Nichts leichter als das, werden sich etliche Palmeiras-Anhänger gedacht haben. Schließlich hatten tausende Grün-Weiße bereits im Januar, kurz nach Bekanntgabe des Rücktritts, die Heldentaten des 39-jährigen Keepers während einer drei Kilometer langen Prozession durch die Straßen São Paulos gewürdigt, ihm zu Ehren ein Gebet verfasst und ihrem Heiligen Marcos den Status der Unsterblichkeit verliehen.
Denn wenn in einigen Jahrzehnten Enkel ihre Großväter fragen: Wer war eigentlich dieser Glatzkopf, der im Juni 2002 den goldenen WM-Pokal in den Abendhimmel Yokohamas reckte, wer war dieser Torhüter, der 530 Ligaspiele für nur einen Klub bestritt, wer war dieser Verrückte, der ein Angebot von Arsenal London ablehnte, um mit Absteiger Palmeiras in der 2. Liga zu spielen, dann werden die ergrauten Herren antworten: der Heilige Marcos. Und anschließend dieses Gedicht vortragen: