1:1 in Mönchengladbach nicht direkt in den Kontrollraum durchstarteten, spitzt sich weiter zu. Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick überrascht mit der Behauptung, Verstöße gegen die Anti-Doping-Richtlinien seien in der Bundesliga an der Tagesordnung. Spieler hätten wiederholt die Erlaubnis erhalten, sich in der Kabine ein frisches Trikot anzuziehen.

Völler und Beiersdorfer beklagen sich

In der Liga wird aber nicht mehr nur über die Fahrlässigkeit der Hoffenheimer diskutiert, sondern auch über die Reaktion der Gladbacher. Die haben Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingelegt und sich damit bei einem Teil der Konkurrenz unbeliebt gemacht. Denn es kann der Eindruck entstehen, die Gladbacher erhofften sich, von dem Formfehler der Hoffenheimer profitieren zu können – schließlich wurden die beiden Spieler negativ getestet.

»Das ist ein Witz, das gehört sich nicht«, meint Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler, und sein Hamburger Kollege Dietmar Beiersdorfer gibt ihm Recht: »Das hat mit Solidarität nichts zu tun, da sollte man eine sportliche Lösung finden.« Ein Einspruch ist nach der DFB-Rechtsordnung möglich, »wenn in einem Spiel ein gedopter Spieler mitgewirkt oder sich ein Spieler schuldhaft geweigert hat, sich einer Doping-Kontrolle zu unterziehen«.

Medaille mit zwei Seiten

Einer der Konkurrenten der Gladbacher im Abstiegskampf ist der VfL Bochum. Dessen Aufsichtsratsvorsitzender Werner Altegoer erklärt, die Medaille habe zwei Seiten. »Borussia Mönchengladbach hat seinen Mitgliedern gegenüber die Pflicht, alles zu versuchen, die Liga zu erhalten«, meint er. »Die Verantwortlichen müssen deshalb so handeln.«

Die Rückseite der Medaille bringt den moralischen Aspekt zum Vorschein: »Mir würde ganz flau im Magen, wenn die Gladbacher dafür drei Punkte zugesprochen bekämen«, betont Werner Altegoer. »Das darf nicht sein, das wäre eine weitere Wettbewerbsverzerrung – wir leiden schon unter der ungerechten Verteilung der TV-Gelder.«

Peter Peters, Geschäftsführer des FC Schalke 04 und Vizepräsident der Deutschen Fußball-Liga, hält es für »klug, diesen Fall sehr differenziert zu bewerten«. Zunächst einmal sei das Einhalten der Doping-Vorschriften »extrem wichtig, um die Unangreifbarkeit unseres Sportes sicherzustellen«. Alles andere sei nachrangig – also auch das Verhalten von Borussia Mönchengladbach, das Peter Peters grundsätzlich nicht verurteilt: »Jeder Verein wahrt doch in einer unklaren Rechtssituation seine eigene Rechtsposition«, sagt er. »Und mehr ist doch noch gar nicht passiert. Wenn nachher alles auf dem Tisch liegt, kann man sich immer noch entscheiden. Wer aber Fristen versäumt hat, für den ist alles vorbei.«

Ungenaue Rechtslage

Mit ähnlicher Begründung verteidigen die Mönchengladbacher Verantwortlichen ihr Vorgehen. »Uns ist es wichtig zu erklären, dass wir in keiner Weise den Klub 1899 Hoffenheim oder die beiden Spieler angreifen oder beklagen«, sagt Borussias Sportdirektor Max Eberl. Wegen der ungenauen Rechtslage sei es seinem Verein lediglich darum gegangen, Zeit zu gewinnen. »Nicht mehr und nicht weniger haben wir getan«, erklärt Eberl. »Wir sind nur ein Anhängsel der ganzen Sache. Als Angestellte von Borussia Mönchengladbach müssen wir die Interessen des Klubs wahren. Wir haben nur reagiert, das hätte jeder andere Klub auch getan. Auf die zwei Punkte sind wir gar nicht aus.«

Eberl wird wissen, dass in dieser Aussage ein diskussionswürdiger Widerspruch steckt.
 

Der Westen@11Freunde




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Kommentare

  • User
  • 24.02.2009 13:06:35 bobby171

    "schließlich wurden die beiden Spieler negativ getestet"
    Hallo, jemand zu Hause? Darum geht es doch gerade, es besteht die Möglichkeit, dass durch diese Verspätung theoretisch das negative Dopingergebnis indirekt verursacht wurde (rotes Pülverchen und so). Ntürlich ist ein Widerspruch total uncool, aber Recht ist Recht und Frist ist Frist. Und die ganzen Glashaussitzer sollten mal ganz vorsichtig sein mit ihren Moralanflügen.

  • User
  • 24.02.2009 17:30:29 Wer

    Hallo noch jemand zu Hause?
    Klar, in zehn Minuten Mannschaftsbesprechung haben die sämtliche Rückstände von Dopingmitteln in Hoffenheims geheimer Drogenkücke neutralisiert^^. Also so ein dermaßender Schwachsinn. Das einzige was hier zur Diskussion steht, ist ein Verstoß gegen die Auflagen bezüglich der Formalien, gedopt waren die doch beide definitiv nicht ...
    Das die Gladbacher jetzt das Spiel anfechten ist ebensdo dreist wie stumpfsinnig und eigentlich sollten sie dafür ordentlich einen auf den Deckel kriegen. Die sollten mmal schön mit dem Unentschieden zufrieden sein, im Zweifelsfall wird das Spiel bei der uneindeutigen Lage wiederholt und sie kriegen noch richtig eins auf den Sack, dann ist auch der eine Punkt weg. Wenn ich eine Klausur schreibe, danach Mittagessen gehe und die Abgabefrist für eine Hausarbeit verpasse, hast das auch einen Scheißdreck mit dem Ausgang der Klausur zu tun ...

  • User
  • 24.02.2009 18:04:46 UrmelAusmEis

    Und schon wieder niemand zuhause...


    Wer, das ist doch Quatsch, und zwar von vorne bin hinten.

    Ich glaube, keiner hier unterstellt den Hoffenheimern, dass sie gedopt haben, aber JEDER Experte hat bestätigt, dass wenige Minuten für die "Optimierung" einer Dopingprobe völlig ausreichen würden.
    Also kann man - wenn man es mit der Logik hat - den negativen Test nicht den Spielern zugutehalten.

    Nichts anderes hat der Threadstarter geschrieben.

    Was die Gladbacher Vorgehensweise angeht, schließe ich mich den im Artikel zitierten Schalker und Bochumer Vereinsverantwortlichen an, die von der Materie offenbar mehr verstehen.


    Als offensichtlich angehender Akademiker (wie Dein seltsam deplatziertes Beispiel andeutet) solltest Du vielleicht Artikel und Beiträge erst mal zu verstehen versuchen, ehe Du sie kommentierst.

  • User
  • 24.02.2009 18:29:27 Netzer_Magdeburg

    Hallo "Wer", wo auch immer Du gerade unterwegs bist.

    > Wenn ich eine Klausur schreibe, danach Mittagessen
    > gehe und die Abgabefrist für eine Hausarbeit verpasse,
    > hast das auch einen Scheißdreck mit dem Ausgang der
    > Klausur zu tun ...

    Wer redet denn hier von einer Klausur und einer Hausarbeit? Wir reden alle nur vom Spiel "Gladbach-TSG Hoffenheim" - also nur der Klausur, nicht von den Spielen "Gladbach-TSG Hoffenheim" und Stuttgart-Hoffenheim". Übersetzt für Dich:

    Wenn Du eine Klausur schreibst, danach mit Deinem Schriebs Mittagessen gehst und diesen dann erst nach dem Mittagessen abgeben möchtest, wirst Du von Deinem Prof. ein müdes Lächeln ernten und von Deinen Kommilitonen Protest, falls der Prof. Dir trotzdem einen schöne "2" gibt. Die anschließenden Hausarbeiten interessieren weder Deinen Prof., noch mich.

    Gruß aus Magdeburg.
    Viva Borussia!!!

    Paul Heaton

    P.S.: Uns wurde 2000 der Hallenmasters-Titel aberkannt. Wegen eines lächerlichen Joints, der ja unheimlich leistungsfördern ist. Wo war denn da die Solidarität der ganzen Bundesliga?

  • User
  • 24.02.2009 18:54:23 Der Terrier

    Man muss sich einfach vor Augen führen, um was es hier für Gladbach geht... nicht nur um 3 lächerliche Punkte, sondern um den Klassenerhalt!

    Man stelle sich vor, ihnen fehlen am Ende genau diese 3 Punkte - jeder Verantwortliche würde sich in den Arsch beißen, diese Chance ausgelassen zu haben.

    Dass Tante Käthe als Vertreter des Tabellenfünften oder der sportliche Leiter des aktuellen Bundesliga-Spitzenreiters nicht dasselbe tun würden, behaupten die beiden auch nur so lange, wie sie nicht selbst da unten drin stehen!

  • User
  • 24.02.2009 21:21:50 dennyfux

    Gladbach macht genau dass, was jeder (jeder!!!) andere Verein in der Situation auch tun würde. Definitiv. Da können die scheinheiligen Verantwortlichen aus dem gesicherten Mittelfeld (wo es nicht wie bei Abstieg um Existenzen geht) noch so moralisch und gewissenhaft daher kommen...Klar hätte es keinen sportlichen Charakter, sollen den Gladbachern die Punkte gegeben werden, allerdings ist das genau so eine Regel, wie viele andere auch, welche entsprechend geahndet werden.

    Wenn das Regelwerk die Handhabe des Einspruchs gg das sportliche Resultat wegen potentiellen Dopings zulässt (wie die vorherigen Schreiber bereits erwähnten, können selbst in dieser kurzen Zeit Blutwerte manipuliert werden), wäre es mehr als unverständlich, diese Option nicht zu nutzen. Wie der Name sagt, sie sie die "Verantwortlichen" und müssen nur im Sinne des Klubs handeln, ohne gg Regeln zu verstoßen. Die Schuld umzukehren ist doch absurd.

    Wenn das die Regel ist, muss man sich dran halten. Wird ein nichtspielberechtigter Spieler eingesetzt, kann man doch auch nicht sagen: "Wieso regen die sich auf, der hat doch garkein Tor geschossen"!

    Daher finde ich, dass dieses Vergehen geahndet werden muss, ob allerdings ein Punktabzug angemessen ist, wage ich zu bezweifeln.

  • User
  • 25.02.2009 10:16:56 dorschborn

    Doping-Affäre: Liga erklärt sich solidarisch

    Eine bislang ungekannte Welle der Solidarität rollt nach dem angeblichen Dopingvergehen der beiden Hoffenheimer Spieler Andreas Ibertsberger und Christoph Janker durch die Fußball-Bundesliga. Derweil sieht sich die sportliche Führung von Borussia Mönchengladbach zunehmend isoliert und hat sich offensichtlich gewaltig verzockt.

    http://ringelnitz.wordpress.com/2009/02/24/doping- affare-liga-erklart-sich-solidarisch/

    so ist das nämlich ...

  • User
  • 25.02.2009 10:20:34 saloth sar

    wer janker heisst, sollte lebenslaenglich fussballverbot kriegen. doping hin oder her!

  • User
  • 25.02.2009 10:26:46 DasRudi

    Is doch logisch, dass sich der Rest der Liga solidarisch erklärt. Die hoffen alle darauf vom DFB jetzt sowas wie nen Freifahrtschein zu bekommen um die lästigen Richtlinien der NADA wieder ein bisschen lockern zu können.

    Völler, Beiersdofer und Co. haben doch nur Schiß, dass einer ihrer Jungs der nächste sein könnte. Da kommt jedes Schlupfloch gelegen.

  • User
  • 25.02.2009 10:45:20 Der Terrier

    Außerdem steht nicht die "ganze Liga" hinter Hoffenheim!!!

    Friedhelm Funkel heute in der FNP:

    Funkel kontert Rangnick
    „Mit mir hat der Kollege Rangnick nicht gesprochen“, sagte der Trainer der Frankfurter Eintracht, „und bei uns werden die Dopingregeln peinlich genau befolgt.“

    Gerne auch nachzulesen hier

  • User
  • 25.02.2009 11:39:26 monssolis

    Horst Heldt hat sich auch mit Gladbach solidarisiert.

  • User
  • 25.02.2009 12:58:34 dorschborn

    Solidaritätsbekundungen gibt es hier

  • User
  • 25.02.2009 14:32:13 gelsenkirchen

    viel wichtiger ist doch: wann meldet sich sympathiebolzen und "dopingexperte" prof. dr. franke zu wort? oder wird er nichts sagen weil er aufgrund der näher heimlicher tsg-fan ist?

    es hat schon seinen grund warum ein radfahrer DIREKT nach der ziellinie von einem dopingbeauftragten herzlich empfangen wird und anschliessend zur dopingprobe begleitet. wär ja noch schöner wenn die erst nochmal 10 minuten in den teambus dürften zum entspannen... das stichwort heisst: einführung von eigenurin oder fremdurin durch den harnleiter in die blase. in meinen augen e.k.e.l.h.a.f.t.!

