Die Geschichte der Fußballfans

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27.05.2008

Ich hab ja nichts gegen Homosexuelle, aber...

Die Angst vorm schwulen Mann

Text: Imke Ankersen  Bild: Imago

»Wir sind aufgefordert, gegen Bestrebungen, die gleichgeschlechtlich ausgeprägt sind, vorzugehen«, sprach Christoph Daum im DSF. Auch wenn er eilig zurückruderte, wurde deutlich: Der deutsche Fußball ist eine Bastion der Homophobie.

Ich hab ja nichts gegen Homosexuelle, aber... - Die Angst vorm schwulen Mann


Schon bevor die DSF-Reportage »Das große Tabu« am Mittwochabend ausgestrahlt wird, ist das Thema Homosexualität und Fußball
dank Christoph Daum in aller Munde. Die im Vorfeld bekannt gewordenen kontroversen Äußerungen des Kölner Aufstiegstrainers werden die Einschaltquoten des Münchener Sportsenders mit Sicherheit in die Höhe treiben.



Und das ist auch gut so, denn selbst wenn es sich bei der Vorabveröffentlichung der Daum-Kommentare nur um eine gelungene PR-Aktion handeln sollte, kann man dankbar sein, dass die Thematik nun eine breite Öffentlichkeit erreicht. Denn es ist höchste Zeit, dass dem homophoben Klima im deutschen Fußball eine gesteigerte Aufmerksamkeit zuteil wird. Der Fußballsport als schwulenfeindliche Männerbastion ist nach wie vor einer der konservativsten Bereiche unserer Gesellschaft. Fußball ist der Lieblingssport der Deutschen und damit gleichzeitig eine Art Spiegel der Nation. Und so überrascht es kaum, dass sich Deutschlands Integrationsdefizit auch in diesem Bereich offenbart. Homosexualität bleibt ein Tabu, offiziell gibt es im deutschen Profifußball keine Schwulen, und auch im Amateurbereich wird das Thema mit Vorliebe ausgeklammert.

Daum scheint sich ernsthafte Sorgen zu machen

Daums Äußerungen sorgen zu Recht für Empörung. Seine Wortwahl ist selbst wohlwollend betrachtet mehr als unglücklich. Wie rückständig es ist, Homosexualität mit Pädophilie gleichzusetzen, erklärt sich von selbst. Daum scheint sich ernsthafte Sorgen zu machen, dass ein erfolgreicher, offen zu seiner Homosexualität stehender Fußballer, zur »Nachahmung« anregt.

Dabei wäre eine solche Art der Nachahmung doch etwas Positives: Wenn sich ein Bundesligaspieler öffentlich zu seiner Homosexualität bekennen würde, wäre das ein Zeichen für gesellschaftlichen Fortschritt und eine Orientierungshilfe für all jene verunsicherten, von Selbstverleugnung und Selbsthass geplagten jungen Fußballer, die ihre sexuelle Orientierung bislang auf dem Platz und in der Kabine verleugnen müssen. Die Kinder, um die Christoph Daum sich so sorgt, brauchen Vorbilder. Der Köln-Trainer hat mit seinem Verhalten in der Vergangenheit zur Genüge demonstriert, dass er selbst als Vorbild nicht sehr viel taugt.


weiterlesen [1] [2]



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Kommentare

  • User
  • 27.05.2008 14:40:44 slurm86

    Meiner Meinung nach beschränkt sich das Thema "HOMOPHOBIE" auf Männerfussball. Es ist ja ein offenens Geheimnis das im Damenfussball der Anteil an homosexuellen Spielerinnen bei weit mehr als 50% liegt. Sowohl in den unteren Ligen als auch in der Bundesliga und der Nationalmannschaft.

    Hier wird dieses Thema auch nicht diskutiert, sondern Homosexualität als etwas selbstverständliches akzeptiert.

  • User
  • 27.05.2008 14:59:18 BesserJazzer

    Andersherum, muss man auch die Empathie gegenüber Eltern aufbringen, denen es mindestens unangenehm vorkommen muss, wenn der 9-jährige Sohn zusammen in einer Umkleide und unter einer Dusche steht, wie der homosexuelle Trainer.

