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Die Wiedergeburt des KSC

...und Frau Schmider lag daneben

Text: Boris Herrmann  Bild: Imago

...und Frau Schmider lag daneben

Schütterle beginnt verhalten. So steht es auf Seite 18 der »Badischen Neuesten Nachrichten« vom 4. November 1993. Wenn nicht alles täuscht, ist das die am häufigsten ausgerissene Zeitungsseite im Raum Karlsruhe. In der Innenstadt-Kneipe »Titanic«, wo die Fans nach Heimspielen die Siege ihres KSC begießen, hängt sie natürlich auch an der Wand. Dort steht jetzt Rainer Schütterle und liest, was damals über ihn geschrieben wurde. Er muss lachen und krümmt sich ein wenig. Dabei hat die Zeitung ja recht gehabt. »Die hatten am Anfang echt gute Chancen. Der Kahn hat ein paar Mal richtig gut gehalten. Wir hätten auch locker 3:0 hinten liegen können.« Am Ende lagen die Karlsruher aber 7:0 vorne. Mittelfeldspieler Schütterle, der verhalten begonnen hatte, wurde in der 37. Minute vom Rausch ergriffen und lupfte den Ball über José Manuel Sempere im Tor des FC Valencia zum 3:0. Der KSC wurde übermütig. »Ab da hat man geglaubt, man kann bei den Großen mit schwimmen«, sagt Schütterle.

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Dieser Glaube hat alsbald einen Namen bekommen: KSC 2000. Präsident Roland Schmider, seit 1974 Alleinherrscher in Karlsruhe, hatte vor, den Klub in ganz neue Sphären zu führen. Ein monumentales neues Stadion war in Planung, besser gesagt: ein Bürokomplex mit angeschlossener Rasenfläche. Über Nacht ließ er das traditionell schlichte blau-weiße Vereinswappen mit einer gelb-roten Pyramide unterlegen. Alles musste bunter, greller, verkaufsfördernder werden. Dem neuen Selbstverständnis entsprechend, wurde in Thomas Häßler der erste Weltmeister verpflichtet. Trainer Winfried Schäfer kündigte passend dazu den Gewinn der Deutsche Meisterschaft an. Im Jahr 2000 sollte es soweit sein. Am 26. Mai 2000 stieg der Karlsruher SC in die Regionalliga ab.

»Ich habe die ganze Achterbahnfahrt einmal mitgemacht«

Natürlich ist das Spiel gegen Valencia der Fixpunkt im kollektiven Gedächtnis der Karlsruher. Es wird aber keineswegs nur positiv reflektiert und das macht den Abend vom November 1993 bis heute so interessant. Wer die Vereinsseele dieses Klubs finden will, muss hier anfangen zu suchen. Kaum irgendwo im deutschen Profifußball liegen Erfolg und Niedergang, Aufstieg und Abgrund, Euphorie und Depression so nahe beieinander wie beim Karlsruher SC. Und kaum einer hat das so intensiv miterlebt wie Rainer Schütterle. Er hat den KSC 1987 in seinem ersten Profijahr in die 1. Liga geschossen und ist mit ihm 2000, in seinem letzten Profijahr, in die 3. Liga abgestiegen. Er hat 1993 im UEFA-Pokal gegen die europäischen Spitzenteams Valencia, Eindhoven und Bordeaux gewonnen, um dann im Halbfinale gegen das österreichische Team Casino Salzburg auszuscheiden. Inzwischen ist Schütterle Vizepräsident des KSC, und wenn nicht vorher noch die Welt untergeht, kehrt er zur kommenden Saison mit diesem Klub in die Bundesliga zurück. Er sagt: »Ich habe die ganze Achterbahnfahrt einmal mitgemacht. Deshalb bin ich auch jetzt nicht so euphorisch wie andere.«

Man muss in diesen Tagen in Karlsruhe nicht lange suchen nach den anderen, den Euphorischen. Die Stadt hat sich blau-weiß eingekleidet. Zu Heimspielen gegen Essen oder Braunschweig kommen weit über 20.000 Zuschauer. Im VIP-Raum, sagt Schütterle, seien Leute, die man hier seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Erfolg macht verführerisch. Und erfolgreich sind sie wieder. Das junge Team des KSC dominiert die 2. Liga in dieser Saison nach Belieben. Es spielt begeisternden Offensivfußball und steht seit Saisonbeginn an der Tabellenspitze. Seine Torjäger Giovanni Federico und Edmond Kapllani haben gemeinsam mehr Treffer erzielt als Paderborn, Unterhaching oder Braunschweig. An manchen Tagen hat es den Anschein, als würde diese Mannschaft die Geschichte ihres Klubs nachspielen. Vom Rausch zum Wahnsinn sind es manchmal nur ein paar Spielminuten, am Ende steht es dann 4:4. Gerade deshalb bleibt einer wie Schütterle vorsichtig. »In der Euphorie wurden in diesem Klub schon sehr viele falsche Entscheidungen getroffen«, sagt er. »Und das ist auch das, was bei uns jetzt gefährlich wird. Da bin ich mir jetzt schon sicher. Weil wir eben auch alle Menschen sind.«

Die Glückseligkeit der 90er Jahre hat die meisten falschen Entscheidungen überblendet. Der KSC hat ja nicht nur gegen Valencia gewonnen. Er hat sechs Spielzeiten hintereinander unter den ersten Acht der Bundesliga beendet, stand dreimal im UEFA-Cup. Auch der AS Rom und Girondins Bordeaux mit Zinedine Zidane haben im Wildpark 3:0 verloren. Karlsruhe erlebte, vordergründig betrachtet, die erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte.

»Der KSC hat sich sehr verändert«


Einer, der die Geschichte dieses Klubs auswendig kennt, ist Willi Reimold. Er sitzt in seinem Wohnzimmer in Reichenbach und kramt in einem Stapel Schwarzweiß-Fotos. Es sind schöne Fotos. Man sieht, wie Reimold dem abgekämpften Verteidiger Rolf Dohmen nach einem Spiel eine Picknickdecke über die Schulter legt. Man sieht auch, wie Mittelfeldspieler Edmund Becker in Unterhosen auf seinem Bett sitzt und mit den Kollegen Karten spielt. Dohmen ist heute Manager beim KSC, Becker Trainer. Sie leben wie Schütterle mit diesem Verein in einer Schicksalsgemeinschaft. »Der KSC hat sich sehr verändert. Er hat jetzt einen guten Präsidenten. Auch das Management und der Trainer sind in Ordnung. Das war nicht immer so«, sagt Reimold.

Ab 1974 war er Mannschaftsbetreuer, später Leiter der Lizenzspielerabteilung. Er hat im Kontext seiner Zeit jenen Job gemacht, der heute Manager heißt. Unter der Woche hat Reimold die Busfahrt und das Hotel zu den Auswärtsspielen organisiert. Vor Heimspielen ist er zur Bank gefahren und hat Wechselgeld für die Kassenhäuschen geholt. »Wenn der VfB oder Bayern München kam, hatte ich manchmal 86.000 Mark im Kofferraum«, sagt Reimold. Manchmal. Und manchmal hat er auch gar kein Geld mehr bekommen. Der KSC war noch nie ein reicher Klub. »Ich bin überzeugt davon, dass der Schmider manche Nacht nicht geschlafen hat, wo es dem Verein saudreckig ging«, sagt Reimold. In den Nächten vor dem Bundesligaaufstieg 1980, zum Beispiel. »Damals ging es wie so oft um die Existenz des KSC.« Neben dem 7:0 gegen Valencia gehören die beiden Aufstiegsspiele gegen Rot-Weiss Essen zu den wichtigsten Erinnerungen des Vereins. Der KSC hatte das Hinspiel im Wildpark 5:1 gewonnen und hätte diesen komfortablen Vorsprung beim Rückspiel in Essen beinahe verspielt. Unter Mitwirkung von Dohmen und Becker verloren sie mit Glück 1:3, laut Augenzeugenberichten hätte es eigentlich 2:12 ausgehen müssen. Reimold sagt: »Da lag meine Frau nachher ohnmächtig im Gras vor lauter Aufregung. Und die Frau Schmider lag daneben.«



Aus Heft #66 05 / 2007


weiterlesen [1] [2]



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News, Interviews, Blogs, Statistiken und Service zu: Karlsruher SC



Kommentare

  • User
  • 04.05.2007 20:18:37 BRBJörg

    Was soll ich sagen? Du bist kein Schönwetterfan, sagst Du. Für mich bist Du genau das. Sicherlich, die 2. Liga ist erst einmal ungewohnt. Aber was ist daran so schlimm? Von knapp 28.000 Vereinen Deutschlands seid Ihr halt nicht mehr unter den ersten 18, sondern nur noch unter den ersten 36. Eure Spiele werden weiterhin von immer mindestens 30.000 Leuten besucht, und Ihr kommt weiterhin im Fernsehen (live sogar noch öfter als bisher), werdet weiterhin Millionen aus Sponsoren- und Fernsehgeldern haben, weiterhin seid Ihr bundesweit in den Medien und weiterhin werdet Ihr etliche bekannte Spieler in den Reihen haben. Für Euch ändert sich doch nichts. Klar, die Herren müssen jetzt auch mal nach Hoffenheim fahren oder nach Aue, aber na und? Bis auf die Ligenzugehörigkeit bleibt doch wirklich alles beim alten.

    Ich will kurz von mir erzählen: Fan eines DDR-Erstligisten. Seit 1984 dabei, ich war damals 7 Jahre alt, wie Du damals. Das Stadion immer mit ner fünfstelligen Kulisse gefüllt, UEFA-Cup ham wa auch gesehen, nach der Wende immerhin noch 2. Bundesliga und Regionalliga. Und dann? 9 Jahre Verbandsliga in Folge, an deren Ende sogar der Absturz in die 6. Liga stand. Wo früher 12.000 Zuschauer waren, sind wir heute über 250 froh. Wo früher bei jedem Spiel das Fernsehen da war, sind wir heute froh, wenn alle paar Monate mal ein paar verwackelte Bilder im Lokalfernsehen laufen. Und wo früher Profis spielten, stehen heute Spieler auf dem Platz, die zu mehr als 80% aus dem eigenen Nachwuchs kommen und nicht mal Benzingeld kriegen.

