Die 11Freunde-Blogschau
»Schumi kauft Podolski!«
Text: Max-Jacob Ost Bild: Imago

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VfB Stuttgart – FC Schalke 04 2:0
Hirngabel schreibt: »Je länger das Spiel dauerte, umso selbstbewusster schien der VfB zu werden, so dass die beiden Tore dann irgendwann quasi erzwungen wurden. Das erste Tor war dabei zwar von einigen Schalker Fehlern begünstigt, aber auch wirklich exzellent herausgespielt. Erst der tolle, öffnende Pass von Boulahrouz, der sonst nicht wirklich überzeugte, der den Ball lang in ein klaffendes Loch in der Schalker Hintermannschaft schlug und dabei perfekt in den Lauf von Simak gelang, der dann wiederum das Bällchen wunderschön über den unnötig herausstürmenden Neuer lupfte. Sicherlich ein Kandidat für das Tor des Monats, wenn man sieht wie perfekt der Ball sich dann in den langen Winkel senkte.«
Angedacht schreibt: »Randnotiz: Im Grunde bin ich kein großer Freund sogenannter ›Choreos‹ im Fanblock. Heute jedoch hätte ich mir zugegebenermaßen eine gewünscht: speziell in der ersten Halbzeit wäre es mir eine Freude gewesen, wenn große Teile der Cannstatter Kurve dem Vorsänger das Titelblatt der aktuellen 11Freunde entgegen gehalten hätten.«
Königsblog schreibt: »Den Ball, statt ihn ins verwaiste Tor zu dreschen, zum heraneilenden Gegner zu passen, oder einen Strafstoß in des dankbaren Torwarts Arme zu lupfen, sind Fähigkeiten eines echten Schalkers. Nachdem Jefferson Farfan in den ersten Spielen überraschend fremd auftrat, hat er sich heute auch auf dem Platz zu seinem neuen Arbeitgeber bekannt.«
Auswärtssieg schreibt: »Frikandel-Fred lässt heute mal wieder im klassischen Schalke-System, also dem 7-0-3 spielen, will bedeuten: alle drei ›Sechser‹ stehen auf dem Platz.«
11Freunde meint: Wenn man Auswärtssieg glauben mag, ist Fred Rutten der Traditionalist der Liga. Lässt tatsächlich ein System spielen, wie man es in den Anfangstagen des organisierten Fußballs genießen durfte. Leider hat er aber die Taktiktafel verkehrt herum gehalten und Verteidiger mit Stürmern verwechselt. Die Interimslösung für die »Interimslösung«, Markus Babbel, kann darüber nur lächeln. Wenn sogar Simak für Stuttgart trifft, kann den Schwaben eigentlich nichts mehr passieren.
Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg 0:0
Schwatzgelb schreibt: »Am letzten Novembertag bei ungemütlichem Wetter im Dortmunder Westfalenstadion. Dazu noch ein äußerst unansehnlicher Bundesligakick und die winterliche Schwermut ist perfekt. Sinnbildlich verkörpert durch den Abseits-Weltrekordler Alexander Frei, der in der 76. Minute provozierend langsam vom Feld schlich und für den größten Ärger bei den BVB-Fans sorgte, die ihn vor dem Spiel noch lautstark zurück in der ersten Elf begrüßten. […] Am heutigen Abend wunderte einen nichts mehr und so war man erstaunt, als scheinbar eine alternde Pop-Diva à la Tina Turner den Platz betrat und man sich schon auf einen musikalischen Auftritt freuen wollte. Doch bei näherem Hinsehen und der Tatsache, dass die Person die BVB-Trainer sehr männlich per Handschlag begrüßte, stellte sich heraus, dass es sich keineswegs um das verzweifelte Comeback einer amerikanischen Sängerin handelte, sondern Nelson Valdez lediglich einen extravaganten Kleidungsstil zu pflegen scheint. […] Es blieb beim 0:0. Nur der verantwortliche Statistiker von der Datenbank-Agentur, welcher das Abseits zählen durfte, hatte Spaß an der Arbeit. Für alle anderen war es ein richtig besch...eidener Abend.«
11Freunde: Alex Frei spielt wie zu seinen besten Zeiten in Dortmund. Leider verkennen das die Fans: Damals war ein 0:0 gegen Wolfsburg durchaus ein Spielstand, bei dem es sich lohnte auf Zeit zu spielen. Tja, so schnell können sich die Zeiten ändern. Der Schweizer hat mit der Entwicklung der Borussia offensichtlich nicht Schritt halten können. Aber im Training wird das Jürgen Klopp bestimmt noch einmal mit ihm üben, wenn er ihn beim Trainingsspiel kurz vor Spielende auswechselt. Kopf hoch, liebe Dortmunder.
VfL Bochum – Hamburger SV 1:1
Pleitegeiger schreibt: »Der HSV kann keine wenn-dann-Spiele. So GAR nicht. Gut, natürlich ist eigentlich jedes Spiel ein wenn-dann-Spiel. So im Sinne von ›WENN man das gewinnt, DANN hat man drei Punkte mehr aufm Konto‹. So einfach ist das dann aber doch nicht. Aber das heute war mal wieder klassisch. Schön zu ner Kellermannschaft fahren, mit nem Sieg Leverkusen überholen und Platz vier sichern können - und dann da mit Hängen und Würgen einseins spielen. […]Mich nervt es einfach, daß der HSV wie jedes Jahr verfrüht Weihnachtsgeschenke verteilt. Der Adventskalender fängt erst morgen an, es gab eigentlich keinen Anlass, den Bochumern hinter die Kabinentür nen Punkt zu stellen. Haben wir aber. Weil wir ja so nett sind, und es den Bochumern so schlecht geht. Und Platz 5 ja eh viel schöner ist als Platz 4. Hey, 5 ist ne Primzahl, 4 dagegen kann man ganz banal durch 2 teilen. Wer braucht denn sowas?«
11Freunde meint: Wenn der HSV tatsächlich nach einer Zahlenmystik durch die Bundesligasaison taumelt, dann blüht den Fans noch einiges: Die Primzahlen 2, 3 und 5 haben die Hamburger bereits in der Tabelle für sich eingenommen. Bevor der Rechenschieber rausgekramt wird: Noch zu erledigen wären: Platz 7, 11, 13 und 17. Da wünscht man Bloggerin Pleitegeiger fast lieber, dass sich ihre andere Theorie erfüllt: Niederlagen gibt es immer gegen Mannschaften mit »H«. Freut auch die Fans von Hannover, Hoffenheim und Hertha.







