Zwei Studenten und ihr Anti-Red-Bull-Drink

»Das ist für alle Fußball-Liebhaber«

Zwei Fußballfans wollen einen Energy-Drink auf den Markt bringen und damit ein Gegenangebot zu Red Bull schaffen. Wie stehen die Chancen?

Tobias Meyer, zwei Studenten wollen aus Protest gegen Red Bull einen Energy-Drink produzieren. Das klingt nach Fußball-Romantik pur. Wie kam es zu der Idee?
Ende Mai saß ich mit meinem Kumpel und Mitbewohner Dirk in unserer WG-Küche in Hannover. Wir haben ein Bierchen getrunken und surften ein bisschen im Internet, als uns plötzlich bei Facebook ein Red-Bull-Gewinnspiel aufgefallen ist. Keine drei oder vier Minuten später ging es unter dem Beitrag schon ordentlich zur Sache – ein typisches Phänomen.

Was meinen Sie genau?
Die Pöbelei gegen besagten Brause-Konzern. Wir sind natürlich auch keine Befürworter von Red Bull, viele User bei Facebook gingen aber unter die Gürtellinie. Irgendwann haben wir uns überlegt, wie man kreativer gegen RB protestieren könnte. Und noch in der Nacht haben wir uns die Hand darauf gegeben, dass wir einen Energy-Drink produzieren wollen.

Warum gerade einen Energy-Drink?
Wir wollten über die bloße Anklage und den Protest hinausgehen. Wenn man es so will, könnte man unser Projekt »5gegen2« als moralisches Gegengewicht ansehen. Natürlich könnten wir dazu auch ein Bier brauen – das hätte mit dem Fan-Sein vermutlich sogar mehr zu tun. Aber dann wäre die Geschichte in unseren Augen nicht so rund. Red Bull vertreibt einen Energy-Drink, wir wollen ein Gegenangebot für alle Protestler schaffen.

Das heißt »5gegen2« richtet sich in erster Linie an aktive Anhänger?
Ja, unsere Zielgruppe sind Leute, die 20+x Spiele im Jahr besuchen – egal ob in der Bezirksliga oder in der Bundesliga. Fans, denen der Fußball und ihr Verein am Herzen liegen, die ihren Klub aber auch kritisch hinterfragen. Kurz: Wir wollen die Fußball-Liebhaber ansprechen.

WG-Küche, nächtlicher Handschlag. Das hört sich sehr abenteuerlich an. Wie sieht das Konzept von »5gegen2« aus?
Mit dem Verkauf wollen wir die Fanprojekte und den Amateurfußball finanziell unterstützen – und so gegen große Sponsoren und Mäzen protestieren. Das läuft dann etwa so: Das Fanprojekt des Bundesligisten XY möchte den Drink vertreiben. Wir würden dann abklären, ob es in der jeweiligen Stadt auch noch andere Möglichkeiten gäbe, »5gegen2« zu verkaufen, zum Beispiel in Kiosken oder Fan-Kneipen. Jeder Gewinn, den wir dann in dieser Stadt erzielen, käme dem jeweiligen Fanprojekt zugute. Genauso sähe es übrigens mit einem Amateurverein aus, wenn der Dorf-Kiosk oder das Klub-Lokal »5gegen2« vertreiben würde.

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