    Frauen und Männer sind bei intimeren Tätigkeiten in Gruppen, wie öffentliche Toiletten oder Duschräumen seit jeher vor allem aus sexuellen Gründen separiert. Homosexualität hebt diese - besonders in der Pubertät und bei jungen Erwachsenen - sinnvolle Barriere auf. Ich fühle mich mindestens unwohl, wenn der Kollege in der Umkleide neben mir mich aus gleichgeschlechtlichem Interesse gründlich mustert.

    Statt Empathie erntet man leider nur Vorwürfe der Homophobie und der Intoleranz. Auch keine Basis für eine Diskussion.

  • User
  • 27.05.2008 15:17:19 Atatenango

    Puh, schwieriges Thema finde ich! Ist gar nicht so einfach sich dazu zu äußern, ohne dass man falsch verstanden wird, was ich gerade schonmal versucht habe.
    Auf jeden Fall bin ich da im großen und ganzen der Meinung vom Jazzer, denn gewissen sexuelle Empfindlichkeiten sollte man da nicht außer Acht lassen. Und der Hr. Daum sollte sich zukünftig am besten nur noch über 4er Ketten und solche Dinge öffentlich äußern, alles andere geht nach hinten los.
    Ich bin mir auf jeden Fall sicher, dass es Homosexualität auch im Männerfußball gibt, und ich bin mir ebenfalls sicher, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis der erste Spieler sich outet.

  • User
  • 27.05.2008 15:22:49 S Block

    Ich weiss gar nicht, worüber ich mich mehr aufregen muss - über den Daum oder über den aus Oberhausen.

    Erst mal bis 982737485943 zählen und dann antworten Blöckchen ....

  • User
  • 27.05.2008 15:39:37 lebowski

    Pfff...verbringt mal etwas Zeit in Köln und eure sexuellen Empfindlichkeiten haben sich erledigt. Diese Intoleranz und Bedenken erinnern mich irgendwie an einen kleinen Ort in Brandenburg: obwohl die da noch nie nen Schwarzafrikaner live erlebt haben, haben alle was gegen "Neger".

    Mir is jedenfalls völlig egal, ob mich ein Schwuler gerne unter der Dusche vögeln würde. Er darf es nicht und gut is. Und nur weil er schwul ist, fällt er ja auch nicht ungefragt über andere her. Wer glaubt das denn? Das generelle Interesse mag vielleicht dann und wann vorhanden sein - aber dafür sollte man als Kerl, der tagtäglich alles angafft, geil findet und bespringen will, was Titten hat, doch Verständnis zeigen, oder?!

    Fazit: Wer kicken kann, ist willkommen, ob Hetero, Schwuler, Asexueller, Außerirdischer, Mormone oderwasweißich.

  • User
  • 27.05.2008 15:46:45 Atatenango

    Will ja nicht kleinlich sein: aber auch wenn ich aus der Provinz komme (mehr oder weniger), dann habe ich doch schonmal nen Schwulen gesehen, sogar schonmal mit einem gesprochen. Wahnsinn oder? Und in Köln bin ich auch schonmal gewesen, auch Wahnsinn oder?
    Jedenfalls solltest Du nicht unbedingt das Vorurteil haben, dass gewissen Provinzler noch nie was mit Homosexuellen oder "Negern" zu tun gehabt hätten. Das geht in eine ähnliche Richtung, die Du anderen selbst vorwirfst!

  • User
  • 27.05.2008 15:47:30 BesserJazzer

    @lebowski:
    Ja, dann geh ich jetzt mich jetzt auch immer in den Frauenumkleiden duschen und umziehen. Nur weil ich hetreo bin, falle ich doch auch nicht über andere her... Und als Sportlehrer gehe ich sowieso in den Umkleiden der mir anvertrauten Schülerinnen ein und aus. Wo ist das Problem?

    Man merkt wieder, dass man nicht gescheit über das Thema reden kann, da jede Angst betroffener, mit der man umgehen muss, sofort als Unterstellung an alle gewertet wird und beide Seiten auf bockig stellen. Sofort mit der Political-Correctness und Nazi-Keule kommen hilft da nicht weiter.

  • User
  • 27.05.2008 15:50:17 radioactiveman

    und damit in die falsche, nehme ich an.

    @dude: bist jetzt meine begleitung morgen bei der party. das wird ein ganz crazy event! und jetzt zurück zum topic. bussi!