    Ich will nicht als besserer Fan da stehen, nur weil ich mir das nach langen Jahren noch immer antue. Ich will auch kein Mitleid. Sondern ich will Dir zeigen, dass der Fußball mehr ist als die Glämmerwelt des Profibereichs. Und auch dieser Fußball kann Spaß machen, denn er ist unverfälscht und echt. Doch darum soll es gar nicht gehen. Begreife einfach, dass Du ein Luxusproblem hast. Gehe weiter hin, denn Ihr gehört weiter zu den Besten. Lass Deine Kumpels nicht im Stich, die Du seit Jahren jede Woche siehst. Engagier Dich in Deinem Fanclub, und schaffe Dir Umstände, dass Dir auch die 2. Liga Spaß macht. Es kommt immer nur auf den Blickwinkel an. Und den, den Du hast, werden viele Fans in ihrem ganzen Leben nie auch nur ansatzweise bekommen...

  • User
  • 04.05.2007 21:45:49 Stinkbaer

    Okay, als Abstiegsspezialist kann ich hier zu Protokoll geben, dass auch ich schon vorhatte dem blöden Club nicht mehr anzuhängen. Habe es aber nie geschafft und mich dann doch immer wieder auf die nächste Saison gefreut. Selbst nach dem Abstieg in die Regionalliga. Und die RL-Saison war nicht einmal die schlechteste. Nicht, dass ich das nochmal bräuchte, aber jetzt wo es bestens läuft, denke ich schon immer wieder daran und dann finde ich diese Saison noch grandioser.

  • User
  • 04.05.2007 22:09:38 Achter

    Das schafft der nie. Jeder hat doch schonmal in ganz dunklen Stunden gesagt, dass er da nie mehr hingeht. Und was ist? Die Stadien sind voll mit solchen Leuten.

  • User
  • 04.05.2007 22:21:00 Gandalf

    Ick hab mal diesen Artikel gelesen, und ick sach: Alle Actung! Endlich mal nich mehr dit geschwuelste.
    Ick hoffe, der schafft dit.

  • User
  • 04.05.2007 22:49:13 Achter

    Der Artikel ist nicht schlecht. Beschreibt auch ziemlich gut die Gedankengänge eines frustrierten Fans. Aber ich frage mich was der Gute am ersten Montagabend macht an dem BMG spielt. Denn Montagabende sind langweilig. Dann wird er rückfällig.

  • User
  • 04.05.2007 23:04:24 Gandalf

    Hatter doch jesacht!
    Er spielt FUSSBALL, von acht bis zehn.
    Und: Montag abende sind zwa langweilig, aber...
    der Rest is (Familien)Politik

  • User
  • 04.05.2007 23:07:39 betze_diaspora

    eigentlich hab ich mich beim lesen des artikels meistens nur gefragt, was der eigentlich hat.

  • User
  • 04.05.2007 23:11:44 penalty

    stellt euch erstmal n' bayernfan vor, wenn die nächstes jahr um die ui-cup-ränge spielen...

  • User
  • 05.05.2007 10:03:39 gygax

    @BRB Jörg: schönes Ding, hoffentlich liest's der Artikelverfasser auch.

    Dunkle Stunden hin oder her, als Fan hat man keine Wahl, man MUSS einfach, ein innerer Zwang, den man schwer ignorieren kann. Vielleicht das einzig gültige Kriterium eines Fussballfans.

  • User
  • 05.05.2007 11:48:15 Banane

    Meine Guete was manche hier fuer eine Doppelmoral fahren, da wirds einem ja schlecht.
    Bei der kleinsten Gelegenheit den Job wechseln, die Frau betruegen, die Kassiererin ums Kleingeld betruegen, in die Kneipe wechseln weil neuerdings die "falsche" Musik gespielt wird, aber wenn es um Fußball geht, wird schoen die Moralkeule rausgeholt und wahres Fantum abgesprochen.
    Ich finde der Autor hat verdammt nochmal schluessig dargelegt warum er nicht mehr kann und will.
    Warum wird ihm dieses Recht abgesprochen, die Konsequenz daraus zu ziehen?
    Meine Antwort ist, weil jeder der hier dagegen bruellt Angst hat, sich mit dem Leben danach zu befassen.

    Ich wuensche Stefan Hermanns viel Glueck in seinem neuen Leben ohne die Borussia!

  • User
  • 05.05.2007 13:31:35 Stinkbaer

    Wo ist den hier die Moralkeule? Und wer sagt, dass ich mit dem Wechselgeld bescheiße? Und wer wirft dem Mann eigentlich irgendetwas schlimmes vor? GYX hat schon Recht, wenn er von innerem Zwang schreibt, denn es ist ja nicht so, dass man sich dann noch für seinen Verein interessieren will...

