Die Geschichte der Fußballfans

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11.09.2008

Mario Basler im Interview

»Ich lasse mich nicht duzen«

Interview: Erik Rossel  Bild: Imago

Seit einigen Tagen ist Mario Basler Cheftrainer des Regionalligisten Eintracht Trier. Wie passt der einstige Europameister in die Fußballprovinz? Wir sprachen mit ihm über seine Ziele, Otto Rehhagel, Kippen und Weißbier.

Mario Basler im Interview - »Ich lasse mich nicht duzen«


Herr Basler, wie kommt es, dass sie jetzt Cheftrainer bei Eintracht Trier sind?

Der Vorstand hat mich angerufen. Die haben sich bei mir gemeldet.

Kannten Sie schon Leute aus dem Verein?

Nein, kannte ich nicht.



Nicht mal den Co-Trainer Thomas Richter?


Doch, natürlich. Den kenne ich vom Fußball. Der hat auch mal in der Bundesliga gespielt. Dann kennt man sich natürlich.

Was reizt Sie denn an ihrem Posten in Trier?

Schauen Sie, ich bin Cheftrainer bei Eintracht Trier, und es ist eine reizvolle Aufgabe, so einen Traditionsverein wieder nach vorne zu bringen. Vielleicht wieder ins Profigeschäft, dahin wo sie schon mal waren. Das ist eine spannende Aufgabe.

Als Spieler spielten Sie in der Champions-League. Als Trainer in der Regionalliga West werden jetzt Gegner, wie Worms oder Sportfreunde Lotte auf Sie zukommen...

Das hört sich jetzt aber sehr negativ von Ihnen an...

Ich erwähne das, weil Sie eine Zeit lang zwei Ligen höher die TuS Koblenz trainiert haben. Was ist für Sie so interessant an der neuen Aufgabe?

Es ist einfach reizvoll zu versuchen, den Verein wieder in den bezahlten Fußball zu bringen.

Kennen Sie die Spieler aus der aktuellen Mannschaft schon?


Natürlich kenne ich die Spieler. Ich habe mir vorher zwar keine Spiele angeguckt – die ganze Sache ging ja sehr schnell und überraschend. Mit mir und der Eintracht, das war ja innerhalb von drei Tagen klar. Aber man verfolgt ja die Regionalliga genauso wie die dritte, zweite oder erste Liga.

Sie kennen die Spieler aber bestimmt nicht so gut wie die Spieler Sie. Haben die nicht weiche Knie, wenn Sie mit Ihnen reden?

Nein, weiche Knie braucht keiner zu haben. Wir sind Fußballer und haben alle ein Ziel. Von daher gibt es keinen Grund dazu.

Wie wollen Sie es schaffen, das Ruder rumzureißen? Trier steht auf dem vorletzten Platz.

Das ist relativ einfach. Die Mannschaft muss alles geben, um aus dieser Misere, vom vorletzten Tabellenplatz weg zu kommen. Dann kommt hier allgemein wieder eine gute Stimmung auf. Bei der Eintracht weiß man ja, dass sie tolle Fans hat, dass sie ein Traditionsverein ist. Wenn die Leute sehen, dass für den Verein alles gegeben wird, dann strömen sie auch wieder ins Stadion. Das habe ich der Mannschaft auch schon versucht zu erklären.


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