Zehn Dinge über Hallenfußball

Klo-Transfers und Playerpartys

Na, auch schon gelangweilt von der Winterpause? Geht doch einfach mal wieder zum Hallenfußball! Zur Einstimmung: die schönsten Indoorkick-Anekdoten der vergangenen Jahrzehnte.

Zehn Dinge über Hallenfußball
Heft#122 01/2012
Heft: #
122

1.
Regelkunde
1987 diskutierte Deutschland engagiert über Hallenfußball. Befürworter des Linoleumkicks schwärmten von Holland, wo der Hallenkick seinerzeit sehr populär war. Grund dafür seien die ungewöhnlichen Regeln. Man ließ dort nämlich wie beim Eishockey hinter den Toren weiterspielen. Und in die Netze schnitt man Löcher, so dass die Spieler hindurch passen konnten. Voetbal semi-totaal.

2.
Blamage
Hallenfußball wurde mitunter auch in Deutschland ernstgenommen. Weil die Bayern im Januar 1988 zwei Spiele in der Halle abgeschenkt hatten (1:6 gegen Eindhoven und 0:7 gegen Stuttgart), strich Coach Jupp Heynckes seinen Spielern kurzerhand den Urlaub. Präsident Fritz Scherer tobte: »Noch nie hat sich eine Bayern-Mannschaft so blamiert!«

3.
Rekord
Ernst Happel lehnte Hallenturniere ab. »Da derfst ned rauchen, des halt i ned lang durch«, schimpfte der Österreicher. Turnierveranstalter Uli Skrowny zeigte Verständnis, Happel durfte bei ihm Kette quarzen. Die Zahlen sprachen für Skrowny, seine Veranstaltungen waren die beliebtesten. Als anderswo längst in leeren Hallen gekickt wurde, stellte er einen Welt- rekord auf: Beim Rheinland-Cup 2006 kamen an einem Tag 15234 Fans, das gab es noch nie.

4.
Verletzung
In Hannover stürzte HSV-Spieler Sven Kmetsch einst so unglücklich, dass er den Ellbogen von Mitspieler Harald Spörl ins Auge bekam. Blut spritzte auf den Hallenboden. Im Krankenhaus dann die Schreckensnachricht: Kmetsch war quasi blind, er erkannte nur helle Flecken. Die Diagnose: Einblutung im Auge. Erst nach drei Tagen konnte Kmetsch wieder Dinge sehen – wenn auch nur verschwommen.

5.
Kleines Finale
In der Essener Grugahalle weigerte sich der Hamburger SV im Januar 1996, zum Spiel um Platz drei gegen Schalke 04 anzutreten. Der Befehl kam von Trainer Felix Magath, der sich den geballten Unmut der 7000 Fans zuzog, die bis zu 50 Mark für ein Ticket bezahlt hatten. Magath: »Hätte ich gewusst, dass die das interessiert, wären wir angetreten.«

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