  • User
  • 05.05.2007 13:42:14 gygax

    Leben danach?
    Ohne Exil in einem internetfreien Land voller Menschen anderer Kultur wird es schwer zu schaffen sein, einfach aufzuhören Fan eines Vereins zu sein. All die Bekannten, die einen als "den Borussen" kennen, die Medien, die hin und wieder doch berichten, beim Blättern im kicker doch mal schnell schauen wie sie gespielt haben und wo in der Tabelle sie stehn. Wenn er's schafft Gladbach komplett aus seinem Bewusstsein zu bannen, dann hat er eine Chance. Auch ich wünsche ihm viel Glück, dass er es schafft, denn ein Borusse weniger hat der Welt noch nie geschadet.

  • User
  • 05.05.2007 13:47:39 Achter

    Liebe Banane, finde auch das hier keine Moralkeule geschwungen wird. Es ist lediglich der Glaube daran das Stefan Hermanns es schaffen wird sich von Borussia zu lösen. Weil eben schon wirklich die meisten an dem Punkt waren an dem sie sagten: "Da geh ich nicht mehr hin"(mich eingeschlossen) Trotzdem ist man nächste Woche wieder da. Ich nehme an weil die meisten keine Wahl haben, so wie ich.

  • User
  • 05.05.2007 21:31:38 UrmelAusmEis

    Mein lieber Herr Hermanns,

    ein Jeff Strasser ist doch kein Grund, seinem Verein den Rücken zu kehren. Klar ist der ein ziemlich limitierter Fußballer gewesen, aber einer mit großem Herzen. Anders gesagt: Ja, er war ein Stümper, aber er war EUER Stümper. So einer treibt mich eher ins Stadion als aus diesem hinaus. Hättest Du bei Deiner Borussia lieber die Amorosos und Ailtons der Fußballwelt gesehen?

    Scheiße spielen macht einen Verein doch nicht verachtenswert, im Gegenteil: Scheiße spielen sollte solidarisieren. Gerade wenn es die erste Elf nicht richten kann, braucht der Verein seinen 12. Mann. Meinst Du, die mythische Verbindung zwischen Verein und Fans, die einst in Dortmund und Kaiserslautern zu bewundern war, entstand während eines locker heimgespielten 4:0 gegen Tasmania Berlin?


    Ich sehe eigentlich nur einen Grund, sich als Fan vom Verein abzuwenden: Wenn die Vereinsführung Deine Ideale mit Füßen tritt. Absichtlich, besserwisserisch, ignorant. Ich verstehe sich abwendende Salzburger, Wimbledoner, Münchner Löwen. Wenn die Vereinsführung Tabus bricht - den Namen und die Farben verschachert; die Stadt wechselt; beim Lokalrivalen zur Untermiete einzieht - dann ist es Zeit für den Absprung, und dann alles Gute. Aber das unfreiwillige Dilletantenballet, das experimentelle Lauftheater, das Dir Deine Borussen in dieser Saison geboten haben: das war doch keine Absicht. Das muss man ihnen doch verzeihen. Das ist doch ein Grund, sie im nächsten Jahr besonders ermutigend nach vorne zu brüllen.

    Überlegs Dir nochmal. Sonnst ärgerst Du Dich beim UEFA-Cup-Achtelfinale 2014 darüber schwarz, dass Du mangels Unterstütztung in der bittersten Stunde keinen Beitrag zu dieser sensationellen Auferstehung geleistet hast. Und dass Du nicht dabei warst, als der Grundstein gelegt wurde.

  • User
  • 05.05.2007 21:47:52 unionchemiker

    dit hätte von mir sein können....

  • User
  • 05.05.2007 21:54:45 revalino

    Ich glaube, es geht weniger um erste oder zweite Liga. Es geht um den Verlust dessen, was den Traum ausgemacht hat. Selbst wenn der Abstieg noch irgendwie verhindert worden wäre, spielerische Leichtigkeit, von Fohlen vermittelte Unbekümmertheit, Gegenpositionen zu den ergebnisorientierten Erfolgsmaschinen Bayern, Real oder Juventus - alles das - perdu! Zu viel verlangt...klar, aber seit dieser eitle Präsident Köppel seine Ehrenkarte verweigerte, weil er seine ausgehandelte Prämie auch tatsächlich haben wollte, war dieser Verein nicht mehr mein Verein. Früher war unsere Bilanz positiv, weil wir großzügig waren (geben war seliger, denn nehmen), jetzt regiert der Geiz!
    Ich will bedingungslosen Offensivfußball, der unter diesem Präsidenten schwerlich möglich sein wird, dann werde ich zurückkommen zu meinem Verein. Jetzt werde ich meine Mitgliedschaft aufgeben.
    Vollspann ist gesund!

  • User
  • 05.05.2007 22:35:43 betze_diaspora

    ihr hab noch nicht genug gelitten, würd ich mal sagen. okay, die liste des nicht-mehr-erreichens ist lang, keine frage. na und? bei uns ist helmut kohl ehrenmitglied. und kündige ich meinem verein die freundschaft? nee, da muss schon noch ein bisschen mehr kommen.

