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12.05.2008

Fußballer erklären die Welt

»Ich will an meinem Fuß feilen«

Text: Philipp Köster  Bild: Imago

Wenn Fußballer philosophieren, münden Sätze oft in unfreiwillig doppelbödigen Aphorismen. Wenn sie aber über Körperlichkeiten sprechen, dann werden sie pragmatisch und suchen eigentlich nur eines: das richtige Werkzeug. So wie Michael Tarnat.

Fußballer erklären die Welt - »Ich will an meinem Fuß feilen«


»Ich bin körperlich und physisch topfit.«
(Nationalspieler Thomas Häßler, vormals Profi beim 1. FC Köln, denkt ganzheitlich)

»Wir sind heute mit aufgehobenen Köpfen wieder rausgegangen.«
(Youri Mulder, früher Schalker Spieler, heute Co-Trainer, hat zu viel »Hui Buh« gehört)

»Man darf über ihn jetzt nicht das Knie brechen.«
(Rudi Völler, früher Profi in Leverkusen, offenbart sich als Orthopädie-Kenner)



»Uns steht ein hartes Programm ins Gesicht.«
(sieht man dem früheren Lauterer Profi Andreas Brehme, links, auch an)

»Vielleicht ist es bei mir wie mit Helmut Kohl. Dessen Gesicht haben sie ja auch nicht mehr gewollt."«
(Berti Vogts, Ex-Gladbacher und früher Bundestrainer)

»Ich kann ihn doch nicht kleiner machen und ihm die Beine absägen.«
(Schalkes Ex-Manager Rudi Assauer, rechts, über den glücklosen Stürmer Victor Agali, heute bei Hansa Rostock)

»Unter den Einäugigen ist der Dreibeinige König.«
(Reiner Calmund, ehemaliger Bayer-Manager, ganz standfest)

»Die Achillesferse von Fredi Bobic ist seine rechte Schulter.«
(ARD-Mann Gerd Rubenbauer)

»Ich will an meinem rechten Fuß feilen.«
(96-Kicker Michael Tarnat wühlt im Werkzeugkasten.)

»Ich glaube nicht, dass meine Person einen Schatten wirft. Vielleicht von der Figur her, aber sonst nicht.«
(Rostock-Coach Frank Pagelsdorf)

»Was meine Frisur betrifft, bin ich Realist.«
(schon wieder Völler, diesmal schaut er in den Spiegel)

»Der krempelt die Arme hoch.«
(Calmund erneut im Einsatz, er lobt Carsten Ramelow)

»Wir müssen uns schleunigst in den Arsch treten.«
(Mirko Dickhaut, früher Frankfurt, liebt es akrobatisch)

»Wenn man zu früh auf andere schaut, vergisst man, das Wesentliche aus den Augen zu verlieren.«
(Konzentration, Jens Nowotny, Konzentration!)

»Ich habe kein Problem damit, der Arsch zu sein.«

(Fast-Rentner Oliver Kahn ist ein unkomplizierter Typ)

»Eier, wir brauchen Eier.«
(nochmals Kahn)

»Auch ein Franz Beckenbauer kann einmal den Spielern in den sogenannten Hintern treten.«
(der sogenannte Lothar Matthäus)






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