Worüber sprechen Bierhoff, Löw und Merkel?

Saumagen und Nasenkotelette

Joachim Löw und Oliver Bierhoff verkündeten jüngst stolz wie Oskar, wie schön es sei, sich regelmäßig mit Angela Merkel zu treffen. Nur worüber sie mit der Kanzlerin sprechen, blieb hinter verschlossenen Türen. 11FREUNDE liegt exklusives Abhörmaterial vor!

Maître d'hotel (zuvorkommend): Schönen Abend meine Dame, schönen Abend die Herren. Was darf ich Ihnen bringen?
Löw (schnell): Also ich hädde, sammama einen Espresso.
Bierhoff (bestimmend): Ein Weizen!
Merkel (unsicher): Also ich nehm ganz konservativ eine Selter. Oder doch ein stilles Wasser? Nee, eine Selter. Ja.

Der Maître d'hotel verlässt den Tisch. Merkel folgt ihm in die Küche, die dortigen Sterne-Köche sind indigniert, lassen sich jedoch widerwillig zusammen mit der Kanzlerin fotografieren. Nach einigen Fotos mit viel Gesichtsakrobatik lockert Merkel ihre Wangen-Lefzen durch die Oliver-Kahn-Technik und kehrt an den Tisch zurück.

Merkel (erklärend): Eine besondere Nähe zur überaus erfolgreichen Personalmannschaft ist mir sehr wichtig. Das ist Teil meiner Transparenz-Kampagne.
Löw (wissend): Ja, Öffentlichkeitsarbeit ist aaabsolut wichtig. Das kennen wir von der Nationalmannschaft schonn au. Man muss au einfach nach vorne gehen. Das ist, emotional gesehen, ein positives Laufen nach vorn.
Bierhoff (strebsam): Ja.

Der Maître d'hotel bringt die Getränke.

Merkel (die Fahne in den Wind hängend): Hmm, Selter? Ähm, ich nehme dann doch lieber eine Weißweinschorle. Oder doch die Selter? Nee, eine Weißweinschorle. Aber die Selter können sie hier lassen. Oder nee, nehmen sie die Selter doch lieber mit. Ja.
Löw (spreizt schlürfend den kleinen Finger von der Espresso-Tasse ab): Manschmal gehd mir das au so: Dass ich net so genau weiß, wen i jetzt bringe solle. Dann frag ich einfach den Hansi. Der legt mir au morgens die Klamotten raus und schneidet meine Haare.
Merkel (flötend): Das war für mich der Guttenberg! Leider ist er nun in New York. Bis er zurück ist, fahre ich nun nach Polen, dort habe ich während der EM einen prima Frisör kennen gelernt.

Der Maître d'hotel bringt eine Weißweinschorle.

Merkel (erfreut): Aaah, meine Weißweinschorle.
Maître d'hotel (freundlich): Was darf es denn zu essen sein?
Merkel (durchblättert ernst die Speisekarte): Also nach eingehendem Studium der Dokumente ist für mich der Oggersheimer Saumagen alternativlos.
Löw (unentschlossen): Also, ich weiß no nicht so genau: vorweg vielleicht ein Süßkartoffel-Erdnussüppchen mit gebratener Garnele oder doch lieber Lachstatar auf geröstetem Weißbrot? Als Hauptspeise auf jeden Fall das auschdralische Schdraußensteak mit Rotweinzwiebeln. Oder doch die gebratenen Jabobsmuscheln auf Fenschelmousseline und Rohmilschkäse? Danach vielleicht eine Orangen-Biskuit-Rolle und gefrorenen Kiwischaum mit etwas Grüntee-Gebäck.
Bierhoff (brav): Ich nehme ein Schnitzel mit Pommes-Ketchup.
Maître d'hotel (abhakend): Ein Schnitzel Pommes, einmal Pfälzer Saumagen und was darf es denn nun für sie sein, Monsieur?
Löw (pult sinnlich den Espressosatz mit dem Zeigefinger aus der Tasse, nimm ihn in den Mund): Also, jetzt weiß ich: Ein Nasenkotelette vom badischen Salzwiesenlamm mit Rotweinzwiebeln.
Maître d'hotel (verwirrt): Sehr wohl.
Merkel (kurzentschlossen): Vor dem Essen hätte ich noch gerne ein Sparwasser!

Der Maître d'hotel verlässt den Tisch. Eine Gesprächspause entsteht.

Bierhoff (schüchtern): …
Merkel (investigativ): Wie stehen Sie denn zu schwarz-gelb? Die spielen in letzter Zeit ja ganz gut, oder?
Löw (erklärbärig): Die sin schon au zweimal in Folge Meister geworden, aber im Moment schein eher Rot-weiß wieder im Aufwind zu sein.
Merkel (verwundert): Rot-weiß? Sie meinen Energie Cottbus? Da bin ich ja Ehrenmitglied. Ich war bereits zweimal im Stadion. Danach ist mein Blazer vom Arme-hochreißen immer ganz zerknittert. Dann gabs immer Ärger mit Guttenberg. Der war ja Verteidigungsminister und mag alles lieber knitterfrei.
Bierhoff (mit Kloß im Hals): Ich auch.
Löw (streicht sich den Pullover zurecht): Das findet Hansi au immer sehr wichtig.

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