02.04.2014

Zinedine Zidane und Real-Torjäger Karim Benzema

Big Brother

Nie war Karim Benzema besser als in dieser Saison. Das liegt vor allem an einem Mann: dem dreifachen Weltfußballer Zinedine Zidane.

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Den Satz wird er so schnell nicht wieder los. Sein Ziel sei es, so der damalige Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann 2008, »jeden Spieler, jeden Tag ein bisschen besser zu machen«. Eigentlich ein löbliches Ziel, doch weil Klinsmann in Rekordzeit seinen Kredit als Reformator an der Seitenlinie verspielte, verkam die Aussage zur Farce.

Zinedine Zidane hat diesen Satz noch nie gesagt. Er war auch noch nie Cheftrainer geschweige denn Trainer beim FC Bayern. Zidane ist Assistent von Real-Chefcoach Carlo Ancelotti. Er ist noch Anfänger an der Seitenlinie. Aber er ist Zinedine Zidane, einer der besten Fußballer aller Zeiten. Ein Genie. Er versprüht weiterhin seine Magie. Der größte Nutznießer von seiner Aura ist ein Landsmann: Reals Mittelstürmer Karim Benzema. Nie war der Franzose besser als in dieser Saison. Benzema sagt: »Keine Frage, Zidane ist der Schlüssel zu meinem gegenwärtigen Erfolg.«

Zidane und Benzema – das passt

Nach Parallelen muss man nicht lange suchen in den Karrieren von Benzema und Zidane. Beide sind algerischer Abstammung. Beide reiften über Jahre in der französischen Liga zu national geachteten Stars, ehe sie bei europäischen Großvereinen (Benzema bei Real, Zidane bei Juventus und später ebenfalls Real) zu internationalen Topspielern wurden. Wie Zidane gilt auch Benzema als sehr zurückhaltend, beinahe schüchtern. »Er ist introvertiert und außerhalb des Platzes fast unsichtbar«, sagt Zidane über seinen Schützling, »aber kaum hat er den Rasen unter seinen Füßen, ist sein Talent nicht mehr zu übersehen.« Der Satz hätte auch auf den Spieler Zidane gepasst. Benzema haut nach dem Schlusspfiff nicht mit den Kollegen in der Edeldisco auf die Pauke, er fährt nach Hause zu seiner Familie. So wie »Zizou«. Diese beiden Männer passen gut zueinander.

Benzema spielt seit 2009 bei den »Königlichen«. In seiner ersten Saison schoss er 8, in seiner zweiten Spielzeit 15, in seiner dritten Saison 21 Tore. In der vergangenen Saison kam er zwar nur auf zwölf Tore, bereitete aber 13 vor. Auch in der Champions League verbesserte er seine persönliche Statistik kontinuierlich. Im aktuellen Kader gehört er zu den dienstältesten Spielern. Er war schon ein Star, bevor Zinedine Zidane seine zweite Karriere bei Real begann. Aber man hatte immer das Gefühl, dass er sein Potential nicht vollständig ausschöpfte.

»Er wird ein guter Helfer sein«

Zidane kehrte 2011 als Sportdirektor nach Madrid zurück, verabschiedete sich 2012 wieder von diesem Posten und heuerte Anfang 2013 als Jugendtrainer bei Real an. Im Sommer desselben Jahres installierte ihn der neue Cheftrainer Carlo Ancelotti als seinen Assistenten. Ancelotti sagte: »Ich bin sehr glücklich, mit ihm zu arbeiten, er wird ein sehr guter Helfer sein.«

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