  • User
  • 05.05.2007 22:55:46 bm

    ich das große Interesse am "Fansein" gerade in einer Saison verliere, die für "meinen" Verein (KSC) eine der besten der näheren Vergangenheit ist. So stellt sich für mich erst gar nicht die Frage, ob ich tief im Inneren vielleicht doch immer nur ein Schönwetterfan gewesen bin. Vielleicht ja ein Schlechtwetterfan? Habe aber noch nie gehört, dass man sich dafür schämen müsste. Und falls ich wirklich ein Schlechtwetterfan bin, gehe ich in Zukunft eben nach Mannheim.

  • User
  • 05.05.2007 23:58:41 UrmelAusmEis

    @ BDI: Zum Beispiel, dass sich die Fanhure Schröder kurz vor irgendeiner Popelwahl mit FCK-Schal vor die Kameras quetscht?

    @ revalino:
    Wenn Du Herr Hermann sein solltest, dann hättest Du in Deinem Aufsatz ("Mein schlimmstes Fußballerlebnis") vielleicht ein wenig mehr Vereinspolitik und deutlich weniger Ergebnisorientiertheit einfließen lassen sollen. Falls nicht, dann kann ich Deinen Ausstieg zumindest besser verstehen als den Hermannschen.

    Rumpelfußballer und Abstiege dürfen schlichtweg kein Argument für Liebesentzug sein, meine Meinung. Sollte ich hier eine Minderheit sein, dann dürfte die Verredbullung und Hoffenheimisierung des Fußballs wohl nicht mehr aufzuhalten sein.

  • User
  • 06.05.2007 00:05:45 betze_diaspora

    @ murmel: selbst das nicht. dem schröder würd ich kein noch so geheucheltes fantum abkaufen, und wenns für den örtlichen halma-club wäre.

  • User
  • 06.05.2007 15:11:29 yoosungkim

    Der zweite Abstieg zu viel, oh je. Da haben wir schon schlimmeres durchgemacht.

  • User
  • 06.05.2007 19:51:25 Ferahs

    Lieber Stefan Hermanns!
    Du hast Recht - ich halte es auch nicht mehr aus. Mit jedem Spieler, mit jedem Trainer, mit jeder verkauften Stadion-Wurst war von König(s) bis zum jüngsten Fan immer wieder die Hoffnung da, daß jetzt endlich wieder Spiele gewonnen werden. Immer wieder das Beschwören des "Mythos" und die dumpfe Illusion, man spiele nach wie vor bei einem großen Verein,mit neuem Stadion, tollem Umfeld, etc.
    Ich kann auch nicht mehr und erst heute dachte ich: "Ich such mir einen Lieblingsverein für die erste Liga und freu mich mit der Borussia, wenn sie was zum freuen hat."
    Dann kam Dein Artikel und nach dem ersten Gedanken, der ungefähr lautete: "Javerdammtmanduhastjasorechtichhabauchdieschnauz evollundlassdichküssenfürdeinenartikelmann", dachte ich: es geht nicht. Ich werde Woche für Woche in Liga zwei gucken, bei kicker online zuerst auf diese Ergebnisse gucken und vermutlich .... leiden, leiden, leiden. Warum? Vielleicht weil da doch noch diese verdammte Hoffnung ist.
    Ferundschaft,
    ferahs

  • User
  • 06.05.2007 23:57:24 Jörg Stiel

    BRB Jörg und Urmel:Daumen hoch!Und an den Gedanken mit dem UEFA-Cup-Achtelfinale 2014 kann ich mich gewöhnen!:-) Im übrigen:ich glaube auch nicht das es der Herr Herrmanns schaffen wird abzuschwören,und das er nicht alle Montagsspiele sehen kann ist wohl auch nicht so schlimm...

  • User
  • 07.05.2007 00:08:30 GregN

    Schade, dass da jemand seine 30 Jahre währende Leidenschaft und vielleicht sogar Liebe aufgibt.
    Sicherlich bin ich nicht von der Entwicklung Borussias seit dem Wiederaufstieg 2001 begeistert. UEFA-Cup hiess das Ziel; sogar noch vor dieser Saison.
    Meiner Meinung nach hätte man erstmal die Maxime ausgeben sollen, die Hans Meyer kürzlich für den Club ausgab.Er sagte, dass es eine schöne Sache sei für Nürnberg, endlich wieder international zuu spielen, vorausgesetzt es bleibt beim jetzigen Tabellenplatz. Wichtigstes Ziel sei es allerdings, sich, wie in dieser Saison, auch die nächsten vier, fünf Jahre vom Abstiegskampf fern zuhalten.
    Das hat Borussia nicht geschafft und durch ihre Leistung den Abstieg auch verdient!
    Auch wenn ich enttäuscht bin, nächstes Jahr Aue und Koblenz als Gegner begrüßen zu müssen, sehe ich den Abstieg doch als Chance für den Verein, wieder bei Null anzufangen und die Fehler, die man jetzt gemacht hat, in Zukunft zu vermeiden, so dass man möglichst schnell wieder erstklassig spielt.
    Meine Leidenschaft für Borussia wird mir die
    2. Bundesliga jedoch nicht nehmen!

