WM 1970
Schulterbandage
Franz Beckenbauer
Aztekenstadion, Mexico City
Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit im dramatischsten WM-Halbfinale aller Zeiten stürzte Franz Beckenbauer unglücklich auf seinen rechten Arm. Dass er sich in diesem Moment das Schlüsselbein angebrochen hatte, diagnostizierte Mannschaftsarzt Schoberth erst viel später. Da Beckenbauer aufgrund eines ausgeschöpften Auswechselkontingents weiterspielen musste, wurde die lädierte Schulter eilig mit einer Armschlinge bandagiert. Dann hieß es für den jungen Kaiser, bei 45 Grad im Schatten und unter wehenden Schmerzen 30 weitere Minuten zu überstehen, denn Kollege Schnellinger hatte soeben den 1:1-Ausgleich erzielt und Deutschland in die Verlängerung geschossen. Dass diese trotz zwei weiterer Tore durch Gerd Müller mit einer 3:4-Niederlage gegen Italien endete, schmerzte Beckenbauer am Ende noch mehr, als der angeknackste Knochen. (Text/Foto: Mike Draegert)
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