Die Geschichte der Fußballfans

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25.08.2008

Als Bill Shankly Liverpool verließ

Lass uns nicht allein!

Text: Dirk Gieselmann  Bild: Imago

»Geh bitte nicht, Bill«, scheint dieser Fan des FC Liverpool Bill Shankly anzuflehen. »Bitte geh nicht!« Doch Shanklys Entscheidung steht fest: Nach 15 Jahren als Trainer der »Reds« macht er 1974 Schluss.

Als Bill Shankly Liverpool verließ - Lass uns nicht allein!


»Einige Leute denken, Fußball ist eine Frage von Leben und Tod«, so Shankly einst. »Ich bin von dieser Einstellung sehr enttäuscht. Ich versichere Ihnen, dass es viel viel wichtiger als das ist!«



1959 übernahm er den arg gebeutelten FC Liverpool, dessen Erfolge weit zurücklagen. Die Trophäen verstaubten, der Klub krebste durch die zweite Liga. Shankly erreichte den Wiederaufstieg und zwei Jahre später sogar den Meistertitel. 1973 krönte er seine Amtszeit mit den Gewinn des UEFA-Pokals.

Mehr noch als für seine sportlichen Erfolge liebte man in im »Kop« für seine Nähe zu den Fans. »Ich bin ein Mann des Volkes – nur das Volk zählt«, sprach er und hielt sich daran.

Doch nach anderthalb Jahrzehnten als Trainer der Reds war Schluss. Da half es auch nicht, dass der glühende Fan sich ihm zu Füßen warf. Im Gegenteil: Soviel Demut dürfte Shankly befremdet haben. Er war doch einer von ihnen.






Kommentare

  • User
  • 08.06.2010 21:29:47 Catilina

    Nicht minder volkstümlich: Shanklys Nachfolger Robert Paisley. Ich habe ein paar Photos von einer Liverpool-Reise, die mein Vater mit einem ehemaligen Soldaten der britischen Rheinarmee, der in unserem Dorf lebte, im Herbst 1978 unternahm.

    Das Bild zeigt Mr. Jones, meinen Vater und einen weiteren Deutschen zusammen mit Bob Paisley in dessen Haus in der Nähe von Southport, einem etwas nördlich von Liverpool gelegenen Badeort an der irischen See. Andere Fotos zeigen die 3 Urlauber mit dem "Pokal mit den großen Ohren" in der Trophäenkammer des Anfield Road-Stadions, geschmückt mit Schleifen in den Vereinsfarben des FC Liverpool.

    Paisley war ein grundehrlicher englischer Arbeitertyp, etwas rotgesichtig, der nach dem Ende seiner aktiven Zeit als bootblack angefangen und sich in der Hierarchie langsam aufwärts gekämpft hatte, bis er schließlich Cheftrainer wurde.

    Zwei Jahre später sind wir zum ersten Mal mit einem ganzen Reisebus nach Pool gefahren. Zwischen uns und den Mitgliedern einer Liverpooler Thekenmannschaft entwicklten sich langanhaltende Freundschaften. Wir waren noch sechsmal mit Busreisegruppen unseres Vereins dort, und die Liverpooler waren ebenso oft bei uns zu Gast, aber wir sind auch etliche Male mit kleineren Gruppen im PKW hingefahren. Ich hab in der Zeit 7 Heimspiele von Pool und 5 von Everton gesehen. Insgesamt bin ich, wenn ich mich nicht verzählt habe, 37 Mal in Liverpool gewesen. Den Kreidefelsen von Dover habe ich immer doppelt gesehen. :-D

    Vor anderthalb Jahren waren zuletzt 3 alte Freunde aus Liverpool bei mir zu Besuch, und zwar anläßlich des 50jährigen Jubiläums der Fußballsparte unseres Dorfvereins. Ich war zuletzt 2005 in Liverpoool, bei einem EPL-Spiel gegen Tottenham. Teures Vergnügen, schreit nicht nach Wiederholung.

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