  • User
  • 25.02.2009 14:46:02 UrmelAusmEis

    Leute, Hirn einschalten! Ist denn außer mir niemandem aufgefallen, dass die angebliche "Solidarisierung der ganzen Liga" eine mittellustige Spaßattacke des Dorschs ist?
    Also mich haben diese vier Zeilen stutzig gemacht, weil sie nicht zu dem passen wollten, was ich sonst so gelesen habe. Damit bin ich zugegebenermaßen auch - zumindest zur Hälfte - auf den lauen Gag hereingefallen, ich hab hinter dem Link nämlich eine schlecht recherchierte Story ala Bild vermutet, und keinen Satireversuch.

    Natürlich werden sich nur ein paar Vollfriseure wie Peter Neururer mit Hoffenheim solidarisieren, während "die ganze Liga" imstande ist, die Sache differenzierter zu sehen. Hätte man auch selbst drauf kommen können...

    Na ja, wie gesagt, mäßig lustig das ganze, aber immerhin ein paar Leute genarrt. Den zweiten Link kann ich mir demzufolge wohl sparen, wird wohl die selbe Humorschiene fahren.
    Man wünscht sich Horst Hrubesch herbei, auf dass er dem Dorsch die Gräten ziehe.

  • User
  • 25.02.2009 14:51:43 UrmelAusmEis

    Stümmt, Gelse, den Franke vermisse ich auch. Vielleicht gerade auf Kur?
    Normalerweise taucht der doch so sicher in den Medien auf wie der "Fanforscher" Dr. Pilz, wenn irgendwo ein Ultra pupst.

    Wobei ich sagen muss, dass mir der Pilz mit seinem Versuch, das Fanverhalten zu verwissenschaftlichen, gewaltig auf den Keks geht, wohingegen ich den Franke und seinen Kreuzzug gegen Doping und Volksverdummung gut finde. Auf ihn würde der schöne Paule-Breitner-Satz zutreffen: "Ich habe nur immer meinen Finger in Wunden gelegt, die sonst unter den Tisch gekehrt worden wären."

  • User
  • 25.02.2009 14:53:22 UrmelAusmEis

    Hoppla. Wollte nur noch ergänzen, dass meinem dritten Satz ein "bei Dopingfragen" gut getan hätte. Also:

    Normalerweise taucht der doch bei Dopingfragen so sicher in den Medien auf wie der "Fanforscher" Dr. Pilz, wenn irgendwo ein Ultra pupst.

  • User
  • 25.02.2009 14:58:02 gelsenkirchen

    wenn man sieht was für ausmaße die geschichte um den eishockeyspieler florian busch angenommen hat ist der dfb quasi verpflichtet, da hart durchzugreifen!

  • User
  • 25.02.2009 15:06:42 DasRudi

    Klar sollte da hart durchgegriffen werden, ansonsten macht sich der Fußball mMn lächerlich bzw. ein Stück weit unglaubwürdig.

    Der Busch-Fall ist aber nicht vergleichbar mit der Geschichte hier. Die Hoffenheimer haben die Athletenvereinbarung unterschrieben und der WADA Code gilt seit Januar. Busch hatte die Vereinbarung noch nicht unterschrieben und der Eishockeyverband hatte den neuen WADA Code noch nicht in seine Statuten aufgenommen.

    Ausführlich nachzulesen hier.

  • User
  • 25.02.2009 15:13:36 gelsenkirchen

    jaja, trotzdem hat der bund alle fördermittel für den DEB gesperrt. ich weiss zwar nicht ob der DFB auf fördermittel vom bund angewiesen ist, allerdings ist das keine nette situation.

    dass die situation von busch an sich eine andere war ist klar, allerdings macht das bundesministerium des innern da wohl keine unterscheidung ob der wada-code unterschrieben oder nicht unterschrieben ist.

  • User
  • 25.02.2009 15:41:57 UrmelAusmEis

    Die Busch-Situation ist nicht nur deswegen anders, weil das Einhockey nicht an den WADA-Code gebunden war. Auch einen anderen - gravierenden - Unterschied gibt es noch:

    Busch hat sich seinerzeit bewusst geweigert, also mit voller Absicht die Dopingbestimmungen missachtete. Dadurch wird die Bewertung natürlich eine ganz andere, das deutsche Eishockey hat damit (der Spieler mit seinem Verhalten und der Verband mit dem Festhalten an Busch inkl. der Nominierung zur WM) eine Grenze überschritten. Eine Unverschämtheit und eine Provokation, die geradezu nach Konsequenzen geschrien hat.