  • User
  • 07.05.2007 15:21:28 oberhofer

    @urmel am 05.05, 21:31h

    Grandios! Genauso seh ich das auch.

  • User
  • 07.05.2007 15:31:43 radioactiveman

    ...und Jeff Strasser hab ich tausend mal lieber in meinem kicker-kader als diese pfeife klitzpera aufstellen zu müssen!

  • User
  • 07.05.2007 18:23:20 betze_west

    erstens isses anderst,zweitens als man denkt, aue ist ein tolles stadion...(sreche da aus erfahrung)fahre lieber nächstes jahr nach gladbach,als nochmal zu hause braunschweig(grins 1:1) in diesem sinne,wird schon irgendwie...2008 erste liga!!!

  • User
  • 08.05.2007 12:20:53 bassermann

    Ich verstehe Dich. Wäre Mayer-Vorfelder heute noch VfB Präsident hätte ich auch extreme Schwierigkeiten.

    Wenn der Verein, den man liebt(e), so nicht mehr existiert, bzw. er sich in einen Verein verwandelt hat, mit dem man sich nicht mehr identifizieren kann, dann muss man sich neu orientieren.

    Die Fans von ManU haben es mit dem FC United of Manchester auch richtig gemacht.

    Ein mündiger Fan kann seinem Verein auch den Rücken kehren, wenn der Verein keine Identifikation mehr bietet. Oder würdet Ihr alles hinnehmen?

    Wäre ich Schalke-Fan hätte ich den Verein nach dem Pakt mit Gazprom sicher verlassen. Ich könnte nicht mitmachen wie der Verein seinen Erfolg mit Blutgeld baut.

  • User
  • 08.05.2007 12:38:11 Stinkbaer

    Dieses Moralinsaure Geschwätz nervt auf Dauer unheimlich. Überall die billigste Scheiße kaufen, die von Kinderhänden gebastelt wurde, mit dem Flieger Fernreisen in die ärmsten Gegenden unternehmen, um dort in einem blöden Hotel rumzuhängen, von an Rüstungsunternehmen beteiligten Konzernen irgendwelche Produkte kaufen, die Wohnung mit möglichs billigem (Russengas?) heizen und dann Schalke blöd finden, weil sie jetzt Gazprom auf dem Trikot stehen haben.
    Ich unterstelle dir jetzt nicht, dass du das alles tust, bassermann, aber dieses Gewäsch geht mir langsam unheimlich auf die Nerven.

  • User
  • 08.05.2007 12:39:24 monssolis

    Gibt schließlich auch so schon genug Gründe, Schalke zum Kotzen zu finden.

  • User
  • 08.05.2007 12:41:03 Stinkbaer

    Zumal es hier ja eigentlich um Mönchengladbach geht.

  • User
  • 08.05.2007 13:05:56 penalty

    welche denn, monsse? mir fällt abgesehen von oben angesprochenem, allerdings billig-polemischen grund auf die schnelle eigentlich nix ein. die einkaufspolitik vor einiger zeit war vlt. etwas kritikwürdig und deren finanzielle "verbindlichkeiten"(wie gyx das ausdrückt) sind sicher nicht ohne, aber zum kotzen? der verein verbreitet in meinen augen keine arroganz. hab bisher immer nette schalker kennengelernt... assi-pack an diversen plätzen findet man auch und gerade bei hertha... ausserdem habe ich die turnehalle da in bester wm-erinnerung.

  • User
  • 08.05.2007 13:09:53 Stinkbaer

    Es ist hip Schalke scheiße zu finden, scheint mir.

  • User
  • 08.05.2007 13:15:29 penalty

    eben und genau deshalb erkläre ich mit gygax solidarisch und pro schalke. sollen die schale holen.

  • User
  • 08.05.2007 13:34:32 oberhofer

    Ich finde Schalke seit dem Bordon-Transfer zum Kotzen. Der Magath-Abwerbeversuch, der Kuranyi-Transfer, die Verbindlichkeiten sowie der Gazprom-Deal bestätigen diese meine subjektive, unreflektierte und klemmbare Meinung nur.
    Von "hip" keine Spur.

  • User
  • 08.05.2007 13:49:46 monssolis

    Ich bin nie hip. Nenn mich dann in diesem Falle Trendsetter, wenn du magst, aber Abneigung bleibt Abneigung. Ob die 1. sind oder 17.

  • User
  • 08.05.2007 13:55:11 penalty

    du bist als vfb-ler vorbelastet obi, du zählst nich unter die "independent fans".

    @monsse
    wo sind denn nun die gründe?

