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Wissenswertes über den 1. FC Nürnberg

Wos mou i denn dou sogn?

Text: Philipp Köster  Bild: Imago

Wos mou i denn dou sogn?

1
Beginnen wir mit Hans Meyer, dem aktuellen Club-Trainer. Der frohlockte kürzlich: »Wir stehen jetzt ganz oben und werden uns dort auch festkrallen. Sollen die anderen doch mal versuchen, diese Weltklasse-Mannschaft von dort wieder weg zu holen.«



2
Peter Handke verewigte die Mannschaftsaufstellung des 1. FC Nürnberg vom 27. Januar 1968 in einem Gedicht. Was wiederum den FAZ-Besserwisser Volker Weidermann bis heute nicht ruhen lässt: »Nicht Leupold, wie im Gedicht vermerkt, lief damals als linker Verteidiger auf, sondern Hilpert. Das ist der Unterschied. Das Gedicht ist wertlos.«

3
Die Zeiten ändern sich. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts elektrisierten die Nürnberger vor allem die Derbys gegen den direkten Nachbarn, die Spvgg Fürth. Das folgte damals dem Trend der Zeit, es galten für prominente Nürnberger auch Eheschließungen mit Damen aus Fürth als unschicklich. Heute reibt man sich eher an den Münchner Bayern und erinnert sich stets aufs Neue an den größten Sieg über den FCB in der Saison 1967/68. Beim 7:3 traf »Goldköpfchen« Franz Brungs allein fünf Mal.     

4
Willy Böß, ab 1913 für den FCN als Stürmer unterwegs, war eine der ersten Stimmungskanonen im rot-schwarzen Dress. Legendär insbesondere sein durchdringendes Organ. Aus den Erinnerungen von Club-Legende »Papa« Hofmann an eine Zugfahrt auf der legendären Vereinsreise nach Spanien: »Allmählich machte sich der Schlaf bei uns geltend und bald herrschte wohltuende Ruhe in einem der Abteile. In dem anderen, leider in dem meinigen, beherrschte die Stimme Böß’ mit unerbittlicher Ausdauer Raum und Zeit. Es war zum Davonlaufen und ich tat es auch. So schlief ich endlich ein und erwachte erst, als wir in die Nähe von Paris kamen. Der Tag hatte längst gegraut und bald wurde alles munter. Böß aber war noch munter.«

5
Kaum eine Entscheidung der Klubführung empörte die Anhänger so, wie die Umbenennung des Frankenstadions zugunsten einer Kreditvergabepraxis der Norisbank. Die weitaus hübschere Alternative der Anhänger: Max-Morlock-Stadion…



Ergänzung zu Heft #66 05 / 2007


weiterlesen [1] [2]



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