Wissenswertes über den Neu-Löwen Sven-Göran Eriksson

Hammerwerfen mit Schlagsahne

Er ist die spektakulärste Trainerverpflichtung des Winters: Der Schwede Sven-Göran Eriksson übernimmt auf Drängen des Investors die Trainerbank bei 1860 München. Hier kommen zehn Dinge über den neuen starken Mann bei den Löwen.

1. Rekorde, Rekorde, Rekorde
Fangen wir mit ein paar Rekordmarken an: Sven-Göran Eriksson ist der einzige Fußballtrainer, der das Double (also Meisterschaft und Pokal in einem Jahr) in drei verschiedenen Ligen (Schweden, Portugal, Italien) gewinnen konnte. Zudem ist er mit vier Titeln als Trainer Rekordsieger im italienischen Pokal. Doch das ist nicht alles, denn Eriksson ist auch noch multilingual veranlagt und spricht fließend Schwedisch, Portugiesisch, Italienisch, Spanisch und Englisch. Ob er zur Zeit auch noch die Klicksprache erlernt, ist allerdings nicht bekannt.

2. Von Skifahrern und Hammerwerfern
Als Eriksson im Jahr 2000 zu Englands Nationaltrainer ernannt wurde, freute sich nicht jeder auf der Insel, dass fortan ein Ausländer die Three Lions zu Ruhm und Ehre führen sollte. Im Gegenteil: Gordon Taylor, Präsident der britischen Spielergewerkschaft, jammerte nach Bekanntwerden der Nachricht: »Das ist ein sehr trauriger Tag für den englischen Fußball.« Die »Daily Mail« legte weniger sanft nach: »Wir haben unser Geburtsrecht an eine Nation von sieben Millionen Skifahrern und Hammerwerfern verkauft, die ihr halbes Leben in der Dunkelheit verbringen.«

3. Früher war alles besser
Nach den goldenen Jahren mit Tony Adams, Paul Gascoigne und Paul Merson verzweifelte die englische Presse an der neuen Disziplin, die der bekennende Nicht-Trinker Eriksson in die Nationalmannschaft Englands einführte. Keine Frauen, kein Schnaps, keine Exzesse – nahezu keimfrei präsentierte sich die Mannschaft bei der WM 2002. Als sich auch noch die Fans ungewöhnlich fromm aufführten, jammerte ein britischer Journalist gegenüber seinen deutschen Kollegen: »Wir wissen gar nicht mehr, was wir schreiben sollen. Nur zwölf Engländer wurden bisher verhaftet. Das ist ein Witz! Und Schuld daran ist Eriksson.«

4. Ein Ladenhüter
Weil der Schwede in seinen ersten Jahren als England-Coach für Furore sorgte, entschieden die beiden findigen Autoren Julian Birkinshaw und Stuart Crainer hastig das Buch »Leadership – The Sven-Goran Eriksson Way« auf den Markt zu spülen. Das Machwerk sollte die einzigartigen Führungsqualitäten des Trainers genau umschreiben und vor allem Top-Managern als Gebrauchsanleitung für den Karriereturbo dienen. Es blieb ein Ladenhüter.

5. Die Geburtsstunde des geilen Svens
Ein ganz anderes Buch über Eriksson wurde hingegen zum Bestseller. Der Titel des Meisterwerks: »Honest«, in dem eine gewisse Ulrike Jonsson ausschweifend über ihr Liebesleben erzählt. Einer der Partner der schwedische Wetteransagerin war der sonst so brav-dreinblickende Sven-Göran. Jonsson plauderte über den flotten Dreier, vom dem ihr »Svennis« immer so sehr träumte, von Liebesspielen mit Schlagsahne und wie einmal eine Putzfrau in den Raum kam, während sich die zwei Turteltauben im Intimzweikampf befanden. Weiteres Zitat: »Bei einem Essen, mein Bruder saß dabei, zog Sven die Schuhe aus und streichelte mich unter dem Tisch an meinen liebsten Stellen. Später nahm er mich auf dem Tisch.« Fortan hatte Eriksson seinen Spitznamen weg: Der geile Sven!

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