  • User
  • 27.05.2008 16:14:18 oberhofer

    Wir hatten während meiner Zeit in der B- und A- Jugend (ACHTUNG, Pubertät, junge Erwachsene) einen schwulen Teambetreuer. Der zusätzlich Sozialarbeiter im örtlichen Jugendhaus war (ACHTUNG, Pubertät, junge Erwachsene, KINDER!!). Ein beliebter und angesehner Mann, der niemandem jemals in irgendeiner Weise geschadet hat. Hat nach jedem Training mit uns geduscht. Ob das schwer für ihn war, weiss ich nicht, für uns war es normal.
    Gar nicht bockig,
    Euer obi

  • User
  • 27.05.2008 16:22:24 Atatenango

    wie gesagt: schwieriges Thema!
    Ich hab schonmal mit einem Schwulen im selben Bett geschlafen, ohne dass er mich angefallen hat. Ich hab tatsächlich auch schon mit einer Frau im Bett geschlafen, ohne dass ich sie oder sie mich angefallen hätte und ich hab sogar schonmal mit einem Hetero-Freund in einem Bett geschlafen, der mich ausversehen angegrabbelt hat, weil er dachte ich sei seine Freundin.
    Ich hab auch schon nen Türken erlebt, der tatsächlich nach Knoblauch gestunken, aber auch nen Deutschen der keine Kartoffeln mag. In Italien wurd mir schonmal was aus dem Auto geklaut und in Polen hat mir einer mein Handy hinterhergebracht, was ich im Cafe auf dem Tisch vergessen hatte. Ist halt so'ne Sache mit Vorurteilen...ich halt mich jetzt raus. Tschüss!

  • User
  • 27.05.2008 16:40:09 spike

    Klassiker, dass plötzlich alle irgendwelche schwulen Freunde und Bekannte auskramen.

  • User
  • 27.05.2008 16:42:20 oberhofer

    Klassiker, dass Einer nix zum Thema beiträgt, aber nen coolen Spruch fürs eigene Ego raushaut.

  • User
  • 27.05.2008 17:33:49 calimero

    "Workshop zur Heilung von Homosexualität"hehe
    Das ist doch garnich heilbar.

  • User
  • 27.05.2008 18:06:18 bolod

    [quote]Es ist ja ein offenens Geheimnis das im Damenfussball der Anteil an homosexuellen Spielerinnen bei weit mehr als 50% liegt. Sowohl in den unteren Ligen als auch in der Bundesliga und der Nationalmannschaft.[/quote]

    Oh, bin von so 30-40% ausgegangen.

  • User
  • 27.05.2008 18:07:27 gelsenkirchen

    ich hab am wochenende mal voll allee klischees bedient: hab meinem schwulen cousin auf der hochzeitsfeier unseres cousins grundsätzlich erdbeer-margharita mitgebracht von der bar, obwohl es auch limette gab.

  • User
  • 27.05.2008 18:24:49 unionchemiker

    du kleines stückchen, du....

  • User
  • 27.05.2008 20:44:44 Cullmann

    Ich bin nicht schwul, Kölner und finde diesen Beitrag astrein!!!

  • User
  • 27.05.2008 21:27:35 Haensgen vom Deich

    Dem Daum seinen Beitrag oder der Imke ihren Beitrag?

  • User
  • 27.05.2008 21:55:29 slurm86

    Bei mir hats auf jeden Fall gewirkt. Ich werde mir die DSF-Reportage morgen anschauen, um zu sehen was da in welchem zusammenhang gesagt wurde.

  • User
  • 27.05.2008 23:24:53 Cullmann

    Dem Imke ihren Beitrag meine ich, natürlich!

  • User
  • 28.05.2008 00:49:54 rzk_b

    wenn man einem schwulen sagt, daß man selbst nicht schwul ist, lässt er einen in ruhe. das ist zumindest meine erfahrung. eine ehemalige mitbewohnerin hat das mal sehr schön auf den punkt gebracht: "übertriebene homophobie ist lediglich ausdruck der eigenen, latenten homosexualität." ob ein fußballer schwul ist oder nicht, interessiert mich nicht. er soll nur das machen, wofür er bezahlt wird: anständig fußballspielen. alles andere ist sein privatvergnügen. und wenn der messias in köln damit ein problem hat: christoph, fresse halten, zieh dir was durch die nase und fick dich ins knie.

