6. Der Baumwoll-Pyjama Im Jahr 2004 bestätigte Eriksson seinen Hang zum weiblichen Geschlecht. Dumm nur, dass seine geliebte Faria Alam, Sekretärin beim britischen Fußballverband FA und Femme fatale in Personalunion, Details aus jenen heißen Tagen für 600.000 Pfund an zwei Boulevardblätter verhökerte. Hier ein Auszug: »Nach dem EM-Aus lud er mich in sein Ferienhaus in Schweden ein. Auf der Treppe nach oben zog er mir von hinten die Jeans runter und beugte mich nach vorn. Wir hatten Sex, und es war so aufregend, obwohl ich mir die Knie aufscheuerte.« Und weiter: »Sven liebte meine Spezialität namens Deep Throat. Damit hab ich ihn morgens überrascht, während er noch schlief. Er wachte dann auf und rief: ›Oooh! Das hatte ich so lange nicht mehr!‹« Doch nicht alles lief so prickelnd zwischen den Beiden ab, denn Alam erzählte auch: »Nach dem Sex stand er auf, zog sich seinen Baumwoll-Pyjama an und konnte dann erst einschlafen.« Verständlich.
7. Minusrekord im Paradies Stolze fünf Jahre blieb Eriksson am Ende Trainer der Three Lions. Der längste Job seiner Karriere, denn danach musst er sich mit sehr kurzen Engagements begnügen. Neben Stationen bei Manchester City, als Nationaltrainer von Mexiko und der Elfenbeinküste, sowie beim englischen Zweitligisten Leicester City heuerte der Schwede zuletzt beim thailändischen Erstligisten BEC-Tero Sasana an. Dort blieb er allerdings nur knappe zwei Monate – absoluter Minusrekord
8. Ganz großes Theater 2005 wurde das ereignisreiche Leben von Sven-Göran Eriksson sogar Thema eines Bühnendramas, das im Stockholmer Nationaltheater »Dramaten« seine Premiere fand. »Ein Stück in Schwedisch, Englisch und Italienisch«, so der Titel der Aufführung, wurde von der Presse gefeiert. »Der Trainer klettert auf Frauenkörpern zum Gipfel und bleibt dort einsam«, schrieb das »Svenska Dagbladet« über diese »richtig gemeine, tiefschwarze und sehr britische Komödie".
9. Immer diese Scheichs Sein vorläufig tiefstes Fettnäpfchen durchschritt Eriksson allerdings im Januar 2006. Dort flog er auf Einladung eines Scheichs zu einem informellen Treffen nach Dubai, dinierte auf einer Luxusyacht und sprach frei von der Leber weg. So ließ er den Scheich wissen, dass er nach der WM 2006 bereit sei, seinen Job als Nationaltrainer Englands aufzugeben, um den Premier-League-Klub Aston Villa zu übernehmen. Den Klub wiederum wollte der schwerreiche Financier aus Fernost aufkaufen und mit Millionen aufrüsten, so dass Eriksson sich auch gleich als Berater für einen Beckham-Transfer andiente. Dumm gelaufen, denn der Scheich war in Wahrheit ein Reporter der britischen »News of the World« und Eriksson mal wieder der Gehörnte. Nach der WM wurde er übrigens entlassen.
10. Wir steigen auf! Notts! Seine sportlichen Tiefpunkt erreichte Eriksson ebenfalls in England. Beim Viertligisten Notts County heuerte der Schwede 2009 an und sollte in fünf Jahren zehn Millionen Euro verdienen. Seine Aufgabe: Der aufstrebende Viertligist sollte eine Art Hoffenheim Englands werden, dazu wurde er mit Geld eine Konsortiums aus dem Nahen Osten befeuert. Wieder mal ein paar Scheichs, unkten Spötter. Bei seinem Antritt tönte Eriksson: »Ich bin nach Nottingham gekommen, um die größte Fußball-Herausforderung meines Lebens zu bestehen und Notts County in die Premier League zu führen.« Daraus wurde nichts, denn am Ende stellte sich heraus, dass das reiche Konsortium eine reine Luftnummer war. Nach acht Monaten nahm Eriksson seinen Hut.