Wrestling-Legende will Newcastle United kaufen

Ultimate Warrior

Es ist die Nachricht der Woche: Wrestling-Oberboss Vince McMahon scheint drauf und dran zu sein, Newcastle United zu kaufen. Das ist eine großartige Nachricht, kann der Fußball doch so einiges vom Wrestling lernen. Ein paar Ideen.

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Die Namen
Seien wir ehrlich: Die Spitznamen unserer Fußballer sind mausgraue Langweiler im Vergleich zu der Ringer-Konkurrenz. Hartnäckig versuchen wir seit Jahrzehnten, uns über »Kokser« Kohler, »Boxer« Täuber, oder »Atom-Otto« Luttrop zu amüsieren und sind tief in unserem Inneren doch maßlos enttäuscht über so viel konservative Einfallslosigkeit. Die beim Wrestling wissen, wie man aus Scheiße Gold macht. Da wird dann aus einem Jeffrey Hardy der »Rainbow-haired Warrior«, aus Michael Shawn Hickenbottom Shawn Michaels das »Heartbreak Kid«, oder aus Steven Anderson Steve Austin »The Texas Rattlesnake«. Giganten der Szene haben sogar gleich eine ganze LKW-Ladung voller Spitznamen, um sich je nach Bedarf zu bedienen. »Master of Pain«, »Mean Mark Callous«, »Texas Red«, »The Punisher«, »The Last Outlaw«, »The Phenom«, »The Deadman«,»Taker«, »The American Bad Ass«, »Big Evil«, »The Demon of Death«, »Valley«, »Lord of Darkness« – 13 Namen, die alle ein und derselben Person gehören: Mark William Calaway. Besser bekannt als: »The Undertaker«.

11FREUNDE fordert: Mehr Mut mit Spitznamen! Es ist so einfach: Herkunft, physiologische Besonderheiten und Charakter in einen Topf, mit ein wenig Alliteration gewürzt, das Ganze ordentlich aufgepumpt und guten Appetit! Mario Götze wird zu »Mighty-Memmingen-Mario«, Jürgen Klopp »the beared Pöhler from Stuttgart 21«, Franck Ribery »der Narr mit der Narbe«. Eine einfache Wrestling-Namen-Adaption würde es auch tun. Oder spricht etwas dagegen, die Bender-Zwillinge in Zukunft als »Nasty Boys« zu bezeichnen? Würde übrigens auch herrlich auf den Trikots aussehen. Apropos…

Die Trikots
Mit den Augenschmerz-Kreationen von Bremen bis Berlin lockt man heute niemand mehr hinter dem Ofen vor. Gut, die Colorado Caribous (siehe Foto) waren in den Achtzigern mal drauf und dran, die modische Monotonie zu revolutionieren. Doch ansonsten sind die wahllos zusammengekleisterten Leibchen weder Fisch noch Fleisch. Was es braucht, sind optische Schocker, die jeden noch so teuren HD-Fernseher mit der Farbwahl überfordern. Als offizielle Fifa-Designer wünschen wir uns »Macho Man« Randy Savage und »Nature Boy« Ric Flair. Die Kollegen wussten, wie man aus einem Mantel eine Riesen-Party macht. Bodenlange Umhänge, kombiniert mit Schubkarren voller Klitzer, Perlen und Nippes jeglicher Art, präsentiert in den spektakulärsten Farben dieser Welt. Dazu Hüte, Brillen, Ganzkörperkostüme und Accessoires, die jede Transvestiten-Party sprengen würden. Man stelle sich Mario Balotelli in einem Bademantel made by Ric Flair vor! Manuel Neuer mit neongelben Springerstiefeln und blau-weißem Latex-Dirndl! Und dazu Knut Kircher, wie er seelenruhig überprüft, ob Bastian Schweinsteiger auch sein Strassstein-Cape richtig in die Hose gesteckt hat.



Der Einmarsch
Zugegeben: Beherzte Stadion-DJs bemühen sich seit Jahren, ein wenig WWF in den schnöden Bundesligaalltag zu scratchen. Aus Wandschrankhohen Boxen plärren knallige Schlager, die Spieler posieren in kernigen Posen auf den riesigen Videowürfeln und selbst der dritte Torwart der TSG Hoffenheim wird enthusiastischer angekündigt, als einst Axel Schulz von Michael Buffer. Nur: Das ist noch lange nicht genug! Wenn »Mighty-Memmingen-Mario« mit Lederkluft in Schneeleoparden-Optik auf den Rasen kommt, ist das mehr als nur kerniges Videowürfel-Bild samt Namensansage wert. Wir wünschen uns abgedunkelte Stadien, eine Batterie Nebelmaschinen, Feuerringe, weiße Elefanten und Riesen, die mit brennenden Zwergen jonglieren, während Mario und Co. unter fetziger Beschallung Richtung Mittelkreis stolzieren. Einziger Nachteil: Die Begrüßungsrituale würden auf bis zu zwei Stunden ausgedehnt werden müssen.

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