  • User
  • 28.05.2008 08:45:10 BesserJazzer

    @oberhofer:
    Na, nach diesem Beispiel kann es ja gar keine Probleme mehr geben. Wir stecken uns nun alle Blumen ins Haar, nehmen uns an die Hände und tollen barfuß über die nächste Wiese. Anschließend verordnen wir per order Mufti die Gleichschaltung aller Menschen und führen landesweit die Zwangsunisexumkleide ein. Wenn du und ich damit kein Problem haben, dann _dürfen_ alle anderen auch kein Problem damit haben. Sind sind sonst Nazis und kommen in den Knast. ;-)

    Ernsthaft: Es wäre erschreckend, wenn es gar keine positiven Beispiele gäbe. Der Punkt ist aber eher der: Jede Debatte über Homophobie im Fussball gleicht einem endlosen Selbstgespräch. Mahnende Stimmen, Bedenken und Ängste werden unabhängig jeder Berechtigung glatt und im Sinne des politisch korrekten Medienmainstreams abgebügelt. Im besten Fall noch lächerlich gemacht, in der Regel sofort in die rechte Ecke gestellt.

    So entsteht aber nicht die Art von öffentlicher Debatte, die notwendig wäre Homophobie im Fussball zu bekämpfen. Wer nicht ernstgenommen wird oder sich nicht traut seine Meinung zu sagen, nimmt erst gar nicht an der Diskussion teil oder (siehe Atatenango) verschwindet schnell wieder. Zu recht.

    Die Verbliebenen sind sich dann schnell einig, dass das Problem eigentlich gar keines ist, alle anderen sind dumm, es gibt doch auch bei A- und B-Jugenden schwule Sozialarbeiter, die mitduschen, nackig sogar. Und überhaupt, blabla... Kurze Zeit später wundert man sich, dann dass es immer noch keine Outings, irgendwo im männlichen Fussballsport gibt und die "Debatte" geht von vorne los.

  • User
  • 28.05.2008 08:52:57 schappi1848

    schon wieder Freistunde ? Oder ist das ein Livebericht aus der Umkleide ?

  • User
  • 28.05.2008 09:04:24 unionchemiker

    warum ist jedermann so geil drauf, dass sich jemand outet!? wie sollte den die reaktion aussehen? es ist kein fußballproblem, wird aber als solches völlig überspitzt. iss mir doch wurscht, ob der platini sich endlich öffentlich outet oder nich. würde es was ändern? ich mein: bekäme der dann morddrohungen? oder ne warme hand auf die schulter gelegt? warum sollte ich homosexuelle, die sich nicht trauen, sich dazu zu bekennen, ans händchen nehmen? sind die weicher als andere? zerbrechlicher? verwundbarer?
    wat soll diese debatte? und warum quatschen immer die falschen darüber, uns eingeschlossen, und warten nicht erstmal ab, was die wirklich betroffenen dazu sagen?
    wir quasseln über schwule und vielleicht interessiert es die gar nich....

  • User
  • 28.05.2008 09:20:27 BesserJazzer

    @unionschemiker:
    Ich glaube nicht, dass da jemand scharf drauf ist und sich jetzt auf Kommando alle outen sollen. Problem ist wohl eher, dass sich überhaupt niemand trauen würde. Und das wohl aus Angst. Wenn man nun offen und unverblümt über diese und andere Ängste und Vorbehalte sprechen will, um diese auszuräumen, kommen schappi1848 und Konsorten mit dem Holzhammer. ;)

    Richtig, vielleicht interessiert es "die" abver gar nicht, aber man findet ja auch keine im Fussball, die man fragen könnte. Wobei, hatte RUND nicht mal ein Inkognito-Interview zu diesem Thema?

  • User
  • 28.05.2008 09:25:40 Haensgen vom Deich

    Es läuft ja auch keiner rum und posaunt die ganze Zeit "ich bin hetero!" Warum sollte das dann ein Homosexueller tun? Weil es etwas "unnormales" ist und die Leute sich gefälligst zu erkennen geben sollen?