  • User
  • 09.05.2007 11:22:32 BRBJörg

    Leute, auch wenn sich Euer Verein in etwas vollkommen anderes entwickelt als das, wofür er einmal stand: Es heißt "In guten und in schlechten Zeiten". Für viele, die 11 Freunde lesen, sind eben offenbar gute Zeiten doch nicht so rosig, weil sie eben vieles mit sich bringen, was nicht den Vorstellungen entspricht, die unsereins von Fußball hat.

    Man hat genau zwei Möglichkeiten: Entweder man arrangiert sich mit den Gegebenheiten. Oder man tut etwas dagegen. Auch wenn ich als Fan eines Landesligisten leicht reden habe - es ist überall möglich. Mann muss nur irgendwann mal anfangen. Auch der HSV Supporters Club hat irgendwann mal bei Null begonnen. Und jetzt? Jetzt haben sie genügend Einfluss in ihrem Verein und z.B. verhindert, dass die Profiabteilung in eine AG umgewandelt wird. Und sie schaffen es, dass sich der Verein zwischen Kommerzspektakel und verkauftem Stadionnamen noch ein Stück eigene Identität bewahrt hat. Wie gesagt, es ist möglich. Warum es dann nicht überall so gemacht wird? Weil niemand den ersten Schritt macht bzw. nicht konsequent ist, den Weg bis zum Ende auch gegen Widerstände zu gehen.

    Strafft Euch. Aber lasst Euren Club nicht im Stich.

  • User
  • 09.05.2007 11:39:29 unionchemiker

    also wenn der kevin schalke zur meisterschaft und stuttgart zum heulenden 2.oder3. wird, dann werd ick mitglied. denn besser kann transferpolitik gar nich aussehen.trotz oder wegen des russengases...ein feiner verein....

  • User
  • 09.05.2007 16:39:13 oberhofer

    In Stuttgart wird keiner über den 2. oder 3. Platz heulen. Ganz bestimmt nicht. Dazu war diese Saison zu geil. Und zwar wegen der exzellenten Transferpolitik, ganz ohne Russengas und Verbindlichkeiten.

  • User
  • 09.05.2007 20:39:48 unionchemiker

    du wirst schon von deinem sesselchen aus sehen, wie die tränchen kullern...hehehe

    sind dann natürlich freudentränen....

  • User
  • 10.05.2007 11:41:01 oberhofer

    Wer zuletzt heult, heult am Schönsten (Schalke 2001) ...

  • User
  • 11.05.2007 12:24:19 monssolis

    @ PTY: Gründe? Aus welchen Gründen springt man nicht in kochendes Wasser oder futtert Hundeköddel? Man muß nicht in der Pfanne gelegen haben, um zu wissen, wie sich ein Schnitzel fühlt. Nenn es Intuition, wenn du willst. Oder gesunden Menschenverstand.

  • User
  • 11.05.2007 12:28:20 penalty

    blödsinnige vergleiche...
    also doch keine gründe, sondern nur subjektive abneigung. sag das doch gleich.

  • User
  • 11.05.2007 12:38:47 monssolis

    Subjektive Abneigung ist ein Grund. Die redet man sich ja schließlich nicht ein, das baut sich über Jahre auf.

  • User
  • 11.05.2007 12:51:01 UrmelAusmEis

    Dann nenn ich halt Gründe. AUch wenns eigentlich der falsche Fred dafür ist.

    Ich wünsche Schalke nicht den Meistertitel, weil in der aktuellen Mannschaft immer noch zuviel der Assauerschen Vereinspolitik steckt. Jeder Erfolg hat Signalwirkung und findet Nachahmer, und mir persönlich wäre die Liga zukünftig sympathischer, wenn das Bremer oder meinetwegen das Stuttgarter Modell Nachahmer fände.

    Am Rande der Zahlungsunfähigkeit durch Kampfpreise der Konkurrenz die Leistungsträger wegzugeiern, ist schlichtweg nicht mein Fußballideal.

    Und - ja - für Slomka persönlich würde es mich sehr freuen. Der Mann ist mir sympathisch und hat mich mit seinen Leistungen mehr als überrascht. Gerne soll er Meister werden, gerne auch mit Schalke. Aber erst mit der nächsten, um den Faktor Assauer bereinigten Spielergeneration.

  • User
  • 11.05.2007 12:57:23 penalty

    @urmel
    romantiker;).

    @monsse
    dann wäre das aber der einzige, in deinem fall zumindest. denn was vereinspolitik betrifft, liegt der herr hoeness der hertha nicht allzuweit weg vom schalker modell, was von urmel kritisiert wird.

  • User
  • 11.05.2007 13:06:07 UrmelAusmEis

    Und PTY, Du kannst davon ausgehen, dass ich, wenn es denn jemals einen ernstzunehmenden Hertha-Meister-Thread geben sollte, dort noch viel erbitterter schimpfen würede als jetzt und hier.

    Trotzdem - falscher Thread, die Herren.

  • User
  • 11.05.2007 14:47:18 gygax

    "Am Rande der Zahlungsunfähigkeit durch Kampfpreise der Konkurrenz die Leistungsträger wegzugeiern, ist schlichtweg nicht mein Fußballideal."

    In der Tat: Romantiker!

