6. Bellamy vs. Riise Craig Bellamy, ein wahrer Meister des subtilen Humors. Nachdem er Mitspieler John Arne Riise alkoholbedingt mit einem Golfschläger attackiert hatte, bejubelte der walisische Hitzkopf sein Tor im ersten Spiel nach seiner Sperre wie? Mit einem simulierten Golf-Abschlag, der selbst Riise ein Grinsen abnötigte. Bellamys neuer Spitzname: »The Nutter with the Putter« (Der Irre mit dem Putter).
7. Pourie + Vater vs. Hoffmann Die Rangelei mit Torben Hoffmann hätte Wolfgang Wolf, Trainer bei 1860 München, dem Schützling Marwin Pourie noch verziehen, nicht allerdings, dass sich Pourie anschließend in die Kabine verkrümelte, auf Anraten seines Vaters. Der hatte den Sohn ultimativ zum Abmarsch aufgefordert: »Komm, Marwin, wir gehen«, und auch noch eine Botschaft an Hoffmann parat: »Dich krieg’ ich noch!«
8. Töfting vs. Letschkow Über die Kabinenschlägerei zwischen Stig Töfting und Jordan Letschkow nach dem 1:3 in Bielefeld schrieb die »Morgenpost«: »Beide donnerten gegen die Heizung, wälzten sich auf dem Boden. Erst jetzt gingen Mitspieler dazwischen.« Uli Stein mochte nichts Negatives an der wilden Wemserei finden: »Das war okay! Die Spieler haben bewiesen, dass sie die Niederlage bewegt hat.«
9. Roos vs. Ehrmann Übertrieben, Axel Roos und Gerry Ehrmann auch nur als Kollegen zu bezeichnen. Als der bullige Keeper Roos im Winter 2001 das Knie auf den Oberschenkel rammte, eskalierte die Situation. »Er hat mir mit der Faust ins Gesicht geschlagen«, sagte Roos, der mit Platzwunde vom Platz getragen wurde. Ehrmanns treuherzige Version: »Ich habe ihn nur mit einem Reflex an der Lippe getroffen!«
10. Bowyer vs. Dyer Für einen Boxkampf sollte man gute Gründe haben. So wie Lee Bowyer von Newcastle United, der während des laufenden Spiels gegen Aston Villa seinen Nebenmann Kieran Dyer zum Bareknuckle-Fight herausforderte. Die Gegenspieler mussten schlichten, das Publikum reagierte amüsiert bis entgeistert. Bowyer wusste den Infight aber gut zu begründen: »Er hat mich einfach nicht angespielt.«