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Schalkes Rafinha outet sich als deutscher Spießbürger

Von wegen Radaubruder

Text: Benjamin Kuhlhoff (Film)  Bild: Valeska Achenbach und Isabela Pacini

Sage noch einer, Schalkes Rafinha habe sich in Gelsenkirchen nicht gut eingelebt, lärme abends herum, lasse seinen Vorgarten verwahrlosen und trenne den Müll nicht. Wir haben den deutschesten aller Brasilianer einen Tag lang begleitet.

Schalkes Rafinha outet sich als deutscher Spießbürger - Von wegen Radaubruder


Schalkes Brasilianer Rafinha gilt unter Reihenhausbesitzern in Gelsenkirchen-Buer nicht gerade als mustergültiger Nachbar, der einen oder anderen nächtlichen Polonaise sei Dank. Alles Unsinn, denn Rafinha hat sich längst perfekt in seiner neuen Heimat akklimatisiert. Er singt als Tenor im Knappenchor, wäscht sein Auto, verzehrt Sülze in einer traditionellen Speisegaststätte und holt in der Schrebergarten-Kolonie den Pokal für die schönste Zierhecke – abgelichtet von unseren Fotografinnen Isabela Pacini und Valeska Achenbach.

Die doppelseitige Bilderstrecke findet Ihr in 11 FREUNDE #91, ab 28. Mai im Handel, das Making Of von Benjamin Kuhlhoff findet Ihr hier.




Ergänzung zu Heft #91 06/2009

Messi! Der Junge aus Rosario


Kommentare

  • User
  • 28.05.2009 07:29:17 wojcicki

    Karneval in Gelsenkirchen! Mit Bontempi und Clarina! Dazu 0,5´er Stern! Fertig! Fertig? Uff..!
    Hossa!

  • User
  • 28.05.2009 10:19:00 flying_lama

    wer hat die musik begesteuert zum videoclip?

  • User
  • 28.05.2009 10:25:04 Hotte80

    Super interessant, ey! Ich kann gar nicht beschreiben, wie gross meine Vorfreude ist. Her mit dem Heft, schnell, schnell, schnell...

  • User
  • 29.05.2009 18:23:41 drecksack

    Ich bin ja immer ein Freund der gepflegten Satire, und auch zum Humor in vielen seiner Facetten durchaus fähig, aber diese Fotoserie hat einen unangenehmen Beigeschmack.

    Wenn Manuel Neuer diese Bilder gemacht hätte, oder Mike Büskens, Yves Eigenrauch, gerne auch Rudi Assauer, oder irgendein Gelsenkirchener Ur-Gestein, DANN hätte es Klasse und zeugte von Selbstironie!

    Wenn aber jemand, der zu Gast in einer Stadt ist, und dort wegen dessen lockeren Lebenswandel Ärger mit seinen Nachbarn hat, und bei einigen Fussball-Fans dieser Stadt Gegenwind für seine eigensinnige Olympiateilnahme bekam, versucht, sich über eben diese Leute, die immerhin seine Gastgeber sind, mit den abgegriffensten Klischees einer spiessigen Provinzialität und Kleingeistigkeit lustig zu machen, dann wird durch diese Bilder eine Anbiederung aus der Position der Überheblichkeit transportiert, und zeugt nachhaltig für eine Söldnermentalität, die jegliche Liebe für die Kultur und Tradition einer Region vermissen lässt, die ihm sein Millionengehalt erst ermöglicht.

    Fazit: Man merkt die Absicht, und ist verstimmt!

  • User
  • 29.05.2009 18:46:52 Luis Enrique

    was mich an diesen bildern noch viel mehr nervt, ist, dass das eine hübsche adidas-kampagne geworden ist, ohne dass "Anzeige" drüber stand.

  • User
  • 29.05.2009 18:57:14 blue_clgn

    die ironische anspielung auf die spiessigkeit on Rafinhas nachbarn
    gefällt mir ganz gut. mir ist jedoch auch sofort aufgefallen, das es sich hierbei in erster linie um eine werbekampagne, unter dem deckmantel "journalismus", handelt. hat 11freunde das nötig?

  • User
  • 29.05.2009 18:59:21 blue_clgn

    das kleine vogel v reiche ich hiermit nach.

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