Zum Rückrundenstart: Das sind die Neuen (Teil 1)

»Ich glaube, der HSV bekommt Probleme«

Nein, Marco Reus wechselte nicht zu Manchester United, und Xavi kam nicht zum FC Bayern. Dennoch gab es einige interessante Transfers in der Bundesliga. Vor dem Rückrundenstart präsentieren wir die Neuen.

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FC Bayern
Nur zweimal tauchte der Name FC Bayern im Winter in der Transfer-Gerüchteküche auf. Einmal, weil der englische »Daily Mirror« ein Zitat von Marco Reus erfand (»Ich werde niemals zum FC Bayern gehen«), ein anderes Mal, nachdem bekannt wurde, dass der FC Bayern im Sommer 2008 Barcelonas Xavi verpflichten wollte, doch sich sein damaliger Trainer, Pep Guardiola, gegen einen Wechsel aussprach. Ansonsten passierte im Winter nicht viel an der Säbener Straße, außer dass der Rekordmeister endlich den Deal mit Lewandowski fix machte und die Amateure Alessandro Schöpf und Julian Green mit Profi-Verträgen ausgestattet wurden. Letzterer soll sich im Trainingslager für höhere Aufgaben empfohlen haben, berichten verschiedene Medien. Immerhin traf der Stürmer in Testspielen zweimal – während Mario Mandzukic ohne Tor blieb. Die »Süddeutsche Zeitung« jubelte jedenfalls: »Klein, wendig, spielintelligent: Julian Green ist der ideale Pep-Guardiola-Spielertyp.« Und auf seiner Facebook-Seite sind die Fans optimistisch. »Bester spieler er is wirklich korregt wenn man in kennt!«, schreibt zum Beispiel Fan Stefan H. Frisurentechnisch ist er allemal in der Ersten Liga: Irgendwo zwischen Neymar und Adolfo »El Tren« Valencia.


Borussia Dortmund
Marco Reus ist noch da, Robert Lewandowski bald weg. Ansonsten blieb es auch in Dortmund außerordentlich ruhig. Vor wenigen Tagen schrieb die »Sportbild« von einem möglichen Wechsel des Real-Keepers Diego López. Bislang gibt es dazu keine Stellungnahme des BVB.
 
Bayer 04 Leverkusen
Die Werkself schlug zweimal auf dem Transfermarkt zu und verpflichtete Julian Brandt von Wolfsburgs zweiter Mannschaft sowie Seung-Woo Ryu von Jeju United. Der Südkoreaner ist immerhin U20-Nationalspieler und wird von der »Rheinischen Post« nunmehr als der neue Shinji Kagawa der Bundesliga gehandelt (was etwas seltsam ist, schließlich ist Kagawa Japaner, aber das nur nebenbei). Seung-Woo Ryu kommt auf Leihbasis für 100.000 Euro, und Rudi Völler ist guter Dinge: »Wir sind gerade nach dem Ausfall von Robbie Kruse froh, dass wir mit Julian Brandt und Ryu zwei Spieler haben, die diese Position ausfüllen können.« Kurzzeitig gab es allerdings die Überlegung Ryu bis zum Sommer an einen Zweitligisten auszuleihen, nachdem sich aber Robbie Kruse gerissen hat, ist dieses Thema vom Tisch. Nützliches Wissen für Profi- und Hobby-Sportkommentatoren: Ryu wird »Lü« ausgesprochen.
 
Schalke 04
Es verging in der Winterpause kaum ein Tag, an dem nicht über Lewis Holtbys Rückkehr und Julian Draxlers Weggang spekuliert wurde. Bis heute hat sich da nichts getan. Gründe: »Lewis Holtby können wir uns nicht leisten.« (Jens Keller) und: »Julian Draxler will Schalke nicht verlassen« (Horst Heldt). In der Hysterie über diese beiden Spieler wurde ein Neuzugang vom FC Bayern beinahe übersehen: Jan Kirchhoff. Vor der Saison von Pep Guardiola in höchsten Tönen gelobt, kam er beim Triple-Sieger allerdings nicht über sieben Kurzeinsätze hinaus. Beim FC Schalke 04 wird es zunächst nicht besser laufen, denn Anfang Januar riss sich Kirchhoff das vordere Syndesmoseband. Wir wünschen gute Besserung und geben ihm eine Textzeile seines Lieblingssängers Casper mit auf den Weg: »Dieser Weg wird kein leichter sein!« Ach, das war Xavier Naidoo?
 
SC Freiburg
Garra Dembélé sammelt Vereine wie Fips Asmusen ziemlich gute Gags. Bis heute spielte der 27-jährige Malinese für AJ Auxerre, FC Istres, Aarhus GF, Pierikos Katerini, Lokomotiv Plovdiv und Levski Sofia. Und weil er beim bulgarischen Klub 26 Tore in 24 Spielen machte, verpflichtete ihn der SC Freiburg 2011 für sage und schreibe 2,7 Millionen Euro. Im Breisgau gelang dem Stürmer aber herzlich wenig (ein Tor in 20 Spielen), also verlieh man Dembélé an den chinesischen Verein PFC Wuhan Zall. Jetzt ist er zurück. Jubelorkane aus Freiburg sind bislang noch nicht zu vernehmen. Fun Fact: Es gibt eine Facebook-Seite, die sich für den Stürmer einsetzt. Sie heißt »Lasst Garra Dembele Spielen«, und ihr Motto lautet: »Bitte lasst ihn Spielen! Oder für was habt ihr ihn gekauft!!!«

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