    Spiegel online schrieb:
    "Damals lehnte der 23-Jährige gegenüber einem Kontrolleur der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada), die das Dopingregelwerk in Deutschland versucht umzusetzen, die Urinprobe ab. Eine Essensverabredung mit der Freundin schien ihm wichtiger. Wenige Stunden später ließ er den Test doch noch durchführen - allerdings vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB)."

  • User
  • 25.02.2009 16:08:16 gelsenkirchen

    ja gut, aber um ihn ein wenig in schutz zu nehmen: wenn bei mir ein kontrolleur der wada ankommen würde, und ne portion pipi haben will zeig ich dem auch den vogel. er war halt noch nicht an die wada gebunden, dadurch war der wada-fuzzi schlechtweg (noch) nicht zuständig. der rattenschwanz der da hinterher kommt steht dann auf einem anderen blatt.

    wobei mir gerade auffällt: bin ich als amateurspieler in der zweituntersten deutschen klasse auch über den deutschen handballbund an den wada-code gebunden???

  • User
  • 25.02.2009 16:17:28 DasRudi

    klar. is nix mehr mit bekifft spielen...

    Wobei, hat euer IHF Präsi sich da nicht Ärger eingefangen, weil die neuen WADA Richtlinien noch nicht in den IHF Statuten ratifiziert waren/sind? Wurde doch sogar mit Olympia Ausschluß gedroht.

  • User
  • 25.02.2009 16:25:18 gelsenkirchen

    ja, is gerade ein "schwebndes verfahren"...

  • User
  • 26.02.2009 03:55:50 BrunoB

    Wäre Christof Daum heute eigentlich Bundestrainer, wenn er sich in der USA die Haare rasiert hätte?

    Ich glaube schon, denn es ist doch üblich, dass man ab und zu zum Friseur geht ;o)

  • User
  • 26.02.2009 10:49:14 AbteilungAttacke

    1. Hier wurden bislang ja eher die Reaktionen auf Gladbachs Einspruch diskutiert - was ich (auch schon woanders zum Ausdruck gebracht) überhaupt nicht verstehe, ist dabei die Außendarstellung Gladbachs bezüglich zum Einspruch.

    "Auf die 2 Punkte kommt es uns gar nicht an".... worauf denn dann bitte ? Einfach mal so aus Spaß an der Freud Einspruch eingelegt ? Der faulen Rechtsabteilung ma' was zu tun geben ?

    Auch wenn ich mich zum x.-mal wiederhole, warum ist es in Deutschland Gang und Gebe, sich SCHULDIG zu fühlen, wenn man (möglicherweise) nur einem eigenen, gerechtfertigtem ANSPRUCH nachgeht ? Damit keine Mißverständnisse aufkommen, auch das andere Extrem, großkotzig aufzutreten, ist nicht gewünscht. Aber immer dieses Büßer-"wir tun nix und wollen nur spielen"-Gehabe, das ist, abgesehen davon, dass es bigott ist, auch taktisch mehr als unklug...

    2. Noch eine Sache, die mir nicht so recht einleuchtet: Warum empfinden Völler und Beiersdörfer den Einspruch als Unsinn bzw. "unmoralisch" ? Die Dopingrichtlinien schön und gut, aber den Einspruch ? Zunächst vermutete ich ja, dass die beiden Angst vor einem Wiederholungsspiel haben, aber dass steht ja wohl nicht zur Diskussion. Warum also Gladbachs Aktion verurteilen, eine Aktion, die beide Funktionäre an gleicher Stelle wohl ähnlich handhaben würden...

  • User
  • 26.02.2009 11:01:47 gelsenkirchen

    sehe ich ähnlich bzw. gleich.
    kann es nicht nachvollziehen muss warum man sich für einen protest rechtfertigen muss obwohl die anderen scheisse gebaut haben.

    ich glaube das, was die situation so prkär macht ist einfach die öffentliche darstellung von hoffenheim bzw. eine polarisierung wie sie sonst warscheinlich nur bayern und schalke hinbekommen. wäre der gegner der msv duisburg anstatt die tsg hoffeheim gewesen hätte es wohl nicht so große wellen geschlagen.

  • User
  • 26.02.2009 15:13:25 gelsenkirchen

    na bitte, da isser doch:

    http://www.sport1.de/de/fussball/fussball_bundesli ga/artikel_73011.html

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