14.01.2014

Zlatan Ibrahimovic beim BVB

»Ruf mich später mal an«

Die Nachricht pulverisierte sämtliche Nachrichtendienste von Tuvalu bis Oer-Erkenschwick: Zlatan Ibrahimovic bietet sich dem BVB an. Für lau. Dann nahm alles seinen Lauf. Eine Phantasie.

Text:
Benjamin Kuhlhoff
Bild:
imago

Plötzlich ging alles ganz schnell. Dabei wollte Jürgen Klopp bei der Verleihung des Ballon d'Or eigentlich nur heimlich über den roten Teppich schleichen, als ihn plötzlich ein großer Mann mit langen Haaren stoppte: Zlatan Ibrahimovic. »Wann holst Du mich endlich nach Dortmund?«, fragte der Schwede. Klopp schmunzelte: »Dann muss ich erst meine gesamte Mannschaft verkaufen.« Doch Zlatan ließ nicht locker: »Ich komme auch für umsonst.« Ein Satz, der die Fußballwelt erschütterte.



Minuten später klingelt in Paris ein Telefon. Ibrahimovic-Berater Mino Raiolao sitzt gerade in einem mit Champagner gefüllten Whirlpool und erschlägt mit einem Laserschwert ein paar Hummer. Unbekannte Nummer. Ihm ist langweilig, also geht er ran. Am Ende ist Zlatan Ibrahimovic. Er sagt nur neun Worte: »Ab morgen spiele ich in Dortmund. Kümmere dich darum.« Ein Tuten. Raoila springt aus der Wanne, legt sich einen frischen Hermelinpelz um, fliegt im Privathubschrauber nach Dubai. Acht Stunden später sind alle Formalitäten geklärt. Zlatan Ibrahimovic ist nun Spieler bei Borussia Dortmund.

#Lebenstraum

In Dortmund-Brackel geht zeitgleich die Welt unter. Vor dem Trainingsgelände des BVB hat sich die gesamte Medienmeute versammelt. Nur der »Kicker« weigert sich die Sensationsnachricht zu vermelden, erklärt stattdessen, dass es »viel Interessanteres und Wichtigeres zu berichten« gäbe, als den Wechsel des Megastars zu den Schwarz-Gelben. In seiner Donnerstagsausgabe würdigt der »Kicker« seine Vorgehensweise als »mutige Entscheidung«. »Sky Sport News HD« hingegen landet den Scoop, zeigt live Uli Köhler im Interview mit Jürgen Klopp. Erst bei der letzten Frage stellt sich heraus, dass es sich beim Interviewpartner nicht um Klopp, sondern um den verkleideten Moderator Joko Winterscheidt handelt. Alles egal, denn just in dem Moment, in dem Köhler die hübsche blaue Brille beschlägt, schwebt Ibrahimovic im schwarz-gelben Superhelden-Cape ein und landet stilecht auf einem Sockel. Klick, schon hat 1414-Reporter Norbert K. sein goldenes Foto im Kasten. Von den 34,50 Euro kauft er sich im Fanshop ein ausrangiertes Marco-Reus-Trikot. Denn im Trubel um den Transfer des Super-Schweden ist der Wechsel des Nationalspielers zum Ligakonkurrenten Bayern München völlig untergegangen. Lediglich ein Reus-Statement bei Twitter sorgt für ein wenig Unmut unter den Fans. Reus schreibt: »Cash rules everything around me, bros! Get the money! Dollar, dollar bill y'all #lebenstraum«


 
 
 
 
 
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