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Thomas Hitzlsperger im Interview

„Heldt heißt immer noch Horst“

Interview: Tim Jürgens  Bild: Imago

„Heldt heißt immer noch Horst“

Müssen Sie sich manchmal kneifen, Thomas Hitzlsperger?

Auf jeden Fall. Es ging alles so schnell: Erst werden wir ziemlich überraschend Meister, und eine Woche später verlieren wir im Pokal-Finale. Eine super Saison, aber ohne das letzte Happy-End.

Noch sauer auf Cacau, dass er Ihnen mit seiner Tätlichkeit im Pokalendspiel das Double vermiest hat?

So was kann jedem passieren. Er hat viele wichtige Tore für uns gemacht und auch in Berlin das 1:0 erzielt – die Schuld für eine Niederlage trägt nie einer allein.



Die letzte Saison war für Sie ein Wechselbad der Gefühle. Am Anfang hatten Sie Mühe, Stammspieler zu werden, am Ende waren Sie der Matchwinner mit Ihrem Traumtor gegen Cottbus. Was aber war der traurigste Moment der Saison?

Als der Trainer mir am 2. Spieltag vor dem Match gegen Bielefeld mitteilte, dass ich nicht im Kader sei. Ich wusste nicht, wie das weitergehen soll. Nach der WM dachte ich, jetzt starte ich in der Liga richtig durch.

Wie befreiten Sie sich aus diesem Loch?

Ich kannte solche Situationen schon aus England, wo ich ein Jahr brauchte, um mich zurecht zu finden. Aber vor allem durch viele Gespräche in meinem Umfeld habe ich wieder die Kraft gefunden, an meine Stärke zu glauben.

Die Meisterschaft war für Sie also ganz persönlich ein Grund zum Feiern. Wann waren Sie im Bett?

Das muss so morgens um vier Uhr gewesen sein.

Stramm vom Weißbier, wie es sich für einen waschechten Bayern gehört?

Nein, ich mag seltsamerweise kein Weißbier.

Thomas Hitzlsperger aus Forstinning – ein Pilstrinker?


Auch nicht, es gibt jetzt eine ganze Reihe von neuen Bier-Mixgetränken. Die reichen mir, um richtig abzufeiern.



Aus Heft #69 Sonderheft 2007/08


weiterlesen [1] [2]



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