  • User
  • 28.05.2008 09:27:48 unionchemiker

    ich glaube, der holzhammer geht eher in die richtung "machen wir mal ne runde und tun ganz betroffen"... da kotz ich nämlich auch gehörig.
    und wie zum henker soll ich oder du oder wer auch immer über "diese und andere ängste" sprechen, wenn ich diese ängste gar nicht einschätzen kann!? schwachsinn....

    in rund stand mal wat, war aber eher ein abklatsch dieses feinen, einzigen, wahren, schönen fußballheftes Link

  • User
  • 28.05.2008 09:29:24 unionchemiker

    kannste übrigens bei ebay kaufen für schmales geld. ist jede zeile und jeder cent wert das heft. Link

  • User
  • 28.05.2008 09:40:27 oberhofer

    @BesserJazzer, ich konnte hier noch keine Meinungsäusserung entdecken, die Dich in eine homophobe oder rechte Ecke gestellt hat. Und was ich mit meinem Beispiel sagen wollte ist, dass wenn es Dir als Vater oder Spieler unangenehm ist, dass Dein Sohn / Du mit einem schwulen Mitspieler unter der Dusche steht, dann ist das Dein Problem, nicht das des Schwulis. Meinetwegen teilst Du diese Befindlichkeiten mit anderen, aber dafür gibt es Gruppentherapien. Und dass der Galopper aus Kassel sich verabschiedet, wenn es schwierig wird, ist seine Schwäche und nicht den Meinungsäusserungen der anderen Diskutanten anzulasten. Also bleib mal auf dem Teppich und überleg mal ne Sekunde, ob an den "Holzhammer"-Argumenten was dran sein könnte. Ansonsten hat der Herr Chemiker mal wieder recht, sollen doch die Schwuchteln machen was sie wollen, sind ja schliesslich selber gross.

  • User
  • 28.05.2008 09:55:22 schappi1848

    Widerspruch. Betroffenheit sieht bei mir anders aus. Tut mir Leid, dass ich zu diesem Thema nichts ernsthaftes (wie so häufig) schreiben konnte. Werde mich ab sofort zurückhalten damit Ihr das in Ruhe ausdiskutieren könnt und möchte mich hier in aller Form für meinen unqualifizierten Beitrag entschuldigen.Gruß von
    Corny Littmann

  • User
  • 28.05.2008 11:35:56 santiagero

    Abfällige Sprüche über schwule sprechen ein deutliches Bild über mangelndes Wissen oder fehlendes Selbstbewustsein.
    Ich bin ja gebürtiger Kölner und sowas auf Kölner Strassen gewohnt, in Amsterdam liefen schon mal 2 Schwule hinter mir her und meinten wohl das ich nen süssen Arsch hätte.
    Pfft ja und da dreh ich mich doch nicht um und hau denen aufs Maul nur weil die das gesagt haben.
    Im gewissem Sinne darf ich mich ja noch geehrt fühlen da ja da wohl was dran ist und dann auch die eine oder andere Frau so denkt.
    Aber nein der eine oder andere würde dann erst mal ausrasten weil ihm ein schwuler das gesagt hat.
    Der Daum ist für mich sowieso wieder auf ner zur hohen Kokain Dosis momentan bei dem was der so alles von sich gibt in letzter Zeit.

  • User
  • 28.05.2008 11:50:29 bolod

    Ich denke, der DFB ist es, der auf Outings geil ist.
    Nachdem die DFL den Profifussball managt und die Marketingstrategen der Unterhaltungs-/ Getränke-/ und Bratwurst-Imbissbranche für den Hype bei der Nationalmanschaft sorgen, haben da viele Leute nichts mehr zu tun und stecken ihre Energie in Projekte.
    Nachher können sie sich dann für das geleistete selbst loben.

  • User
  • 28.05.2008 21:37:02 werderMichel

    Es geht hier doch um Daums Aussage, das ihm "Kinder und Jugendschutz über alles geht" und er "ja nichts gegen Homosexuelle" hat.
    Da kann man nichts aus dem Zusammenhang zitieren.
    Schwule mit Kinderschänder zu vergleichen ist das widerlichste, dreckigste Argument!!
    Mir als Schwuler ist es (seit einem bestimmten Alter :-) schnurzpiep egal, ob mich jemand Schwuchtel, schwule Sau usw. nennt. Die Schwulen, die sich verstecken (müssen), wird es nicht egal sein.
    Für mich wäre es der ultimative Kick, wenn sich einer outet. Die gegenerischen Fans im Stadion rufen: "Schwuchtel"- oder ähnlich. Und die eigenen Fans antworten: "Na und!"

    @BesserJazzer. Stell dir vor, Schwule denken nicht 24 Stunden an Sex!! Solchen Argumenten (und Daums) müssten dann auch alle Mädchen von den öffentl. und privaten Schulen genommen werden (vom Sportunterricht ganz zu schweigen). Die Heterosexuellen vergreifen sich ja sonst an die Mädchen.

