Wirklich gute Gründe für ein Stadionverbot

Papagei mit Dialekt

Beim Auswärtsspiel von Hansa Rostock gegen den SV Wehen bekamen nur Auswärtsfans Einlass, die aus einem bestimmten Postleitzahlengebiet kamen. Ein Skandal, denn eigentlich gibt es nur fünf wahre Gründe für ein Stadionverbot. Wirklich gute Gründe für ein StadionverbotImago Schnäuzer
Menschen mit Schnauzbart sind gefährlich. Diese These gilt spätestens seit Stalin als allgemeingültig. Und auch der frühe Christoph Daum hat oft genug gezeigt, wie gewissenlos Menschen mit buschigem Nasenflokati sein können. Da ist es nur allzu verständlich, dass derlei »Subjekte« nichts in einem Stadion voller friedliebender Familien mit Kind zu suchen haben, oder?

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Spieler von Werder Bremen
Frings, Mertesacker, Pasanen, Jensen. Diese Jungs sind zwar keinesfalls Gewalttäter, aber unter den eigenen Fans verbreiten sie derzeit mehr Angst und Schrecken als ein Foto von Thomas Schaaf im HSV-Schlafanzug. Deshalb fordern wir: Schützt die Fans des SVW! Bis auf weiteres sollten keine Spieler von Werder mehr ins Stadion!


Portemonnaie-Kontrolle
Im modernen Fußball geht es um Tore, Emotionen, Fairness, die Fans. Alles Quatsch: Es geht ums Geld. Deshalb sind verdachtsunabhängige Portemonnaie-Kontrollen am Stadion-Einlass längst überfällig. Jeder potentielle Zuschauer sollte mindestens 200 Euro mitführen. Natürlich ausschließlich in 50-Euro-Noten (Stadion Unser: »Und führe uns nicht in Versuchung, nur Kleingeld auszugeben«). Zwingend vorgeschrieben ist zudem die Mitführung einer 100-Euro-Geldnote. Wird ein Fan ohne prall gefüllte Geldbörse erwischt, erhält er eine Ermahnung. Beim zweiten Mal gibt’s Stadionverbot. Ausnahmen: Fehlanzeige.

Dialekt-Kontrolle 
Schon lange ist bekannt, dass bestimmte regionale Gruppen besonders anfällig für unschöne Ausbrüche an Spieltagen sind. Wer kennt es nicht: Bayrischen Buam in Krachledern schuhplattlern pöbelnd (»A Packerl Fotzen is schnell aufg’rissen«) durch die Straßen und kippen sich solange Starkbier hinter die Binde, bis sie sich selbst nicht mehr verstehen. Noch schlimmer: Stocknüchterne Ruhrpöttler, die ihren Nachwuchs zum Bratwurst holen schicken (»Kevin-Pascal, komm mal bei. Tu den Papa und Dich mal ne Phosphatstange holen«). Das macht betroffen und darf einfach nicht mehr sein. Um diese Gruppen also zukünftig von Bundesligastadien fern zu halten, wäre es zweckmäßig, jeden Einlassordner mit Horst Hrubeschs Buch »Dorschangeln vom Boot und an den Küsten« auszustatten. Verdächtige Fans müssen zukünftig mindestens fünf Seiten daraus vorlesen. Schwierig, treibt der Schmöker selbst die ausgebufftesten Hochdeutschimitatoren in die Verzweiflung. 

Papageien-Verbot
Neben Regionalpatrioten sind vor allem Regionalpiraten eine Risikogruppe bei Bundesligaspielen in der kompletten Republik. Diese Risikogruppe trifft man zwar verstärkt in Küstennähe an, jedoch tauchten Piraten auch schon tief im Süden des Landes auf (geeignete Wasserwege vorausgesetzt). Im Gegensatz zu anderen Krawallbrüdern lassen sich Piraten relativ einfach an den mitgeführten Papageien identifizieren. Diese sind deshalb mitsamt ihren Besitzers vom Spielbetrieb fernzuhalten.

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