    Wir können also auch mindestens die nächsten 10 Jahre nicht auf Urmels Unterstützung hoffen, denn der aktuelle Verein baut zu grossen Teilen auf Assauer'scher Vereinspolitik auf. Ohne Assauer keine Arena, kein Nachwuchszentrum, keine Erfolge, kein Müller so wie er jetzt is, kein Veltins, keine Meisterschaft 2007. Man kann Assauer hassen wie die Pest, aber man muss zugestehen, dass er den Verein fit gemacht hat für die Zukunft, in der eher materielle Dinge den Ausschlag geben als Romantik.

    Ansonsten, weitermachen bitte

  • User
  • 11.05.2007 19:20:32 UrmelAusmEis

    Ich hab gar nix gegen die Arena, ein Rehazentrum im Parkstadion oder Veltins (na gut, da schon), selbst die Gazprom-Beteiligung ist mir halbwegs schnuppe. Investitionen in Steine find ich bei Fußballvereinen sogar recht vernünftig, weil nachhaltig. Ich hab nur was gegen unverhältnismäßig riskante Investitionen in Beine, vor allem fremde Beine, und daher bin ich dagegen, dass eine Mannschaft mit Kuranyi, Bordon, Krstajic, Ernst & Co. deutscher Meister wird. Viel schicker wäre es, wenn sich zwei der genannten Herren über ihren hauptsächlich finanziell bedingten Wechsel weg vom Meister 07 schwarz ärgern müssten.

  • User
  • 11.05.2007 19:43:38 Stinkbaer

    Investieren eigentlich nicht alle Bundesligisten in fremde Beine? Jeder so im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten und darüber? Und wenn man dann so ein paar Jahre darüber investiert hat und kein Geld mehr da ist, dann kratzt man eben junge Spieler zusammen. So lange, bis der Erfolg wieder da ist und man in fremde Beine investieren kann.
    Ich kann nichts dabei finden, wenn Schalke Meister wird. Kuranyi und Konsorten würden bestimmt heute so oder so nicht mehr in Stuttgart oder Bremen spielen, wenn sie nicht bei Schalke wären. Meine Güte, wenn der VfB Meister wird, dann fangen auch die wieder an Geld auszugeben und Spieler abzuwerben. Das ist halt mal so. Seid lieber froh, dass der FC Bayern keine Monopolstellung mehr hat und andere Vereine auch attraktiv sind.

  • User
  • 11.05.2007 20:56:52 UrmelAusmEis

    Es gibt aber Vereine, von denen man in Transferfragen immer Komplimente der Konkurrenz hört - "sauber abgelaufen", "frühzeitig mit uns Kontakt aufgenommen" etc. Und es gibt Vereine, die sich mit ihren Transfers regelmäßig Feinde machen, weil sie - wie zuletzt offenbar auch die Bayern - die Unruhe bei der Konkurrenz, die sie erst gezielt verursachen, anschließend zumDurchsetzen ihrer Ziele nutzen.

  • User
  • 11.05.2007 21:48:56 unionchemiker

    hat nich halb stuttgart aufgeatmet als der kevin endlich wech war? und jetzt wurde er bösartigst abgeworben....hüstel...

    wo ist der unterschied, nicht vorhandenes oder geliehenes oder verbindlichesgeld in beine oder stadien zu stecken?

    ein stadion, selbst so ein schmuckes wie das münchner, urmel, ist dann also nich so verklärend wie ein paar mücken in ernst und co zu stecken? und dass immer 2 zu einem transfer gehören und nicht nur ein verein, ist auch nebensächlich? bordon, ernst und kevin plus dessen "berater" haben dieses unwürdige menschenverschachere schon weidlich ausgenutzt....

    schwachsinn. schalke wird meister. punkt.

  • User
  • 13.05.2007 02:38:10 UrmelAusmEis

    > "hat nich halb stuttgart aufgeatmet als der kevin
    > endlich wech war? und jetzt wurde er bösartigst
    > abgeworben....hüstel..."

    Völlig richtig, Uschi.

    Q.e.d.!!!

    Wenn in Stuttgart die halbe Stadt aufgeatmet hat, dann nicht, weil Kevin wech war, sondern weil die Unruhe wech war, die Schalke durch das Anwerben des Bärtchens in Stuttgart ausgelöst hat. Genau das meine ich ja:
    Gezielt Unruhe schaffen, so dass die Konkurrenz am Ende auch noch froh sein muss über einen sportlich eigentlich unsinnigen Abgang.

    Und auch, wenn Du es nicht verstehen kannst: Ich für meinen Teil differenziere zwischen fairem Umgang untereinander und den Brachialmethoden, wie sie jüngst von den Bayern und unter Assauer regelmäßig bei Schalke vorgeführt wurden.


    Und den Unterschied, ob man in Beine oder Steine investiert hat, merkt man spätestens nach einer sportlich verkorksten Saison. Die Beine haben nämlich ziemlich wenig Halbwertszeit und rentieren sich nur, wenn sich regelmäßiger Erfolg einstellt.

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