  • User
  • 28.05.2008 21:54:24 betze_diaspora

    endlich mal ne kompetente äusserung zum thema. respekt und hut ab.

  • User
  • 28.05.2008 22:02:20 gelsenkirchen

    es geht halt immer nur ums ficken - 24-7!

  • User
  • 28.05.2008 23:30:28 Okolov

    gibt es eigentlich schwule die heterophob sind?

    hab heute diese dsf dingens ein bißchen gesehen und was da aus manchen faneckenkreisen kam.. ein graus. der ein hats aber gut gesagt, die die gegen schwule sind, kommen da aus soner ecke, die auch gegen viele andere randgruppen sind und gerne ein weißes sauberes deutschland sehen würden...

  • User
  • 29.05.2008 12:27:59 McElchtest

    Mag ja sein, dass der DFB auch aus der Vermarktungsecke denkt - aber kann es nicht auch sein, dass die nicht bloss auf ein Coming Out aus sind, sondern vielleicht allgemein die Grundlage dafür legen wollen, dass es im Stadion scheißegal ist, ob man mit Männern, Frauen oder beidem das Bett teilt?
    Ich bin selbst auch schwul, aber mir ist es völlig wurscht, was die Spieler auf dem Rasen in ihrer Privatsphäre veranstalten. Ich denke, man sollte Spieler nach Leistung beurteilen und nicht nach sexueller Orientierung.
    Und zu dem "Duschargument" von BesserJazzer: ändert sich an dem Schwulsein eines Betreuers/Trainers etwas dadurch, dass er sich outet? Auch ungeoutete Schwule sind Schwule, und nur dadurch, dass er seine Orientierung verheimlicht ist er nicht weniger schwul!

  • User
  • 29.05.2008 13:06:18 calimero

    Das kann ja jeder sagen. Beweise:-)

  • User
  • 29.05.2008 15:58:12 calimero

    Was isn jetzt? link

  • User
  • 30.05.2008 05:15:06 El Buitre

    es gibt wichtigere bereiche für schwule, um um anerkennung zu kämpfen als fußball. sollten sich diese toleranter und offener zeigen, dann wirkt sich das auch auf den ball aus und nicht anders herum.

  • User
  • 30.05.2008 16:47:48 ode

    Hi Leute!

    Das finde ich mal eine tolle Diskussion. Ich würde mich aber auch freuen, wenn da mal sachlich argumentiert wird. Und nicht so mit der Keule. Aber solche Kommentare haste immer dazwischen...

    Ich hab gestern ein paar Ausschnitte von dem DSF-Bericht gesehen und war einigermaßen entsetzt. Also, in Aue würd ich mir das mit dem Outing nochmal überlegen... Ich fänd es auch schön, das es völlig normal wäre, wenn Fußballer homosexuell wären. Leider glaube ich, dass das in den wenigsten Fällen auch wirklich so ist. Wenn es ein Bundesligaspieler machen würde, wäre seine Karriere zu Ende. Da muss man einfach mal ehrlich sein: Zur Zeit geht das nicht. Besonders der Fußball ist voll von Männern, die ja nichtmal für ihre eigenen Kinder zu Hause bleiben würden. Die sich eine Frau suchen, die sich fein allein um die Kiddies kümmern, und dann ab zum Training heizen. Und bald soll der Profi acht Stunden täglich arbeiten müssen!

    So offen wie sich so mancher gibt: Die Vorurteile sitzen im kollektiven Hirn viel zu fest verankert. Und auch der beste Profi kann nicht immer in Höchstform auflaufen um vor den eigenen Fans geschützt zu sein.

    So sehr ich es mir wünsche, dass Homosexualität in unser aller Leben normal (!!! - und was ich jetzt normal?) wäre, so sehr meine ich, dass es das nicht ist. Ein Outing wäre der Karrieresuizid - und daran ändert auch kein gefühlter Wandel in der Gesellschaft etwas...

    ode

  • User
  • 30.05.2008 17:10:25 Haensgen vom Deich

    Normal... und bald steht an der Zapfsäule auch "hetero" oder watt... hehe, sorry, der musste sein!

  • User
  • 02.06.2008 09:25:41 calimero

    Homosexualität ist nicht normal. Sonst würde es diese Diskussion ja nicht geben.

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